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Nach über 5 Jahren verlassen...

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paula13
Alt 03.02.2010, 12:19   #1
Standard Nach über 5 Jahren verlassen...

Hallo!
Ich weiß leider nicht an wen ich mich wenden soll... suche dringend Hilfe und eure ehrliche Meinung zu meiner Situation!

Ich heiße Paula, bin 21 Jahre alt und seit genau einer Woche total am Ende. Mein Ex-Freund hat mich mit der Begründung "Ich liebe dich nicht mehr!" verlassen, aus heiterem Himmel. Unsere Beziehung lief seit 5 1/2 Jahren immer gut, ab und zu gabs Streit, aber auch sofort wieder eine Versöhnung. Alles war gut, wir kannten uns in und auswendig. Wussten was den anderen bedrückt etc. Unsere Eltern haben sich blendend miteinander vertragen, wir fuhren jedes Jahr zusammen in Urlaub...was will man mehr?
Nach ca. 3 Jahren fühlte ich mich in der Beziehung nicht mehr wohl. Ich liebte ihn noch, aber nicht mehr so wie er es verdient hätte. Also sagte ich es ihm. Ich sagte ihm, dass ich mir meiner Gefühle nicht mehr sicher bin und dass ich eine gewisse Zeit für mich brauche und wenn er sie mir gibt, dann werde ich auch zurückkommen. Und so war es auch. Nach ca. 3 Wochen habe ich ihn unglaublich vermisst und auch gemerkt, was ich an ihm habe und wie ich es schätzen sollte.
Und nun? 2 1/2 Jahre später ist er in der gleichen Situation. Nein, er ist in einer ganz anderen. Denn: Er liebt mich NICHT mehr.
Am Dienstag vor einer Woche haben wir uns gestritten, da er eine Entscheidung hinter meinemRücken getroffen hatte, die aber beide Partner etwas angeht: Er hat nen Urlaub mit seinem besten Freund gebucht. Ich war so enttäuscht und auf die Frage, wieso er dies einfach so entscheidet (immerhin teilt er seit Jahren sein Leben mit mir), antwortete er, mit mir könne man einfach nicht reden. Er blockte ab. So war er sonst nie. Ich rief ihn also für den Rest des Tages nicht mehr an, er startete auch keinen Versuch.
Am nächsten Tag dann: das Handy! Mein Schatz! Gott sei Dank, dachte ich mir. Ich ging ran, tat noch enttäuscht, um ihm das nicht einfach so durchgehen zu lassen... und auf einmal sagte er: "Vielleicht sollten wir uns beide Gedanken über unsere Beziehung machen?! Ich muss für nen Moment allein sein. Ich muss meine Gedanken ordnen. Dann komm ich vorbei." Ich war sprachlos. Ich flehte ihn an, keinen Fehler zu machen. Es sei mir egal, ob er mit seinem Freund in Urlaub will... mir wäre in dem Moment alles recht gewesen, haupsache er bleibt bei mir...
Einige Zeit später war er da. Er schaute nur auf den Boden, nicht in meine Augen. Mein Herz tat so doll weh, dass ich dachte, ersticken zu müssen. Nach einer gefühlten Ewigkeit des Schweigens, sagte er dann: "Es tut mir leid. Es tut mir leid, alles. Ich denke, es ist besser, wenn wir uns trennen." Ich war schockiert, es war nur ein Albtraum, dachte ich, er meint es nicht so, er ist verletzt wegen dem Streit. Ich versuchte mit ihm zu reden, er blockte ab. Er sagte, Gefühle könne man nicht ändern, ich soll es akzeptieren. Aus meiner Wut heraus sagte ich, er solle gehen und sich nie wieder melden. Ich sagte, ich hoffe, dass wir uns nie wieder sehen. Als er gegangen war, bereute ich es unglaublich doll! Mir tat alles weh, ich brach zusammen. Ich war am Ende. Nicht nur meine große und erste Liebe war weg, sondern auch mein bester Freund. Der einzige Mensch, dem ich vertraute, der mich verstand, der immer für mich da war. Ich dachte immer, dass es etwas ganz besonderes war, das wir hatten. Ich dachte, es würde ewig halten.
Die nächsten paar Tage, heute eingeschlossen, rief ich ihn an, versuchte mit ihm zu reden, wollte wissen, wie es ihm geht. Ich dachte, es wäre eine Reaktion aus der Situation heraus, die dazu führte, dass er annahm, keine Gefühle mehr für mich zu haben. Aber er sagte mir jedes einzelne Mal, dass er mich nicht liebe und dass ich nicht mehr anrufen soll. Und jedes Mal stach er mit diesen Wort ein Messer in mein Herz und dennoch möchte ich ihn jede einzelne Minute anrufen.
Er ist ein guter Mensch, der Beste. Ich wünsche ihm alles Gute, aber wenn er mich nur halb so geliebt hat wie ich ihn, dann schmeißt man es doch nicht einfach so weg? Ich hab damals den Fehler gemacht und daraus gelernt. Ich war mir sicher, es nie wieder so zu machen. Mit ihmüber alles zu reden. Ihm zu vertrauen und in jeder Situation hinter meinem Mann zu stehen. In einer Beziehung gibt es gute und auch schlechte Zeiten. Es ist leicht, die guten Zeiten miteinander zu verbringen und es ist schwer, die schlechten Zeiten zu überwinden. Ich bin sehr enttäuscht, dass er in den schlechten Zeiten aufgegeben hat, dass er den "leichten" Weg gewählt hat: Trennung.
Es hat mich vollkommen aus der Bahn geworfen, weil wir davor noch über einen gemeinsamen Italienurlaub geredet haben, weil er mir 1 Woche vorher zu meinem Geburtstag ein teues Geschenk gemacht hat. Weil er dennoch für mich da war.
Ich habe mit einem Freund von ihm geredet. Er sagte, dass mein Ex-Freund schon seit Monaten klagt, dass es nicht gut läuft. Die Beziehung sei öde geworden, langweilig, ohne Reiz.
Das bestätigte mich auch mein Ex-Freund. Er sieht keine Beziehung mehr, nicht jetzt und auch nicht später.
Ich habe gekämpft um ihn, jeden Tag, eine Woche lang. Aber es tut so verdammt weh, jedes Malvon dem Menschen, den man liebt, zurückgewiesen zu werden.
Er hatte gestern seine OP (nichts schlimmes, ganz harmlos) und ich machte mir den ganzen Tag Sorgen. Vor einer Woche hatten wir besprochen, dass ich ihn zu dem Arzttermin fahre. Und jetzt? Eine Woche später? Da sitze ich alleine Zuhause und frage mich, ob alles gut verlaufen ist. Heute Morgen habe ich es nicht ausgehalten und ihn angerufen, um zu sehen, ob alles gut verlaufen ist. Gott sei Dank geht es ihm gut. Doch leider kein Zeichen von Liebe inseiner Stimme. Danach bin ich mal wieder im Treppenhaus zusammengebrochen. Auch jetzt verschwimmen die Tasten der Tastatur, weil ich weine...
Ich bin nicht gläubig, aber bete zu Gott. Ich bin eigentlich eine starke Person, fühle mich aber unglaublich schwach. Ich bin slbstbewusst, hasse mich aber im Moment.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich neu verlieben wird. In eine andere. Dass er nach all den Jahren keine Verbundenheit mehr spürt, dass er mich nicht mehr will.
Leider merke ich erst nach der Trennung, wie sehr ich ihn liebe. Ich hätte ihm das mehr zeigen sollen.

Er sagt er liebt mich nicht. Es ist so schwer ohne ihn.

Was soll ich nur machen? Ich wäre für alle ehrlichen Meinungen mehr als dankbar.

LG, Paula
 
 
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Tropicos
Alt 03.02.2010, 12:41   #2
Standard

Wenn ich es richtig gelesen hab, dann hast Du seit Deinem 16. Lebensjahr den gleichen Freund?!

Oh, Mann (Frau!) dann versuch es mal so zu sehen:

Ihr wart zwar ineinander verliebt, aber ihr habt ganz klar nicht für dauerhaft zueinander gepaßt.
Du selbst sagst, das Du ihn nicht mehr so liebtest. Und nun, wo er erkannt hat, das ihr wahrscheinlich zu jung für eine EWIGE Beziehung seid, da heulst du.

Ja, er wär schön, wenn man den ersten Menschen den man liebt, für immer behalten könnter. Aber das ist weit neben der Realität!

Also, trag es mit Fassung und such Dir in Ruhe den Nächsten.
 
 
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Anonymisierter Nutzer
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Alt 03.02.2010, 12:44   #3
Standard

Du kannst nichts machen ausser akzeptieren, dass die Beziehung von seiner Seite her beendet wurde. So ist es numal wenn Beziehungen zu ende gehen, einer macht den ersten Schritt. Klammern bringt auch nichts, du kannst den Dingen nur ihren Lauf lassen und dein eigenes Leben weiter führen. Was wie wo sich irgendwann entwickelt, steht in den Sternen.
 
 
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paula13
Alt 03.02.2010, 12:46   #4
Standard

Ich würde es gerne akzeptieren, niemand will so leiden wie ich. Aber esfühlt sichso falsch an. Ich kann es nicht verstehen.
Er kann mir leider auch keine Antworten auf meine Fragen geben. Er kann mir nichteinmal beschreiben, was in seinen Augen liebe ist.

Für mich ist Liebe u.a. auch Gewohnheit.
Ich finde es falsch, sich zu trennen, "nur" weil man denkt, es sei keine Liebe mehr, sondern reine Gewohnheit. Ist doch klar, dass man nach 5 Jahren anders fühlt als nach 2 beispielsweise. Gewohnheit ist Vertrauen und Geborgenheit und das ist Liebe. Schade, dass er es nicht so sieht.
Wie blind war ich in den letzten paar Monaten?
 
 
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Anonymisierter Nutzer
...vor fremden Augen geschützt...
Alt 03.02.2010, 12:54   #5
Standard

Er kann mir nichteinmal beschreiben, was in seinen Augen liebe ist.
Er muss es ja auch nicht erklären können, es reicht ja wenn sie seiner Erwartungshaltung nicht entspricht, wie auch immer diese sein mag. Wer kann schon Liebe genau definieren?
 
 
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paula13
Alt 03.02.2010, 13:03   #6
Standard

Ich bin verdammt verzweifelt. Ich erkenne ihn nicht mehr wieder.
Wenn mir doch nur jemand sagen könnte, dass ich wieder glücklich werde, dass ich einen besseren finde, wie lange ich brauchen werde, um ihn zu vergessen...
Leider bin ich mit meinen Gefühlen alleine, ich hoffe, dass es ihm schlechter geht, als er zeigt.
Ich erkenne ihn nicht mehr...
 
 
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Anarchnophobia
Alt 03.02.2010, 13:19   #7
Standard

hmm... hier sind alle schon abgebrüht und an erfahrung reicher, was deinem gefühlvollem beitrag sicher nicht gerecht wird... aber so ist das nunmal

die "erste große liebe" ist immer was besonderes, 5 jahre sind auch eine lange zeit und es wird auch einige zeit benötigen wieder dein eigenes Leben zu sehen. vergessen wirst du NIE, das ist aber auch gar nicht nötig, denn letzendlich bist du um eine wertvolle (und wohl von den allerallermeisten auch schon erlebten) erfahrung reicher, die dich sicherlich prägen wird...

aber mal ehrlich... du bist noch soooo jung! in deinem alter hatte ich noch nichtmal ne freundin, da biste schon einen schritt weiter

was du auf jeden fall tun MUSST ist dich nun in erster linie auf dich zu konzentrieren... weitermachen mit dem was dir wichtig ist, deine freundinnen aufsuchen und mit ihnen zeit verbringen, weggehen... DEIN Leben leben. NICHT seins! und auch nicht das seiner kumpels um sie über ihn auszufragen...

dafür musst du nichtmal aufhören zu lieben. es ist wertvoll das du das kannst und es ist auch wertvoll sich von einer trennung verletzen lassen zu können... behalt dir dein gefühl bei und leb es (auf eine gesunde art und weise) aus wie du es magst. aber letzendlich ist ER gegangen, also liegt es auch an IHM zurückzukommen, wenn er denn will. darauf solltest du zwar nicht hoffen, aber die chancen steigen zumindest exorbitant wenn er siueht das du auch ohne ihn kannst und dich nicht mehr meldest oder hinter seinem rücken dich um ihn scherst...
 
 
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paula13
Alt 03.02.2010, 13:30   #8
Standard

Ich danke dir sehr für deinen ehrlichen Beitrag.
Leider hat er mich verlassen, als ich auf meinem ganz persönlichen "Höhepunkt der Gefühle" war. Wäre es vor 2 1/2 Jahren gewesen, hätte es mich nicht so sehr berührt wie jetzt. Ich möchte nicht hoffen, aber leider ist die Hoffnung da. Ich möchte nicht auf ihn warten, aber leider mache ich das unterbewusst.
Meine Mutter hat mich in therapeutische Behandlung geschickt und die wollen mich mit Beruhigungsmitteln ruhig stellen. Nur damit du ungefähr weißt, wie ich auf die Außenwelt wirke. Hat mich die Liebe zu ihm wirklich so kaputt gemacht? Wenn mich das aus der Bahn wirft (seit der Trennung: Albträume, Esstörungen, Lustlosigkeit, Herzrasen etc.), bin ich dann wirklich so stark wie ich immer annahm? Ich zweifle gerade an mir selbst. Denn ich fühle, dass es alles zu viel für mich wird. Vielleicht hilft der Psychologe? Jedoch ist mein erster Termin erst in 3 Wochen! In 3 Wochen! Ich bin momentan mit jeder einzelnen Minute überfordert, wie soll ich 3 Wochen überstehen? Und hab ich überhaupt die Kraft und vorallem die Lust in 3 Wochen das alles wieder von Anfang an durchzukauen?

Ich würde mich über ähnliche Erfahrungen freuen.

Eine Freundin hat mich für paar Tage zu sich nach Berlin einladen (komme aus HH). Sollte ich das Angebot annehmen? Sie wohnt in nen Studentenwohnheim, d.h. viel Party und Alkohol.
Ist das nicht vllt noch etwas zu früh für mich?

^^verdammt, ich hab sooo viele Fragen. Psychologe, wo bist du?
 
 
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Tropicos
Alt 03.02.2010, 13:35   #9
Standard

Zitat von paula13 Beitrag anzeigen
Wenn mir doch nur jemand sagen könnte, dass ich wieder glücklich werde, dass ich einen besseren finde, wie lange ich brauchen werde, um ihn zu vergessen...
Leider bin ich mit meinen Gefühlen alleine, ich hoffe, dass es ihm schlechter geht, als er zeigt. ...
Also, ich kann dir versprechen, das Du einen anderen findest. aber wann es sein wird, das hängt im wesentlichen von Dir ab. Je eher Du Dich mit dem neuen Zustand abfindest und nach vorne schaust, desto schneller wist Du ihn finden.

Und, ja, einer leidet immer mehr wie der andere. Aber in dem von Dir geschilderten Fall sehe ich keinen Grund, sich etwas so gehässiges zu wünschen. Das zeugt von mangelnder Reife. Schließlich hat er Dir offensichtlich nichts weiter getan, als zu gehen. Das passiert jeden Tag auf der Welt öfter wie Du denkst!
Und der Erste ist selten der Beste! Das als Trostpflaster!
 
 
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paula13
Alt 03.02.2010, 13:42   #10
Standard

An Tropicos:

Zitat von paula13 Beitrag anzeigen
...ich hoffe, dass es ihm schlechter geht, als er zeigt.
Damit meinte ich keinesfalls, dass ich ihm etwas Böses wünsche. Ich meien damit, wenn er auch nur etwas darunter leidet, bedeutet es, dass ich ihm wirklich etwas bedeutet habe bzw. bedeute.
Verstehst du wie ich es meine?
Ich würde ihm nie etwas Schlechtes wünschen, das hat er nicht verdient.
Ich bin nur enttäuscht, dass ich die ganzen Monate nichts gemerkt habe und er es so gut überspielen konnte.

Deswegen stehe ich dazu: Ich hoffe, dass es ihm schlechter geht, als es auf mich wirken mag.
 
 
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Cosmo X
Alt 03.02.2010, 14:34   #11
Standard

ohjee... Dein Beitrag hat mich mitgenommen.. Ich hätte im ersten Moment auch knallhart gesagt vergiss ihn und lauf ihn nicht hinterher. (nur etwas netter verpackt, aber im Grunde genommen wäre es auf das gleiche hinausgelaufen)
Das sollst du jetzt auch nicht machen. Kette dich nicht an ihn... Es ist schwer eine Trennung zu verkraften, gerade von der ersten großen Liebe. Auch wenn du es nicht wahrhaben willst, aber die Nächste wird kommen. Sie wird anders sein, auch dort wirst du Enttäuschungen erleben, auch dort wirst du eventuell verlassen werden wenn du denkst "es liefe alles so gut"

Nimm die Einladung deiner Freundin an. Erlebe die Zeit so intensiv wie möglich und lenke dich ab. Wenn du trauern willst, trauere, weine, schreie, bete darum, dass er wieder zu dir kommen mag, aber lache auch dann wenn dir die Möglichkeit gegeben wird. Nimm all die schönen Stunden aus Berlin mit. Nimm die Möglichkeit mit, neue Leute kennenzulernen und Spaß zu haben, auch ohne ihn..

Das Loch, was die erste große Liebe hinterlässt ist immens, wenn der andere Partner denkt es liefe perfekt. Forsche nicht nach den Ursachen wenn es dir eines Tages besser gehen wird. Mache dir selbst nie den Vorwurf, dass du es nicht gesehen hast wie sehr sich alles verändert hat...

Für die nächsten Monate viel Kraft und vor allem gute Freunde an deiner Seite!!
 
 
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Tropicos
Alt 03.02.2010, 14:34   #12
Standard

Bin beruhigt

Und vergiß nicht: Der nächste wartet schon auf der Tanzfläche
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 03.02.2010, 17:21   #13
Standard

Nur meine eigenen Ansichten:

Zitat von paula13
Nach ca. 3 Jahren fühlte ich mich in der Beziehung nicht mehr wohl. Ich liebte ihn noch, aber nicht mehr so wie er es verdient hätte. Also sagte ich es ihm. Ich sagte ihm, dass ich mir meiner Gefühle nicht mehr sicher bin und dass ich eine gewisse Zeit für mich brauche und wenn er sie mir gibt, dann werde ich auch zurückkommen. Und so war es auch. Nach ca. 3 Wochen habe ich ihn unglaublich vermisst und auch gemerkt, was ich an ihm habe und wie ich es schätzen sollte.
"Ich liebte ihn noch, aber nicht mehr so wie er es verdient hätte." Was ist das?
Und dann überlegst du 3 Wochen, um zu merken, daß du alleine nicht mehr klar kommst.(!)

Zitat von paula13
Am Dienstag vor einer Woche haben wir uns gestritten, da er eine Entscheidung hinter meinemRücken getroffen hatte, die aber beide Partner etwas angeht: Er hat nen Urlaub mit seinem besten Freund gebucht. Ich war so enttäuscht und auf die Frage, wieso er dies einfach so entscheidet (immerhin teilt er seit Jahren sein Leben mit mir), antwortete er, mit mir könne man einfach nicht reden.
"immerhin teilt er seit Jahren sein Leben mit mir" Was soll das nun? Liebe oder Knast? Hat er kein Abmelde-Formular eingereicht? (Kleiner Tip fürs nächste Mal: Kette ihn ans Bett!)

Zitat von paula13
Für mich ist Liebe u.a. auch Gewohnheit.
Ich finde es falsch, sich zu trennen, "nur" weil man denkt, es sei keine Liebe mehr, sondern reine Gewohnheit. Ist doch klar, dass man nach 5 Jahren anders fühlt als nach 2 beispielsweise. Gewohnheit ist Vertrauen und Geborgenheit und das ist Liebe. Schade, dass er es nicht so sieht. Wie blind war ich in den letzten paar Monaten?
Blind nicht, vielleicht verkopft? Dein logisches Gedankenspiel klingt nach übertriebenem Sicherheitsbedürfnis. Vertrauen und Geborgenheit müssen nicht unbedingt mit Gewohnheit einhergehen. Liebe hat mit Gewohnheit gar nichts zu tun. (Schade, dass er es nicht so sieht?)

Zitat von paula13
Meine Mutter hat mich in therapeutische Behandlung geschickt und die wollen mich mit Beruhigungsmitteln ruhig stellen. Nur damit du ungefähr weißt, wie ich auf die Außenwelt wirke. Hat mich die Liebe zu ihm wirklich so kaputt gemacht? Wenn mich das aus der Bahn wirft (seit der Trennung: Albträume, Esstörungen, Lustlosigkeit, Herzrasen etc.), bin ich dann wirklich so stark wie ich immer annahm?
Stark sind wir alle nicht. Aber wenn dich Liebe kaputtmacht und du jetzt psychisch am Ende bist, ist es vielleicht ganz gut, etwas alleine zu sein und zu leben. Und irgendwann wirst du vielleicht weitere Erfahrungen machen. Liebe wird immer besser, also freue dich drauf!
 
 
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Alt 03.02.2010, 17:45   #14
Standard

Dein Beitrag hat mich sehr berührt, Paula.
Es ist schwer, dir in einer solchen Situation zu helfen, nur was ich dir ans Herz legen möchte: Lauf' ihm nicht hinterher. Dadurch wird der Zustand für ihn noch viel schlimmer, da er sich kontrolliert und eingeengt fühlt. Sollte er euch wirklich noch eine Chance geben, so muss er diesen Schritt allein gehen. Je öfter du ihn anrufst, desto mehr entfernt er sich von diesem Vorhaben, denn dadurch nervst du ihn.

Was das Angebot deiner Freundin aus Berlin betrifft: Nimm es an. Es wird dir helfen, auf anderen Gedanken zu kommen und dich wenigstens zeitweise, aus deiner jetzt so zerstörten Welt entfliehen lassen. Du wirst wieder lachen können, auch wenn dich am Abend niemand von deinen Gedanken an deinen Ex-Freund lösen können wird.

Ich habe eine ähnliche Situation erlebt, jedoch waren da die Rollen vertauscht. Ich habe meinen damaligen Freund verlassen (jedoch nicht nach einer so langen Zeit). Für ihn war ich jedoch die erste große Liebe. Er hat mich ständig angerufen, ist nicht mehr zur Arbeit gegangen und hat mir mein Leben ehrlich gesagt zur Hölle gemacht. Ich steckte in den Abiturvorbereitungen und er rief mich morgens besoffen an und wollte sich das Leben nehmen. Und das ist nur eins von vielen Beispielen, das sich noch 1 1/2 Jahre nach Ende der Beziehung ereignet hat.

Aus diesem Grund kann ich nachvollziehen, dass du mit deinen Anrufen eher Gegenteiliges erreichen wirst und ihn so nicht dazu bewegen wirst, zu dir zurückzukommen. Wenn er nach einiger Zeit merkt, dass er dich vermisst, wird er es dich wissen lassen. Nur so lange darfst du nicht warten. Du musst versuchen, Abstand zu ihm zu gewinnen und dir KEINE Hoffnungen zu machen. Du musst, wie meine Vorposter schon sagten, dein Leben leben und ihm nicht hinterherlaufen.

Ich wünsch' dir alles erdenklich Gute. Ich fühle mit.
 
 
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Anonymisierter Nutzer
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Alt 04.02.2010, 12:36   #15
Standard

Zitat von paula13 Beitrag anzeigen
Hat mich die Liebe zu ihm wirklich so kaputt gemacht? Wenn mich das aus der Bahn wirft (seit der Trennung: Albträume, Esstörungen, Lustlosigkeit, Herzrasen etc.), bin ich dann wirklich so stark wie ich immer annahm? Ich zweifle gerade an mir selbst.
Eure Trennung ist gerade erstmal eine Woche her. Und auch, wenn du sonst ne starke Persönlichkeit bist und Dinge gut wegstecken kannst, du steckst gerade wirklich in einer Extremsituation. Du hast den Menschen verloren, mit dem du über fünf Jahre alles geteilt hast. Noch schlimmer, er sagt dir, dass er dich nicht mehr liebt. Das kann man drehen und wenden wie man will - das fühlt sich erstmal so richtig scheiße an. Und die Symptome die du beschreibst, sind in so ner Situation auch nicht unbedingt unnormal. Natürlich ist es beängstigend zu sehen, wie krass auch dein Körper auf die neue Situation reagiert. Aber Körper und Psyche spielen ganz eng zusammen, das ist nicht wirklich erstaunlich.

Nichts mehr essen wollen, Schlaflosigkeit, schlechte Träume, den ganzen Tag mit der Decke überm Kopf im Bett liegen und nicht wissen, wie es weitergehen soll - ja, das ist übel. Man kriegt nix mehr zustande, man stellt sich Fragen nach Sinn und Gerechtigkeit.

Aber weißt du was? Irgendwann stehst du auch wieder auf. Wie lange das dauert, kann ich dir nicht sagen, das hängt von soo vielen Sachen ab. Das, was du gerade durchmachst, ist gleichermaßen schlimm wie heilsam. Sich in dem Schmerz suhlen erscheint zwar nicht besonders produktiv, aber ist letztendlich ein wichtiger Schritt in der Verarbeitung der Trennung. Und wenn dus irgendwann leid bist, dich mies zu fühlen, wirst du Schritt für Schritt wieder mehr klar kommen.

Eine Freundin hat mich für paar Tage zu sich nach Berlin einladen (komme aus HH). Sollte ich das Angebot annehmen? Sie wohnt in nen Studentenwohnheim, d.h. viel Party und Alkohol.
Ist das nicht vllt noch etwas zu früh für mich?
Das musst du selbst entscheiden, ob dir das eher hilft oder eher noch zu viel ist. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass es mir sehr geholfen hat, nach der Trennung meine beiden besten Freundinnen um mich zu haben, mit ihnen zu trinken und zu feiern und einfach nur mal für ein paar Stunden zu vergessen, wie scheiße ich mich eigentlich fühle.
 
 
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hesse
Alt 08.02.2010, 10:02   #16
Standard

Zitat von paula13 Beitrag anzeigen
Ich würde es gerne akzeptieren, niemand will so leiden wie ich. Aber esfühlt sichso falsch an. Ich kann es nicht verstehen.
Er kann mir leider auch keine Antworten auf meine Fragen geben. Er kann mir nichteinmal beschreiben, was in seinen Augen liebe ist.

Für mich ist Liebe u.a. auch Gewohnheit.
Ich finde es falsch, sich zu trennen, "nur" weil man denkt, es sei keine Liebe mehr, sondern reine Gewohnheit. Ist doch klar, dass man nach 5 Jahren anders fühlt als nach 2 beispielsweise. Gewohnheit ist Vertrauen und Geborgenheit und das ist Liebe. Schade, dass er es nicht so sieht.
Wie blind war ich in den letzten paar Monaten?
Zwei Dinge, da ich das ganze auch mal hatte.

1. Komm aus deinem Selbstmitleid mal raus. So Sätze wie: "niemand will so leiden wie ich" sind einfach Banane. Damit hilfste dir nicht und auch keinen anderen. Gibt Millarden Menschen auf der Welt und das was du erlebst gabs eine Milliarden mal vorher und mehr und wirds danach noch paar Millarden mal oft geben. Trauern ist ok und der ein oder andere braucht dafür halt mal länger, ich bin da genau so, aber man muss aufpassen nicht zu versinken und so wie du schreibst biste gerade dabei.

2. Deine Wertvorstellungen wie und wodurch ne Beziehung beendet wird trifft sich scheinbar nicht mit seinen. Was für dich nicht möglich wäre hat er halt einfach so gemacht. Da kannste nun wie ich nen halbes Jahr drüber philosophieren wie der Mensch gestrickt ist, ob es gerecht ist, was überhaupt gerecht ist, wie man Liebe definiert, wieso es so weit kommen konnte, ob er mehr hätte kämpfen müssen usw. Bringen tuts dir halt nichts fürs Leben. Irgendwann musste nen Abschluss finden.

Kann dir nur erzählen aus meinem Leben. Ich war net ganz so lange damals mit einer zusammen und aus heiteren Himmel war bei uns Schluss. Ich war emotional sehr abhängig von ihr und für mich wars sowieso ne dumme Zeit, weil Mutter auf der Intensivsation gelegen hat und in der Ausbildung es ständig krachte. Da war die Tennung halt noch mal bisschen schwerwiegender. Ich hab der Tuss nen gutes Jahr hinterhergetrauert. Hab mich natürlich mit anderen getroffen und hatte so meinen Spaß, aber wer jede zweite Nacht von seiner Ex träumt, der ist nicht los von ihr. Ich hab mich dann auch hingesetzt und alles überdacht, hab versucht wut aufzubauen was nicht funktionierte, hab im Selbstmitleid gebadet, hab gejoggt, hab wieder angefangen zu rauchen und irgendwie wurds auch alles net so besser. Ne wirkliche Erkenntnis gewinnst du auch am Ende nicht. Mir wurde damals jeglicher Kontakt zu ihr verweigert ich habe nie erfahren warum Schluss gemacht wurde und im Nachhinein weiß ich auch, dass sie auch für mich keine ausreichend gute Antwort hätte geben können. Manchmal sind die Gefühle halt nicht mehr da und dann kann ein Mensch vom anderen nicht verlangen in Kontakt zu bleiben. So und nicht anders.

Also raus dem Sand und Leben genießen. Die steilen Stellen sind doch eh die schönsten, da hat man am Ende nen schönen Ausblick ins Tal.
 
 
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paula13
Alt 08.02.2010, 13:53   #17
Standard

Danke für all eure Antworten! Wirklich alle haben mich zum Nachdenken gebracht... Wenn ich mir das da oben durchlese, was ich vor knapp 2 Wochen geschrieben habe, dann kann ich es gar nicht glauben. Das klingt so...bemitleidenswert, omg!
Jedenfalls gehts mir jetzt wesentlich besser und ich danke euch dafür, dass ihr immer ehrlich gewesen seid, ganz egal wie hart die Wahrheit auch für mich erschien.
Heute Nacht z.B. hab ich wieder von ihm geträumt. Aber es hat mir nichts ausgemacht. Da merkt man nur, dass ich tief im Inneren noch an ihn hänge, aber nach knapp 2 Wochen ist es ja auch noch vollkommen normal! Tagsüber gehts mir bestens, ich denke nicht bzw. sehr selten an ihn und das Bedürfnis ihn anrufen zu müssen ist auch nicht da! Ich habe dennoch das Gefühl, dass ich die Gedanken an ihn verdränge, aber momentan ist es mir auch egal... da mir die letzten Tage gezeigt haben, dass es auch noch andere Männer auf der Welt gibt!!

Danke an alle, ihr seid klasse!
 
 
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Tropicos
Alt 08.02.2010, 14:23   #18
Standard

Zitat von paula13 Beitrag anzeigen
... da mir die letzten Tage gezeigt haben, dass es auch noch andere Männer auf der Welt gibt!!
Upps, erfüllt sich da etwa bald mein Versprechen
 
 
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