Abgesehen davon: omg.
Die geschilderte Unfallsituation klingt doch schon nach absoluter Fahruntüchtigkeit, ob das nun von Alkohol kommt oder genereller Unfähigkeit, Selbstüberschätzung und Nachlässigkeit spielt ja keine Rolle, ergo: Führerschein-/Fahrerlaubnisentzug legitim
Und dann mal wieder so ein unendliches Glück... Landstraße, also der eine mindestens mit 100 unterwegs, dein Bruder mit 120 oder mehr - bumm - frontal mit 220 gegen die Wand? Das überlebt doch keiner.
Alternative: Landstraße mit 70 beschildert, der andere mit 70 unterwegs, dein Bruder mit 90 oder mehr - bumm - frontal mit 160 gegen die Wand............ und dann kein Personenschaden? ui.
Wer ab und zu die ADAC Motorwelt oder ähnliches liest, kennt ja die Deformationsschäden, die bei Geschwindigkeiten von 64 km/h entstehen - da ist ein Auto schon richtig Matsch - die Energie steigt quadratisch mit der Geschwindigkeit - bei so einer hohen Geschwindigkeit dürfte es ein Wunder sein, dass es keinen Personenschaden gibt.
edit:
Abgesehen davon kann dein Bruder sich schon auf folgende Maßnahmen vorbereiten:
Überholt, obwohl nicht übersehen werden konnte, daß während des ganzen Überholvorgangs jede Behinderung des Gegenverkehrs ausgeschlossen war, oder bei unklarer Verkehrslage 50,- EUR, 3 Punkte
und dabei "Überholverbot"-Verkehrszeichen nicht beachtet oder Fahrstreifenbegrenzung überquert oder überfahren oder der durch Pfeile vorgeschriebenen Fahrtrichtung nicht gefolgt 75,- EUR, 4 Punkte
mit Gefährdung oder Sachbeschädigung 125,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
Das Bußgeld ist allerdings Ermessungssache der Bußgeldstelle, d.h. wenn die das als grob fahrlässig ansehen, springt da locker mal das doppelte oder dreifache raus.
Das macht dann 11 Punkte.. Hätte er doch lieber einen Menschen plattgemacht! Das gibt nur 7 Punkte!