Ich finde, Polyamory hat nichts mit DER Liebe zu tun, Polyamory ist etwas anderes eigenständiges. Nichts Schlechtes, aber nicht mit der Liebe zu vergleichen.
Es ist für Menschen, die nie eine innige Liebe erlebt haben (und deshalb nicht mehr an die Liebe glauben).
Großes Vertrauen und Geborgenheit in einer Liebe bekommen ihre volle Bedeutung gerade durch die Exklusivität! "Zwei von Äonen von Sternen" haben sich zusammengefunden und bilden ihre eigene Vertrauenswelt. Das ist nicht bloße Romantik:
Wenn man in einer polyamoren Beziehung lebt, kann man, wenn es mit dem einen Partner nicht gut läuft, zum anderen Partner gehen, holt sich Streicheleinheiten und kann kann wieder foh gelaunt und entspannt die Probleme zwischen sich und dem ersteren klären? Klingt praktisch. Ist aber krank. Denn Rat und Trost könnte man sich auch bei einem Freund/Freundin holen. Da braucht es nicht mehrere intime Beziehungen!
Die Bereitschaft sich auf nur einen Partner einzulassen, ist doch gerade der Beweis des Vertrauens.
Ich
möchte alle Liebe, die in mir steckt, doch nur
einem Menschen schenken. Hat also nichts mit Verboten, Gesetzen und Normen zu tun, sondern ist frei
willig. Wenn also polyamor lebende Menschen davon sprechen, daß man eine Person nicht besitzen kann, haben diese etwas falsch verstanden.
Ich würde also immer die klassische monoamore Liebe bevorzugen. Wenn ich in einer Liebesbeziehung alle meine Gefühle leben kann, habe ich auch kein Bedürfnis nach mehreren Partnern.
Ich will meine Meinung noch etwas mit Hilfe des Wiki-Artikels über Polyamory auslassen:
Zitat von Wiki Eifersucht und Verlustängste treten auch bei Menschen, die diese Beziehungsform gewählt haben, oft auf und sollten offen ausgesprochen werden. Eifersucht stellt in der Tat bei langfristig bestehenden Beziehungen oft die bedeutendste Hürde dar.
Zeigt mir doch, daß diese Beziehungsform eben nicht so toll sein kann. Eifersucht ist mir bei inniger und vertauensvoller Liebe fremd.
Zitat von Wiki Akute Verliebtheit, in englischsprachigen Foren auch „New Relationship Energy“ (NRE) genannt, wird trotz der schönen Gefühle manchmal als mit Vorsicht zu genießender Zustand gesehen. Sie mache es schwerer, die Bedürfnisse aller Partner auszugleichen und berge die Gefahr von kurzschlüssigen Entscheidungen, deren Konsequenzen langfristig bedauert würden.

Na sowas, spätestens hier stößt mir auf, welch seltsame Art Beziehung Polyamory darstellt.
Zitat von Wiki Um sich z.B. vor einem Ausspannen von Partnern oder vor Beziehungskonflikten in ungünstigen Lebensphasen wie der Stillzeit eines Kindes zu schützen, handeln langfristige Partner häufig vorher ein gegenseitiges, im Umfang begrenztes Vetorecht in Bezug auf neue Beziehungen aus.
Gehts noch kranker?
Zitat von Wiki Viele Menschen, die in Mehrfachbeziehungen leben, haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass monogame Beziehungen für sie nicht funktionieren oder sie darin nicht glücklich werden.
Aha, da haben wirs! Als nicht liebesfähig würde ich diese verirrten Menschen bezeichnen!
Aber schaut, es gibt auch Positives:
Zitat von Wiki Als Grund gegen ein Eingehen polyamorer Beziehungen führen viele polyamore Menschen an, dass oft viel mehr „Beziehungsarbeit“ geleistet werden müsse, was manchmal einen erheblichen Aufwand an Aufmerksamkeit, Zeit und Energie erfordere.[35][36][37][38] Außerdem müsse auf subjektive oder reale Sicherheiten verzichtet werden. Dies werde aber für Individuen, die diese Beziehungsform bevorzugen, durch Authentizität, persönliches Wachstum sowie Selbstentfaltung weit mehr als ausgeglichen. Hinzu komme die Erfahrung von Vielfalt und Lebendigkeit, von Freude am Glück der Geliebten mit ihren anderen Partnern, die Solidarität und Unterstützung in einer erweiterten Lebensgemeinschaft, sowie ähnliche Aspekte. Viele begründen ihre Wahl auch mit der Erfahrung, dass sie in solchen Beziehungen wesentlich glücklicher seien.[39][40]
Ich weiß nur nicht, warum dafür eine polyamore Liebesbeziehung nötig ist. Persönliches Wachstum, Selbstentfaltung, Solidarität und Unterstützung sind Erscheinungen, die bei jedem liebevollen aufmerksamen Umgang mit Mitmenschen entstehen, sei es in Familie, Freundeskreis, im Beruf oder in einer normalen monoamoren Liebesbeziehung (Wer hätte das gedacht?)!
Nochmal Eifersucht:
Zitat von Wiki Polyamory praktizierenden Autoren zufolge stellt Eifersucht das wohl größte Hindernis in polyamoren Beziehungen dar.
[...]
Analog zum Spruch „Courage ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Feststellung, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst“ ist, polyamoren Autoren zufolge, in polyamoren Beziehungen weniger die Abwesenheit von Eifersucht wichtig als die Bereitschaft zur Begegnung mit ihr.
Hui Alter, ich glaube nun hakts, da fehlen mir langsam die Worte. Eifersucht als Herausforderung! Was´n kopflastiges Zeug!
Folgender Absatz zeigt besonders, wie kaputt und kalt die ganze Schoose ist!:
Zitat von Wiki Auch bei Menschen, die normalerweise kaum eifersüchtig sind, kann sie unerwartet eine hohe Intensität erreichen und körperlichem Schmerz ähneln, wenn sich beispielsweise die langjährige Lebenspartnerin mit einer neuen Liebe trifft.
*mit dem Kopf auf die Tischplatte hau*
Nun wirds noch krasser:
Zitat von Wiki Ein von Wendy Millstone vorgeschlagener Ansatz, die oben beschriebenen Mischungen von Gefühlen zu klären, ist, bildlich gesprochen, die „Zwiebel“ Eifersucht zu schälen, und die Gefühle und Gedanken jeder Schicht aufmerksam zu untersuchen.
Polyamore Beziehung als Psychotherapie.
Zitat von Wiki Es kann auch vorkommen, dass eine Gruppe von Menschen ein exklusives Netzwerk bildet, dessen Mitglieder jeweils nur untereinander emotionale und sexuelle Beziehungen haben. Dies wird oft „Polyfidelity“ genannt, dieser Begriff bezeichnet manchmal jedoch auch Polyamory im Allgemeinen.
„Polyfidelity“ ist wahrscheinlich ein Tippfehler, es sollte heißen "Polyfickeli". Denn wir lesen weiter:
Zitat von Wiki Auch verbindliche Partnerschaften zwischen mehr als zwei Menschen (Group Marriages), Beziehungsnetzwerke von Menschen, die nicht mit jemandem zusammen leben (Intimate Networks), bis hin zu „erweiterten Freundschaften“, welche Sexualität als zusätzliche Option beinhalten, kommen vor.
Habe ich doch gesagt! Jeder treibts mit jedem. Schön, daß wir langsam zum Punkt kommen.

Gruppensex hieß das früher, Group Marriages nennt man das heute.
Gibt es statt diesem ganzen Polyamory-Geseiere nicht schon die Bezeichnung offene Beziehung?
Zitat von Wiki Ein relativ hoher Anteil der Angehörigen dieser Subkultur ist bisexuell orientiert, es sind jedoch alle sexuellen Orientierungen vertreten.
Na Donnerknispel! Hätte jemand so etwas geahnt? Fröhliches Poppen egal ob Männlein oder Weiblein. Na seht ihr, wird doch noch gemütlich!
Zitat von Wiki Wie aus dieser Aufstellung häufiger Werte in polyamoren Beziehungen hervorgeht, stellen diese weniger einen Gegensatz zu den Werten „monoamorer“ Beziehungen dar, sondern eher eine veränderte Priorität von Werten, die auf den menschlichen Grundbedürfnissen von Verbundenheit und Freiheit basieren.
Vielleicht haben solche den Begriff Liebe falsch verstanden, oder den Begriff Freiheit.
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Aus dem Wiki-Artikel habe ich herausgelesen, daß Polyamory eine seriöse Art der Rechtfertigung für das Ausleben sexueller Bedürfnisse nicht liebesfähiger Menschen, unter dem Deckmantel emotionaler Bereicherung und Selbstentfaltung ist! Sogar die dabei häufig auftretende Eifersucht ("das wohl größte Hindernis in polyamoren Beziehungen") läßt bei den Anhängern keine Zweifel an Polyamory zu, sondern wird als psychische Herausforderung gesehen!
*Hand-an-die-Stirn-klatsch*
Wäre ich Huxley oder Wells, gäbe das einen schönen Zukunftsroman.
Mein Fazit:
Für mich ist die Zweierbeziehung immernoch die eigentliche Liebe, die höchste Stufe der emotionalen Beziehungen. Wer das nicht kann, kann meinetwegen mit Polyamory glücklich werden.