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Kurzbeschreibung
»Ich bin ein Clown, im Augenblick besser als mein Ruf.«Hans Schnier, einst ein gefragter Pantomime und Spaßmacher, sitzt, nachdem ihn seine Frau verlassen hat, zum Bettler degradiert auf den Stufen des Bonner Bahnhofs. »Heinrich Böll zeigt, was so selten gezeigt wird: den Alltag einer Liebe.
lesenswerte Gesellschaftskritik, 15. August 1999
Rezensentin/Rezensent: Rezensentin/Rezensent aus Berlin, Deutschland
Bölls Roman von den „Ansichten eines Clowns" erzählt in 25 monologische Kapiteln das Geschehen von zwei Stunden aus der Sicht einer einzelnen Person. In diesen zwei Stunden führt der Protagonist des Romans, der Clown Schnier, im wesentlichen Telefongespräche, um sich Geld zu borgen und zu erfahren, wo seine frühere Geliebte ist. (Diese hat ihn verlassen und einen anderen geheiratet.) In die Schilderungen fließen assoziativ verknüpfte Erinnerungen hinein, die bis in den Zweiten Weltkrieg reichen. Böll benutzt dabei in der Regel eine recht einfache Sprache und bedient sich umgangssprachlicher Ausdrücke. Mit oftmals auch sehr bissiger Ironie kritisiert er sowohl die gesellschaftlichen und politischen als auch die geistigen und religiösen Verhältnisse, die zum Zeitpunkt des Entstehens (1962) in der Bundesrepublik herrschen. Dabei kritisiert er besonders den Egoismus, die Oberflächichkeit und die Unaufrichtigkeit des Menschens. Da sich die Menschen in diesem Land aber auch nach Erscheinen des Buches nicht wesentlich geändert haben, ist die Kritik heute noch so aktuell wie damals und somit hat auch dieses Buch nichts an Aktualität verloren. Gut geschrieben ist es allemal und somit des Lesens wert.
hört sich interessant an, werde mir das wohl irgendwie besorgen
greetz
out