Ach Mist, jetzt hab ich grad nen ewig langen Beitrag geschrieben und dann Stromausfall
Dann nochmal:
Dieses ''Zeit nehmen'' kenne ich ganz genau: Als ob es den Musikern vollkommen egal wäre was andere Leute denken, sie nehmen sich einfach die Zeit, die sie brauchen um einen wunderbar genialen Jam zu machen und pressen das ganze auch noch auf ne Platte.
Allen voran würde ich da Pink Floyd nennen, und wieder voran ihr Lied Echoes vom Meddle Album. Dieser Eindruck, den du bekommst, vollkommen von der Welt abgekapselt zu sein, als ob alles um dich herum still steht während du dir sozusagen die Zeit ''klaust'' dieses Lied zu hören. Einfach fantastisch. Insbesondere wenn du dann noch die Augen schließt und einfach über nichts nachdenkst, nur genießt. Bei den meisten Menschen läuft dann ein Film passend zur Musik im Kopf ab, nimm dir einfach mal irgendwann die 23 Minuten und hörs dir an, es lohnt sich. Nur ist diese Musik nunmal ziemlich experimentiell gestaltet, also nichts vom puristischen Gitarre-Bass-Drums, wobei auch der wiederum seinen Platz im genialen mittleren Teil findet. Ich glaube nur fast, dass dir das zu soft sein wird, falls du trotzdem gefallen daran findest leg noch Dogs vom Animals Album hinterher. Mhhhm
Sollte es dir doch mehr ums gnadenlose Improvisieren zwischen Gitarre und Bass gehen gibts im Prinzip nur eins: Cream. Die Bluesrockgötter, die den Grundstein für den Hard Rock und somit für Bands wie Led Zeppelin gelegt haben (ja, aber da kann man halt auch ins Schwärmen kommen

). Wunderbare Jams zwischen Clapton und Bruce, dazu dieser unbeschreiblich geile Gitarrensound, einfach Wahnsinn. Hier zu empfehlen Live Cream. Einziger Nachteil: eher schlechte Soundqualität, also in dem Punkt im krassen Gegensatz zu Pink Floyd. Die Musik entlohnt jedoch für alles. Wer im übrigen einmal Cream-Blut geleckt hat soltle sich unbedingt auch die CD vom Reunion Konzert 2005 anhören. Zwar lang nicht so freie Jams, jedoch eine sagenhafte Soundqualität und drei Musiker denens einfach nur Spass macht.
Hendrix wird in solch einer Reihe eher zum Problem, da seine Stücke zwar voller Impro waren, jedoch selten über 7 Minuten herausreichten. In denene 7 Minuten hats jedoch gekracht (''like Buddy Guy on Acid'' Clapton '69) Da wäre bspw. zu nennen: Driving South und Killing Floor.
Wobei mir grad noch einer einfällt der genannt werden sollte: Joe Bonamassa. Eher unbekannt, da erst 2001 seine erste Veröffentlichung erschien, aber der Junge hats drauf. Ich hab hier die A new Yesterday Live liegen, und das ist schon gewaltig. Harter Bluesrock Richtung Rory Gallagher. Kann dir gerne mal was von ihm schicken, sehr empfehlenswert.
Gruß Daniel