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Immer wieder beliebt: was ist Liebe?

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Ganuadar
Alt 23.03.2009, 08:25   #1
Standard Immer wieder beliebt: was ist Liebe?

Ich hatte mal mit einer Ex darüber gesprochen, was Liebe ausmacht und warum ich mich in sie verliebt hätte. Was dabei wichtig ist: Sie hat gesagt, für sie wäre das alles nur eine intensive Affäre gewesen, sie sei nicht in mich verliebt gewesen - ich war es aber in sie.

Ich hab dann eine Latte von Sätzen losgelassen, in denen es darum ging, sich in einer Beziehung nicht verstellen zu müssen, gegenseitiges Geben und Nehmen usf. und hab auch ihre Stärken vorgehoben, die ich mochte, aber auch die Schwächen ("Macken") angesprochen, die ich auch mochte - eben das einzigartige Wesen, das sie ausmacht.

Irgendwann ging mir die Puste aus und sie konnte mit dem auftrumpfen, wozu ich noch nicht kam, es zu sagen. Anhand ihrer aktuellen Situation mit ihrem "Neuen" hat sie versucht, zu erklären, was bei ihr in der Liebe wichtig ist. Z.B., dass sie ihre Liebe gefunden hätte, dieser aber wohl bald auswandern würde. Sie meinte, sie könnte nun versuchen, ihm komplett den Kopf zu verdrehen, so dass er bei ihr bleibt. Aber sie würde seinen Traum nicht kaputtmachen wollen, in dem sie wohl nicht vorkommt, weil er auch dort eben glücklich wird. Und dass sie in ihm ihren Gegenpart gefunden hätte, das hätte sie gleich gemerkt.

Nun, bevor wir uns getrennt hatten, habe ich aufgrund meiner Liebe genau das getan - ich hab ihr den nötigen Freiraum gegeben, den sie zu diesem Zeitpunkt brauchte/wollte, dennoch habe ich ihr in dieser Zeit nach wie vor unmissverständlich gezeigt, was ich für sie empfinde. Sarkastisch gesehen könnte man nun sagen, dass sie den Freiraum, den ich ihr gegeben hatte, dazu genutzt hat, sich einen anderen zu angeln...

Zudem meinte sie auch, ich müsse noch die Liebe zu mir selbst finden, um Liebe geben zu können. Fand ich ein wenig abgedroschen. Und dass ich generell noch nicht genügend Beziehungs-/Affärenerfahrung hätte, um eine feste Beziehung einzugehen. Naja, so kann man es sich auch einfach machen. Sie war eben in der günstigen Position, so etwas zu sagen zu können und die Weise zu geben, da sie mich ja verlassen hat.

Ab wieviel Affären und Beziehungen soll man denn für eine feste Beziehung bereit sein? Nach so einer Argumentation gäbe es wohl nie feste Beziehungen. Da gibt es doch keinen Zähler - irgendwann fängt man eben mit einer Beziehung an, weil man verliebt ist und hofft dass es lange anhält. Es gibt ja auch Menschen, die sind schon in relativ jungen Jahren lange mit ihrem Partner zusammen (nebenbei bemerkt: bin 30 Jahre alt und hatte bisher tatsächlich noch keine langjährige Beziehung). Man muss ja auch zu einem gewissen Teil dazu bereit sein, an einer Beziehung zu arbeiten - solange bis man weiss, dass eine Trennung unausweichlich ist. Anstatt gleich zum Nächsten ins Bett zu hüpfen. Nur, weil man keinen Partner hat bzw. noch keine langjährige Beziehung hatte, heisst das ja noch nicht, dass man beziehungsunfähig ist. Genauso ist man nicht zwingend beziehungsfähig, nur weil man einen Partner hat. Es gibt genug unglückliche Paare.
Hmmm, nun, in unserem Fall hat sich das sowieso ein wenig anders gestaltet, weil sie angeblich sowieso nicht in mich verliebt war. So gesehen führe ich hier einen "asymmetrischen Kampf"

Im Prinzip bin ich mit ihr darüber im Grossen und Ganzen darüber einig, was Liebe ausmacht, auch inklusive der Freiräume, die man einem Partner geben soll und dem passenden "Gegenpart". Allerdings: ist das nicht ein wenig idealistisch und romantisiert dargestellt? So schön das alles auch klingt, aber spielen dann vielleicht nicht doch andere Faktoren eine grössere Rolle als wir es zugeben (wollen)? Pheromone, der bessere Sex, der reichere Mann, die schönere Frau...
 
 
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RVD
Alt 23.03.2009, 08:32   #2
Standard

da wirste jetz hunderte verschiedene versionen aus allen altersgruppen bekommen.

liebe an sich, ist für mich eben einfach nur das gefühl an sich und hat mit beziehung noch garnichts zu tun. liebe ist das gefühl was man bei jemandem hat, wenn man ihn für sich will, ihm vertrauen will, weiß dass man ihm vertrauen kann usw usf. liebe an sich ist daher noch lang nicht ausreichend für eine beziehung und aus diesem grund, weil das viele nicht beherzigen, entstehen 80% der threads in diesem forenbereich ^^ es ist zwar der wichtigste grund, aber das allein reicht ganz selten, wenn andere sachen nicht stimmen. die probleme werden dann vielleicht erst nach monaten oder sogar jahren sichtbar, aber sie werden es.
 
 
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Ganuadar
Alt 23.03.2009, 08:44   #3
Standard

Zitat von RVD Beitrag anzeigen
da wirste jetz hunderte verschiedene versionen aus allen altersgruppen bekommen.

liebe an sich, ist für mich eben einfach nur das gefühl an sich und hat mit beziehung noch garnichts zu tun. liebe ist das gefühl was man bei jemandem hat, wenn man ihn für sich will, ihm vertrauen will, weiß dass man ihm vertrauen kann usw usf. liebe an sich ist daher noch lang nicht ausreichend für eine beziehung und aus diesem grund, weil das viele nicht beherzigen, entstehen 80% der threads in diesem forenbereich ^^ es ist zwar der wichtigste grund, aber das allein reicht ganz selten, wenn andere sachen nicht stimmen. die probleme werden dann vielleicht erst nach monaten oder sogar jahren sichtbar, aber sie werden es.
Da magst Du im Prinzip Recht haben. Sorry, wenn in meinem Text die Themen Beziehung und Liebe ein wenig durcheinander kamen.
Ich weiss, dass sich Beziehung und Liebe nicht 100 % decken (müssen). Vielleicht ist es eher genau das, was meine Verflossene nicht so ganz begriffen hat.
Ich hatte wohl einfach bisher noch nicht das Vergnügen, dass sich eine Frau in mich verliebt hat (deswegen lass ich meinen Kopf nicht hängen).

Ich hab auch mal gelesen, dass das Gefühl der Verliebtheit in der Regel maximal 1 Jahr andauert und dann andere Dinge für die Beziehung wichtig(er) werden.

Achja, was ich noch anfügen wollte: sie kam wohl auf das Thema Selbstliebe zu sprechen, weil ich ihr nach der Trennung in todtrauriger Stimmungslage geschrieben hatte (heul), ich müsse mich wohl noch selbst finden (heul). Das hatte ich spät nachts im halb angetrunkenen Zustand geschrieben. Ich war natürlich völlig fertig nach der Trennung. Nun, Selbstfindung und Selbstliebe sind wichtige Dinge im Leben. Aber die Selbstfindung ist ein langer Weg und ist vielleicht nie abgeschlossen. Evtl. entwickelt man neue Interessen, setzt sich neue Ziele usw. und der Mensch selbst ändert sich. Anzudeuten, dass ich noch nicht längefristig beziehungsfähig sei und man sich nicht in mich verlieben könne, weil

- ich bisher zuwenig Erfahrungen mit Affären/Beziehungen hatte
- ich mich noch nicht selbst gefunden hätte

...fand ich dann doch recht dreist von meiner Ex.

Geändert von fantamaus (23.03.2009 um 13:14 Uhr).
 
 
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Alt 23.03.2009, 12:59   #4
Standard

Ja also mal ganz sachlich betrachtet ist ihre erste Aussage (zu wenig Erfahrung) mal vollkommen unlogisch. Um Beziehungserfahrung zu sammeln, muss man Beziehungen haben. Die Erfahrung kommt einem ja nicht in den Träumen zugeflogen und morgens wacht man dann auf und weiß "Hey, jetzt bin ich beziehungsbereit"...
Die Aussage ist also ein Widerspruch in sich und damit eig. direkt lächerlich, das als einen Grund vorzuschieben

Die zweite Aussage ist sicher zu einem gewissen Teil korrekt, das Problem dabei ist aber, dass sie das (laut deinen Angaben) so sagt als hätte sie sich schon lang selbst gefunden und kann dir jetzt sagen was dir fehlt und was an dir (noch) nicht passt.
Fällts dir auf? Sie nörgelt nur an dir rum. Selbst will sie nämlich nix eingestehen, deshalb überhäuft sie dich mit Aussagen von denen sie weiß, dass du die ganze Zeit drüber nachdenkst und damit keine Zeit hast daran zu denken, was SIE vl. alles Mist gebaut hat. Denk mal drüber nach

Vl. macht sie das aber auch garnicht mit Absicht so, sondern ist tatsächlich davon überzeugt, dass sie das Recht hätte dich mit solchen Vorwürfen niederzuschmettern, wo sie dich doch einfach nur verlassen bräuchte, wenn das alles ist, was sie will.

Meine Meinung: Deine Ex-Affäre schiebt das alles nur vor. So hart es klingt, sie hat allem Anschein nach einfach die Lust an dir verloren. Und charakterschwache Menschen sind sehr oft nicht dazu bereit, das dann auch so zu sagen und dazu zu stehen, sondern schieben gerne (absolut beabsichtigt, wenns oft so gemacht wird aber nach ner Zeit sicher bereits etwas unbewusst) dem Partner die Schuld zu - oft mit so haarsträubenden Argumenten wie hier Im Endeffekt denk ich, dass sie nur feig ist und das durch "gespielte Härte" dir gegenüber überdecken will.
Aber ich bin Außenstehender, deshalb solls das dazu gewesen sein ^^

@ Topic:
Ich stimm RVD zu.
Liebe ist eben das Gefühl, das man hat, wenn einem eine Person wichtiger ist als andere. So viel wichtiger, dass man eben seine ganze Aufmerksamkeit (fast) nurmehr auf diese Person richtet. Wenn man das Bedürfnis hat, für diese Person da sein zu wollen und das wohlige Gefühl, das ich krieg, wenn meine Freundin lacht
Weil mögen tu ich andere Mädels auch. Für mich macht eben der Unterschied in der Wertigkeit, die man den einzelnen Menschen unbewusst zuordnet, die Schwelle zur Liebe.

Und das ganze ist aber eben bloß der Anfang. Liebe ist ein Gefühl und wir alle wissen ja, was rauskommt, wenn man nur nach Emotionen handelt.
Ich seh die Liebe immer gern als eine breite Basis auf der man eine Beziehung aufbauen kann. So wie beim Hausbauen Der Untergrund, auf dem ein Haus hin soll, muss fixiert sein, wenn nicht ein Regenguss alles einsinken lassen soll.
 
 
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Ganuadar
Alt 23.03.2009, 13:54   #5
Standard

Zitat von bub Beitrag anzeigen
Ja also mal ganz sachlich betrachtet ist ihre erste Aussage (zu wenig Erfahrung) mal vollkommen unlogisch. Um Beziehungserfahrung zu sammeln, muss man Beziehungen haben. Die Erfahrung kommt einem ja nicht in den Träumen zugeflogen und morgens wacht man dann auf und weiß "Hey, jetzt bin ich beziehungsbereit"...
Die Aussage ist also ein Widerspruch in sich und damit eig. direkt lächerlich, das als einen Grund vorzuschieben
Genau mein Reden! Das hab ich eben auch nicht kapiert, weil Widerspruch. Wobei Sie das ja eher nicht als Grund für unsere Trennung vorgeschoben hat, sondern als Grund dafür, dass ich generell noch keine langjährige Beziehung hatte. So oder so Widerspruch.
Zitat von bub Beitrag anzeigen

Die zweite Aussage ist sicher zu einem gewissen Teil korrekt, das Problem dabei ist aber, dass sie das (laut deinen Angaben) so sagt als hätte sie sich schon lang selbst gefunden und kann dir jetzt sagen was dir fehlt und was an dir (noch) nicht passt.
Fällts dir auf? Sie nörgelt nur an dir rum. Selbst will sie nämlich nix eingestehen, deshalb überhäuft sie dich mit Aussagen von denen sie weiß, dass du die ganze Zeit drüber nachdenkst und damit keine Zeit hast daran zu denken, was SIE vl. alles Mist gebaut hat. Denk mal drüber nach

Vl. macht sie das aber auch garnicht mit Absicht so, sondern ist tatsächlich davon überzeugt, dass sie das Recht hätte dich mit solchen Vorwürfen niederzuschmettern, wo sie dich doch einfach nur verlassen bräuchte, wenn das alles ist, was sie will.

Meine Meinung: Deine Ex-Affäre schiebt das alles nur vor. So hart es klingt, sie hat allem Anschein nach einfach die Lust an dir verloren. Und charakterschwache Menschen sind sehr oft nicht dazu bereit, das dann auch so zu sagen und dazu zu stehen, sondern schieben gerne (absolut beabsichtigt, wenns oft so gemacht wird aber nach ner Zeit sicher bereits etwas unbewusst) dem Partner die Schuld zu - oft mit so haarsträubenden Argumenten wie hier Im Endeffekt denk ich, dass sie nur feig ist und das durch "gespielte Härte" dir gegenüber überdecken will.
Aber ich bin Außenstehender, deshalb solls das dazu gewesen sein ^^
Stimmt sicher, Sie redet sich da Einiges schön. Am besten so schnell wie möglich (auch gedanklich) von ihr fortkommen.
Ich denke nicht mal, dass es von ihr beabsichtigt war, oder dass sie besonders hart zu mir sein will / wollte oder mich "niederschmettern will". So wie sie sich gibt, macht sie das nicht absichtlich. Sie gibt da eher die Frau, der es leid tut mit der Trennung und mich auch noch über den Schmerz hinwegtrösten will. Sie versucht eher, sich selbst zu schützen. Auch wenn es unbeabsichtigt ist, find ich es recht arrogant, wenn sie die Lebenserfahrene(re) gibt.
Am Ende glaub ich, dass sie selbst noch nicht genau weiss, was sie vom Leben und von einem Partner möchte (und das mit 31?) und ihre Unsicherheit auf mich projiziert hat.
Achja, wegen dem Interesse verlieren: der Bruch kam nachdem ich alleine in den Urlaub gefahren war. Der Urlaub war damals schon gebucht, bevor wir zusammen kamen... danach war ich noch ein paar Tage krank - so hat sie sich wahrscheinlich dem Nächstbesten an den Hals geworfen, der ihr Honig ums Maul geschmiert hat.
Zitat von bub Beitrag anzeigen

@ Topic:
Ich stimm RVD zu.
Liebe ist eben das Gefühl, das man hat, wenn einem eine Person wichtiger ist als andere. So viel wichtiger, dass man eben seine ganze Aufmerksamkeit (fast) nurmehr auf diese Person richtet. Wenn man das Bedürfnis hat, für diese Person da sein zu wollen und das wohlige Gefühl, das ich krieg, wenn meine Freundin lacht
Weil mögen tu ich andere Mädels auch. Für mich macht eben der Unterschied in der Wertigkeit, die man den einzelnen Menschen unbewusst zuordnet, die Schwelle zur Liebe.

Und das ganze ist aber eben bloß der Anfang. Liebe ist ein Gefühl und wir alle wissen ja, was rauskommt, wenn man nur nach Emotionen handelt.
Ich seh die Liebe immer gern als eine breite Basis auf der man eine Beziehung aufbauen kann. So wie beim Hausbauen Der Untergrund, auf dem ein Haus hin soll, muss fixiert sein, wenn nicht ein Regenguss alles einsinken lassen soll.
Ja, das stimmt. Auch für Freunde kann man ähnliche Gefühle empfinden, Liebe ist dann eben eine intensivere Form davon.

Danke auf jeden Fall für Deinen Beitrag! Hat mir doch einige einsichtige Türen weiter aufgestossen, die ich schon geöffnet hatte.
 
 
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