(ACHTUNG: Neuling

)
Hallo liebe PP-Community,
ich bin neu registriert und möchte schon einmal anmerken, dass das Forum einen guten Eindruck auf mich macht. Hier scheint es eine ganze Menge aktiver User zu geben.
(Kann man eigentlich irgendwo einsehen wie viele Nutzer das Forum insgesamt hat?)
Ich habe mich nicht im Topic geirrt, sondern habe ein konkrete Frage, welches ich hier gleich mal in Verbindung mit meinem ersten Beitrag anbringen wollte.
Es geht um folgende Situation: Verliebt(?) in (Noch)Freundin eines guten Kumpels.
Das ganze ist relativ kompliziert.
Ich kenne das besagte Paar schon ca. 2 Jahre und bin mit beiden befreundet. Der Einfachheit halber nenne ich ihn einfach mal Mike und sie Julia.
In mehreren Krisensituationen, die es in ihrer Beziehung gab, war ich für beide Ansprechpartner und habe versucht, so weit es eben möglich war, neutral zu bleiben, da ich wie schon gesagt mit beiden befreundet bin und auch beide schätze.
Das ganze hat sich nun innerhalb der letzten Wochen sehr geändert.
Zum einen habe ich mit Mike nur noch relativ wenig zu tun. Was nicht daran liegen würde, dass ich bewusst Abstand gehalten hätte (hört sich vl. Jetzt etwas komisch an, gibt aber im Gesamtkontext Sinn), sondern eher daran, dass es sich einfach so entwickelt hat.
Zum anderen habe ich mit Julia immer mehr zu tun. Das geht über Kaffetrinken, spazieren gehen, abendliche Unternehmungen (alles zu zweit) bis hin zu gemeinsamen Planungen für die nächsten Monate (auch Urlaub). Bis vor einiger Zeit war dies auch in Ordnung so.
Im Prinzip waren wir beste Freunde bzw. sind es immer noch und vertrauen einander sehr viel an.
Doch dann wurden die Probleme die Julia mit Mike hatte immer gravierender.
Eigentlich ist es irrelevant, welche Probleme es sind (Faulheit, Lethargie, Schlampigkeit, Unfreundlichkeit, Respektlosigkeit seinerseits…).
Über das ganze hat sie auch öfters mit mir offen geredet und ich habe früher immer versucht ihr bzw. den beiden zu helfen und ihnen Ratschläge zu geben, wie sie in manchen Situationen besser mit dem anderen bzw. seinen Macken umgehen können.
Aber wie gesagt wurden die Probleme nicht besser, sondern eher schlimmer und Julia äußerte mir gegenüber mehrfach, dass sie mit ihm keine Zukunft mehr sehe. Ich habe mir nichts dabei gedacht, sondern war der Meinung, dass sie es sicherlich wieder irgendwie (wie schon immer) auf die Reihe bekommen.
Doch dann hat mir Julia erzählt, dass sie in letzter Zeit häufig darüber nachdenke, was wäre, wenn es anders gekommen wäre. Wenn sie mich anders kennen gelernt hätte und wie es wäre wenn wir zusammen wären. Sie meinte dann müssten wir eigentlich glücklich sein, auf Grund der vielen gemeinsamen Hobbys und so weiter und der Tatsache, dass wir uns so gut verstehen. Ich war zunächst schockiert darüber musste dann aber mir selbst und auch ihr eingestehen, dass ich in letzter Zeit, wie sie auch, auch schon einmal daran gedacht hatte.
Sie meinte es sei sehr schade, dass es nicht so gekommen sein.
Ich habe dann versucht das ganze Gespräch mehr auf die hypothetische bzw. imaginäre Schiene zu lenken. Als würde wir nur „rumspinnen“. Warum? Nun, ich war mir zum einen noch nicht klar darüber, wie genau ich zu ihr stehe. Das bin ich mir jetzt auch nicht wirklich, aber dennoch ist es so, dass ich sie für eine Traumfrau halte, sie sehr schätze und großen Respekt vor ihr (ihrem Charakter / ihrer Persönlichkeit) habe. Außerdem sieht sie auch noch sehr schnuckelig aus. Von dem her bin ich mir mittlerweile im Klaren darüber, dass ich nicht nein zu ihr sagen könnte, wenn die Dinge anders stünden. Ich habe mich glaube ich ein wenig in meine beste Freundin und die Freundin eines guten Kumpels verliebt.
Mein eigentliches Problem ist aber das moralische Dilemma in dem ich mich befinde.
Selbst wenn sie genauso empfindet, wovon ich hier rein theoretisch einfach mal ausgehe auf Grund ihres Verhaltens in der letzten Zeit und des besagten Gespräches, könnte ich zulassen, dass sich das ganze weiterentwickelt?
Ich meine selbst wenn es so ist, und sie die Beziehung mit Mike beendet, um mit mir zusammen zu kommen, kann ich das doch eigentlich nicht machen oder?
Ich habe viele Prinzipien und versuche ein guter und anständiger Mensch zu sein, auch wenn das in der heutigen Zeit etwas blöde klingt. (Anm. ich bin nicht religiös oder sonst irgendwie orientiert, ich versuche lediglich ein guter Mensch zu sein)
Und genau deshalb müsste ich doch eigentlich jetzt, bzw. hätte bereits schon, intervenieren müssen und ihr zu verstehen geben, dass ich das nicht zulassen kann. Es wäre doch moralisch extrem verwerflich.
Das große Problem an der ganzen Logik sind die Gefühle. Ich wünsche mir in diesem Augenblick nichts sehnlicher als sie in die Arme zu schließen und einfach nur bei ihr zu sein.
Im Endeffekt weiß ich, dass es falsch ist, ich kann nicht anders.
So far for now. Ich hoffe ich konnte das Problem klar beschreiben.
Ein langer Text als erster Beitrag, ich hoffe ich habe damit niemanden verschreckt

Über ehrliche Ratschläge würde ich mich sehr freuen.
(wenn der Text etwas konfus wirkt, liegt es an meiner Verfassung.)