So, muss mir mal was von der Seele reden. Heute hat es gut gekracht in der WG, es ging ums liebe Geld. Hatte eigentlich eine sehr gute Beziehung zu meiner Mitbewohnerin, deshalb habe ich ihr vor einem halben Jahr Geld (500 Euro) geliehen, weil sie sich verschuldet hatte. Sie hatte einen Urlaub in Chile gemacht, obwohl die keine Kohle hatte. Nun ja, ich war zu der Zeit in Mexiko und dachte mir, da sie einen 400 Eurojob hat, Kindergeld und Waisenrente, wird sie das schon irgendwann zurück bezahlen. Ich kam zurück, sie hatte immer noch Probleme wegen dem Geld, also half ich ihr auch beim Essen aus und lieh ihr über Weihnachten noch einmal 100 Euro. Insgesamt sind es fast 700 Euro Schulden bis heute. Sie erhielt vom Asta sogar einen Zuschuss von 600 Euro, wovon sie mir 300 Euro dann auch zurück gab. Nun zu meinem eigentlichen Problem: ich kündigte meinen (400E)Job als Pflegerin für Schwerbehinderte und habe noch keinen neuen gefunden (bin Studentin). Da ich von erspartem lebe, kann ich sie nicht mehr mittragen. Mir bleiben im Monat momentan 460 Euro, bis ich einen neuen Job habe. Extrawürste sind also nicht drin. Sie hingegen leistet sich (unter anderem indem sie noch mehr Schulden macht) trotz der vielen Schulden Weggehen, Kino, Skiurlaub, Petraabo, Wochenendtrips... Ich habe mir das jetzt 2 Monate angeschaut, und mich dazu entschieden, nun endlich ne klare Ansage zu machen. Ich finde das so einfach nicht ok und sehe nicht, dass sie versucht, von ihrem Schuldenberg herunter zu kommen. Da ist sie erstmal ausgerastet, weils mich ja nix angeht, was sie mit ihrem Geld macht. Hab ich gesagt, stimmt, geht mich nichts an; aber mich geht mein Geld was an, was sie ja für sich ausgibt. Ich riet ihr, aufzupassen, nicht ich nen Schuldenberg abzurutschen. Geld, was man nicht hat, gibt man auch nicht aus. Das muss sie einfach kapieren, sonst gibts echt richtigen Stress, und das nicht nur mit mir. Ähnliche Beträge lieh sie auch bei anderen Freunden und bei der Bank, wie sich herausstellte. Deswegen soll sie ja nicht verhungern, darum gehts mir nicht, dafür hab ich immer Geld übrig. Aber nicht für ihr Essen, damit sie ihr (wie sie selber betont) "teures Leben" leben kann. Und das in Zukunft mit Essen bezahlen Schluss ist und dass sie sich um mein Geld kümmern soll. Sie fühlte sich natürlich total zu unrecht angegriffen und jetzt hab ich das Gefühl, ich hab falsch gehandelt. Aber ich konnte meinen Mund einfach nicht mehr halten, außerdem kann ichs finanziell einfach nicht mehr tragen. Aber ich weiß natürlich, dass es meine Schuld ist, ich hätt ihr das Geld ja nich geben müssen. Ich hab einfach nicht erwartet, dass sie so handelt. Was sagt ihr?