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[Sozialrecht] Kindergeld+Unterhalt+?

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short_cut_baby
Alt 08.02.2007, 21:08   #1
Standard Kindergeld+Unterhalt+?

So ich erzähl mal vorab:

Ich bin noch 17, werde im April 18. Ich wohne bis jetzt noch hier bei meiner Mutter, aber ich komm hier mit beiden seit einger Zeit überhaupt nicht mehr zurecht.
Ich komme von der Schule und gehe erstmal mit beiden Hunden raus. Dann ist hier volles Programm, weil meine Schwester sich bis Abends immer irgendwo rumtreibt: Waschen, Essen machen, Geschirr spülen, saugen, putzen aufräumen ALLES!
Zu den 2 Hunden: der eine gehört meiner Schwester, sie wollte ihn haben und kümmert sich nicht also hängt alles an mir. Dann muss ich nebenbei auch noch viel fürdie Schule pauken, bin ab Herbst in der 12. Klasse und ab da zählt alles fürs Abi.
Zudem gehe ich 3 mal in der Woche arbeiten.
Ich habe einen Freund, der das ganz genauso sieht, bei dem das alles ganz genauso ist.

Wir meinten: Lass uns doch einfach so WG-mäßig zusammen ziehen.

Meine Frage: Wie viel Kindergeld bekomme ich? 150€ oder?
Wie viel Unterhalt kann ich einfordern?
Bekomme ich sonst noch Zuschüsse?

Da ich arbeiten gehe habe ich im Monta außerdem gut 350€ zusätzlich.
Mehr Arbeit kommt eher nicht auf mich zu, weil ich hier eh schon alles schmeiße und mir dennoch Vorwürfe gemacht ewrden dass ich stinkfaul sei. Und sowas kommt laufend.
Ich nehme dann auch nur meinen Hund mit. ich trage sowieso im moment die gesamten kosten für BEIDE Hunde, das sind im Monat gut 100€. Einer eben weniger.
 
 
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El Sparko
Alt 08.02.2007, 21:49   #2
Standard

kindergeld kannst du, wenn ausgezogen, auf dich selbst überweisen lassen sobald du volljährig bist. da können deine eltern nichts gegen machen. miete und kosten musst aber selber tragen können. deine eltern sind zwar unterhaltspflichtig und das jugendamt unterstützt dich sicher gern deine alten zu verklagen aber im endeffekt hast du keine machthabe sie dazu zu zwingen alleine wohnen zu dürfen. wenn die sagen "die kann doch hier wohnen" dann wars das.
 
 
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Felicitas
Alt 08.02.2007, 22:24   #3
Standard

es gibt wohl die möglichkeit für schülerbafög. einfach mal danach googlen. ansonsten...

wenn du ausziehst hast du genau die gleichen aufgaben. den haushalt machst du dann immer noch und auf einmal bezahlst du neben miete auch noch nebekosten, lebensmittel, klamotten usw alles selbst. da sind 500 eur recht knapp, vorallem wenn man noch kostenintensive haustiere hat.

prinzipiell ist gegen ausziehen nichts zu sagen, es sollte aber gut überlegt sein. was hast du nach der schule vor? studieren? ausbildung? alles so sachen die man in die gedankenexperimente mit einbeziehen sollte.

ich bin damals mitten in der ausbildung ausgezogen. finanziell gesehen war das selten dämlich, aber mei - was tut man nicht alles für ein bissl mehr freiraum und selbstständigkeit.
 
 
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El Sparko
Alt 08.02.2007, 23:03   #4
Standard

jup. ich fands einfacher von der schule heimzukommen und bereits essen aufm herd zu haben, sich nicht um den abwasch von gestern kümmern zu müssen, die kleidung sauber vorzufinden. mehr zeit hast du durch nen auszug unter garantie nicht. auch wenn du jetzt glaubst deine eltern würde deine freie zeit verplanen, auf eigenen füßen verplant alles mögliche deine freie zeit.

bei mir ists jetzt so weit dass ich der prüfungsphase schon alle möglichen leute vertrösten muss, die wäsche nur noch selten wasche etc. um die zeit zu finden die man eigentlich haben sollte um zu lernen. sprich deine schulischen leistungen werden durch weniger zeit auch nicht wirklich besser. aber ja ausziehen steht für jeden mal aufm plan und wenns für dich funktionieren sollte dann besser früh als spät.
 
 
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Hammer Unslieb
Alt 09.02.2007, 00:38   #5
Standard

Schüler-Bafög gibts nur unter ziemlich extremen Umständen, da sehe ich hier keine Chance. Zum Kindergeld: Nein, man kann sich nicht einfach das Kindergeld auf das eigene Konto überweisen lassen, zumindest nicht überall. Hat meine Mutter versucht, als ich ausgezogen bin - das Amt hat sich geweigert. Also überweist sie mir seitdem das Geld per Dauerauftrag weiter.

Ansonsten kann ich meinen Vorpostern nur zustimmen - wie kommst du darauf, dass du alleine mehr Zeit hast? Waschen, Essen-Machen, Spülen, Aufräumen... das fällt doch immer an. Und vertu dich nicht mit den Kosten - nur mit der Miete ist es nicht getan. Meist kommen noch Nebenkosten und auch Strom/Wasser/Gas hinzu. Eventuell wollt ihr ne Hausratversicherung haben - nochmal extra-Geld. Achja und zusätzliche Möbel sowie Geld für die Kaution muss man auch erstmal auftreiben.

Und dann ist da ja auch noch die Frage, wie sicher denn dein Job ist. Wenn der mal wegfällt, dann hast du ein Problem. Auch, falls du nach dem Abi keinen Ausbildungsplatz findest - dann schickt dich das Arbeitsamt vermutlich wieder nach Hause.
 
 
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Felicitas
Alt 09.02.2007, 12:42   #6
Standard

ich _glaube(!!)_ bis zur ersten abgeschlossenen ausbildung (also ausbildung oder erster hochschulabschluss, oder wenn erst ausbildung dann bis zum nächsten nicht gleichwertigen abschluss) ist man noch bei den eltern in der hausrat- und natürlich krankenversicherung drin. ich war während meiner ausbildungszeit selbst versichert, die zeit danach auch und erst seit ich studiere bin ich wieder in hausrat- und krankenversicherung meiner eltern mit drin. bis zur ersten abgeschlossenen ausbildung bekommst du auch kindergeld und natürlich kannst du zum amt gehen und es dir, wenn du 18 bist, direkt überweisen lassen, da kannst du dich ruhig mit denen streiten wenn sie rumzicken.

OHNE hausratversicherung würd ich nicht nochmal wohnen wollen, was heisst ich habe in dem halben jahr arbeitslosigkeit keine gehabt, weil dafür schlichtweg kein geld war (und das sind nur knapp 10eur/monat)...

wenn du nach der schule arbeitslos bist, dh. die zeit zwischen abi und ausbildung/ abi und studium, bekommst du von keinem amt geld. das solltest du auch bedenken. das amt wird sagen "ziehen sie halt wieder zu hause ein". IN der ausbildung hast du dann die möglichkeit auf BAB (berufsausbildungsbeihilfe) und im studium dann Bafög.
 
 
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El Sparko
Alt 09.02.2007, 18:11   #7
Standard

wobei dir BAB generell nicht gewöhrt werden muss... also nicht fest einplanen. und bafög ist für studenten elternabhängig, d.h. wenn deine eltern gut verdienen kannst du auch diesen weg vergessen. die elternunabhängigkeit kannst du nur verlassen indem du eine ausbildung machst und nach dieser ausbildung noch min. 3 jahre in deinem beruf arbeitest, erst dann kannst du als student elternunabhängiges bafög bekommen.

als schüler bekommst du elternunabhängiges bafög für alle schulen die zur (fach-)hochschulreife führen, wenn diese schulen vorraussetzen, dass du eine abgeschlossene lehre vorweisen kannst. für den ersten bildungsweg gibt es im normalfall also kein bafög.

ganz allgemein kann man aber, wenn man am existenzminimum lebt, seit den hartz gesetzen immer gern zur lokalen arge/sozialamt gehen und dort mal nachfragen, denn ALG-II steht im grunde jedem bedürftigen (ausser studenten) zu. spaß wirst du an dem geld, das du dann evtl. bekommen könntest, nicht haben, denn dann wird von dir verlangt dir arbeit zu suchen. das bedeutet das amt erwartet, dass du eventuell die schule verlässt um arbeiten zu gehen damit du selbst für dich sorgen kannst. ein abitur wäre dann für dich gerade mal im abendgymnasium realistisch... ehrlich da klingt bei den eltern wohnen wesentlich einfacher.
 
 
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Jaina
Alt 09.02.2007, 18:27   #8
Standard

Zitat von Hammer Unslieb
Ansonsten kann ich meinen Vorpostern nur zustimmen - wie kommst du darauf, dass du alleine mehr Zeit hast?
Da kommt sie gar nicht drauf. Hat sie auch nie geschrieben. Ich glaub ihr geht es auch ueberwiegend nicht um die Pflichten, sondern ums drum herum - so wie sie schreibt macht sie viel und wird trotzdem noch von den Eltern schlecht behandelt.

ich wuerd ganz einfach mal zum Sozialamt und/oder der Familienkasse gehen. Vielleicht auch nen Vertrauenslehrer ansprechen. Zumindest die Kassen muessten dir weiterhelfen koennen.
 
 
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Hammer Unslieb
Alt 09.02.2007, 22:09   #9
Standard

Hat sie doch *schmoll* Sie beschwerte sich, dass sie alles möglichen machen muss, sich um den Hund ihrer Schwester kümmern muss und dann auch noch für die Schule lernen muss. Und erwähnt noch, dass bei einem Auszug keine Mehrarbeit auf sie zukäme. Naja... kann man so oder so interpretieren Sicher haben wir beide ein bisschen Recht.

Was ich in meiner Aufzählung völlig vergessen hatte: Telefon/DSL/Flatrate und GEZ kommen ja wahrscheinlich auch noch hinzu - schon wieder nen 50er weniger... evtl. halt durch zwei geteilt.

Wenn es dich tröstet: Ich hab mich am Ende meiner Schullaufbahn mit meiner Mutter auch nicht mehr besonders verstanden. Die Gründe waren ähnlich, ich sei doch viel zu faul etc pp. Als ich dann ne Ausbildung anfing, wurde es wieder besser, aber nachdem ich wieder kündigte um mich an der Uni zu immatrikulieren (fühlte mich unterfordert), ging das streiten wieder los. Im Laufe des ersten Semesters bin ich dann tatsächlich ausgezogen, und seitdem ist das Verhältnis wieder normal . Allerdings hatte ich da dann auch die Einnahmen durch 400-EUR-Job, Bafög und Kindergeld. Also, halte noch zweieinhalb Jahre aus, dann kannst du es dir hoffentlich ohne so große Sorgen leisten.
 
 
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short_cut_baby
Alt 13.02.2007, 20:42   #10
Standard

jup. ich fands einfacher von der schule heimzukommen und bereits essen aufm herd zu haben, sich nicht um den abwasch von gestern kümmern zu müssen, die kleidung sauber vorzufinden. mehr zeit hast du durch nen auszug unter garantie nicht. auch wenn du jetzt glaubst deine eltern würde deine freie zeit verplanen, auf eigenen füßen verplant alles mögliche deine freie zeit.
ICh muss mir mein essen immer selbst machen. wie gesagt ich schmeiß hier auch so fast alles. mein bruder lebt mit 2 freunden in einer weg, ende des jahres läuft der mietvertrag aus und die werden sich was neues suchen und ich guck mal ob ich da mitzieh.
Waschen, Essen-Machen, Spülen, Aufräumen... das fällt doch immer an.
we gesagt, das ist auch das was ich jetzt schon täglich mache, neben arbeit schule und hund. hier mach keiner einen finger krum.
Und erwähnt noch, dass bei einem Auszug keine Mehrarbeit auf sie zukäme
weniger auf keinen fall. etwas mehr als hier auf jeden fall.
 
 
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