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Gefühle zeigen..


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Dawn
Alt 27.06.2004, 18:43   #1
Standard Gefühle zeigen..

also,was denkt ihr warum es manchen Menschen so schwer fällt sich anderen gegenüber zu öffnen oder ihre Gefühle zu zeigen?

Warum denken sie, dass alleine alles besser ist oder einfacher (bzw. dass sie alleine besser klar kommen) und lassen deshalb niemanden oder nur ganz wenige Menschen an sich ran?

Klar ,man könnte sagen "Angst davor,verletzt zu werden", "Selbstschutz" usw.- aber ist das der einzige Grund?

Ich finde, das es was total Gutes ist, seine Gefühle zu zeigen oder mit Leuten über seine Problem zu reden,anstatt sich zu verschliessen und alles mit sich alleine ausmachen zu wollen...oder nicht?
man KANN doch nicht mit allem alleine klar kommen oder? Aber warum WOLLEN manche Menschen lieber "Einzelgänger" sein oder so wenig wie möglich von sich preisgeben?

so viele Fragen, wenige Antworten - ihr seid dran...
 
 
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Groasa
Alt 27.06.2004, 18:53   #2
Standard

Warum es Menschen schwer fällt sich anderen zu öffnen:

Vielleicht weil man nicht als Schlappschwanz dastehen will? Keine Ahnung. Es ist ja immer noch nicht so alltäglich dass man im Fernsehen heult, wie es ja manche Leute tun.
Wenn man seine Gefühle zeigt dann ist das manchmal ein Zeichen von Schwäche. Das können sich manche Menschen einfach nicht leisten, oder wollen es einfach nicht.

Wenn ein Mensch niemand an sich ran lässt, dann ist das seine Lebenseinstellung. Der eine erzählt jedem was er denkt und der andere erzählt es eben keinem. Jedem das seine.

Ich glaub aber dass "Gefühle zeigen" und "niemand an sich ran lassen" zwei unterscheidliche Dinge sind. Wenn jemand keine Gefühle zeigt dann heisst das noch lange nicht dass er nicht offen gegenüber anderen Menschen ist. Er zeigt bloß seine Gefühle nicht. Ich war letztens auf einer Beerdigung und da sieht man sowas. Der eine heult ohne Ende und der andere eben nicht. Es heisst dann nicht unbedingt dass der eine der nicht heult nichts empfindet. Er zeigt es bloß nicht. Wenn man ihn dann aber fragt was er empfindet, dann sagt er es schon dass er traurig ist. Er zeigt es eben nur nicht.
 
 
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Ripper08
Alt 27.06.2004, 18:56   #3
Standard

Ich bin auch eher der Einzelkämpfer-Typ, aber ich zeige schon Gefühle Aber nur eben denen, die sie auch verdeint ham, denen ich wirklich vertrauen kann
-Und das sind leider Gottes nicht gerade viele Menschen

Inzwischen gebe ich aber auch nicht mehr so viel von mir Preis, wie früher
a) Bei einer frischgebackenen Beziehung erstmal die Person kennenlernen, bevor sie inem in den Rücken fällt (Kommt garnich so selten vor, wie man denkt glaubt mir )

b) Ist es nicht auch der Reiz des Unbekannten, der eine Bezeihung frisch hällt ?

c) Wenn ich wikrlich allen an den Kopf klatsche, wie und was ich denke und glaube, steh ich vermutlich schnell fast ganz allein da
(Falls nich gleich die Leute mit den weißen Kitteln vorbeikommen)

Soviel dazu ^^
 
 
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rattenjunge
Alt 27.06.2004, 19:10   #4
Standard

ich denk mal bei den meisten ist es angst davor seine schwächen offen zulegen...
 
 
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Dawn
Alt 27.06.2004, 19:12   #5
Standard

Original geschrieben von Groasa
Warum es Menschen schwer fällt sich anderen zu öffnen:

Vielleicht weil man nicht als Schlappschwanz dastehen will? Keine Ahnung. Es ist ja immer noch nicht so alltäglich dass man im Fernsehen heult, wie es ja manche Leute tun.
Wenn man seine Gefühle zeigt dann ist das manchmal ein Zeichen von Schwäche. Das können sich manche Menschen einfach nicht leisten, oder wollen es einfach nicht.


ich finde absolut nicht,dass das ein Zeichen von Schwäche ist, sondern von Stärke...

Wenn ein Mensch niemand an sich ran lässt, dann ist das seine Lebenseinstellung. Der eine erzählt jedem was er denkt und der andere erzählt es eben keinem. Jedem das seine.

Ich glaub aber dass "Gefühle zeigen" und "niemand an sich ran lassen" zwei unterscheidliche Dinge sind. Wenn jemand keine Gefühle zeigt dann heisst das noch lange nicht dass er nicht offen gegenüber anderen Menschen ist. Er zeigt bloß seine Gefühle nicht.
stimmt,das sind zwei verschiedene sachen - seh ich genauso...da hab ich mich vielleicht ein bisschen doof ausgedrückt.
Das "keine Gefühle zeigen" kann ich ja noch so ein biiiisschen verstehn,aber das "nicht an sich ranlassen" versteh ich überhaupt nicht...also bezogen auf Freundschaften oder Beziehungen usw.
 
 
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nephthys
Alt 27.06.2004, 19:35   #6
Standard

Original geschrieben von Dawn


ich finde absolut nicht,dass das ein Zeichen von Schwäche ist, sondern von Stärke...



stimmt,das sind zwei verschiedene sachen - seh ich genauso...da hab ich mich vielleicht ein bisschen doof ausgedrückt.
Das "keine Gefühle zeigen" kann ich ja noch so ein biiiisschen verstehn,aber das "nicht an sich ranlassen" versteh ich überhaupt nicht...also bezogen auf Freundschaften oder Beziehungen usw.
sobald man gefühle zeigt, kann man verletzt werden, ist somit auch "schwach". je näher dich jemand kennt und je tiefer ne beziehung ist desto größer kann man verletzt werden von der anderen person.
das nicht an sich ranlassen kommt durch schlechte erfahrungen z.b. vertrauensmissbrauch. oder man denkt eben dass sowieso niemand sich in diese situation reinversetzen kann und einen versteht. ich glaube man hat angst davor dass andere das nicht nachvollziehen können weshalb man wie drauf ist oder die probleme. vielleicht haben andere leute gar kein problem mit sachen mit denen man selbst nicht fertig wird.ich glaube aus diesen 2 punkten wird dieses verhalten zusammengesetzt.
 
 
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Erklärbär
Alt 27.06.2004, 19:38   #7
Standard

Kann es sein das du dich das fragst weil dein ex allen Anschein nach kein Problem mit eurer Trennung zu haben scheint?

Wenn es so ist dann ist das mit an sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur Fassade um den starken zu spielen,in wirklichkeit wird er auch mächtig dran zu knabbern haben.Das ist auch keine Seltenheit bei Männern, wer sich öffnet wird angreifbar.

Ich finde schwer Worte um meinen Standpunkt klar zu machen... aber is das nicht normal wenn Männer zB. nicht immer gleich alles offen darlegen?
Wie sähe das denn aus wenn jeder Mann gleich fassungslos losheulen würde wenn mal was schiefläuft? Es ist halt die anerzogene Rolle des Mannes etwas mehr Stärke bzw Härte zu zeigen.
 
 
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Dawn
Alt 27.06.2004, 20:03   #8
Standard

Original geschrieben von Blue
Kann es sein das du dich das fragst weil dein ex allen Anschein nach kein Problem mit eurer Trennung zu haben scheint?
nein, das absolut auf GAR keinen Fall....
 
 
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No Control
Alt 27.06.2004, 20:16   #9
Standard

Meine Ex-Freundin hat sich auch immer beschwert, dass ich meine Gefühle nicht zeige. Sie sagte sie merke wenn es mir schlecht geht, aber könne mir nicht helfen, wenn ich nicht sage was ich habe.

Ich glaube viele zeigen ihre Gefühle nicht weil sie einfach keinen Bock haben, andere damit zu nerven oder zu belasten. So ists glaub ich bei mir. Meine Freundin soll nicht mein seelischer Mülleimer sein - ich weiß, ist ne komische Einstellung. Naja...
 
 
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Cpt.Picard
Alt 27.06.2004, 20:33   #10
Standard

Hallo Soullight,
die Antwort, der Frage welche du formuliert hast, begründet sich, meiner Meinung nach wohl gemerkt, auf verschiedene Faktoren.
Die Antwort die Ich dir gebe ist nicht zwingend in allen Fällen richtig, du kannst aber, so wie Ich denke in etwa 85% darauf zurück greifen.
Ich werde versuchen dir den Gedankengang im Rahmen einer Beziehung zu erläutern.
Denke an zwei Menschen die sich in einer Beziehung befinden.
Denke des weiteren daran das diese Menschen bereits die eine oder andere Beziehung erlebt haben und aus jeder dieser Beziehung
Informationen über das Verhalten des anderen gesammelt haben.
Diese Informationen wertet man, sofern man ein intelligenter Mensch ist aus, und verwendet die so gesammelten Daten für zukünftige Beziehungen.
Um es einfach zu formulieren, man möchte z. B. Fehler die man gemacht hat, nicht wieder fabrizieren.
Es ist also auch ein Lernprozess, der hier eine wichtige Rolle spielt.
Zugegeben ist diese Form des Lernprozesses extrem unschön.
Bedenke nur den Kummer und den Schmerz den du erleidest wenn eine für dich schöne Beziehung in die Brüche geht.
Aber gerade das ist es, was uns antreibt es immer besser zu machen.
Bis auf die Unbelehrbaren, die es in allen möglichen Lebenbereichen gibt.
Aber nehmen wir einmal an unser fiktives Paar, ist in der Lage zu lernen.
Da dieser ganze Prozess jedoch sehr schwierig ist und wir im Grunde immer wieder von neuem Beginnen müssen, sobald ein neuer Partner auftaucht, werden wir auch immer, nun, vorsichtiger.
Dieses vorsichtig werden äussert sich in den meisten Fällen darin, das wir uns immer ein klein wenig mehr zurück halten was unsere eigene Person anbelangt.
Denke doch nur einmal an deine erste Beziehung, ich meine an deinen wirklich ersten festen Freund.
Da warst du sicher mitteilungsfreudiger als bei den folgenden.
Es ist ein normaler Schutzprozess, der uns dazu verleitet.
Dieser läuft meist in unserem Unterbewussten ab, so das wir keinen wirklich Einfluss darauf nehmen können.
Es sei denn, man ist sich dieser Tatsache in vollem Umfang bewusst.

Ich hoffe das dir diese Worte weiter helfen können.
 
 
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Erich
Alt 27.06.2004, 20:44   #11
Standard

Dawn Du hast recht: Gefühle soll und darf man zeigen. Viele die das nicht tun, dulden keine "Einmischung" und wollen ihre Probleme (ev. voller Stolz und Aroganz) selber lösen.

Sie wollen niemandem zugeben, dass sie auch Probleme haben.

Sie glauben auch Probleme zu haben wäre ein Zeichen von Schwäche, sie stossen sie auf die Seite und wollen sie gar nicht bearbeiten; sie suchen keine Lösung und verdrängen sie und so auch ihre Gefühle.

Vielleicht wurden sie in der Kindheit nicht ernst genommen oder sogar ausgelacht. Sie haben das Vertrauen in ihre Umwelt verlohren.
 
 
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Erklärbär
Alt 27.06.2004, 20:53   #12
Standard

Klingt jetzt doof, aber ich hab grosse Schwierigkeiten da die passenden Worte zu finden, evtl versteht ja einer was ich andeuten will :

A:
Angenomen eine Single-Frau ist am Freitag Abend auf einer Party und lernt einen attraktiven Mann kennen mit dem sie sich auch auf anhieb gut versteht... die beiden unterhalten sich prächtig, setzen sich später draussen im Park vor der Party-lokation auf eine Bank und quatschen die halbe nacht durch, reden über Gott und die Welt, darunter auch über seine letzte Beziehung und wie er zum ende hin gelitten hat, wie er geweint hat und mit der trennung zu kämpfen hatte.Während er davon erzählt kullert ihm wieder eine Träne über die wange und sie tröstet ihn.Am Abend bringt er sie nach hause, nimmt sie einmal in den Arm , bedankt sich für den netten Abend und verabschiedet sich dann.

B:
Die gleiche Single-Frau geht am nächsten Tag (samstag) auf eine Andere Party, wieder alleine und wieder lernt sie einen gutaussehenden charmanten Mann kennen, der Abend vergeht wie im flug, die beiden amüsieren sich prächtig, tanzen und trinken etwas...
Der Mann gibt sich eher kühl und redet nicht viel von sich, dadurch weckt er etwas Neugier und strahlt Stärke aus, wie ein Typ bei dem man sich anlehnen kann, neben dem alle Probleme unwichtig erscheinen, wie der sprichwörtliche "fels in der Brandung" (nein wie kitschig )
Weitere Stunden sind verstrichen und Der Mann Bringt unsere Single-Frau wieder nachhause, verabschiedet sich und bedankt sich nochmal für den sehr netten Abend, die Nummern wurden wie am Vortag auch wieder ausgetauscht und dann gehts auch schon nachhause da die Single-Frau nichts "für eine nacht" ist.


Ein paar tage später melden sich die beiden Herren kurz nacheinander bei unserer Single-Frau und würden gerne erneut mit ihr ausgehen um sie näher kennenzulernen, offensichtlich haben beide etwas mehr Interesse an ihr! An 2 verschiedenen Tagen verbringt die besagte frau nun wieder 2 sehr schöne Abende mit den beiden neu kennengelernten Männern...

Nun die alles entscheidende Preisfrage!!!111einseinseins
Mit wem von den beiden fängt die Frau eine wunderbare Beziehung, heiratet und gründet später eine Familie und welcher armen sau sagt sie folgende brutale Worte?: "Ich mag dich sosehr und möchte dich niemals verlieren, können wir nicht einfach Freunde bleiben?"


Ja meine Damen und jetzt versuchtmal für Frauen interessant zu wirken und hinterher trotzdem kein Eisklotz zu sein... der Spagat is schwerer alser ausschaut, wie mans macht man machts falsch

danke fürs lesen, meine Finger glühen jetzt
 
 
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Felicitas
Alt 27.06.2004, 21:08   #13
Standard

ich kann sowas nicht haben. absolut nicht. ich hasse es wenn man jmd ansieht das es ihm schlecht geht, er mit so ner riesen fleppe rumrennt und wenn man ihn anspricht ist nichts. HALLO?

ich selbst bin ein verdammt emotionaler mensch. man sieht mir an wenn es mir schlecht geht, man sieht mir sofort an wenn es mir gut geht. man merkt es an meiner art zu schreiben. und wenn ich etwas auf dem herzen hab wirds ausgeplaudert. dann sprudelt es aus mir raus.

in meiner partnerschaft erwarte ich nichts anderes. das ist für mich bedingung nummer 1 in einer partnerschaft. reden. reden, reden ,reden. über alles, was einen bewegt, was passiert ist, was man fühlt und was man empfindet. für meinen freund bin ich ein offenes buch. und das ist auch wichtig.

natürlich mag es themen geben, über die man nicht reden mag. dann kann man doch aber sagen: pass auf, es ist wirklich ertwas, aber ich will erst mal ne weile allein darüber nachdenken. danke für dein angebot mir zuzuhören, ich komm gern darauf zurück.

das ist schwer in ordnung. die ausrede das man niemanden belasten will...... die ist so schlecht. wenn mich es nicht interssiert wie es jmd geht, dann frag ich nicht danach. wenn mich probleme von einer person nicht interessieren - wieso sollte ich dann danach fragen? höflichkeitsakt? gewiss nicht. denn man merkt ob einer dir wirklich zuhört weil er dir eine hilfe sein will, oder ob du ihn einfach grad zulaberst und nervst.

und jeden den du mit problemen nervst kannste in wind schiessen. ich hatte ganz am anfang mit meinem freund das problem das er mich immer zugetextet hat mit seinen frauenporblemen, meine probleme wollte er aber nie wissen und hat sie immer abgewiesen. das tut weh. heute ist das nicht mehr so, er ist halt geschmeidig geworden.

die verwundbarkeit ist ein thema. und das damit schwäche zusammenhängt versteh ich auch. doch ist es nicht gerade stärke, diese hürde und gedanken zu überwinden und aus sich herauszugehen?

ich habs selbst erlebt wenn innerste gedanken gegen einen verwendet werden. ich hab mich verschlossen und hab keinen mehr an meinem leben teil haben lassen. und das macht dich fertiger als alles andere. du machst dein umfeld damit wuschig. weil jeder sieht dir gehts schlecht, aber du keinen helfen lässt. du fühlst dich dann als freund total unnütz weil du glaubst das derjenige dir nicht vertraut, und du glaubst in der freundschaft/ beziehung versagt zu haben.

es hat etwas mit mut zu tun über seine gedanken und gefühle zu reden. wer in einem umfeld ist, indem man das besser nicht tun sollte, der sollte mal tief in sich gehen und seine freunde prüfen. wieso kann man ihnen nicht derart vertrauen das man ihnen das seelenleben anvertraut?

viel schlimmer ist das in einer partnerschaft. wenn da das vertrauen nicht so groß ist das man seinem partner seine intimsten gedanken verrät. ich könnte eine solche beziehung nicht führen.

ich hab im spiegel mal einen artikel über menschen gelesen die keine gefühle zeigen können. das kann in dem sinne wirklich eine psychische störung sein. diese menschen empfinden zwar gefühle, können sie aber nicht zeigen. sie können nicht weinen, nicht lachen.

diese menschen tun mir wahnsinnig leid. weil jede zwischenmenschliche beziehung eben nicht total rational funktiert, sondern über gefühle. selbst wenn männer sich einmal die woche zum saufen und fussball gucken verarbreden funktioniert das über gefühle. über gemeinsame freude und gemeinsames leid wenn die manschaft gewinnt oder verliert. wer da nur gleichgültigkeit an den tag legt, brauch in so nem kreis gar nicht anfangen.

über seine gefühle zu reden und sie sich einzugestehen mag mut bedürfen, aber es ist nicht umsonst. ich hab gelernt menschen zu sagen wenn mich etwas beunruhigt. das hat mir auf arbeit schon ne menge ärger ersparrt. weil ich gesagt hab was ich fühle.

ich will mich nie wieder verschließen. wer mich nicht zuhören will weils ihm aufn sack geht - ok, der ists dann aber auch nicht wert, das ist kein freund.

und nochwas. ich habe mich in meinen freund verliebt als er weinend bei mir im schoß lag (wegen einer anderen damals). er hat in unserer beziehung noch 2 mal geweint. einmal hatten wir uns am anfang einmal schwer gestritten, und dann bei dem tod seinen großvaters.

das sind die momente, in denen ich sehe wie wahnsinnig doll er mich liebt. was für ein grenzenloses vertrauen er mir entgegenbringt. wenn ich die person in seinem leben bin, bei der er sich so wohlfühlt das er trauer auslebt.
 
 
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Dawn
Alt 27.06.2004, 21:16   #14
Standard

man feli....du hast ganz genau DAS ,was ich zu dem thema denke absolut perfekt in ein posting gepackt
 
 
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No Control
Alt 27.06.2004, 21:37   #15
Standard

Original geschrieben von felicitas


...die ausrede das man niemanden belasten will...... die ist so schlecht. wenn mich es nicht interssiert wie es jmd geht, dann frag ich nicht danach. wenn mich probleme von einer person nicht interessieren - wieso sollte ich dann danach fragen? höflichkeitsakt? gewiss nicht. denn man merkt ob einer dir wirklich zuhört weil er dir eine hilfe sein will, oder ob du ihn einfach grad zulaberst und nervst.
Bevor man sein Herz ausschüttet sollte man auch an den Seelenzustand des anderen denken. Warum soll ich andere mit runter ziehen? Gerade Menschen die mich lieben? Ziemlich egoistisch!

Jeder sollte erst mal schauen, ob er seinen Kram nicht auch alleine hinbekommt, oder ob es wirklich soooo schlimm um ihn bestellt ist. Es wird so viel gejammert heutzutage, dass es schwer zu erkennen ist, wann es jemanden wirklich dreckig geht.
 
 
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Felicitas
Alt 27.06.2004, 21:43   #16
Standard

ich geh da mal von mir aus: wenn ich probleme hab, hilft es mir bei anderen zuzuhören und denen zu helfen, im gegenzug weiß ich das sie mir auchzuhören.

in meinen freundschaften beruht sowas auf gegenseitigkeit. ich bin für meine freunde da, und sie bedingungslos für mich.

es ist so ein falscher stolz: ich schaff alles allein, ich bin ja so stark.

DAS ist egoistisch. das ist einzelkämpfer. wo bvleibt da der zusammenhalt und der teamgeist? es gehört zu einem team füreinander da zu sein. sich in jeder lebenslage zu unterstützen und helfen?

eine beziehung ist ein team.

edit. ich hab neuelich ein gespräch von einer klassenkameradin mitgehört. die hat sich beschwert das da eine in ihrer stadt ist die sich ständig bei ihr ausheult und die ihr immer ihre probleme erzählt.

anstatt sie sich geehrt fühlt das sie für diese person bezugsperson sein kann, lästert sie hinter deren rücken und macht das vertrauen, was sie ihr entgegenbringt zunichte. sie tritt quasi diese eigenschaft sich jmd anzuvertrauen mit füßen. ich musst mich arg zusammenreißen um da nicht ma zu nem vortrag anzusetzen. ich kann sowas einfach nicht verstehen.

ich WILL von meinem Freund und meinen Freunden belastet werden. Ich will bezugsperson sein. ich will mich nicht überall einmischen. aber ich will das sie wissen das sie auf mich zählen können und das ich für sie dasein werde.

edit edit. mal gegenben den fall das jmd wirklich genug mit sich zu tun hat, soll er es einfach sagen. aber einen nicht einfach abweisen.

hm, mag man sehen wie man will, solange jeder die richtigen gegenpole findet für seine lebenseinstellung.
 
 
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No Control
Alt 27.06.2004, 21:49   #17
Standard

Tut mir leid, aber das hört sich bei Dir für mich so an:

"Wenn ich Dir ne halbe Std. zuhöre, dann Du mir aber auch ne halbe Std."

So als würde man sich frei-Minuten beim Zuhören ergattern, wie bei Miles & More.

Sorry, ich finds egoistisch.
 
 
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Felicitas
Alt 27.06.2004, 21:55   #18
Standard

is quatsch - geht ums prinzip.

und naja, ich denk das gehört zu den sachen im leben. deine einstellung ist ok. solange du damit klar kommst isses ok. und solange ich mit menschen zu tun hab die mit mir klarkommen ists auch ok.

da brauch man sich nicht streiten.

man kanns auch so auslegen: es ist egoistisch alles für sich zu behalten und niemanden an seinem leben teilhaben zu lassen. das macht leuten, die sich gedanken über freunde machen wuschig und traurig.

edit: aber wie gesagt, ich will da nicht streiten. weil ich deine einstellung genauso einsehe und akzeptiere. wir würden dann real nur nie miteinander klarkommen
 
 
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Dawn
Alt 27.06.2004, 22:01   #19
Standard

Original geschrieben von No Control


Bevor man sein Herz ausschüttet sollte man auch an den Seelenzustand des anderen denken. Warum soll ich andere mit runter ziehen? Gerade Menschen die mich lieben? Ziemlich egoistisch!

Jeder sollte erst mal schauen, ob er seinen Kram nicht auch alleine hinbekommt, oder ob es wirklich soooo schlimm um ihn bestellt ist. Es wird so viel gejammert heutzutage, dass es schwer zu erkennen ist, wann es jemanden wirklich dreckig geht.
das hat doch nichts mit runterziehen zu tun. Ich seh das auch so wie feli..Echte Freunde bzw. Menschen die dich lieben wollen doch das du mit ihnen redest,wollen für dich da sein und auf der anderen seite natürlich auch das du für sie da bist - das ist doch das was eine richtige Freundschaft überhaupt ausmacht...zu wissen das man sich auf den anderen 100%ig verlassen kann.
Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit,dass ich wenns, einem meiner Freunde schlecht geht alles versuche um demjenigen so gut ich kann zu helfen - dafür muss man mich aber auch an sich ranlassen und da wären wir wieder beim springenden Punkt.
Ich bin immer froh wenn ich jemandem helfen kann und darf,weil mir das ja auch zeigt,das derjenige mir vertraut - ich sag ja gar nicht,das man jedem x-beliebigen seine Probleme erzählen soll... aber mit niemandem reden und versuchen alles irgendwie allein mit sich auszumachen halte ich für das absolut falscheste was man machen kann.
 
 
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No Control
Alt 27.06.2004, 22:01   #20
Standard

Original geschrieben von felicitas
wir würden dann real nur nie miteinander klarkommen

Oder wir finden nen Mittelweg!
 
 
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Felicitas
Alt 27.06.2004, 22:34   #21
Standard

montag sagst du mir was los ist, dafür erzähl ich dir mein seelenleben nur einmal die woche *gg*.

paast :P
 
 
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Erklärbär
Alt 27.06.2004, 22:38   #22
Standard

Hört euch doch ma Männer - von Herbert Grönemayer an, da stecken einige weissheiten drin

männer nehmen in den arm
männer geben geborgenheit
männer weinen heimlich
männer brauchen viel zärtlichkeit

männer sind so verletzlich
männer sind auf dieser welt einfach unersetzlich
männer kaufen frauen
männer stehn ständig unter strom
männer baggern wie blöde
männer lügen am telefon

männer sind allzeit bereit
männer bestechen durch ihr geld und ihre lässigkeit

männer haben's schwer, nehmen's leicht
außen hart und innen ganz weich
werden als kind schon auf mann geeicht
wann ist man ein mann

männer haben muskeln
männer sind furchtbar stark
männer können alles
männer krieg'n herzinfarkt

männer sind einsame streiter
müssen durch jede wand, müssen immer weiter

männer...

männer führen kriege
männer sind schon als baby blau
männer rauchen pfeife
männer sind furchtbar schlau
männer bauen raketen
männer machen alles ganz genau
männer kriegen keine kinder
männer kriegen dünnes haar
männer sind auch menschen
männer sind etwas sonderbar

männer sind so verletzlich
männer sind auf dieser welt einfach unersetzlich

männer...
Wir wurden so grossgezogen, ist doch kein wunder das wir ungern in dem Maße über unsere Probleme sprechen wie ihr Mädels
 
 
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Sonic
Alt 27.06.2004, 23:48   #23
Standard

"Warum denken sie, dass alleine alles besser ist oder einfacher (bzw. dass sie alleine besser klar kommen) und lassen deshalb niemanden oder nur ganz wenige Menschen an sich ran?"

-weil diese Menschen bis jetzt sich immer anderen gegenüber verschlossen haben, und somit evtl. nicht erfahren konnten, dass andere Ihnen überhaupt helfen können, bzw. dazu in der Lage sind



Ich finde, das es was total Gutes ist, seine Gefühle zu zeigen oder mit Leuten über seine Problem zu reden

-wenn man seine Gefühle zeigt, so sagt man ja das, was man denkt, nur ist das heute in der heutigen Gesellschaft nicht voll akzeptiert, man gilt dann als Außenseiter, ist schon komisch, denn wenn man sagt , was man denkt, dann ist man ja automatisch ein Einzelgänger ???




man KANN doch nicht mit allem alleine klar kommen oder?

- wenn man es schon so immer gemacht hat, dann wieso nicht, für manche Bedeutet halt Hilfe von anderen anzunehmen, zu zeigen, dass man nicht selber in der Lage ist, sich bei seinen Problemen alleine zu Helfen

Aber warum WOLLEN manche Menschen lieber "Einzelgänger" sein oder so wenig wie möglich von sich preisgeben?

- wenn man wenig von sich preisgibt, so bleibt man interessant; "Stille Wasser sind tief"
 
 
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Addicted
Alt 28.06.2004, 17:52   #24
Standard

ich würd sagen, dass wenn man sich öffnet und gefühle zuläss, ist man viel verletztlicher als sonst. vielleicht ist das der grund für manche, die angst haben eine bindung einzugehn!
 
 
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katsu
Alt 28.06.2004, 18:11   #25
Standard

Ich sehe mich selbst auch als Einzelgänger... ist aber besser geworden. Es gibt wenige Leute denen ich alles / vieles erzähle, auch die Sachen auf die ich nicht stolz bin. Das wären meine 4 besten Freunde, meine beste Freundin und meine Ex. Ich bin aber Fremden, oder Leuten die ich nicht so gut kenne, gegenüber auch verschlossen. Sie müssen nicht alles über mich wissen, auch wenn sie jetzt teilweise nen falschen Eindruck von mir haben (Schläger, aggressiv etc. pp).

Woran es liegt, dass ich so verschlossen war/bin? Ganz einfach... Enttäuschungen! Wurde von der 6.-9. Klasse extrem gemobbt. Mein "bester" damaliger Freund hat meine priv. Probleme seiner Freundin erzählt und sich darüber lustig gemacht, mein nächster "bester" Freund hat mich zusammen geschlagen (grundlos, ohne Vorwarnung). So, der Rest der Klasse hat auch auf mir rumgehackt, bzw. hat sich nicht eingemischt, weil sie angst hatten selbst Opfer zu werden.

Wie kam es zu dem Mobbing?
Ich bin net gerade der schlankste... früher war ich sogar regelrecht "rund" und "verweichlicht", nen richtiger Milchbubi halt. Aber durch meinen Charakter wurde ich nicht gemobbt. Damals hatten sie (die Jungen aus der Klasse) ein anderes Opfer, dass sie ständig fertig gemacht haben.. hab mich dann oft für ihn eingesetzt und geriet dann auch in ihren Blickwinkel -> Mobbing Tag für Tag. in der 9. Klasse wurds dann besser... habe mich körperlich weiterentwickelt und war nicht mehr ganz so "weich". Bissl mehr Muskeln durch Rugby etc., haben mehr Respekt vor mir bekommen. Es kam dann zu ner Welle von "braunem" Einfluss. Der "Kopf" dieser Jungengruppe schloss sich der NPD an. Der Rest dann auch... Ich habe dies Strikt abgelehnt und wurde wieder gemobbt.

Durch solche Aktionen schottet man sich von der Außenwelt ab. Es hat viel Zeit gebraucht, bis ich wieder Vertrauen zu Personen fassen konnte (knapp 3 Jahre). Ich denke mal, dass ich jetzt nicht mehr so der Einzelgänger bin. Sobald es aber mehr als 4-5 Personen werden die um mich rumsind fühl ich mich dennoch unwohl und eingeengt (geh deshalb auch nicht auf Konzerte), muss dann in der Disco oder ka wo, auch mal raus und brauch meine 10 min. für mich und stürz mich dann wieder ins Getümmel, bis ich wieder mal 10 min. für mich brauche. Ich rede eigentlich nicht viel, áber wenns dann halt eben mehr als diese 4-5 Personen werden sag ich eigentlich gar nichts mehr, ka warum. Früher wars sogar noch extremer... sobald es mehr als eine Person war, die um mich rum war, hab ich nichts mehr gesagt.
Das ist aber eigentlich nurnoch im Unterricht zur Zeit bemerkbar... habe imense Probleme mich zu melden und was zu sagen. Es liegt nicht daran, dass ich nichts weiß, oder das ich angst habe etwas falsches zu sagen ... es ist nur irgendwie eine "Blockade"... von früher noch.

Seine Gefühle für sich zu behalten ist teilweise echt besser. Ich brauch lange bis ich jemandem Vertrauen kann nach der einen Aktion meines "besten" Freundes.. aber wenn ich jetzt jemandem Vertraue kann ich ihm wirklich alles sagen und schäme mich für nichts. Das was ich früher gemacht habe, war früher und ich hab mich geändert, aber es muss halt nicht jeder wissen.

Das beste Beispiel für meine neu errungene "Offenheit" ist Cathy. Ich vertrau ihr obwohl ich sie jetzt vll. gerade mal 3 Monate intensiver kenne. Sie weiß schon viel von mir und hat auch schon meine schlechten Seiten kennengelernt. So wie es momentan ausschaut hab ich mich auch nicht in ihr getäuscht und das ist auch gut so. Ich will nicht wieder in so ein Loch fallen wo ich wieder zu dem 100% Einzelgänger werden, mich 12 std am Tag vorn PC klemm oder nur scheisse baue.

So, mein Senf dazu *g*
 
 
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