Puh, ich werd mich mal an einer Antwort versuchen, auch wenn das zugegeben garnicht so leicht ist.
Was vielen Männern glaube ich nicht so bewusst ist, ist, dass wir Frauen auch um euch kämpfen wollen. Dass wir euch erorbern wollen. Wenn ihr uns direkt alles an Zuneigung und Offenheit gebt, was ihr zu geben habt, werdet ihr schnell uninteressant. Wir wollen euch entdecken, es reizt uns, gewisse Dinge erst aus euch rauskitzeln zu müssen.
Wer sich direkt ganz und gar hingibt, wird schnell langweilig. Frau fragt sich dann, was da noch groß kommen kann. Wir wollen Männer, die über Gefühle sprechen können. Aber sie sollen sich verdammt nochmal für uns überwinden müssen

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Den Arschloch/Machotyp machts interessant, dass er ganz klar zeigt, dass Frau nicht Mittelpunkt des Geschehens ist. Das ist etwas, was man sich bei ihm erstmal >verdienen< muss. Soll heißen, dass man erstmal an ihn rankommen muss, dass da erstmal Vertrauen aufgebaut werden muss.
Ne Beziehung baut sich eben langsam auf. Und auch wenn man gerade am Anfang oft denkt, dass es schon das Non-Plus-Ultra sei - jeder von uns kennt das wohl, dass das, was dem Zusammensein den wahren Wert gibt, erst nach und nach entsteht.
Sich verlieben ist nicht die Kunst. Sondern das, was man daraus macht.
Und ich glaube, wir wollen nicht mit dem Macho zusammensein. Wer durch und durch Macho ist, wird kaum ne Chance haben. Es geht mehr darum, diesen Typ Mann, der sich vielleicht einen Ticken arrogant gibt, zu erobern. Und zu sehen, was dahinter steckt. Um dann mit diesem >dahinter< zusammenzusein.
Squ, um mal auf deine Beispiele einzugehen:
Das mit dem Kaffee trinken, naja. Damit könnte man mich persönlich echt auf die Palme bringen. Also, mal allgemeiner gefasst: Ich kanns nicht leiden, wenn mein Partner Dinge mal so beschließt (Kaffee trinken ist da ja jetzt eher was banales, ich geh jetzt mal davon aus, dass sowas zur Regel wird). Ich will gefragt werden. Vor allem, wenns um Dinge wie einladen geht, finde ich, dass man zumindest ein >Darf ich dich einladen?< rausbringen sollte. Denn es gibt Menschen, denen das einfach unangenehm ist. Mich eingeschlossen. Aber das ist nu eigentlich ein anderes Thema. Was ich sagen will, ist: Es ist schon ok, mal zu sagen >So, wir gehen jetzt nen Kaffee trinken, keine Widerrede<, wenn es die Situation irgendwie hergibt. Aber im allgemeinen ist ein >Lust auf nen Kaffee?< wesentlich wirkungsvoller

. Und dabei sollte dann aber auch wieder völlig egal sein, ob das ganze von Männlein oder Weiblein ausgeht.
Thema Verständnis in Gesprächen: Das kommt wohl sehr auf die Situation an. In der Regel bin ich der Meinung, dass man ruhig seine Meinung raushauen sollte, so, wie sie sich einem eben aufdrängt. Contra geben ist für ne Beziehung eigentlich eher förderlich. Ich persönlich krieg Zustände, wenn mein Partner immer alles ach so gut versteht. Mir ists lieber, wenn mir gesagt wird, dass ich (seiner Meinung nach) mit meinen Ansichten vielleicht ein bisschen daneben liege, als wenn er immer schön brav zu allem >ja< sagt, was ich ihm vorbete. Es gibt Dinge, die KANN man vielleicht einfach nicht verstehen. Und dann sollte man das auch sagen dürfen. Das hat aber für mich nichts mit Macho oder Arschlochtyp zu tun, sondern ist einfach gesund für jeden zwischenmenschliche Beziehung. Man kann ja trotzdem mit Feingefühl an solche Gespräche rangehen, das wird dadurch ja nicht ausgeschlossen.
Fremdflirten ist so ne Sache... Ich finde durchaus, dass das jemanden interessant machen kann. Wenn ich mal von Vertrauen als Basis einer intakten Beziehung ausgehe, denke ich, dass so ein Fremdflirt durchaus zu verkraften ist mit dem Wissen, dass es wirklich nur um Flirten geht. Ich meine, bei mir würde es sicher irgendwo ganz arg ziepen, wenn ich meinen Freund mit ner anderen turteln sehen würde, aber wenn ich weiß, dass es dabei bleibt, kann es ihn durchaus auf neue Weise interessant für mich machen.
In allem, was ich oben gesagt habe, bin ich jetzt erstmal davon ausgegangen, dass es um was ernstes geht. Ich will einen >starken Mann<. Aber Stärke bedeutet vor allem auch, seine Schwächen zeigen zu können. Wer das nicht kann, hat sowieso verloren.
Was für mich diesen Arschloch-/Machotypen ausmacht, ist, dass er eben nicht immer sofort zur Stelle ist. Dass Frau sich um ihn bemühen muss, dass sie ihn erstmal erobern muss. Arschloch/Machotyp bedeutet für mich auch (und somit auch für meine Argumentation) eher nur so eine Arschloch/Machotyp-Seite haben.
Ganz plump gesagt: Wer durch und durch ein Charakterschwein ist, hat natürlich keine ernsthafte Chance. Aber jeder hat das Recht, so ein bisschen Arschloch zu sein.
Ich kann jetzt hier keine konkreten Beispiele nennen oder so ne Art Verhaltenskodex aufstellen. Es kann sich eben ganz verschieden äußern. Vielleicht hat es etwas mit einer leicht arroganten Ausstrahlung und so etwas wie vermeintlicher Unnahbarkeit zu tun. Aber das formulier ich mal lieber so vorsichtig, weil ich es wirklich nicht weiß.
Wenns aber nur um ne Bettgeschichte geht, egal ob nu ONS oder Affäre, darf da ruhig ein bisschen mehr Arschloch sein. Also, man muss sich natürlich schon symphatisch sein, aber es ist doch so: Wenns nur darum geht, miteinander zu schlafen, braucht man niemanden, der lieb und nett ist. Im Gegenteil, das >gefährdet< sogar irgendwie das System, denn dann ist die Gefahr sich zu verlieben ja viel größer. Und in der Regel will man ja, dass ne Affäre ne Affäre bleibt bzw. ein ONS ein ONS.
Nuja^^ Soweit meine Gedanken zu dem Thema.