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Brauchen wir so viele Stil Definitionen?

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Devas
Alt 14.09.2001, 13:30   #1
Frage Brauchen wir so viele Stil Definitionen?

Brauchen wir so viele Stil Definitionen?

In letzter Zeit werden wir mit einer Flutwelle von neu kreierten Musikgenre Definitionen überschwemmt. Jüngstes und meiner Meinung nach lächerlichstes Beispiel hierfür, ist mir von einer unbekannten Band auf dem Kölner Ringfest zu Ohren gekommen. „Erotik Rock“ haben die ihre Musik bezeichnet. Wie kann Musik überhaupt erotisch sein? Die Musiker vielleicht in ihre Ausstrahlung und ihrem Aussehen, in ihrer Gestik oder Mimik nicht aber Musik. Musik kann Stimmungen vermitteln wie Melancholie zum Beispiel, sie wird aber nie destruktiv, aggressive oder gar erotisch sein. Musik als solche, besitzt keine Seele die wir als aggressiv oder erotisch definieren könnten, sie wird ihr erst durch den aktiv einwirkenden, Musiker oder dem Empfindungsvermögen des passiven, manchmal auch aktiven Zuhörers eingehaucht. Die Aussage: „Diese Musik ist aggressiv.“ Ist falsch besser wäre: „Die Musik macht mich aggressiv.“ Obwohl diese Aussage auch nicht lange stand hält, da das Ergebnis dieser subjektiven Einschätzung, von mehreren Faktoren abhängt, die in dieser Aussage aber nicht weiter verfolgt und zum Ausdruck gebracht werden. Zum einen die persönliche Einstellung zur Natur der „aggressiven“ Musik, zum anderen die Persönliche Grundstimmung des Hörers wären zwei gravierende Faktoren hierfür.
Es ist wohl jedem bekannt das umso mehr Hörer Musik verfolgen, umso mehr unterschiedliche Meinungen und eindrücke gewonnen werden. Nach welchem Kriterium soll man nun Musik beschreiben und zuordnen, wenn das gleiche Stück/Song/Lied so unterschiedliche eindrücke hinterlässt und die Grenzen zwischen Aggression und Entspannung, Freude und Trauer... bei vielen Zuhörern verschwimmen?
Der zu Zeit am häufigsten debattierte Begriff „EMO“, abgeleitet von Emotion, führt uns wieder diese alte Problematik vor Augen. Wir dürfen nicht verschweigen das dieser aus der aus der HC und Punk Szene stammende Begriff momentan, durch Bands wie Jimmy eat world, Hot water music, Pale ... nicht nur Salonfähig sondern auch zum Vermarktungsstempel avanciert ist und durch seinen kommerziellen Eigenschaften zur Zeit häufig missbraucht wird.
Doch was passiert wenn ihr euch an dieser Bezeichnung orientiert? Fragt man in einem gut sortierten Plattenladen nach fünf der meistverkauften EMO-Platten, wird man höchstwahrscheinlich mit fünf der unterschiedlichsten Musikarten konfrontiert.
Denken wir einen Schritt weiter so wird uns klar, das dies Zwangsläufig dazu führen musste, da jede dieser fünf uns vorliegenden Platten mit „EMO“ voll gestopft ist. Das heißt das jede Band ihre meist sehr unterschiedlichen Emotionen, in ihre Musik hat einfließen lassen. Diese Erkenntnis mag ja ganz schön sein, bringt uns aber nicht weiter, da wir nachdem, was „EMO“ für uns bedeutet, wonach wir ja suchten, nicht eindeutig fündig geworden sind.
Wir stellen also fest das „EMO“ zwar ein Gutklingender Begriff ist, der uns aber durch seine Oberflächlichkeit nur in die Irre führt.
Jede Musik Szene, nicht nur die des Punk und HC, hat mit dieser Problematik zu kämpfen. Vielleicht können wir an dieser Stelle weitere Irreführende Begriffe zusammentragen um so zu einem besseren, klar strukturierten Musikverständnis zu gelangen.

Musik ist immer ein Spiegelbild des Musikers, der ihr leben einhauchte, in der kurzen symbiotischen Beziehung zum Zuhörer.

www.Devas@gmx.de
 
 
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Xëë®øk
Alt 04.10.2001, 22:28   #2
Beitrag

1. also ich denk hier für mich selbst und lass mich hier nicht denken...
2. nich so juristisch schreiben
3. nich so viel schreiben
4. ich hab keinen bock was konstruktives auf deinen beitrag zu antworten... [img]redbiggrin.gif[/img]
 
 
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FrozenSmile
Alt 05.10.2001, 20:17   #3
Beitrag

An den Menschen über mir:
Dann lass solche Schwachsinnsposts auch einfach, was soll denn das?


Devas - klar ist gute Musik für jeden anders. Genau wie jeder was anderes als melancholisch empfindet. Es sei denn, die Musik ist mit Bildern gekoppelt - wie im Kino. Da gibts ein Phänomen: Die Musik in der Kussszene finden alle rührend. Vermutlich dadurch, dass noch ein anderer Sinn angesprochen wird.
Aber wolltest du nicht eigentlich auf die vielen unterschiedlichen Begriffe für verschiedene Musikrichtungen eingehen?
 
 
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MastaE
Alt 30.10.2001, 22:15   #4
Beitrag

Um mal auf die eigentliche Fragestellung einzugehen:
Ich denke die neuen Stilkreationen entstehen nur weil fast jede Band versucht sich als einzigartig darzustellen. Da dies viele musikalisch nicht umsetzen können, versuchen sie einfach durch einen neuen Stil, der eigentlich gar kein neuer ist, den Eindruck zu erwecken sie wären innovativ.
Imo sind wirklich neue Bands die etwas neues schaffen, das nicht mit der gängigen kitschigen und banalen Popkost gleichzusetzen ist, zur Zeit leider sehr rar gesät ( Ich weiß wovon ich spreche - ich habe mir gestern die European Top 20 auf MTV angeguckt *g* )
Wirklich gute Bands, wie zum Beispiel Nightwish scheren sich ein Dreck um "ihren" Musikstil, sondern drücken sich nur durch ihre Musik aus.
 
 
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asdf
Alt 31.10.2001, 10:06   #5
Beitrag

Wirklich gute Bands, wie zum Beispiel Nightwish scheren sich ein Dreck um "ihren" Musikstil, sondern drücken sich nur durch ihre Musik aus.
jo genau das denk ich auch.
aber ich glaub, es ist auch häufig so, dass die presse oder die plattenfirma ( naja dabei könnten die bands einen mitanteil an der schuld tragen ) diese neuen bezeichnungen prägen.
aber ich weiß nich, was man mit soviel "unter-richtungen" anfangen soll. da kommen mir gerade dinge wie EMO in den sinn. das ist eben rock, ob der emotionaler ist als mancher andre rock ist da völlig egal denk ich. vor allem da das eh ne subjektive empfindung ist, was einen anspricht.
oder bei metal, ich weiß ja nicht ob man da 10 verschiedene richtungen braucht. zum techno kann ich nix sagen, keine ahnung davon, aber klingt eh alles gleich scheisse da ( vorsicht: subjektiv: kein grund für ne diskussion...)
ich denk es kommt eher auf die einzelnen bands an, als auf die stilrichtungen.
klingt vielleicht bisschen durcheinander, aber was soll man machen ohne schlaf *g*
 
 
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