Erneue Enschaetzung der Lage meinerseits aufgrund neuer Einblicke und persoenlicher Erfahrungen zu dieser Sache:
Zitat von pitchyyy Bis vor 3 Jahren hatten sie Sex, zwar war sie damals auch schon eher ein " Sexmuffel", aber er war damit zufrieden wenigstens ein paar Mal im Monat Sex zu haben. Doch es war immer nur normaler Sex, sie bläst nicht, und ist dem Oralverkehr auch sonst ziemlich abgeneigt. Die Dame bevorzugt die klassische Missionarstellung. Aus Liebe zu ihr, hat er das immer akzeptiert bzw seine eigenen Bedürfnisse hinten angestellt.
Das Muster kenne ich bereits.
Zitat von AMY Sie sollte auch mal mehr verständniss für ihn haben und sich selbst mal fragen , wieso sie keinen sex will, das muss eine grund haben, vll schlimme erfahrungen in der kindheit...
Damn right!
Ich hatte auch mal so ne Dame in meinem Leben.
Man mag es nicht fuer moeglich halten, aber die Abneigung seiner Freundin gegen Sex haengt sehr wahrscheinlich eng mit der einstigen Beziehung zwischen dem Maedchen und ihrem Vater zusammen.
Ich habe in einem Buch ueber Psychologie gelesen (evtl. "Anatomie der Menschlichen Destruktivitaet"), dass ein Maedchen ihre Sexualitaet oft stark unterdrueckt, wenn der Vater zur Gewalttaetigkeit neigt. (Vermutlich eine Schutzfunktion aber offensichtlich sehr tief in der weiblichen Psyche verwurzelt.)
Mit erschrecken habe ich dann festgestellt, dass die aufgefuehrten Symptome (Kein Oralsex, nur Missionarstellung, kein Petting etc.) wie die Faust aufs Auge auf meine damalige Freundin passten.
Ich kann mich noch genau erinnern: Ihr Vater hat mal wegen irgendeiner Nichtigkeit ne Gieskanne im Raum umhergeschmissen und ein anderes Mal ist er wie ein Berserker durch die Wohnung getobt als die Fernbedienung fuer den Fernseher auf dem Boden lag. Sie meinte zu mir damals ich habe noch garnichts gesehen und das kann ich gut glauben...
Die zweite moegliche Erklaerung ist wie so oft einfach religioeser Schwachsinn. Konditionierung seit der Kindheit, Brainwashing, das volle Programm... hab ich dummerweise durch eigene Erfahrung ebenso kennenlernen muessen. Kein Ficken im Fahrstuhl, kein Ficken im Beichtstuhl, Beine auseinander und auf dem Ruecken ist alles was erlaubt ist. Am Nippel nuckeln vielleicht auch wenn sie nen guten Tag hat.
Nen verdammt guten Tag.
Okay, Problemloesung: Mein Gesamtbild der Situation sieht folgendermasen aus:
Er ist eine Pussy und abhaengig von einer Frau, die psychische Probleme hat. Er selbst hat nur geringes Selbstwertgefuehl und sein eigenes psychisches Problemchen, weil er Abhaengig von einer einzelnen Frau ist.
Allein durch die Tatsache, dass ein Mann einer Frau zeigt, dass er von ihr in irgendeiner Form abhaengig ist, geht mit einem massiven Einbruch der Anziehungskraft zwischen Mann und Frau einher. Psychisch gesunde Frauen neigen dazu eine Beziehung zu beenden, wenn ein Mann zu viele Symptome von Schwaeche zeigt, da die Anziehungskraft zwischen beiden Partnern dadurch floeten geht.
Psychisch "kranke" Frauen neigen dazu, solche Beziehungen nicht zu beenden, sondern in alle Ewigkeit weiterzufuehren. Noch besser, sie sind in der Regel von "starken" Maennern eingeschuechtert und suchen sich gezielt Schwaechlinge, die sie dann wie einen kleinen Mond in ihre Umlaufbahn ziehen und nicht mehr loslassen.
Manche sind sogar grausam genug, um den Freund mit einem anderen Kerl zu betruegen (der ihnen das Gefuehl der maennlichen Anziehungskraft geben kann) und beim eigenen Freund den Sex auf 0 herunterzufahren.
Sie halten den Mann dann in der Regel auf den Zehenspitzen, indem sie ihn wie einen Hund mit Sex (oder sogar noch minderwertigeren Zuwendungen) konditionieren.
Klingt grausam?
Ist es auch.
Das ist kein Vorwurf diesen Frauen gegenueber, es ist tatsaechlich einfach eine psychische Krankheit, die viel Leiden verursachen kann, wenn man nicht dagegen vorgeht.
Ich sage vorraus, dass seine Freundin damit droht die Beziehung zu beenden (oder es direkt tut) sobald er ihr von den Vorfaellen bescheid sagt. Dadurch dass er sich seinen Sex nun wo anders holt, hat sie naemlich die Kontrolle ueber ihn verloren und fuehlt sich bedroht.
Loesung:
Ich rate ihm dringendst die Beziehung zu beenden (ja, nach 6 verdammten Jahren!), sich etwas Selbstbewusstsein zu beschaffen und nach einer neuen Ausschau zu halten. Er ist Abhaengig und es ist schwer, aber das absolut Beste was er tun kann.
Ihr wuerde ich raten in psychische Behandlung zu gehen. Ich habe keine Ahnung, inwiefern das behandelt werden kann, aber da ich davon ausgehe, dass es fuer jedes Problem irgendeine Loesung gibt, gibt es auch hierfuer eine die man finden kann.
Das ist allerdings ihr Problem und nicht seins. Er muss sich nicht noch weitere Jahre in dieser Beziehung antun, denn ich kann mir vorstellen dass so eine Therapie sehr lange dauern kann und wird. Ein weiteres Problem ist, dass ich der Ansicht bin, dass man einen Menschen nicht aendern kann, wenn er nicht selbst will. Vermutlich wird seine Freundin dieses Problem komplett verneinen, voellig uneinsichtig sein und nichts davon hoeren wollen.
(Wer ist schon begeistert davon, ploetzlich geistige Probleme attestiert zu bekommen wenn man selbst der Ansicht ist, dass alles in bester Ordnung ist?)
Das absolut Beste was er tun kann ist das was ich oben geschildert habe in irgendeiner Form verdaulich fuer seine Freundin zu verpacken, es ihr zu sagen (bzw. waermstens zu empfehlen) und dann die Beziehung zu beenden. Kein Psychodrama, keine Schlammschlacht.
Er soll sie um ein Gespraech bitten und ruhig erklaeren, was ihm und ihrer Beziehung fehlt. Wenn er die Dinge nicht glaubt, die ich oben geschrieben habe, kann er sich ruhig Literatur dazu besorgen.
Wenn er glaubt es sei sinnvoll, kann er sogar seiner Freundin diese Dinge genauer erklaeren und ihr sagen, was tatsaechlich zwischen ihnen abgeht.
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Er sollte aber nicht anfangen mit:"Schatz, ich verlasse dich, weil..."
Keine Chance, dass sie dann zuhoert.
Er muss das so machen:"Gwendoline, ich muss ein paar Dinge ansprechen, die in unserer Beziehung falsch gelaufen sind. Es ist [dies, dies und jenes, weil...]. Und ich habe gemerkt, dass mir unsere Beziehung in letzter Zeit mehr Schmerzen als Freude bereitet und deswegen habe ich beschlossen, unsere Beziehung komplett zu beenden."
Das heisst garnichts aber die Chance, dass sie ueberhaupt mit einem Ohr zuhoert ist ein wenig hoeher, wenn er die Sache so angeht.
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Fremdgehen ist bei dieser Geschichte das geringste Problem. Diese Frau heiraten? Nur wenn er mit Leib und Seele das Leben eines Masochisten fuehren will.
Und ich will nur mal anmerken, dass ich sicher nicht das neugeborene Kind in dieser Beziehung sein will, falls sich seine frischvermaehlte Frau in 3 oder 4 Jahren dazu bereit erklaert, die Beine breit zu machen um Nachwuchs in die Welt zu setzen.
Die Chancen bei diesen Vorraussetzungen ein geistig halbwegs gesundes Kind grosszuziehen stehen eher schlecht.
Ich mochte zum Schluss nochmal anmerken, dass ich hier nur meine Sicht der Dinge dargelegt habe, wie ich sie fuer am Wahrscheinlichsten halte. Und ich halte es fuer sehr wahrscheinlich, dass die Situation in der Beziehung in etwa so ist, wie ich es oben beschrieben habe.
Just my 2 Cents.
