Original geschrieben von sc0rp
Hallo,
Letztlich kam ich hier zu dem Entschluss, dass es unmoeglich sein kann, sich selbst so katastrophal tot zu argumentieren, ohne es sich selbst bewusst zu sein. Nicht das es nicht komisch wäre, ganz im Gegenteil, es demonstriert nur wider, wie manche Leute ihre Musik nach der politischen Denkrichtung ausrichten. Das, deine Kommentare und vieles mehr ist zum kotzen. Zum kotzen, weil man sowas dann bei vollen Bewusstsein schreibt.
Was die Onkelz erreicht haben entgegen jeder verbotenen Medienpräsenz, Hetzkampagnen und Verleumdungen ist unglaublich. Allein dafür steht ihnen mein Respekt zu. So manche Band, auch die Ärzte oder die Hosen wären vermutlich nicht so gefestigt, hätten sie den selben Klotz über 20 Jahre an das Bein gehängt bekommen. Wie man es auch sehen will, die Onkelz haben alles erreicht was man erreichen kann, ohne von den Medien abhaengig zu sein.
Gruß
sc0rp
Lol nagut, jetz fühl ich mich herausgefordert meine Gründe doch darzulegen.
Also die BOs sind mir erstens unsympathisch. Und genau dieselben Sentiments verspüre ich bei Rammstein, den Toten Hosen, ich könnte sogar Eminem im selben Zug nennen. Das ist mir einfach alles zu "dark" ... ich weiß auch nicht wie ich es besser ausdrücken soll.
Zweitens bin ich wenn es um Musik geht dermaßen losgelöst von jeglichen politischen Gedanken, dass mir die Geschichte einer Band überhaupt nichts bedeutet. Wofür sie sich einsetzen etc.
Wenn die Ärzte jetz "extremrechts" wären (mal abgesehen von den Texten) und die BOs "extremlinks" (wo stehen die eigtl. momentan so?) aber beide dieselbe Musik spielen würden, dann hörte ich mir immer noch genauso gerne die Ärzte an.
Mir persönlich geht es nur um die Musik, um eine gelungene Komposition, um musikalischen Anspruch. Den finde ich für mich persönlich bei den betreffenen Bands nicht.
Außerdem gefällt mir die meist hymnenhafte, schwerfällige, möchte fast sagen undynamische (einszweidreivierfünfsechssiebenachtneun hierkommtdiesonne *BUMM*) Art der Lieder nicht. Ist eben auch eine Stilfrage.
Nicht falsch verstehen, ich hör auch gerne härtere Sachen (SoaD, Dillinger Escape Plan, Tool etc. halt nicht unbedingt Death Metal), aber BOs sind mir z.B. auch zu proletenhaft und damit kann ich mich nicht identifizieren.
Zum Thema unabhängig von den Medien.
Es sind schon viele Bands an dem Anspruch 100% authentisch (also unabhängig von den Medien zu sein) zu Grunde gegangen. Das spricht für die BOs. Nur interessiert mich das nicht, wenn mir deren Musik und Selbstpräsentation einfach nicht taugt. Die können noch soviel durchgestanden haben, das macht sie nicht zu besseren Musikern.
"...wie manche Leute ihre Musik nach der politischen Denkrichtung ausrichten..."
Der Teil ist der Beste. Du kennst meine politische Denkrichtung nämlich gar nicht. Und die, die früher mal den Ärzten zugesprochen wurde, stimmt nicht mit der Meinigen überein.