wer etwas leistet kann auch darauf stolz sein.
ich werd dann immer an die menschen erinnert die ein super geiles bild malen und im grunde auch wissen das es geil ist aber dann anfangen "ach sooo toll ist es gar nicht", oder schlimmer noch "ich schreibe bestimmt eine 5 (obwohl ich weiß das ich gerockt habe)"
Das is übrigens kein geringes Selbstwertgefühl, sondern Perfektionismus... Hab ich auch zeitweise und in deinen zwei Sätzen da erkenne ich mich total wieder. Was dabei oft nicht verstanden wird, ist das du recht hast mit demhier:
im grunde auch wissen das es geil ist aber dann anfangen "ach sooo toll ist es gar nicht"
Nur musst du dir vor Augen halten, dass es Perfektionisten nicht darum geht, die eigene Leitungen vor anderen zu rechtfertigen oder sondern die Leistung muss dem eigenen Blick standhalten und weil man dann weiß, dass da noch ganz anderes zu mobilisieren wäre, wenn man nur wollen würde, ist man damit i.d.R. nicht zufrieden.
Bei mir heißts dann auch immer: "Ach du mit deinen 13 Punkten da kannst ja mal ruhig sein, über was beschwerst du dich denn, wenn ich deine Note hätte, dann... blablabla". Wie gesagt ist es schwer anderen klarzumachen, dass man sich nicht mit ihnen messen will.
(Was je eh sinnlos wäre, weil sie verlieren würden, um nebenbei das Vorurteil zu schüren, dass Perfektionisten allesamt eingebildet sind *fg

)
es geht für mich nicht darum das man in 12 jahren mehr zeit hat schulisches wissen in sich aufzusaugenkann als in 10. aber du bist gezwungen in einer gemeinschaft zu sein die du dir nicht aussuchen kannst, du lernst von menschen abhängig zu sein die du dir nicht aussuchen kannst (lehrer - später dann arbeitgeber), du lernst dich regeln zu unterwerfen, auch wenn du sie vllt nicht magst. und diese gottverdammte (scheiss) welt ist nun mal so, egal wie rebellisch man ist. am ende landet man bei einem arbeitgeber den man nicht vllt. ausstehen kann und muss so arbeiten wie er es will.
Um das mal kurz dem Erdboden gleichzumachen, möchte ich ne kleine Alternative erwähnen, die für mich insgeheim schon beschlossene Sache ist: Ich werde mich nach meinem Abitur für n Jahr oder zwei nach Australien absetzen um da n bisschen an mir selber zu feilen und Erfahrungen zu sammeln und wenn diese Geschichte rum ist, dann werde ich mir verdammt gut überlegen, ob ich tatsächlich studieren gehe. Vermutlich werde ich es nicht tun, sondern mich als Autor selbstständig machen oder mir vielleicht noch eine andere Kunstform gefallen lassen. Ich weiß nicht so genau was die Zukunft für mich bringt aber ich weiß, dass ich unglücklich sterben werde, wenn ich mir irgendeinen Job suche, ne langweilige Ausbildung mache, mich erneut hinter ne Schulbank klemmen muss, mich langweilen muss. Die Langeweile ist es, die mich in Wahrheit auffrisst.
Ich habs schonmal irgendwo geschrieben aber meiner Meinung nach bringen sich viele Menschen aus Langeweile um. Wenn der Mensch nix zu tun hat, neigt er dazu, sich selbst Probleme zu schaffen (seht euch mal die Mathematiker an). Und da ich weiß, dass mich ein stinknormales Leben unendlich langweilen und meinen Selbstmord tagtäglich aufs neue provozieren würde, muss ich etwas komplett anderes mit meinem Leben anfangen, als die 'Idealbürger'-Menschen um mich herum. Ich bin zumindest bereit alle -oder zumindest die meißten- meine Sicherheiten für eine ungewisse aber sicher lohnende Zukunft aufzugeben. Ich weiß, dass ich künstlerisch begabt bin und dass ich es schaffen werde, damit mein Brot zu verdienen. Ich bin mir einfach sicher, es ist für mich beinahe wie eine Bestimmung, die mich magnetisch anzieht und ich werde ihr nachgehen.
Es gab hier vor kurzer Zeit mal ein sehr geiles Zitat, das bei mir hängengeblieben ist: "Wenn du das Ziel nicht kennst, ist jeder Weg der falsche" und das gilt ebenso für Hauptschüler wie für alle anderen auch. Ich habe schlicht und einfach die Lebenseinstellung, dass ich alles auf diesem Erdball erreichen kann, die Frage ist nur was ich will und was ich dafür zu geben bereit bin und ein weiteres Problem der meißten Menschen ist, dass sie sich darauf nie eine klare Antwort gegeben haben und deshalb wie der Esel zwischen den beiden Heuballen verhungern, weil sie nicht bereit sind eine Entscheidung zu treffen aus Angst davor, andere Optionen dadurch zu verlieren, die ihnen am Ende vielleicht doch mehr zugesagt hätten.
