Hallo zusammen,
ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich habe eben nach einem Ort gesucht, ohne dass man mich urteilt...
Also ich werde im August heiraten. Ich lebe mit meinem Verlobten seit 2 Jahren zusammen. Ich liebe ihn sehr, aber er ist mir misstrauisch. Er denkt immer, ich will in seinem Leben rumfuschen. Was ich nicht tue. Heute habe ich ihn gefragt, wann er wohl wieder nach Hause kommt, wegen Essenszeit. Da sagte er mir schon er fühlte sich in einem Verhör. Ich fand sehr übertrieben. Na gut, dann eben kein Essen, esse ich halt mit meiner Tochter und ist gut. Mein Verlobter sagte, dass das mit dem Essen war nur eine Entschuldigung. In Wahrheit, wäre ich misstrauisch geworden, weil sein Bruder angerufen hatte... Mein Verlobter meinte sogar, ich wäre hinter der Tür gestanden und den Anruf mitgekriegt, was nicht war ist. Ich war im Schlafzimmer und räumte das Zimmer auf, sein Handy klingelte und ich habe ihm sein Handy gegeben und bin wieder ins Schlafzimmer gegangen und räumte weiter auf. Ich habe 0 mitgekriegt, und interessiert mich auch nicht. Aber das ärgert mich. Ich fusche bei niemandem rum.
Das mit dem Junggesellenabschied, da habe ich ganz klar mit ihm darüber gesprochen. Denn ich erzähle die Dinge, wie sie in meinem Herzen sind, ohne zu lügen, egal ob man denkt, dass ich blöd bin oder nicht. Ich sage einfach, dass was in mir ist.
Also ich habe ihm gesagt, dass wenn er eine Junggesellenfeier macht, wo Frauen im Spiel sind etc, damit komme ich nicht klar. Spricht: Strip, Table Dance und sowas. Er sagte mir, er hat daran gar kein Interesse. Ich sagte ihm, mir geht es nicht darum, dass du mir irgend eine Sicherheit gibst: Mir geht es darum dir ehrlich zu sagen, wie es in mir ist. Ohne zu lügen. Zu sagen was mir mein Herz sagt, ohne zu sage: Ja, ja, alles ist super, und am Endeffekt war es gelogen. So was mache ich nicht. Wisst ihr, ich fang an schon zu weinen und mich dafür schämen, weil ich so bin, wie ich bin. Ganz alleine für mich, ich teilte das noch nie mit jemanden. Ich bin christlich katholisch aufgewachsen und ein religiöser Mensch, und auch wenn ich versuche mit anderen Augen das ganze zu sehen, sag mir einfach mein Herz, dass diese erotische Dinge und anderweitige Frauen in so eine Sache einfach nicht gehören, dass man auch anders feiern kann. Ich sage nicht, dass mein Verlobter so machen muss wie ich denke. Die Entscheidung ist ganz allein seine, aber für mich ist das so, dass ich dann lieber nicht heirate, wenn er dies tut. Ich sagte ihm, ich zwinge ihn nicht mit mir zu sein. Nur diese Dinge, die man heute macht, die man als so normal sieht, ist für mich nicht so. Ich finde das einfach nicht richtig.
Und dann da ist sein Bruder, dem ich nichts getan habe, und mich einfach nicht leiden mag. Am liebsten würde er mich von seinem Bruder getrennt sehen. Er ist seine Trauzeuge und ich bin mir sicher, dass dieser Mensch alles in Bewegung setzen wird, damit ohne das Wissen von meinem Verlobten so ein Abend geplant wird wie z. B. Entführung nach Hamburg (ihr wisst schon wohin) etc...
Dann weiß ich, dass für mich aus und vorbei ist. Das ich dann nicht weiter kann. Ich glaube immer noch an so eine Beziehung wo wenn zu intimen Dinge geht, wie Nacktheit und so weiter nur zwischen dem Paar ist und mit niemanden sonst.
Nun ja, und wegen diesem ganzen Mistrauen von ihm, und so zu verstehen geben, dass ich wohl in seinem Leben rumfuschen würde, dann ziehe ich mich immer mehr zurück, immer mehr, dann wenn er nur ansatzweise anfängt mir zu sagen, dass er irgendwo hingeht, sage ich sofort: Ist OK, geht mich nichts an, du musst mir nichts sagen. Ziehe mich zurück und mittlerweile will ich sogar nichts mehr wissen, ich frag gar nicht mehr so, Hi, wie gehtt's, was hast du gemacht? Denn das wird schon als verhör verstanden.
Klar, wenn umgekehrt ist, da möchte mein Verlobter sofort wissen wer angerufen hat, wer hat sms geschickt, etc etc etc Er sagt immer: Nöööö das ist überhaupt nicht so, bla bla bla
Aber ich kennen nun mal den Alltag mit ihm. Mich stört es auch nicht ihm seine Fragen zu beantworten, ich habe nichts zu verbergen, was mich wirklich stört ist dieses Mistrauen, und dass sein Bruder spaß daran hat, wenn es uns nicht gut geht.
Jetzt schäme ich mich immer noch enorm, dass ich das alles niedergeschrieben habe, aber ich wußte nicht mehr wohin damit. Ich habe auch Angst, dass ich Antworten bekomme wo geschrieben steht wie blöd ich bin oder wie verklemmt ich sei. Ich finde wenigstens schon mal einen ersten Schritt, dass ich was geschrieben habe.
Vielen Dank fürs zuhören...