"lass uns freunde bleiben"
also zu meinem zweiten ex wurde der kontakt erst jetzt, also 4 jahre später wieder aufgenommen. das treffen war ganz chillig. JETZT kann man wieder über freundschaft nachdenken.
naja, aber es gibt auch andre situationen und beispiele, wo man an dem festhält was man an dem ex-partner hatte, auch wenn man nicht mehr zusammen ist. man hat gemeinsamkeiten, irgendwo schwimmt man auf einer wellenlänge, er ist der engste vertraute gewesen, versteht einen am besten weil er am meisten weiß....
der drang nach freundschaft bei einer trennung kann schon nachvollziehbar sein.
die frage ist nur ob der der verlassen wurde auch wirklich nur diese freundschaft will. vermutlich macht er sich wie in deinem fall, doch eher noch hoffnungen. und da ist dann die frage inwiefern der, der sich getrennt hat, in der verantwortung steht eine klare ansage zu machen bzw wirklich mal auf abstand zu gehen, dem verlassenen zur fairness gegenüber.....
man denkt so leicht der verlassene hat es nicht einfach. aber auch der der sich getrennt hat hat uU probleme damit. er hat erkannt das diese fünkchen zur beziehung nicht mehr da ist. hat da aber jemanden den er aufrichtig als sehr sehr guten freund schätzt. und geht durch die trennung in gefahr diesen freund zu verlieren (ging meinem ex zb auch so, allerdings kannte er seit jahren meine klare ansage "bei trennung, kontaktabbruch"). deswegen ist diese phrase "lass uns freunde bleiben" irgendwie nachvollziehbar. und der verlassene will dieses angebot natürlich dankend annehmen, will weiter in der nähe des ehemaligen partners sein, weiter das genießen was die beziehung einem gab, will nicht allein sein.
jetzt nach 4 jahren und dem treffen bin ich gern wieder bereit den kontakt aufleben zu lassen, aber ich <glaube> das dieser abstand den wir uns genommen hatten für beide seiten enorm wichtig war.
bzw jetzt zum meinem letzten ex: es ist jetzt ne halbes jahr her. über ihn bin ich schon seit geraumer zeit hinweg, auch wenns am anfang arg schmerzhaft war. aber eine freundschaft zu ihm würd ich mir umnichts in der welt antun. man wird zu leicht zum wiederholungstäter, und gerade wenn man auf jemanden trifft mit dem man eben so lange zeit zusammen verbracht hat, der für einen da war, der einen ja auch versteht, er kennt einen, weiß wie man denkt und tickt, kennt die macken, kennt das leben..... und wieder auf denjenigen zu treffen, ka das würde mir nicht gut tun. jetzt noch nicht. ich mein bei dem ex mit dem ich mich neulich getroffen hab, der meinte in einem vorvergangenen chatgespräch das ich noch genau die bin die ich vor 4 jahren war, das ich mich nicht verändert hab, er erinnert sich an so viel....blablubb. als wir uns nun getroffen hatten: es war ein angenehmes gefühl, aber es war nicht das gefühl das da einer einem gegenüber sitzt der einen in-und-auswendig kennt. ich hab mich nämlich sehr wohl verändert (wär ja schlimm wenn ich mit 21 noch so wäre wie mit 16/17....) und irgendwie kam deswegen keine unangenehme stimmung auf. es war ein lockeres gespräch mit einem alten bekannten. mehr nicht.
und sollte sowas mit meinem ex auch in ein paar jahren zustande kommen wäre es schön, aber es ist nicht fürs weitere überleben notwendig.
soooo, nu bin irgendwo anders gelandet
also wie gesagt, ich glaube (glaube) das eine freundschaft direkt nach der beziehung, ohne große veränderung (also immer noch ständiges treffen) für den der verlassen wurde ne ganze weile nicht gut ist. und im übrigen auch nicht unbedingt für den der verlassen hat, aber das ist ne andre geschichte
davon mal abgesehen das man die augen für neues verschließt wenn man sich zu sehr in abhängigkeit von der alten beziehung stellt.....
ganz tricky wirds wenn die trennung nicht mal offiziell ist und über monate nicht offiziell gemacht wird... da kann das ja mit dem abschließen mit der beziehung nichts werden.