
19.07.2005, 12:41
# 3 Also ich fänd es schlimm, wenn sich jemand sagt "Huch, bin schwanger. Irgendwie passt mir das grad nicht so in den Kram. Naja, geh ich halt abtreiben..."
Was ich damit sagen will ist, dass Abtreibung auf keinen Fall die Verhütung ersetzen sollte. Da sollte man sich schon rechtzeitig drum kümmern und eigentlich sollte auch jeder dazu in der Lage sein.
Wenn die Verhütung versagt hat (Kondom geplatzt oder so) und es ist durch die Lebensumstände wirklich unzumutbar, sich um ein Kind kümmern zu müssen, nunja dann ist das schon irgendwie nachzuvollziehen.
Vollkommen kann ich das auch verstehen, wenn man (oder eher frau) in folge einer Vergewaltigung schwanger wird. Dann ist es psychisch wirklich fast unmöglich, das Kind so zu lieben, wie es sein sollte, weil man wohl ständig an die Vergewaltigung erinnert werden würde.
edit @Chikadee: Das mit der Behinderung hatte ich jetzt ganz vergessen. Ja, also wenn das Kind so stark behindert wäre, dass es leidet oder sowieso nicht lebensfähig wäre, wär das wohl die beste entscheidung.
Bei mittelschweren Behinderungen wäre das eine Erwägungssache. Ich könnts verstehen, wenn sich jemand nicht gewachsen fühlt, ein behindertes Kind großzuziehen und ich bewundere die, die es können.
Bei leichten körperlichen, jedoch nicht geistigen Behinderungen könnte ich das wieder gar nicht verstehen... |