
jaa
Hesse ist toll. Er versteht es sich klar und verständlich auszudrücken, darum sind seine Bücher überaus angenehm zu lesen.
Der Steppenwolf war mein erstes Buch von ihm, sehr interessant. Nicht nur vom Inhalt, sondern auch vom Aufbau her. Es ist ein Roman der nicht in Kapital aufgeteilt wurde. Stattdessen besteht er aus einer Geschichte in einer Geschichte und darin noch ein Traktat. Auch gefällt mir sein Spiel zwischen Wirklichkeit und den zu Worten gewordenen Gedanken und Fantasien. Und am Schluss der mehr als spektakuläre Höhepunkt im magischen Theater. In der Tat ein Buch zum träumen, nachdenken, überdenken und geniessen
Demian habe ich auch gelesen, da find ichs sehr schön, wie Hesse die Psychoanalytik als Magie tarnt. Auch ein Superbuch mit einem interessanten Hintergrund. Den habe ich nicht mehr genau im Kopf aber es war etwa so. Das Buch kam in der 1. Auflage unter dem Pseudonym Emil Sinclaire raus. So und nun kann ich nur noch spekulieren, denn seine Beweggründe hatten wohl was mit einem Geheimnis bewahren zu tun. Anscheinend war das Buch ihm persönlich ziemlich wichtig, vielleicht kannte er den Jungen Emil aus dem Buch persönlich. Ich weiss es nicht mehr, das müsste ich nachgucken. Auf alle Fälle hat man seine Schreibweise wiedererkannt, worauf er darauf angesprochen wurde.
Zum Glaspernspiel bin ich noch nicht gekommen. Ist aber nur ne Frage der Zeit
Mein Lieblingsbuch von den bereits gelesenen Bücher von Hesse ist Narziss und Goldmund. Man erkennt Hesse von seinem Schreibstil her wieder, doch ist die Geschichte etwas neues. Ich kann nicht genau sagen wie man das nennt, aber wer Demian, Steppenwolf oder Unterm Rad gelesen hat, der wird merken, dass N&G ander is. Ich glaub weniger melancholisch. Nun es ist das Buch von Hesse welches mich am meisten bewegt hat, es stecken viele Hinweise darin wie man sein Leben leben soll. Eine tolle Geschichte die über viele Lebenslagen wie Krisen, Freuden, konfrontation mit dem Tode, Liebe, Lust, Leidenschaft zu tun hat. Klasse
Goldmund
