Es handelt sich in dem folgenden Text um etwas echt dummes. Ein kleiner Idiot ohne jegliche Ahnung von Gefühlen hat diesen Text verfasst:
Grundlagenphilosophie über Liebe eines bemitleidenswerten Taugenichts.
Die Sicht ist ein Produkt von Sehen und Gedanken. Gedanken Resultieren aus Phantasie und Erfahrung. Erfahrung ist geistige Verwahrlosung. So weit die Theorie. Jetzt die Praxis:
Es ist seltsam seit meiner ersten Freundin habe ich mich noch mehr zurückgezogen, als vorher schon. Ich könnte es nicht erklären, aber wenn man mit 16 seine erste Freundin hat ist das fast traurig aber auf jeden fall bemitleidenswert. Klassenfahrt, man lernt sich halt kennen, die Freundin, der Freundin meines Freundes. Man sitzt am Frühstückstisch in Schweden. Man denkt gut sie sie nicht unbedingt aus, aber darauf kommt es bei der ersten Freundin nicht an.
Meine Eltern haben sich getrennt, ca. ein halbes Jahr zuvor. Sie predigten mir und meiner Schwester, es ist trotzdem gut eine Beziehung zu führen. Es gibt auch schöne Zeiten. Man solle es auf jeden Fall versuchen, es würde sich immer lohnen. Meine Mutter sagte auch, dass die erste Freundin nur so zum probieren ist. Eigentlich dachte ich es würde bei mir links rein und rechts wieder raus gehen, doch die Realität sah anders aus. Es blieb haften, doch erst ein mal…
Abends saßen wir auf dem Balkon und aßen Sandwichs. Klingt komisch, aber man muss eben dabei gewesen sein. Wir hatten zwei Stühle glaub ich, aber wir waren zu siebt. Es hat sich eben so ergeben. Sie saß auf meinem Schoß. Ich war eben noch Jung und naiv. Es hat Ewigkeiten gedauert, bis ich meine Arme um ihre Taille geschlossen hatte, aber es war ein gutes Gefühl und sie schien das keineswegs zu stören, eher im Gegenteil. Hielt sie mir ihren zarten Fingern meine Hände fest umschlossen. Ein Freund zeigte mir kurz den Daumen so, dass nur ich es sehen konnte.
Zwischendurch ging ich bestimmt drei mal auf Toilette. Das war einfach zu viel. Auf dem Flur kam meine unterdrückte Freude an die Oberfläche. Ich tanzte in meinem Inneren, wollte aus mir heraushüpfen und schreien und jubelnd durch die ganze Herberge rennen. Später dann als wir uns zu Bett verabschiedeten gab ich ihr einen flüchtigen Kuss auf ihre sanften Wangen. Später klopft sie noch einmal an unsere Tür, ich öffne und sie wünscht mir „Gute Nacht.“ Und wieder nur ein Kuss auf ihre Wange, auch wenn sie etwas anderes zu erwarten schien, doch ich war nicht so schnell, hatte keine Erfahrung.
Die nächsten Tage waren wir viel unterwegs. Baden und so. Aber nie allein, sondern immer so etwa zu sechst. Drei Tage lang war alles super. Wir gingen Hand in Hand in die Stadt und grinsten uns gegenseitig an. Sie beteuerte sogar ihrer Freundin, wir währen zusammen.
Dann irgendwann änderte sich alles. Wir waren mal wieder in der Stadt, als sie mit ihren zwei Freundinnen sich versucht abzusetzen. Ich halte Schritt, doch ich merke etwas stimmt nicht und lasse sie ziehen. Den ganzen Abend ging sie mir aus dem Weg.
Ich ging dann noch einmal mit zwei Freunden einkaufen und pflückte einige Blumen, kaufte dazu eine Tafel ihrer Lieblingsschokolade. Das legte ich zusammen mit einem Brief heimlich auf ihr Bett. In dem Brief stand dass ich sie liebe und eine frage, was los sei, was ich falsch gemacht hätte und so.
Sie kam dann noch einmal in meine Kabine, wo ich zufällig allein in meinem Bett saß. Sie setzte sich dazu. Sie sah mich an und gab mir in einem kurzen Gespräch zu verstehen, dass es keinen Sinn hätte. Das wir im Grunde nur gute Freunde waren. Sie erkundigte sich noch kurz wie es mir ginge, dann verschwand sie.
Ich war verliebt. Natürlich wusste ich es war meine erste Freundin, aber es tat dennoch weh. Das geht vorbei sagte ich mir. Essen konnte ich nichts. Wäre ich ein Freund von mir gewesen, hätte ich gesagt, übertreib mal nicht, war doch nur ne Woche. Aber ich fühlte mich verraten. Unterwegs hab ich mir schon Bäume ausgesucht, gegen die ich mein Fahrrad rammen wollte, aber mein Selbsterhaltungstrieb war einfach zu ausgeprägt. Sie schrieb mir auch noch einen Brief, in dem stand, dass sie zuhause einen Freund hätte, der auf sie warten würde. Der war 24. Ich wollte noch so viel mit ihr machen „Schlampe!“ Nach der Klassenfahrt haben ich noch gegrüßt, wenn sie mir begegnet ist, sie aber nicht. „Wir können ja noch Freunde bleiben.“ VONWGEN!!!
Sie sah im Nachhinein echt nicht gut aus, im Gegenteil, aber das ist jetzt egal.
Im folgendem Jahr wiederholte ich die Klasse und mit ihr die Klassenfahrt. Um einiges reicher an Erfahrung fuhren wir also rüber nach Schweden. Ich hatte mich stark geändert. Trug jetzt Klamotten, die mir passten, eine Frisur in der ich mich wieder fand und um einiges selbstbewusster war mein Auftreten. Gewachsen war ich auch um ein ganzes Stück, aber das war egal.
Ich lernte ein Mädchen näher kennen. Gut aussehend, Nett. Aber ich blockte ab, hatte Angst es würde wieder schief gehen. Blöde Klassenfahrt. Es war zwar toll, aber es fehlte viel. Danach zwang sie mich förmlich im Unterricht neben ihr zu sitzen. Spürte ich doch so gern ihre Nähe. Schon wieder hatten meine Gefühle mich um den Finger gewickelt.
Ich träumte von ihr. Dachte an sie, aber es wurde nichts. Wahrscheinlich nur, weil ich so ein Angsthase gewesen bin. Eine andere Klassenkameradin saß neben mir, auch sie fand mich „Toll“. Gut auch Nachbars Hund war toll und süß. Also machte ich mir nicht viel daraus.
Es war eine Zeit in der ich mit einem Freund oft spazieren ging. Mit Bier und meinem Hund. Unterhielten uns über Philosophischen Kram, Gefühle und natürlich über Frauen. So kam auch Julia ins Thema. Mein Freund fand sie aber nicht annähernd so toll. Meine andere Tischnachbarin war auch mal Thema. Ich weiß nicht wie wir darauf kamen. Jasmin hatte nicht die Traummaße von denen Männer träumen, nicht dass sie schlecht ausgesehen hätte, uns beiden war klar, dass sie das mit ihrem Charakter mehr als wettmachte. Sie war toll, die Freundlichkeit in Person und so warmherzig.
Irgendwann hatte ich dann einen Traum. Sehr merkwürdig. Ich erzählte ihn noch am gleichen Abend meinem Freund. Sven hörte wie immer gespannt zu ohne zwischen zu reden oder irgendeine Bemerkung. „Ich saß im Klassenraum auf meinem Platz. Sand dann entschlossen auf. Es waren nur wenige da, wollte in die hintere Reihe gehen, musste aber an Jasmins Platz vorbei. Sie stand auf, neben ihr ihre Freundin und küsste mich. Ein toller Kuss, erst sah ich in die letzte Reihe, zu Julia, sie sah mir genau in die Augen aber irgendwie gleichgültig. Dann löste ich mich aus meinem Körper und sah mich mit Jasmin mitten in der Klasse. In dem Moment wachte ich auf. Sven und ich hatten uns zur Gewohnheit gemacht, mehr aus Spaß Träume des anderen zu deuten, aber wir wussten beide, was dieser bedeutete.
Vielleicht hier ein Einschub. Vor einiger Zeit stand ich im Gedränge vor der Schule, als mir jemand an den Hintern ging. Nicht zufällig und ohne der Absicht es heimlich zu machen. Ich drehte mich ruhig um und da stand Jasmin mit Anja. Ich lächelte nur und Anja wehrte sofort gestikulierend ab. Jasmin sah beschämt zu Boden. Aber ich sagte nicht drehte mich um und drängelte mich weiter Richtung Tür. Ich hörte noch Anja wie sie ihrer Freundin sagte „Er hat gar nichts gemerkt…“ aber ich wusste, dass Jasmin vom Gegenteil überzeugt war.
Es passte alles zusammen aber die Zeit ließ mich wieder zu lange denken. Ich habe so lange über diese Dinge nachgedacht, dass ich langsam fast an einen Zufall glaubte. Redete mir immer neue Ausreden dafür ein, dass ich mir das alles einbilde. Der Blick wie sie mich angesehen hatte, entschuldigend um Verzeihung bittend weil sie nicht wollte, dass ich etwas falsches denken könnte.
Ein Jahr mach der Klassenfahrt war dann der Abschluss. Julia war mir mittlerweile egal geworden. Ich dachte an andere Frauen. Aber Jasmin ließ mich nicht los, aber ich war keineswegs verliebt aber sehr nachdenklich in Bezug auf sie. Am Abschlussball sah ich sie wieder. Sie sah toll aus. Wir haben aber kaum etwas zusammen gemacht. Dann hat sie mir noch ihre Handynummer gegeben und gesagt, ich solle mich mal melden.
Die Ferien begannen und ich hatte mich mittlerweile mit einem alten Erzfeind ziemlich gut angefreundet. Wir saßen oft in meinem Garten und tranken Bier, rauchten durch eine selbstgebaute Bong verschiedenste Tabaksorten, Tee und so ziemlich alles was wir finden konnten bis hin zu Schnittlauch. Am Mittwoch glaub ich schrieb ich ihr dann eine SMS. Ich schrieb, was ich gerade machte und fragte wie es ihr ginge. Einige Tage später haben wir sie sogar mal besucht, aber auch hierbei kam nicht viel bei rum.
Dann waren ich und Martin oft unterwegs an der Ostsee. Habe viel getrunken und im Stillen immer an Jasmin gedacht. Was nicht unbedingt was sonderbares ist. Ich denke viel nach und trinke viel, wobei ich dann meist noch mehr nachdenke. Bin eben kein Partyboy. Gehe nur auf Geburtstagsfeiern um mich mit Freunden zu unterhalten. Nicht dass ich langweilig wäre. Ich mache viele abgedrehte Dinge und unternehme eine Menge.
Ich weiß nicht wann ich Jasmin wieder gesehen habe. Aber ich weiß noch, wie ich sie einmal zu mir eingeladen hatte, sie aber ohne anzusagen nicht kam. Von einer Freundin erfuhr ich, sie sei ins Logic, einer Disko in der Nähe gegangen. Nun sie war nicht mit mir allein verabredetet. Grillabend mit Freunden. Ich schnappte mir das Auto und fuhr los. Sebastian ist noch mitgekommen. Auf dem Marktplatz sieht er Jasmin. Ich wende und fahre zu ihr. Sie entschuldigt sich, aber ich bin enttäuscht, sage, „dann sag wenigstens vorher bescheid…“ Jasmin hat dann etwas gesagt, dessen genauen Wortlaut nicht mehr wiederzugeben in der Lage bin. Es war in etwa: „Sei nicht wütend, ich will dich ja irgendwann heiraten.“ Wurde dann noch ein guter Abend aber ich war irgendwie in Gedanken versunken.
Der Höhepunkt unserer „Beziehung“ war erreicht, auf der Geburtstagsfeier zweier Freundinnen, die ich und Jasmin kannten. Ich stellte meine Anlage auf und bis die ersten Gäste kamen haben wir uns gut unterhalten. Eigentlich tanze ich nicht, hab ich noch nie. Aber an dem Abend, als Jasmin mich an der Hand nahm hab ich mich zum ersten Mal getraut. Wir haben dann noch Händchen gehalten und ich hab vorsichtig mit meinem Daumen ihren Handrücken gestreichelt. Dann hab ich mich wieder ein wenig zurückgezogen und mich mit meinen Freunden unterhalten.
Am späten Abend ist sie dann zu mir gekommen und hat mir einen Kuss mitten auf den Mund gegeben. Ich war total überrascht und sie war auch etwas von der Rolle. Jasmin hat dann noch einen gemeinsamen Freund gefragt ob er auch einen wolle, doch der lehnte dankend ab. Ich hab nichts mehr sagen können, denn sie verschwand so schnell wie sie gekommen war.
Etwa eine halbe Stunde später gab sie mir noch einen aber auf die Wange. Und wieder reagierte ich nicht schnell genug.
Einige Tage später haben wir uns an die zwanzig SMS hin und her geschrieben. Eine Woche darauf hatte sie dann Geburtstag und ich war eingeladen zu einem kleinen „Sit-in.“ Im Freundeskreis. Ich wollte ein tolles Geschenk machen. Aber mir fiel rein gar nichts passendes ein. Also hatte ich mit Freunden einen Nudelsalat gemacht und einen Kasten Bier mitgebracht. Eigentlich wollte ich einen Kuchen backen. Aber es wurde dann doch zu kurzfristig.
Im nachhinein denke ich, dass nicht mehr hätte schief gehen können. Erst war es ganz amüsant, aber es haben sich schnell Gruppen gebildet. Ich saß wieder mit Freunden in einer Ecke und trank Bier. Auch wenn ich mich so gerne zu ihr gesetzt hätte. Beim Film bin ich dann auch noch eingeschlafen. Am nächsten morgen hat sie sich kaum noch im gleichen Raum wie ich aufgehalten.
Danach haben wir uns noch ein Mal per SMS unterhalten, aber auf die Frage wie es ihr geht kam keine Antwort. Und auch darauf ob sie nicht mehr mit mir sprechen würde antwortete sie mir nicht.
Warum? Wie kann ich sie für mich gewinnen. Ich liebe sie, auch wenn es lange gedauert hat zu dieser Überzeugung zu kommen. Man erkennt Liebe nicht immer auf Anhieb. Vor allem nicht beim ersten Mal. Ich liebe sie!
Man weiß erst was man an einer Person hat, wenn sie weg ist.
Aber warum tut diese Erkenntnis so weh?
Komm zu mir… Bitte!!!! Was soll ich denn tun???
Ich bin ein 18 jähriges Weichei und meiner Überzeugung nach wird sich daran die nächsten Jahre nicht allzu viel ändern. Ein Genie, überall dabei, immer Tolle Ideen. Aber nicht dahinter! Man weiß ja nie….