Liebe ist relativ. Solange man sich fragt, ob man jemanden wirklich liebt, liebt man ihn nicht wirklich. Wenn man sich von Gefühl her sicher ist, wer sind dann schon die anderen, das zu kritisieren? Die Sache ist nur, dass es Liebe in allen möglichen Variationen gibt. Es gibt die Partnerliebe, die Freundschaftsliebe, die Mutter-/Vater-/Kinder-/etc-Liebe, und da können die meisten Leute glaub ich nicht so recht unterscheiden, wie sie nun lieben.
Mann kann zB Frau lieben, ohne mit ihr zusammensein zu wollen. Wenn nun zwei Menschen oft gechattet und telefoniert, sich aber (fast) noch nie gesehen haben, könnten sie sich durchaus lieben... nur nicht in dem Sinne, dass sie den Rest ihres Lebens miteinander verbringen wollen. Ich finde, Liebe wird heutzutage zu sehr auf "die eine" Liebe reduziert, und deswegen entstehen oft Missverständnisse, oder Leute verstehen sich selber nicht mehr. Sie fühlen Liebe, aber fragen sich gleichzeitig, ob sie den andern wirklich lieben. Und so kann man mit einem "Ich liebe dich" jemanden wirklich verletzen, wenn man selber nicht so recht weiss, was man will, und der andere denkt, es wäre "die" Liebe gemeint.
Man sollte sich unabhängig davon, ob man jemanden liebt, fragen, was man sich für eine Beziehung mit dem andern wünscht. Und wenn man es gesagt bekommt von jemandem, der einen eigentlich kaum kennt, sollte man davon ausgehen, dass er/sie unmöglich von "der" Liebe sprechen KANN, einfach weil die Verbindung, die man zueinander hat, nicht annähernd an eine richtige feste Beziehung herankommt. Wie dem auch sei... ich glaube, über Liebe wird allgemein zuviel nachgedacht und geredet, als dass sie wirklich gelebt wird.
Vielleicht bringts dir oder dem ein oder anderen ausser dir ja was, was ich hier geschrieben hab... in dem Sinne... liebt und lasst andere euch lieben

. Oder vergiss alles was ich grade geschrieben hab und hör auf San

. Oder nimm dir beides zu Herzen.
