Vor vielen Jahren war ich mal Punk!
Hab mich zumindest aus jugendlicher Protesthaltung so angezogen und habe mich auch sehr gut damit gefühlt. ^^
Anarchie, Arbeitslosigkeit und Vollsuff hab ich aber auch damals schon abgelehnt... gibt wohl sehr unterschiedliche Gründe, wieso jemand zum Punker mutiert, aber in meinen Augen ist das ganze doch ziemlich kindisch und erinnert mich gerade stark an den "Elfenbeinturm"-Thread.
Wenn du auf Punks stehst, dann sprich doch einfach mal einen an. Der wird dich schon nicht gleich auffressen und wenn er doch ein Idiot ist, wirst du vielleicht desillusioniert.
Das Problem mit dem Punk ist meiner Ansicht nach, dass er viel zu sehr als "Lebensphilosophie" durchgeht, die man angeblich ein ganzes Leben durchhalten können soll (ein ziemlich kurzes Leben, wenn ich anmerken darf). Man bleibt einfach viel zu leicht in dieser 'Entwicklungsstufe' hängen und ist nicht mehr wirklich fähig, sich irgendwie groß weiterzuentwickeln... und das ist schlecht.
Andererseits ist es denke ich garnicht schlecht, wenn man dieses 'Punkerleben' irgendwann einmal als Phase durchmacht... durch die Ablehnung der 'bürgerlichen Gesellschaft' steht man ihr letztendlich kritischer gegenüber und hinterfragt eher das, was wir als 'normal' betrachten. Man erkennt auch, dass die Gesellschaft letztendlich nur aus vielen einzelnen Menschen besteht und es deswegen nicht zwingend nötig (geschweige denn möglich) ist, ständig immer allen zu gefallen. Das nimmt einem auch schnell mal den gesellschaftlichen Druck und eröffnet einem Wege, die man sonst aus Angst vor dem "Urteil der Gesellschaft" vielleicht nie beschreiten würde. Hat also durchaus positive wie negative Aspekte.
