
22.04.2008, 10:48
# 6 Mein Freund, mit dem ich knapp 5 Monaten zusammen bin, ist auch bei der Bundeswehr, auch wir führen eine Wochenendsbeziehung. Allerdings wird er nicht aussteigen, sondern erstmal für 12 Jahre bleiben, womit ich auch einverstanden bin. Als Berufssoldat kann einem kaum was passieren, man ist quasi immun gegen Arbeitslosigkeit, bekommt viel Unterstützung und verdient gutes Geld. Er bewirbt sich jetzt für eine Stelle in meiner Nähe und wenn alles klappt, können wir auch bald zusammenziehen. Er wäre dann erstmal ein Jahr eine Zugstunde von mir entfernt, aber das ist ja machbar und er würde so jeden Abend nach Hause kommen können. Momentan sind es noch ca.340km, die uns trennen, also ein gewaltiger Unterschied...
Über den Auslandseinsatz haben wir auch schon oft gesprochen. Man muss ja einen Wisch unterschreiben, um sich damit einverstanden zu erklären, dass man möglicherweise eingestezt wird. Das tat er damals, bevor wir zusammen kamen. Jetzt bereut er diesen Schritt und wird alles daran setzen, nicht nach Afghanistan zu müssen. Er sagte, er hätte einfach unwahrscheinliche Angst, mich zu verlieren und das selbe gilt für mich. Es gibt da immer noch eine Notbremse. Man kann sich z.B. in den vorhergehenden Tests so dumm anstellen, dass sie einen nicht mitnehmen- allerdings mit dem Haken, dass einem das wieder bei einer Beurteilung auf die Füße fällt. Mein Freund hat mit seinem Vorgesetzten geredet und ihm seine Beweggründe von damals und heute geschildert- und so hoffen wir nun, dass die das berücksichtigen werden. Im Grunde gibt es ja genug andere Soldaten, die da unbedingt hin wollen, weil sie scharf aufs Geld sind... |