Sodala, da simma ja alle ganz gut gelandet
Also, die Zeiten wo man in der Grundschule mit Death infiltriert wird gabs zu meiner Zeit definitiv noch nicht (was meine Kollegen da gehört haben sag ich hier nicht öffentlich

und es hat mich auch eher angeödet).
War eh ne Zeit der musikhörtechnischen Inaktivität, was wohl auch daran gelegen hat daß ich selber ne Menge Musik gemacht hab und meinen eigenen 70er-Style Radio meistens auf DDR-Funk vom damals feindlichen Ostblock angesetzt hab ...
Es fing dann so in der 5./6. Klasse an. Ich war damals in nem klassischen Gitarrenorchester unterwegs (coole Sache obwohls total schräg ist :-)) und da setzte sich einiges fest was bei den älteren "Orchestermitgliedern" so rumging. Da lief z.B. grade viel Ugly Kid Joe. Und weil man ja gitarrenmäßig unterwegs ist hatten wir auch immer den ganzen Ur-Krempel parat, Led Zep, Sabbath und so.
Das hab ich jetzt alles gar nicht so bewußt mitbekommen; der ganze Kram hat sich eher auf vielen Jam-Sessions sozusagen im Unterbewusstsein eingebrannt. Ich hab später nur immer wieder festgestellt: "Hoppla, das kennste doch, da war doch was!".
Ok, zeitgleich liefen dann Metallica und Guns'n' Roses, ich hatte erstmal keinen Bock mich an der "Roses is cool"-Hype zu beteiligen, naja, der Band-T-Shirt-Fight in der Schule war schon krass.
Dann wurd ich 14, Kurt Cobain hat erledigt was von ihm noch übrig war und die Nirvana-Geschichte ist geplatzt. Bissl später kam ne Menge Musik auf die nie mein Style war, und in dem Alter ist man ja immer bissl intolerant, sprich wir haben schon etwas Anti-Hiphop-Propaganda geschoben damals.
Und wie geht das besser als sich mitm Kasten Bier und Judas Priest bei nem Kumpel aufm Dachboden mit ner grossen Bass-Box zu verschanzen?
Das war dann so mit 15. Irgendwann mit 17 fand ich mal ziemlich witzig ein paar jüngere Leute zu beobeachten die damals total auf Manowar abgefahren sind.
Naja, bissl später war ich dann mit Amorphis unterwegs, war bißchen so der "1000 Lakes-Verfechter". Nur irgendwie kann man sich da auch total hineinverlieren.
Bin jedenfalls froh daß ich nicht irgendwo auf der "schneller-härter-lauter-Schiene" gelandet bin. Weil da irgendwann ein bestimmtes Level erreicht ist, ab dann kanns nur noch krass werden.
Was dann ab 20 noch reinkam waren ein paar Industrial-Einflüsse. Anfangs hatte ich da ne totale Anti-Haltung was Elektronik im Allgemeinen betrifft. Aber mittlerweile find ich viele Industrial-Metal-Geschichten ziemlich cool.
Soweit so gut. Irgendwie steh ich da immer noch.