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wie ist ne KURZGESCHICHTE definiert ?

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k. l. e. e.
Alt 19.05.2003, 19:44   #1
Frage wie ist ne KURZGESCHICHTE definiert ?

kann mir mal kurz wer aufschreiben was die wesentlichsten merkmale einer KURZGESCHICHTE sind? ich will nämlich eine verfassen und will das ganze ja dann nicht in der falschen zeitform schreiben, weil: das wäre fatal.

vielen dank im vorraus!

euer

klee
 
 
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1, 2 oder 3
Alt 19.05.2003, 19:51   #2
Pfeil

Kurzgeschichte
Literarischer Text, erzählend, Prosa, geringer Umfang, bündige Komposition, Verzicht auf Illusion und Rahmen, offener Anfang und offenes Ende, Typisierung der Personen, Einfachheit, Verzicht auf Reflexion.

Entstehungsgeschichte: als die Zeitungsauflagen stiegen, wurden zunehmend kurze literarische Texte, die in sich abgeschlossen sein mussten, in Zeitungen veröffentlicht; (So konnten sich Schriftsteller recht schnell ein wenig Geld verdienen.) Das Medium Zeitung und Lesepublikum bestimmten die Form der Kurzgeschichte im Wesentlichen mit.
Über Zeitform stand nichts drin, ich würde sagen Präteritum.
 
 
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k. l. e. e.
Alt 19.05.2003, 20:21   #3
Standard

"Verzicht auf Illusion"

---> heißt bitte was??

klee
 
 
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Master Baumbart
Alt 19.05.2003, 22:13   #4
Standard

das du nich grossartig ne scheinwelt aufbaust und für umfangreiche athmosphere sorgst, zeitform is dir überlassen, ich glaub da gibts keine festlegung
 
 
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k. l. e. e.
Alt 20.05.2003, 08:32   #5
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was? also darf man nicht abschweifen?

Typisierung der Personen, --> istgleich was bitte?

Verzicht auf Reflexion. --> keine rückblenden ??

Verzicht auf Rahmen ---> rahmen ??

klee
 
 
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Felicitas
Alt 20.05.2003, 11:22   #6
Standard

verzicht auf rahmen - ich tipp mal auf : in die geschichte reinplumsen ohne einleitung oder schlussfolgerung am ende.

sprich es ist wie wenn du in der mitte vom film den fernseher anknipst, eine handlung siehst und ne halbe h vor schluss wieder ausmachst.


so würd ichs interpretieren....
 
 
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richieguitar
Alt 20.05.2003, 11:59   #7
Standard

Also eine Kurzgeschichte ist immer im Präsens, also im jetzt geschrieben.
Typisierung der Person meint, das du die person mit bestimmten Merkmalen ausstatten sollst, die die Person die ganze geschichte hindurch definieren. Das heißt z.B. das einer ein augestossener aus der Gesellschaft ist, und das ändert sich ide ganze Geschichte nicht. Oder bestimmte charakterliche Eigenschaften. Flashback's sind nicht erlaubt, da sie ja den Hintegrund einer Shortstory aufdecken würden.
BEschränke dich auf eine Hauptperson und nur wenige Nebenpersonen. Der Handlungsort, sollte maximal dreimal wechseln (aber im fliessenden Übergang, d.h. "er ging..") Der Handlungszeitraum sollte eng sein.
Des weiteren musst du dadrauf achten, das du mehrere Bedeutungsebenen in die Kurzgeschichte legst. Das heisst, du kannst einen autobiographischen, einen gesellschaftlichen Bezug, oder deine MEinung mit reinbauen.
Auf jedenfall muss man sie mehrmals lesen, damit man sie versteht.
 
 
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k. l. e. e.
Alt 20.05.2003, 12:28   #8
Standard

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARGH!

suxx doch! aber danke für die hilfe. bei sovielem, was ich dann zu bedenken habe fehlt mir

a) die ausdauer
b) die fantasie
c) evtl. die zeit

ARGH!!! -naja schau mer mal

klee
 
 
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bball
Alt 20.05.2003, 12:34   #9
Standard

Original geschrieben von richieguitar
Also eine Kurzgeschichte ist immer im Präsens, also im jetzt geschrieben.
Typisierung der Person meint, das du die person mit bestimmten Merkmalen ausstatten sollst, die die Person die ganze geschichte hindurch definieren. Das heißt z.B. das einer ein augestossener aus der Gesellschaft ist, und das ändert sich ide ganze Geschichte nicht. Oder bestimmte charakterliche Eigenschaften. Flashback's sind nicht erlaubt, da sie ja den Hintegrund einer Shortstory aufdecken würden.
BEschränke dich auf eine Hauptperson und nur wenige Nebenpersonen. Der Handlungsort, sollte maximal dreimal wechseln (aber im fliessenden Übergang, d.h. "er ging..") Der Handlungszeitraum sollte eng sein.
Des weiteren musst du dadrauf achten, das du mehrere Bedeutungsebenen in die Kurzgeschichte legst. Das heisst, du kannst einen autobiographischen, einen gesellschaftlichen Bezug, oder deine MEinung mit reinbauen.
Auf jedenfall muss man sie mehrmals lesen, damit man sie versteht.
Eine Kurzgeschichte ist mitnichten immer im Präsenz geschrieben, eigentlich sogar eher selten. Sie sollte immer im Jetzt SPIELEN, aber nicht geschrieben sein. Meist hat eine Kurzgeschichte ein pointiertes, weil überraschendes Ende. Mehrere Bedeutungsebenen MUSS eine Kurzgeschichte ganz sicher nicht haben, kann sie aber sehr wohl. Der Handlungsort sollte maximal dreimal wechseln? Was ist das fürn Quatsch? Sorry, aber das klingt mir nach nem übereifrigen Deutschlehrer. Der Handlungsort und etwaige Wechsel desselben sind genauso dem Autor überlassen, wie alles andere.
Also lieber Klee, im Grunde bist Du relativ frei. Kauf/leih Dir einige Kurzgeschichtensammlungen und sieh selbst. Im übrigen eignen sich da auch amerikanische Sammlungen ganz hervorragend, da die deutsche Kurzgeschichte aus der amerikanischen Shortstory entstanden ist...
 
 
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richieguitar
Alt 20.05.2003, 12:43   #10
Standard

Gut, das mit dem Handlungsort mag stimmen, das das von meinem Deutschlehrer kam. Das mit der handlungszeit meinte ich so, wie du es sagtest. Aber die Bedeutungsebenen sind bei den besseren bis sehr guten Kurzgeschichten immer vorhanden.
Aber @k.l.e.e du solltest es trotzdem verscuehn, weil du dadurch auch Erfahrung sammelst und später mal vieleicht mal gut wirst. Erwarte nicht, das du gleich ein Meisterwerk schreibst. Es ist halt noch kein Mesdter vom Himmel gefallen.
Als besondere Autoren könnte ich dir Böll und Borchert für Deutschland, speziell in der Nachkriegszeit und Hemmingway für die Amis, nennen.
 
 
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Master Baumbart
Alt 20.05.2003, 23:06   #11
Standard

eigentlich kannst du deiner schreiblust freien lauf lassen, heutzutage schimpft sich eh alles kurzgeschichte, was einfach nur kurz is, ich würd mir auch keine gedanken über bedeutungsebenen machen, ich persönlich halte wenig von geschichten, die man 5mal lesen muss, um sie zu verstehen, und der grossteil der bevölkerung wird ähnlich denken, was hat man bitte von einer super story, wenn sie keiner versteht und keiner weiss, was du damit sagen willst

also klee, immer frisch drauf los
 
 
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Klendathu
Alt 21.05.2003, 00:37   #12
Standard

eine kurz geschichte sollte kurz sein.
die sätze sollen hierbei nicht mit mehr als 8 wörter auskommen.
als besonders deilikat wird hiebei empfunden wenn alles in einem limmerick geschrieben ist , sprich reimschema : A * A * B * B * A
beispiel :
Ein Mann aus Chicago fasste einst den Beschluss:
Mehr GRÜN zu St. Patrick's ist absolut Muss!
Er lief flugs in's Labor,
kramte Farbe hervor
und schon floss durch Chicago ein tiefgrüner Fluss.

In der kurzgeschichte sollten keine illusionen vorkommen , das heißt in der praxis das zauberer keinen platz haben in deiner geschiche.
zauberstäbe , kugeln , und andere mystische symbole dürfen nie beim namen genannt werden sondern mit synomymen belegt werden(Zauberstab = Strahlenstab).
nächtser punkt : keine reflexionen.Spiegel sind unerwünscht da sie zu viel auskunft geben über die äußerliche situation des hauptcharakters.
davon ausgehen ist es streng verboten den hauptdarsteller optisch zu beschreiben .Meist ist es besser den Hauptdarsteller einem tier zuzuordnen , etwa einem fuchs , einem spatz , oder einer giraffe.
verzicht auf Rahmen!Das Buch darf keinen Rahmen besitzen , also es darf nicht gebunden sein.
Alternativ wird hierbei ein tucker benutzt um die Seiten in Reihenfolge zu halten.
Das offene Ende gilt als das glanzstück der kurzgeschichten-kunst : es wird von profis mit einem buchstaben und zahlensalat initiert aus dem man anfangs allerdings noch wörter entziffern kann.allmählich muss es so unkenntlich werden das am Ende des buches nichts mehr lesbar ist.

So wenn du diese Regeln alle beachtest sehe ich deinem Weg als erfolgreicher Autor von Kurzgeschichten nichts mehr im Wege.
Allerdings will ich ein exemplar mit widmung an mich für meine tips.
 
 
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richieguitar
Alt 21.05.2003, 01:27   #13
Standard

Hä? hat das jetzt einer verstanden? @Klendathu du scheinst ab und zu in das reich der Fabel abzuweichen, so wegen Tieren und Personen. Das mit den Sätzen bestehend aus acht Wörtern ist auch totaler quatsch. Guck mal Kafka an, gut, der hat jetzt keine Kurzgeschichte geschrieben, aber Parabeln, der Kurzgeschichte nicht unähnlich, und hat dort Sätze reingebracht, die teilweise bis zu einer halben Seite lang waren, und meistens einen ganzen Absatz markierten.
Und das mit dem verschlüsseltem Ende, wo hast du das her? Sowas hab ich ja noch nie gehört.
 
 
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deussum
Alt 21.05.2003, 01:49   #14
Standard

@klendathu: rofl

Ich würd sagen, es ist ne Kurzgeschichte, wenn man sie innerhalb von 10 min lesen kann. Alles andere sollte man meiner Meinung nach dem Verfasser überlassen, er muss ja selbst wissen, was er benutzt um bestimmte Dinge klar zu machen.
Also Klee, gib dir Mühe und produzier ne spannende oder auch lehrreiche Geschichte und schlag dich nicht zuviel mit irgendwelchen förmlichkeiten rum, die dich von sowas abhalten könnten.
Hauptsache der Inhalt stimmt sag ich#!!
 
 
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bball
Alt 21.05.2003, 08:32   #15
Standard

Puh, geballte Kompetenz hier, Respekt.
 
 
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Klendathu
Alt 21.05.2003, 13:33   #16
Standard

Original geschrieben von richieguitar
Hä? hat das jetzt einer verstanden? @Klendathu du scheinst ab und zu in das reich der Fabel abzuweichen, so wegen Tieren und Personen. Das mit den Sätzen bestehend aus acht Wörtern ist auch totaler quatsch. Guck mal Kafka an, gut, der hat jetzt keine Kurzgeschichte geschrieben, aber Parabeln, der Kurzgeschichte nicht unähnlich, und hat dort Sätze reingebracht, die teilweise bis zu einer halben Seite lang waren, und meistens einen ganzen Absatz markierten.
Und das mit dem verschlüsseltem Ende, wo hast du das her? Sowas hab ich ja noch nie gehört.

JA ich kenne Kafkas Texte , auch seine briefe an den Vater .MEin Favorit ist "Die Verwandlung" und "kafka kocht kafee"
Auch mir ist schon Aufgefallen das die Sätze extrem lang sind . Doch dies ist das resultat Kafkas defekter Schreibmaschine.bei der hat nämlich die Punkttaste nur jedes dritte mal funktioniert und so bemühte er sich die Texte länger zu halten in dem er sie in riesige Kommatexte verschachtelte
 
 
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