Die erste Tätowierung waren 6 Sterne auf dem Rücken im Juni 2004. Warum? Ich wollte Tinte. Heute würde ich es wahrscheinlich anders machen, aber Sterne wären es trotzdem geworden.
Die zweite Tätowierung war ebenfalls ein Stern. Undzwar am rechten Ellenbogen, ca. im Februar 2005. Das war quasi mein Einstieg in auffällige Tattoos. Ursprünglich sollte das Teil auf die Innenseite des rechten Unterarms, aber davon habe ich mich überzeugen lassen, dass es keine gute Stelle ist, weil es die größte gerade Fläche am Arm ist und somit eher für ein großflächiges zusammenhängendes Tattoo geeignet.
Wie es so ist gibt man sich mit sowas kleinem dann natürlich nicht zufrieden und es muss was größeres her. Der rechte äußere Unterarm war dran und wurde auch angemessen gefüllt. Im September 2005 ging es also im vollen Programm weiter mit zwei Sitzungen, das Ergebnis war ein sehr geiles Oldschool aus einem veränderten Herbert Hoffmann Flash, das ich über alles liebe. Der Stern am Ellenbogen passt dazu auch sehr gut. Eine Bedeutung hat die Tätowierung im Prinzip auch. Das blutende Herz ist meine stetige Erinnerung daran, dass man immer, wenn man Liebe erfährt, früher oder später auch auf Schmerz treffen wird und dass man sein Herz immer selbst in der Hand haben sollte, weil man es sonst zu leichtfertig verschenkt, was mir leider passiert ist.
Danach fehlte es mir eine Weile an Geld und Motivation, aber die Geburt meines Sohnes gab mir dann doch wieder Antrieb für neue Tinte und ich ließ mir ziemlich genau ein Jahr nach seiner Geburt im November 2006 seinen Namen auf die Innenseite des linken Oberarms stechen. Richtung Achselhöhle tätowieren ist die reinste Tortur!
Während der Sitzung für den Oberarm kam mir auch gleich die nächste Idee und ca. zwei Monate später gab es seinen Handabdruck auf den anderen Ellenbogen.
Danach hab ich erst mal eine längere Pause eingelegt, weil ich keine rechte zündende Idee hatte und ich zu der Zeit auch alles andere als im Geld schwomm. Mit der Zeit hatte sich dann aber doch wieder etwas angesammelt und da ich schon immer sehr auf japanische Tätowierungen stand, habe ich im August 2007 ein recht großes Projekt am Bein gestartet. Das Bild umfasst den gesamten rechten Unterschenkel vom Sprunggelenk bis unters Knie und ist im klassischen japanischen Stil gehalten. Fertig ist es leider immernoch nicht, die Fotos sind aktuell. Der Koi ist noch nicht fertig gefüllt, das Wasser wird türkis, die Kirschblüten sind noch fast völlig roh und es fehlen noch einige Schattierungen, also wird es wohl noch bis zum Ende des Jahres dauert, voralleim weil ich erst Anfang juli den nächsten freien Termin bekommen habe.
Lange Rede kurzer Sinn, Fotos:
Außenseite ------ Innenseite
Und da mich die Entzugserscheinungen vom Nadeln und die Probierlaune gepackt haben, gabs letzten Monat ein cooles Experiment und ich hab mir ein nerd-style broken heart in die Unterlippe tätowieren lassen. Sehr coole Stelle und der Schmerz ist lächerlich, ich hatte gedacht es tut weh wie Schwein aber es ist total harmlos.
Jo, das war's so weit erst mal. :>