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Beste Freundin = Hoffnungsloser Fall... depressiv etc., was tun??

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Nicekisch
Alt 22.05.2008, 13:12   #1
Standard Beste Freundin = Hoffnungsloser Fall... depressiv etc., was tun??

Also erstmal ein Hallo von mir, da ich mich hier heute neu angemeldet habe nachdem ich per Google auf das Forum hier gestoßen bin ^^

Ich habe da nämlich nen ziemlich schweres Problem was eine Freundin von mir betrifft, besser gesagt meine beste Freundin... sie ist jetzt 19, ich (männlich) werde in ca. 10 Tagen 20 Jahre alt.

Ich versuchs am besten mal chronologisch anzugehen:

Also wir haben uns im November 2007 bei ToysRUs kennengelernt weil wir da beide befristet als Aushilfen fürs Weihnachtsgeschäft gearbeitet hatten bis zum 31.12.07.

Nunja wies halt so kommt ham wir icq-nummern und email-adressen ausgetauscht als wir unseren letzten gemeinsamen Arbeitstag hatten. Und von da an gings halt los.

Anfangs war ich bei ihr noch ziemlich zuversichtlich mit der Intention rangegangen, dass sich da evtl. mehr draus entwickeln könnte. Bis ich irgendwann als wir gemeinsam Feierabend hatten erfuhr, dass sie schon nen Freund hat... *ugh* okay dann war das Thema also schonmal fürs Erste abgehakt.


Naja dann plänkelte das so bis Anfang/Mitte Februar vor sich hin, wir ham uns n paar mal geschrieben, besser kennengelernt usw. halt.
War dann auch zusammen im Kino mit ihr, war mit ihrem Freund und ihrer Familie bei ihr zuhause für nen Filmabend, und so weiter halt dann war sie mal so bei mir, ich bei ihr, etc. wie sich das halt so entwickelt...

Nun was man nun noch sagen muss ist, dass ich Anfang Januar schon von ihr mitbekommen hatte, dass sie ziemlich depressiv drauf ist und wenig Lust am Leben generell findet... als wir uns dann anfingen näher zu kennen ab Februar wusste ich dann auch immer mehr, zb. solche Sachen wie, dass sie seit über nem Jahr ne Therapie hat, dass ihre Eltern damit überhaupt nicht klar kommen und sie kaum unterstützen, dass sie sich von allen Leuten außer ihren Freund total isoliert hat weil sie alle genervt haben, dass sie sich oft aus Schuldgefühlen, weil sie denkt sie ist an allen negativen Sachen die um sie rum passieren Schuld, an beliebigen Stellen schneidet (also ritzt, nur find ich das Wort bescheuert, daher schneiden) und all solche Sachen halt...
Manchmal hat sie auch sone gewissen Phasen wo sie einfach total auf gefühlskalt umschaltet, ihr alles egal ist, sie jeden verletzt der um sie rum ist (es gab da mal sone situation wo sie zu mir meinte, sie hätte ihren freund gerade angeschrien, ihm gesagt, dass alles was er ist und tut scheisse ist und, dass sie ihn hasst. einfach so aus heiterem himmel...) und sowas halt. Seit vorgestern ist das nun wieder so und diesmal hab ichs das erste Mal abbekommen. Sie meinte nur ihr Freund würde das mehrmals wöchentlich abbekommen Oo auch etwas... naja, merkwürdig.

Abgesehen davon denkt sie mit ner Körpergröße von 1,65m und nem Gewicht von 60kg auch, dass sie fett sei und alle Leute sie hässlich und abstoßend finden würden und all solche sachen... dabei ist sie echt bildhübsch, zumindest in meinen Augen, überhaupt nicht fett sondern halt total normal. Allein diese Knopfaugen und ihre langen schwarzen Haare... ich krieg jedes mal einen zuviel wenn sie so schlecht von sich redet.
Ich meine klar man kann sagen, dass das größtenteils durch die Depression als Krankheit halt kommt, dass sie so von sich denkt usw. aber trotzdem... keine Ahnung.

Bevor ich nun weiterschreiben kann muss ich dann nochn bisschen was über mich offenlegen.. ich bin damals als ich 15 war, auch für ca. 2 Jahre total dauer-depressiv gewesen weil ich irgendwie den Anschluss ans "Sozialleben" mit den anderen verpasst habe und lieber zuhause gehockt habe und PC gespielt hab... und dadurch entwickelte sich bei mir auchn ziemlicher Knacks im Selbstbewusstsein, vor allem was Mädels angeht, was sich bis heute leider immer noch nicht wirklich geändert hat. Ich hab mir damals auch locker 20 dicke Narben in meinen Arm geschnitten deswegen...
Nur mit dem Unterschied, dass ich mittlerweile nicht mehr verstehe warum... alle die mich kennen sagen, dass ichn herzensguter lieber Kerl bin mit dem man sauviel Lachen kann usw. usf. aber irgendwie wills halt einfach nicht.
Nunja und eben aufgrund dieser Tatsache, dass ich mit 19 (in 10 Tagen 20) immer noch total "unbeleckt" bin (kein 1. Kuss bisher, kein "rummachen", nichts), werd ich oft und seit nach dem Abi (Mitte März) besonders depressiv und sehe eig auch kaum noch Hoffnung in dem was ich tue und versuche...

Nun und Anfang April hatte ich dann mal so einen "speziellen" Tag wieder wo ich mich eig nurnoch hätte umbringen können weil alles so sinnlos erschien.
Wir hatten uns da per ICQ geschrieben und im Laufe des Abends is dadurch ne ziemlich heftige "Auseinandersetzung" enstanden mit dem Endergebnis, dass ich ihr gesagt hatte was ich noch für sie empfinde und dass es mich auf den Tod ärgert, dass sie schon nen Freund hat (sie hat mir die Male davor n paar Mal gesagt gehabt, dass ich bei ihr eigtl. nur früher hätte kommen müssen, dass sie keinen Grund sehen würde nicht mit mir zusammensein zu wollen als mit ihrem Freund etc. pp., halt um mich aufzumuntern...). Nunja und daraus hatte ich mir halt wieder Hoffnungen gemacht und hatte ihr das dann damit erzählt.
Sie ging dann irgendwann total zerstört offline mit der Schlussmessage so ala "Ich bereue es sowieso vor allem und jedem, dass ich n Freund habe" und "Ich will doch einfach nur einen besten Freund, so einen wie dich, denn du bist der einzige mit dem ich die letzten Monate echten Spaß hatte".

Aufgrund von diesem Ausraster meinerseits an dem Abend bin ich den nächsten Morgen auch gleich zum Arzt und hab ihn gebeten, mich zu nem Psychologen zu überweisen da mir dort klar wurde, dass ich gegen meine Stimmungsschwankungen und die daraus folgenden Impulsreaktionen unbedingt was machen muss.

Was solls das eigentliche Problem ist nun, dass ich es nicht wahr haben will, dass es ihr so schlecht geht. Dass sie einfach wie eine leere Hülle quasi durchs Leben geht und absolut keinerlei Hoffnung mehr hat oder gutes an sich sieht. Zumal mich das auch total kaputtmacht, weil ich so viel für sie empfinde...
Ich komm damit nicht klar, dass ich das nicht ändern kann. Aber ich WILL es so gerne ändern... vor allem weil sie die erste in meinem Leben ist, die solch liebe und vor allem ernst gemeinte Dinge zu mir gesagt hat. Ich bin für sie, sagte sie mal, sozusagen nicht nur der beste Freund sondern auch die beste Freundin, weil sie sonst echt niemanden hat...
Das einzige womit ich ihr helfen kann und mir selber gleichzeitig auch, ist, dass wir uns treffen und zusammen irgendwas unternehmen. Weil sie für die Zeit wo sie dann mit mir zusammen ist, keine Schuldgefühle oder sonstige depressive Gedanken hat, sagt sie. Nur hält das leider nicht sehr lang an sobald wir uns verabschieden...
Dazu kommt, dass wir uns auch nicht so häufig sehen können weil sie halt auch diese extremen Stimmungsschwankungen und diesen "ich nerv dann bestimmt nur"-Gedanken hat.
Letzte Woche Freitag hat sie erst gesagt "Ich muss unbedingt wieder zu dir kommen!!! Irgendwann nächste Woche? ". Und am Dienstag jetzt vorgestern hat sie mir geschrieben, dass sie am Mittwoch nicht könne wegen nem wichtigen Schul-LK-Projekt. Joa und seit Dienstagabend ist sie halt nun in dieser besagten "Mir alles egal, Alles-Hass" Phase wieder...

Sie tut mir so Leid, vor allem weil ich fürchte, dass bei mir immer noch Reste von diesen Liebesgefühlen für sie mitspielen... und ich weiß einfach nicht was ich tun soll.. vor allem jedes Mal wenn wir uns sehen freu ich mich wie n kleines Kekskind, einfach weil ich was mit ihr mach etc. (was nicht zuletzt auch bedingt ist durch den "Allgemeinen Mädchen/Freundin Entzug", den ich die letzten Jahre durchleben musste). Denn ich bin immer gleich am Boden zerstört wenn mir jemand absagt weil er/sie nicht kann oder sonstwas...

Und ändern kann ich sie nicht, jedenfalls nicht von Heut auf Morgen, das weiß ich auch selber... aber ich kanns halt irgendwie einfach nicht einsehen. Vor allem weil ich mir, wenn ich dann aus "Überlebenswillen" (in Bezug darauf, dass mich diese Gedanken über sie und ihre unfaire Situation kaputt machen) mir sagen würde "gut kannst du nicht ändern, ist halt leider so", als total gefühlskalt vorkomme dem es total egal ist was mit seiner besten Freundin los ist...

Eigentlich sind aus diesem Text nun n paar mehr Probleme geworden als nur das. Zum Beispiel meine Probleme wie die ständige Einsamkeit, keinen fest definierten Freundeskreis, keine regelmäßigkeit in "Real-Life"-Aktivitäten usw usf.

Ich weiß momentan einfach echt nicht mehr wie ich mich verhalten soll... ich hab mich jetzt gestern erst wieder geschnitten weil das momentan wieder das Einzige ist, was mir ein wenig innere Ruhe gibt... und ich hab Angst, dass das wieder zunimmt...

Ich weiß nicht wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll, ich mach mich immer mehr an diesen Gedanken, ihr nicht richtig helfen zu können, ihr nicht die Liebe geben zu können die ich ihr gern geben würde (was aber ja wegen Freund nicht geht) kaputt...

Ich hoffe ihr könnt mir helfen... mir irgendwie sagen was ich tun/versuchen könnte... einfach irgendwas =(

Alles Liebe...

Nicekisch

Geändert von Nicekisch (22.05.2008 um 18:35 Uhr).
 
 
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annie_w
Alt 22.05.2008, 18:57   #2
Standard

Also soweit ich das jetzt verstanden habe, seit ihr beide psychisch labil.
Da ich keine Psychologin bin, könnte ich dir nur ein paar Tipps geben.
Am besten wäre es, wenn du ersteinmal deine eigenen Probleme aus der Welt räumst, weil in deiner jetzigen Situation kannst du deiner Freundin nicht wirklich helfen.
Vielleicht würde euch ein wenig Abstand gut tun, damit ihr eure Gefühle klären könnt.
Ich weiß, dass das schwer für euch werden könnte, aber vielleicht hilft es ja.
 
 
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Nicekisch
Alt 22.05.2008, 19:05   #3
Standard

Danke für deine Antwort annie. Hatte schon Angst es kommt gar nichts...

Hmja das Ding ist einfach, dass meine Probleme jetzt auch nicht gleich von Heut auf Morgen weggehen so ungefähr, ich bin ja nun auch schon seit ich 15 bin immer wieder im Gange damit. Und ich kann bzw will sie einfach nicht für einen längeren Zeitraum so "fallen lassen" sag ich mal...
Vor allem da ich, wenn ich sehe, dass es ihr gut bzw besser geht, auch besser drauf bin und mich gut fühle. Ist vielleicht ein wenig schwer zu verstehen aber ist so.

Hinzu kommt, dass sie halt so ziemlich die einzige "richtige" Freundin ist die ich habe, sprich, mit der man halt diese ganzen "everyday-stuff" wie durch die City gehen o.ä. machen kann... also Abstand wär eig eher ne Qual als ne Wahl...
 
 
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annie_w
Alt 22.05.2008, 19:11   #4
Standard

War ja nur mal ein Vorschlag, weil Distanz meistens hilft die Gefühle zu klären, usw...
Tut mir leid, dass meine Tipps dir nicht helfen.
 
 
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Nicekisch
Alt 22.05.2008, 19:24   #5
Standard

War ja kein Vorwurf oder so... bin ja froh, dass überhaupt wer antwortet... =/
 
 
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annie_w
Alt 22.05.2008, 19:57   #6
Standard

Ist ja auch wirklich ein kompliziertes Thema.
 
 
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Kitty-Kat
Alt 22.05.2008, 20:34   #7
Standard

hallo,

also ich glaube ihr leidet an einer borderline persönlichkeitsstörung, also das heißt stimmungsschwankungen binnen sekunden. hat sie in ihrer kindheit i-was schlimmes erlebt was sie bis jetzt noch nicht verarbeiten konnte?

außerdem glaub ich auch dass ihr beide an einer hebephrene schizophrenie(neigung zur isolation, mangelnde zielverfolgung, zerfahrene denkweise...)
und an einer despresionsstörung leidet.

und wegen dem ritzen, das hat auch etwas mit der borderline persönlichkeitsstörung zu tun.

wie war deine kindheit? hast du liebe bekommen von deinen eltern? wie war das verhältniss? also wenn du nicht so guten kontakt zu deiner familie hattest kann das ritzen auch dafür der grund sein, man spricht dann von deprivationen(entzug von zuwendung, zu wenig wärme...)

ich rate dir bzw. euch beiden ganz dringend ne transference focuse psychotherapie(TFP) und noch eine dialektische behaviorale therapie.

und kümmer dich zuerst ma um dein eigenes leben

erkundige dich einfach mal bei einem psychotherapeut
 
 
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Nicekisch
Alt 22.05.2008, 21:12   #8
Standard

Hi,

Also soweit ich weiß, ich hatte sie ja auch mal nach Gründen gefragt warum sie so ist, ist da nichts besonderes in der Kindheit gewesen. Sie meint nur, dass ihre Eltern auch schwer betroffen von solchen Depressionen waren/sind und dass ihr Arzt meinte, dass sowas zum Teil vererblich ist, dass man sonen Hang zu Depressionen hat.

Das mit der Isolation stimmt weitestgehend bei ihr, weil sie es aus Absicht getan hat. Bei mir ist das eher nicht so der Fall, da ich seit mittlerweile nem Jahr an meinem "Weggehen" und Freundeskreis etc. arbeite. Nur bin ich eher so der Typ der, sobald er nicht gleich n Erfolg sieht, gleich alles hinschmeisst und wieder zurückfällt. Ich bin halt sehr ungeduldig...

Sie weiß das ja auch alles was sie hat und sie geht auch in ne Therapie. Aber sie sagt jedes mal, dass sie, wenn sie da war, nur verheult ist und es ihr nurnoch schlechter geht als vorher. Hinzu kommt, dass sie sich total verschlossen hat für jegliche Meinungen und Einflüsse die von außen kommen... das sind dann so Satzbeispiele wie wenn ich ihr sage: "Hm ja gut aber dein Psychologe wird ja wissen was er redet. Meinst du nicht du könntest ihm da mal vertrauen oder so? Ich mein Nichts-Tun ist ja noch sinnloser..." dann kommen von ihr nur Antworten ala "Ja ich weiß ich bin scheisse." oder "Ja ich weiß, dass ich das nicht kann weil ich scheisse bin" und sowas...

Meine Kindheit hingegen war ziemlich schlimm... ich hab zwar von Zuhause und meiner Familie alles in der Welt bekommen etc. aber dafür wurde ich halt von der 1. bis zur 6. Klasse durchgehend wegen meiner Figur gemobbt und abgelehnt.

Ich bin ja momentan bei dieser einen Psychologin für eine Diagnose. Die wird mir dann ja beim nächsten Mal (nächste Woche ist der letzte von 3 Terminen) sagen, ob sie ne Therapie für sinnvoll hält, in welchem Maß, und ob mit Medikamenten etc. pp.
Daher hab ich ja auch im April diesen 1. Schritt getan und bin da hingegangen, hatte ich ja oben geschrieben

Bei ihr sieht das nun wieder anders aus, da sie nurnoch denkt/sagt "Ich soll da und da hingehen... immer zu mehr Psychologen... mein Psychiater hat schon wieder meine Dosis erhöht..." etc. etc.
Und was Sachen mit Gruppen angeht kann ich sie zu gar nichts überzeugen. Ich hatte mal den Tipp von meiner Psychologin bekommen, zum "sozialen Kompetenztraining" zu gehen. Als ich sie gefragt hatte ob sie da nicht mitkommen würde weils ihr sicherlich helfen würde kam nur "ja ne da sind menschen, viele wahrscheinlich", "nein ich kann zu sowas nicht gehen" und "nein gruppen??? nein!!!"....

Joa das ist so das womit ich dir deine Fragen beantworten kann. Vielleicht ist es ja jetzt einfacher zu verstehen, hoffentlich...
 
 
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Kitty-Kat
Alt 23.05.2008, 10:13   #9
Standard

also vererblich ist das nicht, nur wenn du in deiner kindheit zuviel mit solchen menschen, in diesem fall ihre familie, abhängst dann hat das großen einfluss auf dieses kind.


also ihr therapeut sollte ihr ganz schnell mal die angst vor stigmatisierung(gesellschaftlich oder gruppenspezifisch negativ bewertete merkmale).
aber es reicht natürlich auch nicht aus, wenn sie n paar mal in der woche zum therapeut geht und da mit ihm redet aber nichts in ihrem leben ändert. denn wenn sie geheilt werden will muss sie einiges in ihrem leben ändern bzw. aufgeben...

und wenn es wirklich nicht besser wird, kann sie sich selbst einweisen lassen oder ein andere kann das auch machen. zwangseinweisung(24h), da reicht schon alleine wenn jemand dort sagt, ja sie ritzt sich und schon kommt sie mal 24h zur beobachtung rein...


also ich kenn dich ja nicht, aber soweit ich hier gelesen habe brauchst du keine medikamente bzw. psychopharmakon aber ihr würde ich lithium verschreiben...denn durch dieses medikament, denkt sie nicht immer alles ist scheisse...

warum ritzt du dich? hat das etwas mit deiner kindheit zu tun? oder vielleicht wegen ihr?
 
 
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Nicekisch
Alt 23.05.2008, 10:25   #10
Standard

Nunja sie ist ja der Meinung dass sie schon etliche Sachen getan hat.
Ich hatte ihr mal gesagt, dass nur zum Therapeuten gehen und dann aber nichts weiter machen nicht wirklich viel bringt.
Da kam dann nur: "ich hab mich auf eine beziehung eingelassen, auf freunde, auf hobbies, gehe oft in die stadt einfach so, manchmal gezwungen... alles damit ich daraus komme, aber es hilft nicht"

Und auch wenn ihr vllcht so Sachen helfen würden wie, dass ihr Therapeut ihr diese Angst vor Stigmatisierung versucht zu nehmen (was er ja wahrscheinlich eh schon versucht hat in dem Jahr wo sie jetzt schon bei ihm ist) und er ihr Lithium verschreiben würde... ich mein ich kann ja jetzt auch nicht einfach zu ihm hingehen und sagen "Hier ihre Patientin soundso, machen sie da doch mal das und das" oder sowas... ><

Das Ding ist halt auch, dass ihre Familie von dem ganzen Kram auch null weiß, weil ihre Mutter damals schon komplett ausgetickt ist als herauskam, dass sie ne Therapie machen muss. Daher hat sie die Vermutung, dass ihre Mutter komplett am Rad dreht, wenn die erstmal wissen, was sie sonst noch alles tut (sich überall ritzen, ihre gedanken, die sachen die sie sich anschaut etc. pp.)
Daher wär das mit der Zwangseinweisung wahrscheinlich der sog. "Overkill" was das angeht. Und ich müsste mir vorwerfen, hinter ihrem Rücken Entscheidungen für sie gefällt zu haben...

Warum ich das tue weiß ich nicht genau. Ich weiß nur, dass ich den Anblick schön finde wenn alles auf ist und runterläuft... das beruhigt mich irgendwie und lässt den Druck ab den ich sonst wahrscheinlich nur durch Gewalt loswerden könnte...
 
 
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Cheetara3006
Alt 23.06.2008, 21:36   #11
Standard

Hallo.....

mmh hast du mal überlegt (wenn so was überhaupt geht) mit ihr zu so einer Gruppensitzung hím zu gehen?

Was mir geholfen hat aus dieser "scheiße was bin ich nur für Müll" Phase oder Denkweise raus zukommen, war mein bester Freund der mich zuerst mal richtig zusammen gefaltet hat und mir sagte wie viel ich ihm bedeute. Danach mich dann in dem arm nahm und ich mich tierig bei ihm ausheulte.

mmmhhh....... ob es bei ihr hilft, ´keine Ahnung, aber ich bin auch der Meinung dass DU zuerst mal mit deinen Problemen ins reine kommst bevor du dich auf ihre stürzt.

Hoffe dir gehts wieder was besser.
 
 
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hesse
Alt 24.06.2008, 10:56   #12
Standard

Also mal wat Allgemeines für die Runde von mir.
Wer Probleme mit dem Leben hat muss nach Veränderungen suchen. Mir hat es damals sehr geholfen in ein neues Umfeld neu anfangen zu können. Natürlich gehört da bisschen mehr dazu, eben auch ein fester Wille und die notwendige Analyse zu stellen wieso und weshalb man bisher so war, aber der Neustart gestaltet sich so um einiges leichter. Oft liegt es am Umfeld, das man nun nicht mehr aus der Rolle kommt. Bei mir war es nach der Mittleren Reife die HBFI, die mich zu nem völlig anderen Menschen machte und anschließend die Ausbildung die mir einen festen Willen einprügelte. Heute bin ich ein recht ausgeglichener Mensch, was so manche von mir vor 7 Jahren nicht erwartet hätten. Wäre es ein wenig anders verlaufen, würde ich heute noch irgendwelchen Internetfreundinnen hinterherchatten, WoW zocken bis zum abwinken und 80% meines Lebens durch den PC ersetzen. Kurzum: Nen Leben leben was keines ist.

Wie in den ersten Beiträgen richtig festgestellt wurde, würde ich an deiner Stelle auch zu erst bei dir Anfangen bevor du dich mit den Problemen anderer beschäftigst. Ungeachtet davon wie nötig du es für dich selbst befindest, ist es nie gut sich zusätzlich mit Problemen anderer zu belasten.
 
 
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