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Mistrauen und Junggesellenabschied

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Puffelchen
Alt 02.01.2008, 16:12   #1
Standard Mistrauen und Junggesellenabschied

Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich habe eben nach einem Ort gesucht, ohne dass man mich urteilt...

Also ich werde im August heiraten. Ich lebe mit meinem Verlobten seit 2 Jahren zusammen. Ich liebe ihn sehr, aber er ist mir misstrauisch. Er denkt immer, ich will in seinem Leben rumfuschen. Was ich nicht tue. Heute habe ich ihn gefragt, wann er wohl wieder nach Hause kommt, wegen Essenszeit. Da sagte er mir schon er fühlte sich in einem Verhör. Ich fand sehr übertrieben. Na gut, dann eben kein Essen, esse ich halt mit meiner Tochter und ist gut. Mein Verlobter sagte, dass das mit dem Essen war nur eine Entschuldigung. In Wahrheit, wäre ich misstrauisch geworden, weil sein Bruder angerufen hatte... Mein Verlobter meinte sogar, ich wäre hinter der Tür gestanden und den Anruf mitgekriegt, was nicht war ist. Ich war im Schlafzimmer und räumte das Zimmer auf, sein Handy klingelte und ich habe ihm sein Handy gegeben und bin wieder ins Schlafzimmer gegangen und räumte weiter auf. Ich habe 0 mitgekriegt, und interessiert mich auch nicht. Aber das ärgert mich. Ich fusche bei niemandem rum.

Das mit dem Junggesellenabschied, da habe ich ganz klar mit ihm darüber gesprochen. Denn ich erzähle die Dinge, wie sie in meinem Herzen sind, ohne zu lügen, egal ob man denkt, dass ich blöd bin oder nicht. Ich sage einfach, dass was in mir ist.

Also ich habe ihm gesagt, dass wenn er eine Junggesellenfeier macht, wo Frauen im Spiel sind etc, damit komme ich nicht klar. Spricht: Strip, Table Dance und sowas. Er sagte mir, er hat daran gar kein Interesse. Ich sagte ihm, mir geht es nicht darum, dass du mir irgend eine Sicherheit gibst: Mir geht es darum dir ehrlich zu sagen, wie es in mir ist. Ohne zu lügen. Zu sagen was mir mein Herz sagt, ohne zu sage: Ja, ja, alles ist super, und am Endeffekt war es gelogen. So was mache ich nicht. Wisst ihr, ich fang an schon zu weinen und mich dafür schämen, weil ich so bin, wie ich bin. Ganz alleine für mich, ich teilte das noch nie mit jemanden. Ich bin christlich katholisch aufgewachsen und ein religiöser Mensch, und auch wenn ich versuche mit anderen Augen das ganze zu sehen, sag mir einfach mein Herz, dass diese erotische Dinge und anderweitige Frauen in so eine Sache einfach nicht gehören, dass man auch anders feiern kann. Ich sage nicht, dass mein Verlobter so machen muss wie ich denke. Die Entscheidung ist ganz allein seine, aber für mich ist das so, dass ich dann lieber nicht heirate, wenn er dies tut. Ich sagte ihm, ich zwinge ihn nicht mit mir zu sein. Nur diese Dinge, die man heute macht, die man als so normal sieht, ist für mich nicht so. Ich finde das einfach nicht richtig.

Und dann da ist sein Bruder, dem ich nichts getan habe, und mich einfach nicht leiden mag. Am liebsten würde er mich von seinem Bruder getrennt sehen. Er ist seine Trauzeuge und ich bin mir sicher, dass dieser Mensch alles in Bewegung setzen wird, damit ohne das Wissen von meinem Verlobten so ein Abend geplant wird wie z. B. Entführung nach Hamburg (ihr wisst schon wohin) etc...

Dann weiß ich, dass für mich aus und vorbei ist. Das ich dann nicht weiter kann. Ich glaube immer noch an so eine Beziehung wo wenn zu intimen Dinge geht, wie Nacktheit und so weiter nur zwischen dem Paar ist und mit niemanden sonst.

Nun ja, und wegen diesem ganzen Mistrauen von ihm, und so zu verstehen geben, dass ich wohl in seinem Leben rumfuschen würde, dann ziehe ich mich immer mehr zurück, immer mehr, dann wenn er nur ansatzweise anfängt mir zu sagen, dass er irgendwo hingeht, sage ich sofort: Ist OK, geht mich nichts an, du musst mir nichts sagen. Ziehe mich zurück und mittlerweile will ich sogar nichts mehr wissen, ich frag gar nicht mehr so, Hi, wie gehtt's, was hast du gemacht? Denn das wird schon als verhör verstanden.

Klar, wenn umgekehrt ist, da möchte mein Verlobter sofort wissen wer angerufen hat, wer hat sms geschickt, etc etc etc Er sagt immer: Nöööö das ist überhaupt nicht so, bla bla bla
Aber ich kennen nun mal den Alltag mit ihm. Mich stört es auch nicht ihm seine Fragen zu beantworten, ich habe nichts zu verbergen, was mich wirklich stört ist dieses Mistrauen, und dass sein Bruder spaß daran hat, wenn es uns nicht gut geht.

Jetzt schäme ich mich immer noch enorm, dass ich das alles niedergeschrieben habe, aber ich wußte nicht mehr wohin damit. Ich habe auch Angst, dass ich Antworten bekomme wo geschrieben steht wie blöd ich bin oder wie verklemmt ich sei. Ich finde wenigstens schon mal einen ersten Schritt, dass ich was geschrieben habe.

Vielen Dank fürs zuhören...
 
 
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blue_89
Alt 02.01.2008, 16:21   #2
Standard

Wo soll das alles hinführen , wenn du dich immer weiter zurückdrängen lässt?
Also erstens finde ich die Reaktion deines Verlobtens maßlos übertrieben. Selbst wenn du ein Gespräch mitgehört hättest, was wäre schon dabei? Wenn ich telefoniere kann mein Freund gerne zuhören (was er meistens gar nicht will^^), man quatscht ja hier und da mal mit ner Freundin. Ich hab ja nichts zu verbergen.
Außerdem finde ich, dass du ihm klar sagen solltest, wenn du zu unrecht beschuldigt wurdest. Gut, kann ja sein , dass er es nicht mag wenn jemand beim telefonieren zuhört, aber dass er dann so maßlos übertreibt und schon bei kleinsten Dingen wie Handy bringen dir Sache vorwürft die gar nicht stimmern, das würde ich ihm auf jeden Fall klar machen.
Ich finde du solltest allgemein mehr Selbstvertrauen aufbauen, dich nicht wegen solcher Dinge schämen. Einfach mal Selbstbewusst sagen, dass das eine falsche Beschuldigung ist und dich nicht zum Untertarnen machen lassen.
 
 
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Imorah
Alt 02.01.2008, 16:23   #3
Standard

Das ist eine schwierige Situation. In diesem Zustand würde ich nicht ans Heiraten denken, sondern eher daran wie ich dieses Problem gelöst bekomme, denn auf Dauer ist das nichts.

Die goldene Regel ist Reden. Rede mit ihm über deine Gedanken und wenn das immernoch ein Problem ist ziehe eine dritte Person hinzu.
 
 
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Tox!cfox
Alt 02.01.2008, 19:04   #4
Standard

Zitat von Imorah
Das ist eine schwierige Situation. In diesem Zustand würde ich nicht ans Heiraten denken, sondern eher daran wie ich dieses Problem gelöst bekomme, denn auf Dauer ist das nichts.
So seh ich das auch. Meiner Meinung nach ist eine Ehe doch erst dann möglich, wenn Stabilität in der Partnerschaft vorhanden ist. Stabilität kann man doch nicht _durch_ die Hochzeit erzielen, die muss schon davor gegeben sein.
Nun mal ganz ehrlich, bei dem was du erzählst, stell ich mir deinen Alltag schrecklich vor, wenn ihr noch nicht mal zusammen zu Abend essen könnt.
Vor allem frag ich mich, was die Gründe seiner völlig überzogenen Eifersucht sind. Hallo, du willst ihn heiraten? Wie viel Vertrauensbeweis will er noch?
Aber ich prognostiziere dir, dass das nach der Hochzeit nicht besser werden wird. Und wenn du die Heirat verschiebst, wird er dich verlassen, weil er dir gleich nen anderen andichtet. So oder so keine Grundlage für ein Zusammenleben bis dass der Tod euch scheidet...
 
 
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Puffelchen
Alt 02.01.2008, 19:43   #5
Standard

Ich muss ehrlicherweise sagen, dass zwischen uns alles gut lief, bis dass ich ihm in einem ehrlichen Gespräch meine Probleme mit Junggesellenabschiede geäußert habe. Verstehe nicht sein Mistrauen, denn ich bin ehrlich gewesen... Ich habe vom Herz gesprochen. Nein, verlassen würde er mich nicht, da bin ich mir sicher und ich weiß auch, dass mein Verlobter mich liebt und mir wirklich treu ist, da habe ich kein Bedenken. Er würde auch nicht zu einer anderen Frau gehen, das weiß ich auch. Es ist nur so, dass seit dem ich mit ihm vom Herzen geredet habe, dann ist er mir immer so misstrauisch, immer so als ob ihn kontrollieren wollte. Klar, wenn man darüber schreibt, kennt man nicht das ganze Spektrum, ist wohl war. Ich muss auch dazu sagen, dass es tatsächlich einen Abend gab, wo ich ihm mehr oder weniger den Spaß mit seinem Bruder und mit seinen Freunden verdorben habe. Ich war zwar nicht dabei, aber der Abend bei dem Freund seines Bruders ist in Streit auseinander gegangen und die anwesenden meinten es wäre wegen mir. Das war Sommer 2007. Ich habe mit meinem Verlobten dann geredet, meinen Fehler anerkannt und nicht noch mal gemacht. Ich habe mich bei ihm aufrichtig entschuldigt. Dann haben seine Eltern versucht die ganze Schuld der Welt auf mich zu schieben, sein Bruder sowieso. Dann kam Weihnachten. Da haben wir alle glücklich Fondue zusammengegessen und dann fing an sein Bruder über das türkische Folk schlecht zu reden. Diese Gespräche zwischen der Familienmitglieder wo man schlecht über das Türkische Folk redet, war nicht das erste Mal. Ich komme selbst aus einem anderen Land und sagte schon meinem Verlobten, dass wenn diese Diskussionen wieder anfangen würden, dass seine Familie schlecht über die Türken, Albaner, etc schlecht reden, würde ich definitiv eingreifen. Ich bin 1000% gegen die Folksdiferenzierung. Dann am Weihnachtstisch fing der Bruder meines Verlobten wieder mit dem Thema an. Dann habe ich ihn ganz genau meine Meinung darüber gesagt, und zwar zu 100%. Dann fingen an die Eltern sich einzumischen und für den Bruder einzustimmen, dann fingen am alle 4 mich anzuschreiben, Vater, Mutter, Verlobter und Bruder. Ich hielt mich tapfer, denn ich bin ein Kampftier, wenn es um Menschenrechte geht und hab letztendlich seinem Bruder gesagt, dass Kriminalität, Lärm oder religiöse Einrichtungen mehr als katholische Kirchen und kaputte Flüchtlingeheime auf eine bestimmte Nationalität zu schieben wäre eine komplette Volkswirtschaftliche Unwissenheit, dann war der Bruder bockig. Ist bis heute noch. Ist mir auch egal. Ich habe meinem Verlobten klar gemacht, dass ich meine Meinung sage und das bleibt so. Und wenn wieder in Familienfeier die Leute anfangen wieder über die Ausländer herzuziehen, würde ich eingreifen und das bleibt so. Das akzeptiert er wohl, kann das verstehen und er sieht auch ein, das vieles auf dem Gebiet bei seiner Familie ist tatsächlich Ignoranz und aus einer einzigen Erfahrung eine Wissenschaft machen. Aber seit dem... Das kommt wohl dieser Wahnsinn, dass ich ihn überwachen würde, was ich überhaupt nicht tue. Ich verstehe das nicht. Doch, die Liebe zwischen uns ist da. Ich weiß einfach nicht, was in seinem Kopf vorgeht. Ich werde mit ihm heute erneut reden, wenn er wieder da ist. Ich habe schon so oft gesagt, dass wenn er mich nicht will, dass er frei ist zu gehen, das findet er wohl Wahnsinn. So, wenn mein Verlobter in seinem Zentrum ist, ist das Leben mit ihm wunderbar, ich weiß nicht, was passiert ist. Vielleicht bringt das ein wenig mehr Licht in dem, was ich sagen möchte. Vielen Dank für die Antworten und für Die Geduld.
 
 
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EiskalteFee
Alt 02.01.2008, 23:32   #6
Standard

Hey

kann es sein, dass du eventuell ein wenig verklemmt bist?
also ich meine einen Junggesellenabschied hat MANN ja meist nur 1 mal im leben ( normalerweise) und so wie ich die tradition kenne, geht es an dem abend darum zu feiern spaß zu haben, und der ex-junggeselle soll seiner freundin trotz verlockungen treu bleiben und schaun ob er sich sicher ist, bis zum *lebensende* diese eine frau zu wollen.
wie stellst du dir dass den vor? einen raum voller männer die sich nen spaß draus machen rätsel zu lösen und dabei ein oder zwei bier zu trinken?

und worum ging es im sommer 2007? also wenn du sozusagen seinen männerabend sabotierst oder whatever
dann kann ichs bald schon verstehen, dass er sich kontrolliert oder zumindest von dir eingeschränkt fühlt..
wahrscheinlich eher unbewusst, aber wenn dann noch dazukommt dass seine familie dich nicht mag, der bruder erst recht nicht und er daher dass gefühl hat, du würdest ihn mit ner hochzeit n stück weit von seiner familie bzw seinen freunden *loseisen* dann kann ich mir vorstellen dass er empfindlich reagiert, wenn irgendwas von verboten ist...
siehe junggesellenabschied..

ich meine wie willst du es sonst nennen.
du setzt ihn unter druck indem du sagst *tu dies und jenes, sonst heiraten wir nicht*
ich würde mir das auch nicht gefallen lassen

jedenfalls würde ich in eurer situation nicht heiraten, liebe hin oder her
 
 
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Puffelchen
Alt 03.01.2008, 09:52   #7
Standard

Ja, ich denke schon, dass die meisten Menschen mich als verklemmt bezeichnen würden, so wie du.

Ich habe in meinem Leben nur mit diesem Mann sex gehabt, den ich heiraten werde, ich lebe soweit es geht nach dem Dogma der Kirche, nicht alles, denn ich bin nicht mit allem einverstanden, aber so zu sagen, bin ich schon christlich und ich glaube auch daran. Ich denke schon, dass mich die große Mehrheit als verklemmt sieht. So wie du grade eben. Nein, ich setzte mein Verlobter nicht unter Druck, ich lasse ihn frei zu tun was er will. Dennoch gebe ich mir das Recht, mir selbst zu sagen und für mich selbst zu entscheiden, ob ich mit bestimmten Dingen leben kann oder nicht. So wie ich es für ihn frei lasse, ob er sich mit mir so wie ich bin, leben kann oder nicht, Liebe hin oder her. Das nenne ich Freiheit. Das mit dem Junggesellenabschied will er im Grunde gar nicht, wollte er noch nie. Das wollen andere für ihn machen (vielleicht) und es steht ihm frei ob er alles mitmacht oder einfach festlegt, wie weit oder nicht. Das habe nicht ich zu entscheiden. Ich habe nur für mich zu entscheiden, ob ich mit bestimmten Dingen leben kann. Das war auch der Grund, weshalb ich sehr gezögert habe, bevor ich irgendwas schreibe, denn ich wußte irgendwo, dass früher oder später käme jemand um mich in irgend eine Schublade zu schieben, oder so... Das mit seiner Familie ist mir ehrlich gesagt egal. Ich habe niemanden irgendetwas angetan. Nur, wenn man falsche Aussagen gegen ein Volk trifft, muss ich nicht einfach nur zuhören, wenn ich das politisch falsch finde. Da kann und darf ich auch meine Meinung äußern, warum denn nicht?

Ich weiß mit Sicherheit, dass ich dem Bruder meines Verlobten niemals etwas angetan habe, der Grund weshalb er mich nicht mag kenne ich nicht. Ich habe ihm zwar schon gefragt, aber keine ehrliche Antwort bekommen. Ich sehe ihn so gut wie gar nichts und außer "Hallo, ich grüße dich", haben wir nie geredet.

Ich finde witzig, das ist mehr oder weniger so ein Phänomen. Ich schreibe ehrlich und sage einfach, was in meinem Kopf vorgeht, ich sage keineswegs, das ich richtig oder falsch bin, ich beschreibe nur eine bestimmte Lage, das Täte ich genauso, wenn ich statt im Internet mit den selben Leuten bei einem Stammtischgespräch säße. Und plötzlich, ohne das ich einem irgendwas angetan habe, werde ich sofort in eine Schublade gesteckt und man mag mich sofort nicht, oder gibt es dann die andere Fraktion die mich dann mag.

Ich bin in der Tat für jede Antwort die ich bekomme dankbar, aber ehrlich gesagt habe ich nach einem Ort gesucht, wo ich nicht verurteilt werde.

Vielen Dank fürs zuhören und vielen Dank für die Geduld.
 
 
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sc0rp
Alt 03.01.2008, 10:26   #8
Standard

Ich habe bei weitem nicht alles gelesen, muss aber sofort zustimmen das dein Schreibstil sehr aufrichtig rüber kommt. Festgehalten worden ist ja auch schon, dass man beide Seiten zu hören hat bevor man urteilt, daher wird man dir vermutlich auch nicht wirklich bei helfen können.

Etwas unklar ist mir noch dein Anliegen. Ich vermute du wolltest einfach mal loswerden was du erlebst und Gedanken einfangen, ich denke aber nicht das dies der richtige Weg ist, da man durch solche einseitig erstellten Meinungsbilder keine ideale Meinungungsfinden bekommt. Dir würde ich empfehlen es jemand anzuvertrauen der beide Seiten kennt und auch beide Seiten neutral betrachten kann, dies scheint, nachdem was du geschrieben hast, nicht die Stärke der Familie deines Verlobten zu sein.

Rein subjektiv liest sich das alles etwas schwierig und ohne dabei deinen Freund zu kennen und vor allem seine Seite verstanden zu haben, find ich doch vor allem das geführte Gespräch am Weihnachtstisch ein absolutes NoGo für eure Beziehung. Es mag sein, dass in heutigen Zeiten von Ausländischen U-Bahn-Schlägern und einem fast 20 prozentigen Straftatenanteil bei gerade mal knapp 9% Ausländern in Deutschland begangen, so einige Stammtischdiskussionen hervorruft, man darf aber niemals bei allen Diskussionen die Menschlichkeit dabei vergessen. Es liest sich etwas wie der immer gern hervorgekramte Satz: "unüberbrückbare Differenzen".

Ich wünsche dir dennoch viel Glück bei deiner Ehe.
 
 
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EiskalteFee
Alt 03.01.2008, 11:33   #9
Standard

moin ^^
ich hab dich in keine schublade gesteckt, ich habe nicht einmal geschrieben dass du verklemmt bist, sondern jediglich gefragt, ob es sein kann dass du ein wenig verklemmt bist ^^
und stell dir vor das habe ich nicht gesagt weil du einem *anderen volk* angehörst (bevor mir son scheiß auch noch vorgeworfen wird)

dein schreibstil und die schilderungen von bestimmten situationen hat mein einfach darauf schließen lassen und da du dich grade selber als ein wenig verklemmt beschrieben hast, steckst du dich auch selber in eine schublade.
 
 
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Tox!cfox
Alt 03.01.2008, 11:47   #10
Standard

Zitat von Puffelchen
Ja, ich denke schon, dass die meisten Menschen mich als verklemmt bezeichnen würden, so wie du.
Schublade hin oder her, wie wärs, wenn du erstmal anfangen würdest zu leben? Wenn das deine erste Beziehung ist, du nur mit ihm zusammen Sex gehabt hast, dann tut er mir wirklich leid. Und du sowieso.
Du sagst das so locker, dass du nach nem religiösen Dogma leben würdest. Ich finde das n recht schlechten Grund dafür das jugendliche Leben verpasst zu haben. Vor allem im gleichen Atemzug von "Freiheit" zu reden, ist wirklich lächerlich, wenn man sich von seiner Religion in seiner Sexualität und seiner Jugend so einschränken lässt.
Mag sein, dass dir das Genugtuung verschafft, wenn du nach dem Idealbild deiner Kirche lebst, von mir erntest du aber alles andere als Respekt dafür.
 
 
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Felicitas
Alt 03.01.2008, 14:25   #11
Standard

Öhm, ob es zwingend zur Jugend gehören sollte durch die Gegend zu huren sei mal dahingestellt....

@puffelchen
so ganz fällt mir nix gescheites zu deinem text ein. ähnlich wie scorp sehe ich die tiefe aufrichtigkeit in deinen worten. und ich kann es nur begrüßen das zu schreiben und zu sagen was man auf dem herzen hat. nur gehört dazu auch eine gewisse ehrlichkeit sich selbst gegenüber. und so wie ich das sehe stellst du dich n bissl selbst in die ecke, drängst dich selbst zurück. wie auch immer - für mich klingt das atm nicht nach einer guten basis um zu heiraten.

mal ein paar fragen: ist dein freund deutscher, oder kommt er auch aus einem anderen land? ist er religiös?

grundsätzlich würde ich sagen: so lobenswert absolute aufrichtigkeit auch sein mag, gesellschaft funktioniert heute nicht mehr so. man schafft sich nur probleme mit absoluter aufrichtigkeit. es sollte menschen geben (wie dem partner) bei denen man absolut aufrichtig sein kann, aber schon die nächste ebene (die familie) funktioniert oft nicht. natürlich sagt keiner dass du nicht deine eigene meinung haben darfst und sie nicht kundtun sollst, aber vllt ist ein weihnachsessen nicht der richtige rahmen. vllt. hättest du deinen freund bitten sollen, dass er seine familie bittet derartige themen jetzt zu weihnachten am tisch einfach sein zu lassen.
 
 
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Tox!cfox
Alt 03.01.2008, 15:22   #12
Standard

Niemand hat verlangt, dass sie "durch die Gegend huren" soll. Ich finds nur _extrem_ eigenartig heiraten zu wollen, wenn man in keinster Weise seine metaphorischen Hörner abgestoßen hat.
 
 
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Anarchnophobia
Alt 03.01.2008, 17:13   #13
Standard

ich finde es eigentlich _extremst_ toll, wenn man das schafft...

...was aber die wenigsten tun. die allermeisten christinnen, die vorher die "kein sex vor der ehe"-fahne hochhalten stossen sich dann auch, wie du (Toxicfox) es so schön sagst, die hörner ab, sobald das erste mal doch ausserhalb einer ehe stattgefunden hat...

...und so wie es sich anliest ist es bei dir (@Threaderstellerin) mit "kein sex vor der ehe" ja ehh schon zu spät. Versteh mich nicht falsch, ich komme aus ähnlichen verhältnissen und habe lange zeit genauso gedacht wie du - aber den grössten fehler den du NUN wohl noch machen kannst ist zu versuchen durch eine ehe der beziehung den Rahmen zu geben, die sie jetzt schon nicht hat...

heiraten/sex haben/beziehungen eingehen solltest du in erster linie für DICH! Die "regeln" (die zum großteil von Menschengedanken/Katholizismus zu denen gemacht wurden wie sie heute unter gläubigen gelten) waren für mittelalterliche Verhältnisse ohne verhütungsmethoden/krankheiten/schwangerschaften und ohne soziale absicherung eine "Gute Sache", für heutige verhältnisse aber eher nur noch eine schöne romantische vorstellung...

und du solltest ganz ganz stark prüfen ob diese "romantische vorstellung", den ersten den man liebt zu heiraten, sich nicht schon längst selbst demontiert hat...

Geändert von Anarchnophobia (03.01.2008 um 17:35 Uhr).
 
 
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