Was Mike vermutlich meint ist, dass die Vortragsweise eines Stückes für den Künstler selber bzw für den Dirigenten abweichen
kann. Als Beispiel nahm er den 3/4-Takt. Und da ist es nunmal so dass, sollte es ein sehr schneller 3/4-Takt sein, dass man
gedanklich nicht auf 1-2-3 zählt (also jeden Schlag auszählt) sondern wegen dem Tempo nur jeden Takt zählt, also praktisch
1-2-3 -
1-2-3 ...
Aber das spielt nur eine Rolle für den Dirigenten bzw den Solokünstler. An BPM ändert das rein gar nix.
Der Satz
Es wäre blödsinn, ein 3/4-Stück in Achteln zu zählen
relativiert sich doch von selber. Wenn in dem Metrum (in dem Bruch) unten eine 4 steht, dann zählt man in
Vierteln und nicht in
Achteln.
Auf Noten sieht man deshalb oben auch immer die Geschwindigkeit eines Musikstückes mit davorgestelltem Notenwert, in dem gezählt wird.
Das hat wieder was mit der Tempoangabe von Mätzels Metronom (M.M.) zu tun, also einer musikalischen Vortragsweise und der Tempovorgabe schlechthin. BPM ist nur ein schönes Wort was
musikalisch gar nicht definiert ist, sondern eher auf die reelle Zeit anspielt.
Richtig hingegen ist dass, sollte ein Stück z.b. in 12/8 stehen, dass die M.M.-Angabe in einer punktierten Achtel steht, die 4 mal in den ganzen Takt reinpasst, um auch den komplizierten 12/8 Takt in 4 Schläge zu unterteilen.
Also
1-2-3-
4-5-6-
7-8-9-
10-11-12.
Heisst also, dass Mike recht hat wenn er sagt, die
musikalische Tempoangabe manchmal anders definiert wird als die untere Zahl in der Taktart.
Aber M.M. != BPM