Ich lese beinahe nur noch Sachbuecher mit so ziemlich der gleichen Begruendung die Cobain lieferte.
Biografien sind fuer mich ebenso motivierend, weil sie mich daran erinnern was Menschen mit einem starkem Willen erreichen koennen und mir neue Anregungen geben was von ihrer Persoenlichkeit\Vorgehensweise ich in mein Leben implentieren koennte.
Die meisten Fictionbuecher die ich gelesen habe sind dagegen ziemlich lahm und vorhersehbar, quasi nach einem bestimmten Muster geschrieben (so wie die meisten Filme vorhersehbar sind) siehe z.B. Dan Brown bei Meteor und Illuminati. In beiden Buechern gibt es am Ende die "ueberraschende Wendung" und diejenigen, die man fuer die "Guten" oder zumindest "Normalen" gehalten hat, zeigen ihr wahres Gesicht. Dieser "unvorhersehbare aber angedeutete" Plottwist hat inzwischen schon nen Bart aber geht immernoch weg wie warme Semmeln.
Wenn man einen Plot von der Struktur her staendig recyled, dann ist eine "Ueberraschung" eben keine Ueberraschung mehr und statt zu denken: "Wow das haett ich nicht gedacht, interessante Wendung" ist daraus ein "oh, wer haette das gedacht - auch mal wieder ne "Ueberraschung"" geworden.
Wenn Fiction, dann schon etwas besonderes. "Fear Nothing" (engl.) von Dean Koontz war ein Fiction Buch das ich gerne gelesen habe. Den Plot fand ich "okay" aber das eigentlich Interessante war der Protagonist selbst, der einen dazu zwingt etwas umzudenken.
Der Protagonist hat eine (real existierende) Krankheit, bei der sich der Erkrankte nicht dem Sonnenlicht bzw. anderen Lichtquellen aussetzen kann.
Damit ist er quasi dazu verdammt, ein Leben in den Schatten und in der Nacht zu fuehren, waehrend er immer darauf bedacht sein muss das Licht zu meiden.
Eine wirklich sehr anregend frische Idee.
Ein anderer Grund weswegene ich Fiction eher meide ist der geringe Realismus. Damit meine ich nicht die Plausibilitaet des Plots sondern vielmehr die Sozialdynamik zwischen den einzelnen Charakteren, die oft zu stark verzerrt sind - zwar nicht so stark wie in den meisten Filmen, aber dennoch oft merklich genug sodass ich mir irgendwann sage: Fuck this shit.