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Streitfaktoren in der Beziehung

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Dreamrat
Alt 15.05.2008, 13:39   #1
Frage Streitfaktoren in der Beziehung

Hey, was denkt ihr, was sind die meisten Streitfaktoren in einer Beziehung?

Also so was ich mir denke, habe ich schon gehört, dass es eine offene Zahnpastertube wäre, die immer wieder zum Streit geführt hat. Aber auch Staub auf dem Schrank oder Fernseher.(Kenn ich von meinem Vater, er war sehr penibel, heute sieht er es nicht mehr so eng)

Natürlich Eifersucht, wenn begründet.

Ich streite mit meinem Freund eigentlich selten, wir reden darüber, wenn er mir mal zuhört? Ich glaube das Streiten eigentlich gar nichts bringt, sondern es ist eher eine Wutablassung, oder unbedingt auf seinem Standpunkt zu pochen.

Ich denke auch, dass es sich oft nur um Kleinigkeiten handlelt, die sich dann aufpauschen und irgendwie etwas anderes dahintersteckt, evtl. Unzufriedenheit oder Streß.

Was meint ihr dazu, kennt ihr noch andere Streitgründe?

lg Dreamrat

Geändert von Dreamrat (15.05.2008 um 16:49 Uhr). Grund: Schreibfehler
 
 
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nonsurvivor
Alt 15.05.2008, 16:35   #2
Standard

Ich wage mal zu bezweifeln, dass man das hier so universell festmachen kann. Jeder Mensch ist unterschiedlich, so auch jede Beziehung und damit wohl auch die Gründe, aus denen man streitet. Mag sein, dass es ein paar klassische Streitsituationen gibt. Da hast du ja auch schon ein paar Beispiele genannt. Aber ist nicht viel interessanter zu hinterfragen, wie man mit Streit umgeht, wenn er denn schon mal da ist?

Zitat von Dreamrat Beitrag anzeigen
Ich glaube das Streiten eigentlich gar nichts bringt, sondern es ist eher eine Wutablassung, oder ungedingt auf seinem Standpunkt pochen.
Naja, nicht unbedingt. Gerade in ner Beziehung ists einfach auch wichtig, mal aneinander zu geraten. Ob nun wegen Kleinigkeiten oder wegen was ernsterem - letzendlich haben die meisten Konflikte durchaus einen Sinn. Sie können Warnzeichen sein, dass was nicht gut läuft. Oder vielleicht auch nur ein Austesten von Grenzen sein. Oder vielleicht auch mal wirklich ein simples Dampfablassen, wie du sagst (wobei ich da nicht sagen würde, dass es gar nichts bringt. Hat ja durchaus einen Effekt). Oder oder oder....
 
 
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Dreamrat
Alt 15.05.2008, 18:28   #3
Standard

Danke nonsurvivor, das ist eine gute Ergänzung, also, ich möchte euch auch noch gerne hinterfragen, wie man mit Streit umgeht, wenn er schon mal da ist?

lg Dreamrat
 
 
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mizue
Alt 15.05.2008, 19:00   #4
Standard

ich glaub, ich bin eine furchtbar schlechte streiterin... mal abgesehen davon, kann ich mich nicht mehr wirklich an meinen letzten richtigen streit erinnern. ich bin eher der typ, der in sich reinfrisst und den ganzen rotz dann eher so nach und nach in form von frotzeleien, gereiztheit oder schlechter laune los wird.

sooo glücklich bin ich damit natürlich nicht, denn ich bin davon überzeugt, dass ein richtig herzhafter streit, wie ein reinigender regen wirken kann... sofern nicht eine partei mit den billigen schimpfwörtern anfängt oder anfängt sinnlos beleidigend zu wirken.

genauer überlegt bin ich dann doch eher der typ, der sachlich über probleme spricht (nachdem ich genügend in mich reingefressen hab). aber wie gesagt... mir fehlt da die emotionale komponente. gefühle, die halt nunmal auch raus wollen... und zwar dann, wenn sie aktuell sind.


kleinigkeiten, wie ne offene zahnpastatube sind für mich übrigens keine streitgründe. eher noch reizen mich solche lapalien, wenn im inneren eh schon einiges aus wesentlich wichtigeren gründen am brodeln ist.
 
 
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Raubtier
Alt 15.05.2008, 20:04   #5
Standard

ich glaub, ich bin eine furchtbar schlechte streiterin... mal abgesehen davon, kann ich mich nicht mehr wirklich an meinen letzten richtigen streit erinnern. ich bin eher der typ, der in sich reinfrisst und den ganzen rotz dann eher so nach und nach in form von frotzeleien, gereiztheit oder schlechter laune los wird.

genauer überlegt bin ich dann doch eher der typ, der sachlich über probleme spricht (nachdem ich genügend in mich reingefressen hab). aber wie gesagt... mir fehlt da die emotionale komponente. gefühle, die halt nunmal auch raus wollen... und zwar dann, wenn sie aktuell sind.
So geht es mir meistens auch.

Bis auf das sachliche...
Bei mir kommt alles auf einmal raus aber oft erst nachdem mein Partner anfängt den Grund für meine schlechte Laune zu suchen.

So klischee Streitgründe gibt es bei mir nicht, wenn mich die Bartstoppeln im Waschbecken stören, dann sag ich es ihm. Fertig.
 
 
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Dreamrat
Alt 16.05.2008, 12:58   #6
Standard

Erstmal danke für eure Beiträge, also ich bin mit meinem Freund jetzt 2Jahre zusammen und es gab 3mal richtig zoff, erst wird geredet, dann wird man lauter und dann wenn man merkt es nimmt kein Ende oder ist kurz vor dem überkippen, eben dass man sich Dinge sagt, wo man lieber nicht sagen würde, geht einer von uns, entweder spazieren oder man fährt mit dem Auto spazieren. Bisher ist mein Freund 3mal gegangen. Ich denke mir, das man da alleine einfach besser nachdenken kann und vor allem sich erstmal sich wieder abregen, um luft zu schnappen, wenn man schon auf 200 ist. Später oder am nächsten Tag, kann man nämlich sachlicher und ohne Wut wie auch immer, reden, um die Ursachen zu klären. Wir streiten auch nicht um Kleinigkeiten, denn das bereden wir, wenn es passt und man die Zeit dazu findet, wenn mich irgend etwas stört rede ich mit ihm sachlich, wenn ich meine die passende Zeit dafür gefunden zu haben. Sowas passiert immer wenn wir zu Hause sind oder alleine und wir eh gerade am Reden sind über all die Sachen, was so am Tage waren. Kleinigkeiten stören mich eigentlich wenig, da schaue ich auch ab und zu drüber hinweg.

lg Dreamrat
 
 
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Panazee
Alt 18.05.2008, 02:58   #7
Standard

Ich glaube das hängt ziemlich von der Art der Beziehung ab. In einer sehr frischen und glücklichen Beziehung zum Beispiel glaube ich kaum, dass eine offene Zahnpastatube zu Streit führen wird. Das ist dann eventuell eher der Fall, wenn man schon sehr lange zusammen ist, vom Gegenüber genervt ist und es generell nicht (mehr) so läuft.

Dauerbrenner sind vermutlich Faktoren wie Eifersucht, Lügen, etc...
 
 
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short_cut_baby
Alt 18.05.2008, 22:38   #8
Standard

Was meint ihr dazu, kennt ihr noch andere Streitgründe?
Oah viele^^ aber man kann sich auch so schön streiten *gg* über Essen... Freund macht was und ich sag: ich hab keinen Hunger. Und dann schnapp ich doch was von seinem Teller, der wird da immer voll sauer-->vooll futterneidisch^^

oder zocken-da krieg ich immer n hals wenn er nur am zocken ist.

ne sache is auch weg gehen. einer is müde und der ander will noch bleiben. aber anstatt dass einer n schlüsseö kreigt und schonma fährt is immer diskussion ^^ jah sowas^^

nja meistns fang ich auch an, dafür muss ich immer zwiebeln schneiden *gg
 
 
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nonsurvivor
Alt 19.05.2008, 07:05   #9
Standard

Ja, aber grade die Beispiele, die du nennst (short_cut) sind doch absolut beeinflussbar. Wenn man sich immer über die gleiche Scheiße streitet, muss man sich halt einmal auf was vernünftiges einigen und die Sache ist gegessen. Besonders wenns um so Alltagskram geht, der echt keinen Streit wert ist.
 
 
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michaelg
Alt 19.05.2008, 12:03   #10
Standard

So denk ich das auch, das sind doch Kleinigkeiten die sich einer Regelbarkeit nicht entziehen. Sofern man das überhaupt will. Außerdem ist der Spielraum zwischen gewähren lassen und belehren doch recht groß ohne gleich die ganze Beziehung zu gefährden. Für die meisten Beziehungen ist es in solchen Dingen sogar gesünder, sich da mal zu zanken, gern auch wiederkehrend, anstatt dass eine/r um jeden Preis den Partner zu Verhaltensänderungen zwingen will.

Ich würde sogar behaupten, einzelne thematische Streitfaktoren spielen nicht die Hauptrolle bei Streits; viel virulenter sind da "mechanische" Faktorens, das sich verstehen können, Kommunikation, zuhören und wissen worum es eigentlich geht, erkennen, dass der Zusammenhang vielleicht ein viel größerer ist. Also die Fähigkeit überhaupt streiten zu können und das eher als ergebnisorientierte Reibung zu sehen statt als Duell.
 
 
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nonsurvivor
Alt 19.05.2008, 18:56   #11
Standard

Zitat von michaelg Beitrag anzeigen
Also die Fähigkeit überhaupt streiten zu können und das eher als ergebnisorientierte Reibung zu sehen statt als Duell.
Toll gesagt .

Und es ist doch so, dass man dasmöglicherweise mal einfach braucht, sich über offene Zahnpastatuben, Essensklau oder anderen Schmu zu zanken. Aber wenn sowas zur Regel wird, ists einfach nur nervig, beziehungsschädlich und zermürbend.

Auf der anderen Seite steht ja auch die Frage, ab welchem Punkt eine Auseinandersetzung überhaupt zu einem Streit wird. Denn nicht jede kontroverse Unterhaltung ist meiner Meinung nach mit dem Begriff Streit gleichzusetzen. Ich stell mal folgende These zur Diskussion: Streit fängt da an, wo eine Diskussion die Sachebene verlässt und auf emotionaler Ebene (weiter-)geführt wird.

Der Streitauslöser kann ganz unterschiedlich sein. Etwas Gesagtes oder eine Handlung, das/die vom Empfänger anders interpretiert wird, als vom Sender vorgesehen --> Missverständnis. Etwas Gesagtes oder eine Handlung, die den Empfänger ganz bewusst beleidigen oder verletzen soll --> Angriff. Verschiedene Wünsche, die aufeinandertreffen --> Interessenskonflikt. Und so weiter....
 
 
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Raubtier
Alt 19.05.2008, 23:04   #12
Standard

Zitat von Nonsurvivor
Auf der anderen Seite steht ja auch die Frage, ab welchem Punkt eine Auseinandersetzung überhaupt zu einem Streit wird. Denn nicht jede kontroverse Unterhaltung ist meiner Meinung nach mit dem Begriff Streit gleichzusetzen. Ich stell mal folgende These zur Diskussion: Streit fängt da an, wo eine Diskussion die Sachebene verlässt und auf emotionaler Ebene (weiter-)geführt wird.
Das denk ich auch, besonders, wenn man die Empathie des Parners überschätzt.
Sprich, wenn man denkt, dass der Partner das Problem als Problem sehen müsste. Derjenige es aber nicht tut, weil es für ihn kein Problem ist.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 22.05.2008, 17:56   #13
Standard

Ein Streit kann erfrischend sein wie ein Regenguß in der Tropenhitze. Im ersten Moment erschreckend, auf lange Sicht reinigend, vorausgesetzt danach scheint wieder die Sonne aus dem Herzen, anstatt der Himmel Wolken verhangen bleibt.

Die Grenze zwischen Diskussion und Streit ist fließend. Ich kenne die gelassene Diskussion, das augenzwinkernde Gefrotzel, den hitzigen und emotional aufgeladenen Streit bei dem man sich wieder verträgt, und DAS niveaulose Gezeter bei dem man sich gegenseitig Vorwürfe an die Omme knallt.

Ich glaube meistens liegt es daran, wie der Erste den Streit anfängt, und ob die kleinen Zeichen, die der "Anstifter" aussendet, vom anderen als Angriff interpretiert werden. Am besten ist, wenn man diese Zeichen als Streitvorboten erkennt und sich einfach nicht darauf einläßt. Falsch ausgedrückte Zahnpastatuben und offen gelassene Klodeckel sind nur die Auslöser, die Ursache ist schwelende Unzufriedenheit im Innern.
 
 
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fantamaus
Alt 22.05.2008, 18:30   #14
Standard

Zitat von ShakeTheDisease Beitrag anzeigen
Ein Streit kann erfrischend sein wie ein Regenguß in der Tropenhitze. Im ersten Moment erschreckend, auf lange Sicht reinigend, vorausgesetzt danach scheint wieder die Sonne aus dem Herzen, anstatt der Himmel Wolken verhangen bleibt.
Dies setzt aber voraus, dass beide fair streiten. Bei meinem Exfreund und mir war es immer sehr nervenaufreibend zu streiten, denn wenn ich nicht nachgegeben habe, dann hat er einfach nicht mehr mit mir gesprochen, während bei mir ein Streit beigelegt war, sobald ich wieder runtergekommen bin und die Gefühle nicht mehr überschäumten. Er konnte (wollte) diese "Erregung" jedoch nicht ablegen oder abbauen, sondern hat sie einfach weitergezogen und gebauscht, bis es schlussendlich eskaliert ist, weil ich natürlich nicht damit umgehen konnte, wenn er tagelang nicht geredet hat. Dies war erst wieder möglich, wenn ich klein bei gab, auch wenn es mich unglücklich gemacht hat. Ich war immer die Schuldige.

Kann mindestens einer der beiden in den Konflikt Involvierten nicht streiten, so funktioniert die Auseinandersetzung nicht.

Ich glaube, das war einer der beiden Gründe, wieso diese Beziehung zerbrochen ist. (Der zweite war, dass ich mich stärker weiterentwickelt habe und nach eineinhalb Jahren mehr vom Leben erwartete, als Party am Wochenende, Spass und Alkohol, während er immer noch in diesem Muster drin war...)
 
 
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maria357
Alt 22.05.2008, 19:06   #15
Standard

Es kann - muß, aber nicht viele Streitpunkte geben,
Meistens, wenn man sich auseinander gelebt hat.

- Geld ( scheint häufig zu sein )
- neue Anschaffungen
- Kindererziehung und Konsequenz
- Freiraum zu geben
- Eifersucht
- Ordnung (wenn ein Partner seine Sachen in der ganzen Wohnung verstreut)
- Zuverlässigkeit / Pünklichkeit
- Fernsehen ( einer das Programm, der andere was anderes )
- Freizeitgestaltung
- Urlaub
- Freunde und Verwandte

Es kann eben fast alles sein. Aber wenn die Beziehung stimmt kommt man immer auf einen gemeinsamen Nenner ! oder man akzeptiert es.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 23.05.2008, 12:46   #16
Standard

@fantamaus: Ja ich meine, selbst wenn man nicht streiten kann, kann ein Streit ok sein, eben weil sich aufgestaute Emotionen entladen können. Wie ich schon sagte, sollte man so viel "Sonne im Herz" haben und sich danach wieder vertragen können. (Wenn beide praktisch über ihren albernen Gefühlsaubruch lachen können oder es beiden leid tut, sich so dämlich benommen zu haben.) Bei deinem damaligen Freund war das nicht der Fall, das meinte ich mit "Wolken verhangener Himmel".
 
 
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