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Punkpoets Gedichte


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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:03   #1
Standard Punkpoets Gedichte

Okay, da ich ja gerne Gedichte schreibe, dachte ich mir, dass ich sie mit euch teilen will. Ich hoffe, dass sie euch gefallen, auch wenn sie euch nicht gefallen müssen.

Die Themen variieren dabei, und es wird wohl auch Gedichte geben, die mehr zum Nachdenken anregen als wirklich gefallen zu wollen.

Nun aber genug um den heissen Brei geschwafelt.
Hier nun meine Werke.

Cu
Punky
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:07   #2
Standard Das bin ich

Wollt ihr wirklich wissen, wie der Punkpoet so ist?
Wollt ihr wissen, was ihn erfreut und was ihn seelisch auffrisst?
Wollt ihr seine Träume und Ängste kennen?
Dann hört gut zu, denn ich werde sie euch nun nennen.

Ich bin recht aufgeschlossen und stehe Menschen mit Toleranz gegenüber.
Geschieht etwas lustiges oder macht jemand einen Witz, lache ich drüber.
Bin eher der schüchterne Typ der nicht viel sagt.
Erst wenn ich die Leute kenne, ist die Schüchternheit verjagt.

Dann bin ich ein geselliger Typ, der nicht mehr so verkrampft ist.
Ich gebe Dir meine volle Aufmersamkeit, damit Du weißt das Du mir wichtig bist.
Ich denke, dass ich auch verständnisvoll bin.
Oberflächlichkeit kommt mir nie in den Sinn.

Doch ebenso wie ich auch viele gute Seiten haben mag, gibt es auch die Schlechten.
Denn es ist bei jedem Mensch so, dass sich Gute Seiten & Schlechte verflechten.
Meine dunkle Seite bestimmt mein Leben mehr als es mir lieb ist.
Weil sie mir mehr und mehr meine Seele in mir auffrisst.

Die Ursache dafür liegt in meiner Vergangenheit, in der mir etwas schreckliches geschah.
Ich will hier nicht sagen was, doch es war so schlimm, dass ich danach ganz am Boden war.
Ich hab es zwar geschafft mein Leben wieder in eingermaßen geregelte Bahnen zu schieben,
doch aus dem Aschehaufen in dem mein altes Ich verbrannte, ist mir nur wenig gutes geblieben.

Ich bin seitdem sehr introvertiert und kann kaum Nähe zulassen.
Deshalb habe ich Angst, die große Liebe zu verpassen.
Ich zerbreche gleichzeitig aber an der Einsamkeit und fühle mich allein.
Und eine meiner größten Ängste ist es für immer alleine zu sein.

Dazu kommt noch mein Selbsthass, denn ich hasse mein Aussehen.
Wenn man immer für sein Äußeres erniedrigt wird, kann man das wohl verstehen.
Ich fühle mich minderwertig und manchmal gänzlich wertlos.
Die einzige Frage, die sich mir dann stellt, ist: „Warum lebe ich bloss?“

Vielleicht sind es meine Wünsche und Traüme die mich am Leben erhalten.
Und vielleicht werden sich sogar einige davon als erfüllbar gestalten.
Was ich mir wünsche, ist nicht wirklich viel.
Mein Wunsch geliebt zu werden, ist mein Lebensziel.

Wenn ich das erreiche, sei es auch noch so kurz aber wahr,
dann bin ich für mein Leben im nachhinein dankbar.
Denn nichts ist mehr wert, als eine Liebe die wahr ist.
Weil es Dir zeigt, dass Du nicht für alle wertlos bist.

Somit komme ich nun zum Schluss, und danke euch fürs lesen.
Ich hoffe, ihr wisst nun mehr über mich, als es bisher der Fall ist gewesen.

Euer Punky
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:07   #3
Standard Was ist Zeit?

Wie eine Sekunde, die einem ewig erscheint.
Wie eine Stunde, die im Nu verflogen ist.
Wie eine Minute, in der man leise weint.
Wie ein Tag, an dem Du nicht bei mir bist.

Zeit ist realtiv, und für jeden anders zu ertragen.
Was für den einen kurz erscheint, erscheint dem anderen lang.
Mir erscheinen dazu immer neue Fragen.
Hat Zeit ein Ende, oder gar einen Anfang?

Wie eine Woche, die einem unvergesslich bleibt.
Wie ein Monat, den man vergessen mag.
Wie ein Jahr, voller Glückseligkeit.
Wie die Ewigkeit, die weitergeht – Tag für Tag.

Zeit ist relativ, in Verbindung mit unseren Gefühlen.
Was des einen glückliche Zeit ist, ist des anderen Leid.
Zeit kann schmerzhaft sein, wenn unsere Gefühle aufwühlen.
Doch jede schmerzahfte Zeit ist irgendwann Vergangenheit.

Sekunde, Minute, Stunde, Tag, Woche, Monat und Jahr sind bloss Namen für Zeit.
Doch das unvorhersehbare für jeden Menschen hält nur die Zukunft bereit.
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:08   #4
Standard Quelle der Inspiration

Ich laufe atemlos über die Felder.
Durchkreuze die dunkelsten Wälder.
Überwinde jeden noch so hohen Berg.
Geniesse die Welt als Gottes Werk.

Die Schönheit der Welt ist meine Inspiration.
Sie in ein Gedicht zu packen, der gerechte Lohn.
Denn so klar wie das Wasser, dass vom Himmel fällt,
so klar ist auch meine Liebe zu dieser Welt.

Einfach diese herrliche Pracht geniessen.
Mit all ihren Bächen die auf ihr fliessen.
Mit all ihren Blumen die auf ihr erblühen.
Und den prachtvollen Sternen die am Firmament glühen.

Geniesse die Sonne zur Sommerzeit.
Und den herrlichen Schnee hält der Winter bereit.
Und auch Regen liebe ich – ungelogen.
Denn nach jedem Regen folgt ein Regenbogen.

Ich liebe die Welt nicht nur am hellichten Tag.
Sondern ist’s auch die Nacht mit dem Mond die ich mag.
Drum sag ich es kurz, nur mit wenigen Wort:
Die Welt ist einfach ein wunderschöner Ort.
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:16   #5
Standard Memories of a tortured soul

It is a dirty ground on which I’m lying.
Out of some wounds streams blood and I’m dying.
But before I leave these world, I see my Past flickering in my eyes.
Short pictures, which tell the story of my life.

I see myself as a little boy.
See myself playing with some kind of toy.
Next picture, I’m ten years old.
I’m listening interested to the stories which were told.

The good times were shown.
Times which I’ve forgotten and seem to be unknown.
I see all the friends that I had, passing by.
See myself kissing a girl, although I were shy.

The pictures are moving so fast that I nearly get insane.
I can’t hold on to the good times - the bad will be released in my brain.
The time snaps to the age of 14 and I see myself bound.
Bound in the basement of a house where I can’t be found.

The pictures of myself being raped, they crush me.
The brutality with which it was done, I don’t wanna see.
But the pictures went on, and so I see another harm.
It was the day I decided to end myself with a cut at my arm.

But at least I couldn’t do it, and I were broken.
Inside me self accusation has awoken.
Next picture, and the next harm that I regret.
I have eaten till I were ugly and fat.

So I tried to keep the people away from me.
I thought, that it could be the only way to feel free.
But as the picture changed again, I saw myself in school.
I was pulled down by class mates - kids can be cruel.

The way I were treaten by them made me sick.
So I know why I wanted to end myself at the next pic.
The damage they have caused hurts inside my heart like a stitch.
So I wanted to end myself again with a jump from a high bridge.

But again I couldn’t do it.
My life has to go on, even if it’s shit.
I felt alone and got introverted.
Felt not part of this life. Felt out sorted.

Only in music I felt free and let the pain out someday.
„I’ve had the poison leak into my skin and it coroded my heart away.“
This songtext sequence from Fear Factory explained best how I felt.
I felt unable to love again, because of the pain which my heart held.

But the next picture showed me better.
I felt in love on a day with rainy weather.
But every time I felt in love, my love wasn’t replied.
I felt, like an acess to love for me was denied.

Then there were no more pictures and all was black.
I thought I were dead, but I turned to my life back.
Seems, that I must rest in this life till my very end.
I hope it will get better. Better then it already went.

I hope love can fill this hole in my heart.
I hope I can be loved, otherwise this life is taking me apart.
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:17   #6
Standard Das Gift

Seit ich lebe, brennt eine Frage in meinen Gedanken.
Geht es uns öfter schlecht als gut, oder geht es nur mir so?
Immer ist es meine Stimmung, die dann beginnt zu schwanken.
Bin ich desöfteren eher traurig, oder bin ich froh?

Es gibt so viel gutes für das es sich zu leben lohnt.
Doch das schlechte scheint bei mir zu überwiegen.
Du kannst das Leben nicht geniessen, wenn Einsamkeit in Dir wohnt.
Deshalb sind es die schwermütigen Gedanken die mir auf der Seele liegen.

Doch es ist nicht nur die Einsamkeit, es sind viele Dinge.
Verachtet zu werden, immer wieder Schmerz ertragen, sind nur einige weitere.
Dennoch lebe ich dieses Leben, weil ich mich weiter dazu zwinge.
Es zu beenden würde auch nichts bringen, weil ich dann an mir selbst scheitere.

Es ist fast so als wäre ich nicht mehr Teil von diesem Leben.
Ich schaue nur noch von aussen zu, weil niemand mich braucht.
Kaum noch etwas kann mir meine Hoffnung zurückgeben.
Und so merke ich das in mir eine Einsicht auftaucht.

Das Leben ist ein bitter süßes Gift, dass Dich langsam zu Grabe kann bringen.
Doch wenn Du nur die bittere Seite erfährst, geht es oft nur langsam zu Ende.
Du leidest tausend Qualen, die Dich versuchen in die Knie zu zwingen.
Und so ist es verständlich, das ich mehr Zeit an den Tod als ans Leben verschwende.

Viel mehr bin ich schon tot.
Innerlich zumindest, scheine ich es zu sein.
Stehe allein mit meiner Not.
Und niemand will mich davon befreien.

Nur ein letztes Wort bleibt noch zu sagen:
„Zu jedem Gift gibt es ein Gegengift. Nur hab ich es bisher noch nicht gefunden.“
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:17   #7
Standard Marionetten

Das Leben ist wie eine Marionette.
Du entscheidest wohin Du dein Leben lenkst.
Du kannst es zum Bösen und zum Guten wenden.
Und genauso wie das Leben, sind auch Marionetten schwer zu lenken.
Mal wird man sich in den Seilen verheddern.
Mal wird vielleicht eins gar reissen.
Es ist ebenso wie das Leben mit all seinen Komplikationen.
Auch da kann man sich „verheddern“.
Wenn man zum Beispiel einen Fehler nach dem anderen begeht.
Wenn man weder Ein noch Aus weiss.
Auch da können „Seile reissen“.
Wenn einem jegliche Unterstützung genommen wird.
Oder wenn man eine Liebe verliert.
Doch die Kunst des „Marionettenspielens“ beherrscht jeder von uns.
Weil wir einfach allen Schwierigkeiten strotzen.
Weil wir unser kleines Bühnenstück, unser Leben, zu Ende bringen.
Bis der Vorhang fällt und die Show vorbei ist.
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:18   #8
Standard Sag mir die Wahrheit

Schau mir in die Augen und sag mir was Du siehst.
Schau mir in die Augen und sieh nicht weg.
Sieh mich an, denn ich will die Wahrheit wissen.
Sieh mich an, und behandele mich nicht wie Dreck.

Sag mir, was ich hören will.
Sag mir, was Du wirklich denkst.
Schrei mich an, wenn es denn sein muss.
Schrei mich an, wenn Du damit zu Reden anfängst.

Schweige nicht einfach, denn es macht mich verrückt.
Schweige nicht einfach, denn das verletzt mich.
Ignoriere mich nicht, denn damit tust Du mir am meisten weh.
Ignoriere mich nicht, denn ich liebe Dich.

Geh nicht weg ohne ein Wort.
Geh nicht weg und lass mich nicht im Stich.
Hör auf mit deinen Ausreden.
Hör auf und offenbare deine Gefühle für mich.

Fühlst Du noch das selbe was ich fühle?
Fühlst Du vielleicht gar nichts mehr?
Sei ehrlich, auch wenn es weh tun wird.
Sei ehrlich, denn ich liebe Dich so sehr.

Schlägt Dein Herz für einen anderen?
Schlägt Dein Herz überhaupt noch?
Du hinterlässt nur Schmerz in meiner Seele.
Du hinterlässt in meinem Herzen ein Loch.

Du verlässt mich und ich empfinde Trauer.
Du verlässt mich und lässt mich allein.
Ohne Dich will ich nie mehr lieben.
Ohne Dich will ich für immer alleine sein.
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:18   #9
Standard Herzschmerz

Sag niemals, dass Du mich liebst.
Denn Du tust es nicht.
Sag niemals, dass Du mir vergibst.
Weil es mich sonst zerbricht.

All deine Gefühle waren nur geheuchelt.
Niemals hast Du wirklich etwas empfunden.
Mit Deiner Kälte hast Du mich ermeuchelt.
Und nur schwer heilen meine Seelenwunden.

Du hast mir mehr genommen als nur mein Herz.
Meine Lebensfreude ist mit draufgegangen.
Und so fühle ich den unendlichen inneren Schmerz.
Er lässt mich nicht los, sondern hält mich gefangen.

Alle Wege um mich von Dir zu lösen sind verkehrt.
Sie ziehen mich nur tiefer ins Bodenlose.
Warum habe ich Dich bloss so verehrt?
Jetzt bist Du nur noch Teil meiner Psychose.

Schon oft dachte ich daran mein Leben zu beenden.
Doch wieso sollte ich Dir diesen Gefallen tun?
Es gibt keinen Grund meine Gedanken an Dich zu verschwenden.
Und so vergesse ich Dich einfach nun.

Ich lösch Dich aus meinem Leben,
fällt es mir auch noch so schwer.
Es wird noch bessere für mich geben,
und deshalb brauch ich Dich nicht mehr.

Aus Fehlern lernt man zum Glück.
Dich zu Lieben war mein größter.
Ich will Dich nie wieder zurück,
denn ohne Dich bin ich erlöster.
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:19   #10
Standard Der letzte Schmerz

Wie ein Feuer der Seele ist mein Schmerz.
Verbrennt nicht meine Haut, sondern mein Herz.
Warum ist das Leben nur so unfair zu mir?
Warum bin ich allein, und nicht bei Dir?
Doch es hilft alles nichts, denn Du liebst mich nicht.
Selbst Du lässt mich allein, und ich merke, dass es mich zerbricht.
Warum dürfen Andere was ich nicht darf?
Warum erfüllt Einsamkeit meinen Lebensbedarf?
Alles was ich will, ist zu Lieben. Doch man lässt mich nicht.
Hab ich die Liebe nicht verdient, ich ungeliebter Wicht?
Es wird wohl nie Liebe für mich geben, egal wie viele Tränen ich auch vergiesse.
Drum ist der Gedanke der in mir reift nur gerecht zu dem ich mich entschliesse.
Warum noch lange Leiden, wenn man es doch beenden kann?
So greife ich nun zur Klinge und stehe meinen Mann.
Allein und ohne Liebe ist das Leben nichts wert.
Warum sollte ich es dann nicht beenden, wenn sich niemand um mich schert.
Verletzt zu werden von Anderen lasse ich nicht mehr zu.
Den letzten Schmerz in meinem Leben füg ich mir selber hinzu.
Das einzige was bleibt ist ein Wort an die Nachwelt.
Ich hoffe, dass es euch mit Wissen erhellt:

„Solche wie mich wird es immer geben.
Verloren im Herzen und einsam im Leben.
Wenn ihr die Augen weiterhin vor uns verschliesst,
ist mein Blut nicht das letzte das wegen euch fliesst.“
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:20   #11
Standard Sinnlos

Tag ein, Tag aus der selbe Trott.
Stets bemüht diesem sinnlosen Leben zu entfliehen.
Von anderen Menschen erntet man nur Hohn und Spott.
Und man ist unfähig sich dem zu entziehen.

Worte lasten schwer auf meiner Seele.
Sie lassen mich glauben, dass ich minderwertig bin.
Sie sorgen dafür das ich meine Bestimmung verfehle,
und so frage ich mich nach meinem Lebenssinn.

Was hat es für einen Sinn, dieses Leben, wenn alles sinnlos erscheint?
Kein Mensch der für mich da ist und meine Sorgen teilt.
Und so, wie jeden Tag, hab ich auch heute für ein besseres Leben geweint.
In der Hoffnung, dass mich dieses bessere Leben irgendwann ereilt.

Doch die Zeit läuft gegen mich.
Mit jedem Herzschlag dem Tod ein Stück näher.
Und meine Hoffnung lichtet sich,
wird gar getötet mit einem Speer.

Ein symbolischer Speer mit einem wohlbekannten Namen.
Der Name ist „Oberflächlichkeit“ und wächst stetig fort.
Es ist eine Waffe, die kennt kein Erbarmen.
Geworfen von Menschen ist sie seelischer Mord.

Und so sitz ich hier und starre an die Zimmerdecke.
Sinnlos lass ich die Zeit verstreichen.
Ich spüre wie ich elendlich verrecke.
Ohne ein Ziel vor Augen, welches es gilt zu erreichen.

Liebe. Ja Liebe wäre ein schönes Ziel.
Ist sie doch mehr wert als jeder Lottogewinn.
Liebe gibt einem so unheimlich viel.
Liebe ist jedes Menschen heimlicher Lebenssinn.

Denn erst wer wahre Liebe erfährt,
erkennt dass das Leben nicht sinnlos ist.
Aus Liebe wird neue Hoffnung genährt,
und sie zeigt Dir, dass Du nicht minderwertig bist.

Ich hoffe, dass die Liebe mich irgendwann findet.
Mich kleines, gequältes Menschenleben.
Und das sie mich ewig an jemanden bindet,
so dass wir gemeinsam kein Deut mehr für Sinnlosigkeit hergeben.
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:20   #12
Standard Oft und Nie

Oft geweint
Oft gelacht
Oft waren wir ernst
Oft haben wir Quatsch gemacht

Oft allein
Oft füreinander da
Oft gelogen
Und genauso oft wahr

Es gab vieles was uns verband
Unsere Freundschaft ging über jeden Verstand
"Oft" beschreibt es nicht gut genug
Denn es war "fast immer" so, bei fast jedem Atemzug.

Nie werde ich Dich vergessen.
Nie einen schlechten Gedanken an Dich haben.
Nie zulassen, dass jemand schlecht über Dich spricht.
Nie das Versprechen brechen das wir uns gaben.
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:21   #13
Standard Der Crash

Regen fällt.
Um mich herum nur Stille.
Flammen lodern.
Alles scheint so unwirklich.
Verletzt krieche ich auf allen Vieren.
Krieche zu Dir.
Du liegst regungslos am Boden.
Verzweifelt rüttele ich Dich.
Keine Regung.
Ich weine.
Bin verzweifelt.
Was ist geschehen?
Ein Blick zum Straßenrand verrät es.
Ein Auto.
Auf dem Dach liegend.
Flammen schlagen empor.
Überall Glassplitter und Wrackteile.
Ein Crash?
Nein ein Überschlag.
War zu schnell.
Jetzt liegst Du hier.
Liegst in meinen Armen und regst Dich nicht.
Gleitest mir fort.
Gleitest aus meinem Leben.
Warum?
Jugendlicher Leichtsinn?
Tempo?
Ja, deswegen.
Ich bin es schuld.
Werde es immer mit mir tragen.
Hätte doch bloss die Vernunft gesiegt.
Dann wärst Du noch bei mir.
Wärst jetzt hier.
Würdest in meinen Armen liegen.
Und nicht in einem nassen Grab.
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:21   #14
Standard Place of memories

Sitting in an empty room, thinking of you.
Watching our pictures is what I do.
I can't escape the sadness of my heart.
It is surrounding me and tearing me apart.

You left me alone, left me for another guy.
I can't figure it out and I'm wondering why.
Is he really that much better than me?
But the truth is the only thing I don't wanna see.

Now, that I'm at the bottom of our love.
No help is send from up above.
I just can help myself by escaping this place.
This place of memories, which reminds me of your grace.

So I runaway into a better life.
Maybe I'll find a woman and make her my wife.
But noone will be like you.
Keeping you in my mind is what I do.

Never I will forget about the day we met.
But "Never" seems sometimes not to be forever, yet.
I'll just keep the good memories of us.
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:22   #15
Standard Angst zu Lieben

Wie kann das was man will und nicht will so nah beianderliegen?
Wie kann das was man liebt und fürchtet sich gegenseitig so aufwiegen?
All meine Sehnsüchte stecken in Dir.
Doch ebenso alle Ängste von mir.

Die Ungewissheit quält mich.
Empfinde ich doch so viel für Dich.
Doch gerade das macht mir Angst.
So ist es wohl, wenn Du um Liebe bangst.

Mein Herz steht Dir offen, doch ich habe wohl Angst das Du wirklich eintrittst.
Das Du eintittst ohne das selbe zu fühlen und mein Herz einnimmst.
Das Du genau dann gehst, wenn ich mir sicher bin dass Du mich nicht verlässt.
Das Du nur noch einen kalten Hohlraum zurücklässt, wo einst mein Herz für Dich schlug.

Immer wieder will meine innere Stimme deshalb keine Nähe zulassen.
Immer wieder laufe ich deshalb davon, um immer wieder eine mögliche Liebe zu verpassen.
Fühle mich fast schon unfähig die Liebe festzuhalten.
Liebe scheint sich für mich immer in Angst zu gestalten.

Manchmal wünschte ich, dass ich nicht den ersten Schritt machen muss.
Doch wenn man auf Liebe wartet, erhält man vielleicht gar keine zum Schluss.
Man verliert den Glauben, wahre Liebe zu finden.
Habe ich meinen Glauben auch schon verloren, oder kann ich ihn noch an mich binden?

Ich weiss es nicht.
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:23   #16
Standard Lügner und Belogener

Manchmal hasse ich mich dafür wie ich bin.
Ebenso macht manche Handlung von mir keinen Sinn.
Wenn ich doch wirklich Liebe in Dir seh,
warum tu ich Dir dann so weh?

Ich bin derjenige der lügt.
Und gleichzeitig bin ich der Belogene.
Ich bin derjenige der betrügt.
Und ebenso bin ich der Betrogene.

Ich habe Angst, dass Du mir zu nahe kommst.
Und deshalb belüge ich Dich.
Doch mit der Lüge tu ich mir nur selber weh.
Und somit verletzt es mich.

Ich betrüge mich selbst.
Oder zumindest die Gefühle die ich für Dich hege.
Rede mir ein, dass Du mich nicht lieben kannst.
Und merke nicht, wie ich Dir damit einen Riegel vorlege.

Ich zerstöre, was ich nicht zerstören will.
Und zwar indem ich Dich aus meinem Leben ausschließe.
Bin innerlich völlig blockiert.
Und spüre, wie ich darüber ein paar Tränen vergiesse.

Ich weiss, dass ich viel falsch gemacht hab.
Immer um deine Aufmerksamkeit zu kämpfen, war nur ein Fehler.
Doch wenn man nie wirklich Aufmerksamkeit bekam,
ist es schwer nicht darum zu kämpfen, weil es ist wie ein Hehler.

Ein Hehler, der Dir seine Dienste anbietet.
Und obwohl man weiss, dass es keine guten Dienste sind, greift man zu.
Du bekommst nur Lügen und Falschheit geboten.
Und derjenige der darunter leiden muss, bist dann Du.

Und dennoch weiss ich, dass ich Dich trotz meiner Fehler nicht verlieren will.
Aber um das zu erreichen, brauch ich Deine helfende Hand.
Denn Dein Glaube an mich macht mich stark solange Du zu mir hälst.
Und ich hoffe, zwischen uns ist ein unzerstörbares, uns verbindendes Band.

So hoffe ich, dass ich Dich nicht verlieren werde.
Denn das wäre das schlimmste für mich.
Und auch wenn es für folgende Worte noch zu früh ist:
„Ich brauche Dich in meinem Leben und ich liebe Dich!“

Gewidmet Ellinor.

Auch wenn Du meine Gefühle nicht erwidern solltest, hoffe ich dass ich Dir wenigstens ein guter Freund sein kann.
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:24   #17
Standard Die Person hinter dem Gedicht

Oft lesen wir die Gedichte von Fremden und sind entzückt.
Denn das geschriebene Wort derjenigen, ist was uns beglückt.
Doch selten verschwenden wir einen Gedanken daran, wer da schreibt.
Selten ist es so, dass uns der Verfasser in Gedanken bleibt.

Egal, ob es nun ein Gedicht ist, dass aus Liebe geschrieben wurde.
Egal, ob es aus tiefster Trauer heraus verfasst ist.
Uns bewegen nur die Worte, weil wir sie mit unseren eigenen Emotionen verbinden.
Dabei vergisst man, dass Du als Autor selber betroffen bist.

Auch wenn uns die Worte gut tun die wir da lesen.
Sie sollten uns auch zum Nachdenken anregen.
Sind sie doch Ausdruck der Gefühle des Verfassers gewesen.
Verfasser, die damit ein Teil ihrer selbst ablegen.

Sie schenken den Lesenden mehr als nur ein Gedicht.
Sie schenken ihnen auch auf ihr Innerstes freie Sicht.
Deshalb sollte man die Person die es schrieb in Erinnerung behalten.
Denn manchmal sind es ihre Worte, die sich für uns als Wohltat gestalten.

Gewidmet allen Verfassern von Gedichten und Lyrischen Versen. Denn manchmal vergisst man, wem man diese wundervollen Worte zu verdanken hat.
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:27   #18
Standard Nyktophobie

Alleine sitze ich in der Dunkelheit und fürchte mich.
Umringt von nächtlichen Schatten, wird meiner Atmung die Luft geraubt.
Die Angst macht mich verrückt, alles dreht sich.
Ohnmächtig sacke ich zusammen, doch was dann geschieht hätte ich nie geglaubt.

Ein Alptraum beginnt sich in meinem Kopf abzuspielen.
Vergessenes und Verdrängtes kommt hervor.
Alles dunkle in mir scheint scheint auf mich abzuzielen.
Und so betrete ich diese Traumwelt durch ein schwarzes Tor.

Hinter dem Tor – ein greller Blitz.
Geblendet reibe ich mir die Augen.
Als ich wieder sehen kann, ist da nur ein Sitz.
Mitten im Nichts zieht er mich, scheint mich gar aufzusaugen.

Vorsichtig und zögerlich nehme ich auf dem Stuhl platz.
Doch sobald ich ich dies tat, umschlungen mich Fesseln an Fuss und Hand.
Plötzlich ist ein tiefes Lachen vernehmbar, und folgender Satz:
„Geniesse was Du zu Sehen vermagst, denn es reinigt deinen Verstand.“

An dem diabolischen Lachen erkannte ich jedoch, es wird kein Genuss sein.
Wieder grellte ein Blitz auf, doch danach fand ich mich an einem fremden Ort vor.
Mitten in einem Dornenlabyrinth stand ich nun – verlassen und allein.
Doch in der Ferne war etwas vernehmbar. Leise Singstimmen von einem Chor.

So kämpfte ich mich durch das Labyrinth.
Immer wieder blieb ich jedoch an den Dornen hängen.
Doch plötzlich sah ich wer da singt.
Ausgeweidete Kinderleichen, erhängt an Seilsträngen.

Bei diesem grausamen Bild musste ich meinen Blick abweichen.
Doch die grauenvollen Kinderstimmen lachten mich aus.
So war ich gezwungen meinen Blick aufzurichten, und sah zu den Leichen.
Frech streckten sie mir jedoch die Zunge raus.

„Was mache ich hier?“, fragte ich sie dann.
Und so sagte eines der Kinder: „Mörder!“, zu mir.
„Wieso Mörder?“ entgegnete ich prompt und sah sie an.
Mit kaltem Blick sagten sie zugleich: „Weil wir sind die verlorenen Träume von Dir.“

„Wir waren deine Kinder, doch Du liessest uns nicht groß werden.
Du hast uns schon so jung umgebracht.“
Da wurde mir schwindelig, und ich fiel auf die Knie zu Erden.
Entsetzt sah ich sie an, doch sie haben weiter gelacht.

Ich konnte es nicht begreifen.
War dies ein Sinnbild meiner Selbst?
Ich begann zu verzweifeln.
So fühlt es sich an, wenn Du strauchelst und dann fällst.

„Sag! Erkennst Du Deine Schuld?“, fragte ein Kind.
Doch bevor ich antworten konnte, lachte es und es wurde schwarz um mich.
Wieder totale Finsternis, und das Lachen verhallt im Wind.
Plötzlich sprach die dunkle Stimme wieder zu mir: „War das schön für Dich?“

Diese Frage stellte sie mir im zynischen Ton.
Ich sagte: „Nein, es war furchtbar. Mehr nicht.“
„Das war erst der Anfang!“, antwortete sie voller Hohn.
Erneut grellte ein Blitz auf und blendete mich mit dem Licht.

Als ich wieder sehen konnte, fand ich mich in einem Glaswürfel vor.
Gerade mal gross genug um darin gefesselt zu sitzen
Ausserhalb des Würfels trat eine dunkel gewandte Gestalt durch ein Tor.
Bewaffnet mit einem langen Speer, gar einem sehr spitzen.

Verwundert sah ich zu der Gestalt und fragte mich was nun geschah.
Regungslos stand sie vor mir und starrte mich an.
Eiskalt war der Blick der mich anstarrte – so frostig und doch klar.
Plötzlich sagte die Gestalt: „Spüre nun wie schmerzhaft Schuld sein kann.“

So kletterte sie auf den Würfel und öffnete einen schmalen Spalt.
Noch bevor ich wusste wie mir geschah, stach man mit dem Speer auf mich ein.
Keine Chance auszuweichen. Der Speer bohrte sich ins Fleisch. Die Spitze war kalt.
Doch aus den Wunden pulsierte mein warmes Blut und ließ die Kälte vergessen sein.

Der Speer schneidete sich ins Fleisch. Der Schmerz war gross.
Ich schrie laut auf. Mein Haut hing nur noch in Fetzen an mir.
Mein Blut ergoss sich über den Boden und wurde mehr mit jedem Stoss.
Und erst nach einer Ewigkeit sagte er: „Nun lasse ich ab von Dir.“

Doch nicht um mich vom Schmerz zu erlösen, dass erkannte ich.
Denn er schloss den Würfel und ist ganz rasch verschwunden.
Winselnd lag ich am Boden und krümmte mich.
Den Tod vor Augen ergoss sich mein Blut aus meinen Wunden.

Doch wie ein unrealistisches Bild, stieg der Blutpegel im Würfel an.
Ich verlor mehr Blut als ich haben konnte und ich schien nicht mein Leben zu lassen.
Viel mehr drohte ich an meinem Blut zu ertrinken, da es nicht ewig ansteigen kann.
Und so füllte sich der Würfel immer weiter, mit meinem Blut in Unmaßen.

Erst als er ganz gefüllt war, rang ich mit meiner Atemnot.
Das Blut nahm mir die Atemluft, und so färbte sich das Rot bald in ein schwarz.
Da plötzlich auch der Schmerz von mir fiel, dachte ich, ich sei tot.
Doch in der Dunkelheit sprach die dunkle Stimme: „Ist Schmerz nicht eine Farce?“

„Was hast Du aus der Lektion gelernt?“, sprach sie weiter.
Noch durcheinander vom gerade erlebten, fragte ich: „Warum lässt Du mich leiden?“
Doch die Stimme blieb stumm, lachte dann aber heiter.
Darauf sagte sie: „Damit wollte ich Dir nur etwas zeigen. Es liess sich leider nicht vermeiden.“

„Was war es, was Du mir damit zeigen wolltest?“
Neugierig stellte ich diese Frage, denn das alles verwirrte mich.
„Eigentlich war es so gedacht, dass Du es erkennen solltest.
Dein Blut war die deine Schuld. Du ertrinkst an ihr.“, äußerte sie sich.

Ich verstand den Sinn nicht der dahintersteckte.
Doch noch keine Sekunde darüber nachgedacht, grellte erneut ein Blitz auf.
Diesmal erwachte ich jedoch erst, als mich jemand aufweckte.
Und so nahm meine Odyssee einen weiteren Verlauf.

Ich saß auf einem Stuhl umgeben von einem Ring aus Feuer.
Vor mir eine sehr attraktive Frau, die sich fast unbekleidet über den Boden rollt.
Langsam kroch sie auf mich zu und fragte: „Bist Du mein Neuer?“
Ohne Kontrolle über mich zu haben, nickte ich und stimmte zu – ungewollt.

Als sie mich erreicht hat, steht sie auf und setzt sich auf meinen Schoss.
Wild beginnt sie ihre Lippen auf die meinen zu pressen.
Ich erwidere den Kuss und komme nicht von ihr los.
Die Lust lässt mich die zuvor erlebten Schmerzen vergessen.

Dann steht sie auf und nähert sich den Flammen.
Mit dem Rücken zu mir entkleidet sie sich und sagt: „Willst Du mich spüren?“
Mein Geist bleibt sitzen, mein Körper geht zu ihr. Und ich sehe mich sie ins Feuer rammen.
Mein anderes Ich dreht sich zu mir und sagt diabolisch lachend: „Du wirst sie nicht berühren!“

Ihre Schmerzschreie dringen aus dem Hintergrund und brennen sich in mein Hirn.
Ihre Haut verbrennt, Fingernägel schmilzen, Augäpfel zerplatzen bei der Hitze.
Dieses grausam Schauspiel und das Leid treibt mir Angstschweiss auf die Stirn.
Plötzlich kommt mein zweites Ich auf mich zu, während ich immer noch sitze.

Als er mich erreicht hat, beugt er sich zu mir herab.
„Gerade habe ich dein Verlangen gekillt.“
Vor Wut will ich ihn treten doch verfehle ihn knapp.
„Deine Wut richtest Du gegen Dich selbst, doch sie wird niemals gestillt.“

„Ich bin das Böse in Dir. Das was Du immer verbergen willst.
Mich kannst Du verletzen, weil ich ein Teil von Dir bin.
Das Du damit aber nur mein böses Verlangen stillst,
dass will Dir anscheinend aber nicht in den Sinn.“

Ich sagte: „Was willst Du von mir. Etwa mich vernichten?“
Doch er schüttelt bloss den Kopf und lacht über mich.
„Du armer Wicht, weißt rein gar nichts über meine Absichten.
Ich kann Dich nicht vernichten. Ich will die Kontrolle über Dich.“

„Ich habs satt im Hintergrund zu stehen. Du lässt mich nie frei.“
Dann zog er ein Messer aus seinen Sachen hervor.
„Das wird Dir jetzt weh tun, doch dein Schmerz ist mir einerlei.“
Er trat nah an mich heran und ragte das Messer über seinen Kopf empor.

Ich schloss die Augen, wollte gar nicht erst sehen was er tut.
Er rammte mir das Messer ins Bein und schnitt ein Stück Fleisch heraus.
Wieder erlitt ich Schmerzen. Und erneut floss mein Blut.
Ich wagte einen Blick, doch die Wunde sah schrecklich aus.

Doch schlimmer als die Wunde, war das was er tat.
Er aß mein rohes blutiges Fleisch wie ein wildes Tier.
Als er es gegessen hatte, hatte er sofort sein Messer wieder parat.
Ich schloss die Augen erneut und hoffte das ich mein Bewusstsein verlier.

Aber zu meiner Verwunderung geschah rein gar nichts.
Ich öffnete die Augen und fand mich erneut in Dunkelheit vor.
Nur ganz weit in der Ferne war das Flackern eines kleinen Lichts.
Plötzlich erschien die dunkle Stimme und schrie mir ins Ohr:

„Verstehst Du langsam den Sinn von all dem?“
Ich erwiderte: „Ihr wollt mich nur quälen. Es gibt keinen Sinn.“
„Wer sagt schon Lernen sei angenehm?
Doch diese Lektionen musst Du lernen.“, sagte die Stimme weiterhin.

Gefesselt auf dem Stuhl zapple ich hin und her.
Doch plötzlich lösen sich die Fesseln und ich bin frei.
„Für die anderen Lektionen brauchst Du keine Fesseln mehr.
Von nun ziehst Du durch die Dunkelheit an deinen Lektionen vorbei.“

„Ich will aber weg. Will endlich nach Hause.“
„Dann setze deinen Weg fort - und zwar schnell.
Je länger Du wartest und machst Pause,
desto länger bist Du hier – und das generell.“

„Einen kleinen Tipp geb ich Dir aber noch: Verlass Dich auf deine Sinne.“
So zog ich dann durch die Dunkelheit.
Da alles gleich aussah, wusste ich nicht wo ich beginne.
Das Schwarz um mich schien unendlich weit.

Doch dann trat mir ein faulig süsser Duft in die Nase.
Neugierig folgte ich ihm durch das Dunkel, folgte einzig dem Duft.
Ich erreichte einen leicht erhellten Sumpf, von dem kamen die Gase.
Um und in ihm waren Leichen. Sie verpesteten die Luft.

Ein ekliges Schauspiel, voller Maden zerfressenen Toten.
Aufgedunsen, fahl und verfault lagen sie da.
Auf einem Schild stand: „Zutritt ist hier gänzlich verboten.
Wagt es nicht. Hier herrscht Lebensgefahr.“

Dennoch hatten es diese Tölpel versucht.
Hätten sie dem Schild doch bloss Beachtung gegeben.
Vielleicht ist dieser Sumpf verflucht.
Vielleicht wären sie dann sogar noch am Leben.

Doch plötzlich hörte ich hinter mir ein lautes Knurren.
Ich drehte mich um und sah einen Wolf mit glühend roten Augen.
Das laute Knurren wandelte sich in Zähne fletschen mit leisem Surren.
Die Angst vor dem Biest schien mir die Vernunft auszusaugen.

Ich rannte plötzlich tiefer in den Sumpf, ohne an die Worte vom Schild zu denken.
Schnellen Schrittes lief mir das Monstrum hinterher.
Plötzlich blieb ich im Morast stecken und es schien als wolle mein Schicksal mich ins Unglück lenken.
Um dem Biest zu entkommen, gab es keine Chance mehr.

Doch der Wolf war verschwunden und ich spürte wie ich sank.
Da meldete sich die dunkle Stimme lachend: „Hab ich Dir Angst eingejagt?“
Ich antwortete nicht, doch ich merkte, dass ich hilflos ertrank.
Die Stimme: „Du hast Dich in den tödlichsten aller Sümpfe gewagt.“

Sie fuhr fort: „Dieser Sumpf ist deine Seele. Ein großer heruntergekommener Ort.
Das es hier so aussieht, bist Du selber Schuld, denn Du liessest es dazu kommen.
Alle Toten die Du hier siehst sind durch Dich gestorben, somit ist es Mord.
Weil Du niemanden an Dich ranlässt, hat ihnen der Sumpf deiner Seele das Leben genommen.

Zum Selbstschutz hast Du dieses Biest auserkoren.
Es treibt die Menschen in ihren Tod.
Das Biest ist dein Misstrauen – aus Vertrauensbruch geboren.
Siehst Du jetzt, dass Du bist in Not?

Ich zeigte Dir, dass Du deine Träume getötet hast, in Form von Kinderleichen.
Ich zeigte, dass Du an deiner Schuld ertrinkst und dass Du deine Lust getötet hast.
Ich zeigte, dass dein böses Ich die Überhand über Dich gedenkt zu erreichen.
Dein böses Ich frisst Dich förmlich auf, und dein „Misstrauensmonster“ hast Du dir selbst verpasst.

Kurz um, so kann es nicht weitergehen.
Die letzte Lektion steht Dir allein bevor.
Nur Du kannst sie allein bestehen.
Schaffst Du es, dann gehe durch das nun offene Tor.“

Daraufhin erscheint das Tor durch welches ich in diese Odyssee eintrat.
Doch immer noch steckte ich im Sumpf und ging unter.
Ich fragte: „Welche letzte Lektion habt ihr für mich parat?“
Als Antwort kam: „Ich glaube Du wirst es nicht schaffen und das macht mich munter.“

Ein lautes diabolisches Lachen hallte in der Dunkelheit.
„Du hast Dir dein eigenes Grab geschaffen.“, sprach er weiter.
„Und wenn Du jetzt stirbst, tut es mir nicht einmal Leid.“
Ich sagte: „Was muss ich tun? Ich denke nicht, dass ich scheiter.“

„Du musst nur deinem Sumpf entkommen. Und wenn Du es nicht schaffst, wird dein Tod auch meiner sein.“
Nach diesem Satz offenbarte mir die Stimme ihr Gesicht. Und ich war verwundert als ich in mein eigenes sah.
Die Stimme sagte: „Ich bin dein wahres Ich. Und wenn Du nichts tust sind wir tot.“, und liess mich allein.
Der Morast stand mir bis zum Hals und ich konnte mich kaum noch rühren. Mein Tod schien unausweichlich – gar ganz nah.

Machtlos konnte ich nur noch folgendes ausrufen, bevor ich völlig verschwand:
„Ich will nicht sterben. Ich will leben. Ich werde mich ändern. Versprochen.“
Doch dann versank ich, und in meiner Furcht schossen tausende Gedanken durch meinen Verstand.
Ich erkannte meine Fehler. Erkannte alles was ich damit hab zerbrochen.

Und gerade als ich dachte alles sei zu spät weil mich die Dunkelheit des Todes umringt,
grellt wieder ein Blitz auf. Und ich sehe mich am Boden liegen.
Umringt von Ärzten, von denen einer den Defibrilator ausklinkt.
Ein anderer sagt: „Glück gehabt! Ich sagte wir würden ihn wieder ins Leben kriegen.“

Ich wurde von einem Auto angefahren, wie sich später herausstellt.
Doch obwohl ein Unfall eigentlich Pech ist, war es für mich ein Glücksfall.
Mit dem Tod vor Augen und dem Erlebten, habe ich mein Leben umgestellt.
Die Dunkelheit die in mir herrschte, hat nur noch die Wirkung eines mahnenden Nachhall.

Dunkelheit macht Angst. Erst recht in der Seele.
Doch ich habe meine Nyktophobie besiegt.
Ich lasse nicht mehr zu, dass ich mir selbst damit Lebensfreude stehle,
denn es ist mein Wille zu Leben, der nun nicht mehr der Dunkelheit obliegt.

Ende
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:28   #19
Standard Was Liebe ist

Himmlische Verführung schreit aus meinem Herzen.
Lindert meine Trauer, lässt mich vergessen meine Schmerzen.
Ein sanftes Wort, dass deine Lippen verlässt, kann für mich nicht schöner sein.
In meinen Armen halte ich Dich ganz fest, und bin somit für immer Dein.
Umschlinge Dich. Halte Dich warm. Lasse Dich meine Nähe spüren.
Du ahnst gar nicht, mein Schatz, wie sehr mich deine Blicke verführen.
So lächle ich Dich an. Strahle förmlich im Glanz deines Daseins.
Es ist die reinste Liebe. Reiner noch als eines Engels Heiligenscheins.
Wie kann das, was man empfindet, so aus einem herausdringen?
Wie kann das Gefühl einem anderen Menschen nur so viel Wärme bringen?
Nun, es liegt einfach im Spiel der kosmischen Kräfte, und nicht in unserer Hand.
Es reicht viel weiter noch als man glaubt, sprengt gar den menschlichen Verstand.
Eine Erklärung für dieses Gefühl gibt es nicht.
Es ist nur existent, und man merkt wenn es zu einem spricht.
In Worten, vom Herzen gesprochen, spricht es dann zu Dir.
Lenkt all deine Gedanken euphorisch zu mir.
Zu wissen was man zu lieben glaubt ist unmöglich.
Denn dies zu erkennen, übernimmt einzig dein Herz für Dich.
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:28   #20
Standard Gedicht??? Gedanken??? Output an die Welt...

Wiedermal liege ich am Boden und winde mich.
Weine über den Schmerz der mich auffrisst innerlich.
Leben ist nur eine Lüge hinter der ihr euch versteckt.
Denn mit allem was ihr tut, bin ich täglich ein Stück mehr verreckt.

So wie ihr euch verhaltet, kotzt es mich an Mensch zu sein.
Menschen sind Brutstätten des Hasses, und jeder kämpft für sich allein.
Das Leben hat für mich einen bitteren Geschmack angenommen,
denn es ist zu einem Meer aus Intrigen verkommen.

Langsam ertrinke ich darin, denn es reisst mich in die Tiefe hinab.
Ich ringe nach Luft, doch selbst die ist toxisch; voller Zwiespalt.
Dieses sogenannte Leben gibt mir nichts ausser Schmerz ab.
Sie wird mich noch umbringen, diese bestialisch-brutale Gewalt.

Treten wenn einer am Boden liegt. Das könnt ihr gut.
Zerstört all seine Hoffnung und seinen Lebensmut.
Nach diesem Motto lebt ihr. Nur damit es einem schlechter geht als euch.
Mit dem Blick in den Spiegel merkt ihr jedoch, dass ihr euch Menschlichkeit nur vortäuscht.
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:29   #21
Standard Das Monster

Du hast ein Monster geschaffen und weisst es nicht zu bändigen.
Es frisst Dich mit Leib und Seele, und versorgt Dich mit Ängsten - mit ständigen.
Das was es Dir nimmt ist mehr als nur dein Lebensmut.
Es ist das schlimmste für Dich, was es Dir antut.

Glaubst Du, Du kennst Angst?
Du tust es nicht.
Merkst Du, wie Du um dein Leben bangst?
Immer ist es dein Geist der daran zerbricht.

Unkontrolliert streifst Du durch dein Leben.
Das Monster stets im Nacken.
Es kann Dir nichts als Angst geben.
Es wird Dich gar bei deinen Ängsten packen.

Was ist das Monster? Wo kommt es her?
Tief in deinem Innersten liegt sein Ursprung.
Es kennt kein Mitleid und keine Gnade mehr.
Es gibt für ihm keine Entschuldigung.

Das Monster ist dein Selbstzweifel.
Und wie ein Lehrstück zeig ich's Dir.
Lass nicht zu, dass es Dich auffrisst.
Nehm es als einen guten Rat von mir.

Es kann Dir nicht weh tun, wenn Du es nicht zulässt.
Zweifle also nicht an Dir, denn Du bist wie Du bist.
Nicht Gleichheit ist der Kern des Lebens,
sondern Vielfalt und nach Akzeptanz streben.
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:30   #22
Standard Für die Hinterbliebenen

Suche nicht die Wahrheit in einer Lüge,
denn Du findest sie nicht.
Erwarte nicht neues Leben im Tod,
denn Du findest es nicht.

Wie ein Mahnmal hallen diese Worte noch heute in meinem Kopf.
Ein Freund schrieb sie in seinem Abschiedsbrief.
Lass keine Gelegenheit aus und pack das Schicksal beim Schopf.
Worte, bei denen es mir kalt den Rücken runterlief.

Er nahm sich sein Leben in völliger Einsamkeit.
Niemand beachtete ihn. Niemand ausser mir.
Doch ich hörte nicht, wie sehr er um Hilfe schreit.
War ich nur blind, oder nicht immer für Dich hier?

Du suchst nach Antworten, doch findest sie nicht.
Suchst Unterstützung in deinem Schmerz.
So wie jede Träne deine Trauer ausspricht,
bricht tief im Inneren daran dein Herz.

Du kanntest ihn, und doch konntest Du ihn nicht retten.
Er hat sein Leben freiwillig ausgehaucht.
Nun muss er sich in einem kalten, nassen Grab betten.
Und Du gibst Dir die Schuld, weil er hat Dich als Freund gebraucht.

Aus Angst wieder jemanden so zu enttäuschen,
lässt Du erst gar niemanden an Dich heran.
Alleine und mit dem Glauben unverstanden zu sein,
merkst Du wie schlimm Einsamkeit sein kann.

Du gibst Dich bald selbst auf, weil die Schuld Dich erdrückt.
Doch Du kannst nichts dafür, denn er wollte es so.
Dennoch machts Dir zu schaffen und Du wirst ganz verrückt.
Geprägt davon wirst Du deines Lebens nicht mehr froh.

Und so steigt in Dir ein Wahn.
Du willst es beenden.
Merkst, dass es so nicht weitergehen kann.
Also, warum noch Zeit verschwenden?

Dem einzigen Freund den Du noch hast,
schreibst Du ein paar letzte Zeilen nieder.
Und so scheint es wie Ironie fast,
lese ich folgende Zeilen wieder:

Suche nicht die Wahrheit in einer Lüge,
denn Du findest sie nicht.
Erwarte nicht neues Leben im Tod,
denn Du findest es nicht.

*Gewidmet allen Hinterbliebenen die eben jenes erleben mussten und sich die Schuld am Tod geben. Gebt euch nicht die Schuld, denn die Schuld liegt nicht bei euch. Lasst es nicht vorkommen, dass es so endet wie in dem Gedicht.*
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:31   #23
Standard Mondschein

Mondschein, wecke die Gier in mir!
Mache mich wild! Erwecke in mir das Tier!
Lasse mich eine Bestie im Blutrausch sein!
Meine Opfer zerfleischen im Mondenschein.

Mondschein, strahle auf mich hernieder!
Lasse mich morden! Wieder und wieder.
Bis mir in irgendeiner Nacht,
jemand den Gar ausmacht.

Mondschein, mache mich zu einem Biest!
Damit Du in deinem Antlitz Blut fliessen siehst.
Nach des Wolfes Biss, merke ich wie ich verschmelz.
Mit Dir, oh Mondschein, und des Wolfes Pelz.

Mondschein, lasse mich heulen in der Nacht!
Lasse mich ein Monster werden das allen Angst macht.
Schlimmer als ein jedes Monster aus einem Buch.
So bin ich. Das merkst Du bei meinem Besuch.

Mondschein schaut zu, wenn ich Dich dann zerfetze.
Wie ich Dich mit einem blossen Prankenhieb verletze.
Des Wolfes Blut in meinen Adern, kann ich mich nicht erwehren.
Im Vollmondschein werd ich Dir das Fürchten lehren.

Mondschein, Du bist der einzige Zeuge meiner Taten.
Für das Unheil das ich bringe, kann ich nur den Tod erwarten.
Doch des Einen Tod lässt mich umso lebendinger sein.
Und mit jedem weiteren Mord, füge ich mich in mein Schicksal ein.

Mondschein, selbst wenn es mit mir zu Ende geht, wirst Du an meiner Seite sein.
Selbst in meiner schwersten Stunde, lässt Du mich nicht allein.
Getötet durch eines Menschen Hand werde ich von dieser Welt gehen.
Mit der Silberkugel im Herzen, werde ich jedoch noch eines sehen:

Mondschein...!
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:32   #24
Standard Gedanken einer Gedemütigten

Versunken in deiner Augen Glanz,
verliere ich mich voll und ganz.
Legst einen Bann auf mich, kann mich nicht wehren.
Möchte für immer deine tollen Augen verehren.
Augen hinter denen eine Lüge steckt.
Du liebst mich nicht. Das habe ich entdeckt.
Hast nur mit mir gespielt um deine Freunde zu beeindrucken.
Hast das alles nur getan um auf mich herabzusehen und mich zu bespucken.
Am Boden liegend, hat man eine andere Sicht auf die Dinge.
Erniedrigt, rachelüsternd, so bin ich es der Dir Schmerzen bringe.
Wenn Du am Boden bist, ist Dir alles egal.
Lang genug ertrug man die deinige Qual.
Gegen jegliche Vernunft übt man selber Schmerzen aus.
Doch nicht bloss als Metapher, ich reiss Dir warhaftig dein Herz heraus.
Pulsierend schlägt es nochmal in meiner Hand.
Das ich dazu fähig bin, hast Du zu spät erkannt.
Mord ist zwar keine Lösung für ein Problem,
doch für einen Augenblick war mir deine Qual sehr angenehm.

*Manchmal muss man krank sein um eine heile Welt als heil zu verstehen*
(Zitat von mir selbst)
 
 
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Punkpoet
Alt 17.08.2007, 12:32   #25
Standard Ein pessimistischer Blick aufs Leben

Ignoranz
Die Welt ist getränkt in ihr.
Worte haben keine Bedeutung.
Versprechen werden gebrochen.
Lügen werden gesät.
Gesät, wie Bäume die Früchte tragen.
Die Frucht der Lüge schmeckt genauso süss.
Sie verführt zum Lügen.
Sie verführt zum Betrügen.
Sie verführt zum Verrat.
Verrat an der Menschlichkeit.
Denn das was wir einst zu sein schienen,
sind wir schon lange nicht mehr.
Menschen haben Verständnis.
Das haben wir nicht mehr.
Menschen zeigen Güte.
Die zeigen wir nicht mehr.
Menschen respektieren einander.
Wir haben schon lange den Respekt verloren.
Wir sind bloss noch ein missmutiges Etwas.
Niemand kann sich davon freisprechen.
Und derjenige der es tut, heuchelt.
Und spätestens in diesem Moment wird er auch zu einem Etwas.
Ängste greifen um sich wie Seuchen.
Und man wird zur Geißel seiner Ängste.
Wie Gift fliesst das Leben dann durch deine Adern.
Ein langsam wirkendes Gift.
Am Ende steht der Tod zu dem Du dich sehnst.
All das weil Du gefangen bist in einer Schattenwelt.
Umgeben von Finsternis.
Umgeben von Leere.
Einsamkeit ist dein trostloser Begleiter.
Ein Begleiter der sogar Form annimmt.
Immer wenn jemand stirbt den Du magst zeigt er sich.
Zeigt Dir damit, dass es neben ihm niemand anderen geben wird.
Und Du wirst verbittert.
Selbst dein Begleiter, die Einsamkeit, hat mehr Lebensfreude als Du.
Er kann lachen wenn Du weinst.
Denn dein Schmerz ist seine Freude.
Jeder Mensch ist für immer allein.
Eine Überzeugung die ich schon seit langem habe.
Liebe ist nur eine weitere Lüge.
Eine Lüge mit der man sich selbst belügt.
Denn selbst wenn man liebt, liebt man nur zum Eigenzweck.
Nicht des Anderen wegen, sondern für sich selbst um nicht allein zu sein.

Drum merke Dir:
Das Leben ist nur ein Schatten, der irgendwann von der Sonne des Todes verdrängt wird.
 
 
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