Allmählich glaube ich, dass wir aneinander vorbeireden, Madame. Entweder ich habe mich nich klar genug ausgedrückt, oder du verstehst es einfach nich, oder du willst es nich verstehen.
Das Geschmäcker verschieden sind, ist logisch und es geht hier auch gar nich um Geschmack. Ich kann nur auf den Tod nich ausstehen etwas vorschnell zu verurteilen und es zu zerreisen. Du hast das Buch doch noch nicht mal zu Ende gelesen, aber hauptsache mal deinen unqualifizierten Senf dazugegeben. Machst du das immer?
Du lässt dich von den Aufzählungen und der Gewalt abschrecken und ich denke, du hast noch nich mal einen Gedanken daran verschwendet, dass dich die Aufzählungen etc. langweilen sollen!?
Mitunter sind das gekonnt eingesetzte Mittel von Ellis. Diese bringen dir den Hauptcharakter nicht nur näher, nein, du wirst förmlich in seine Welt hineingezogen.
Ich habe mich auch über die ellenlangen Aufzählungen aufgeregt und war davon tierisch gelangweilt. Ich hab gelesen und gelesen und drauf gewartet dass irgendetwas passiert...und dann plötzlich kam der erste Mord. Huch! Etwas Aufregendes! Dann wieder Batemans langweiliger Alltag mit seinem unnötigen Job, seinen langweiligen Freunden und seine langweiligen sonstigen Aktivitäten. Man lechzt förmlich nach dem nächsten Mord um der andauernden Langeweile zu entkommen. Und ehe du dich versiehst, langweilen dich auch die Morde und diese Beschreibungen. Du stumpfst ab und verschmilzt immer mehr mit dem Protagonisten. Du fühlst im Prinzip genau dasselbe, was Bateman fühlt.
Diese "Verschmelzung" erreicht Ellis durch das Hauptstilmittel Langeweile. Wenn man das erkannt hat und sich selber mal beim Lesen von "aussen" beobachtet, erkennt man auch was für eine Genialität dahinter steckt.
Das sollte man als guter Leser zu würdigen wissen, egal ob das Buch einem nun zusagt, oder nich.
