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Unser städtisches Bauordnungsamt...

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Irrer mit Bogen
Alt 04.11.2007, 20:16   #1
Standard Unser städtisches Bauordnungsamt...

Meine Eltern wollen das Haus meiner Oma renovieren und ausbauen damit wir drin Wohnen können.Der Grund: Das Haus in dem wir jetzt wohnen soll verkauft werden und ist uns zu teuer dazu kommt noch das in absehbarer Zeit die Autobahn ,die hier in direkter nähe ist , ausgebaut werdern soll ,was den Verkehr natürlich enorm ansteigen lässt.
Klingt ja alles bis jetzt noch sehr belanglos und eigentlich nicht wirklich schlimm -ok. Der Hausbau ist jetzt seit ca. einem ganzen Jahr drann. Wir hatten zwischendurch noch einen Architektenwechsel was das ganze schonmal vom Preis her in die Höhe getrieben hat.Das schlimmste ist aber ,dass das Bauordnungsamt über ein halbes Jahr über den Antrag zum Ausbau "beraten" hat .Das Resultat: Wir müssen miete zahlen die Zinsen für einen Kredit von 90.000 und wir dürfen nich wie eigentlich geplant bauen.Das schlimmste daran ist die Willkür mit der das Amt entschieden. Wir wollten so ausbauen ,dass eine Mauer bis an die Grundstücksgrenze geht(eigentlich müssen 3 m abstand gehalten werden) und ein Dachboden sollte so ausgebaut werden das er begehbar und bewohnbar ist (heizen +Isolierung / der Dachboden liegt ebenfalls an der Grundstücksgrenze) .Gegen den vorgehabten Ausbau sprach eigentlich -außer diesem Gesetz- nichts.Die Nachbarn waren vollkommen damit einverstanden und selbst der "Chef" des Bauordnungsamtes war eigentlich damit einverstanden und wollte das "besprechen". Nach gewisser Zeit kam dann der Beschluss,dass wir nicht wie gewollt ausbauen dürfen, sondern den Dachboden nicht ausbauen dürfen und mit 3m abstand bauen müssen.
Dafür haben meine Eltern gewartet und sich finanziell stark belastet .Der jetzige Architekt muss natürlich neue Pläne machen usw.


Es is verdammtnochmal verrückt sich so aufzuführen ! Ich könnte jederzeit in dieses gottverdammte Büro gehn und die feinen Damen und Herren zu Brei schlagen!!!

MfG Irrer mit Bogen
 
 
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Saman
Alt 04.11.2007, 20:30   #2
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Ja das Bauordnungsamt ist wirklich ein Sauhaufen.

Ganz besonders zickig werden die, wenn man anfängt zu planen und dann erst bei denen anfragt, dann wird meistens pauschal abgelehnt, denn man untergräbt ja deren Autorität mit solchen Aktionen...

Das mit dem Abstand von 3m kann ich noch nachvollziehen, denn letztendlich würde dieser Wildbau in Richtung öffentliche Begrenzungen dazu führen das die gesamte Tief und Strassenplanung der öffentlichen Träger zu einem Debakel wird, wenn man jeden invidiuellen Bau der Bewohner berücksichtigen müsste.
Aber warum nun der Dachboden nicht ausgebaut werden darf, versteh ich nicht.
Ist das Haus schon älter und darf daher nicht in seiner äußeren Form über 30% verändert werden?
Diese Regelung ist ja ein typisches deutsches Bauproblem in ehemaligen Häusersiedlungen.
Da sieht man dann immer Häuser mit einer Dachgaube, damit man trotz dieser Regelung die Wohnfläche erweitern kann.

Gruß
 
 
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Irrer mit Bogen
Alt 04.11.2007, 21:22   #3
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Das Haus ist rund 50 Jahre alt aber es steht in einer Siedlung wo ungefähr ein drittel der Bewohner genauso ausgebaut hat.
 
 
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Jumpy
Alt 05.11.2007, 11:04   #4
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Grundsätzlich kann man die Bauordnungsämter nicht über einen Kamm scheeren. Dann sollte man sich im Vorfeld über die baulichen Bestimmungen erkundigen. Es ist sogar oftmals so, dass in Wohngebieten zu unterschiedlichen Zeiten (alte Siedlung/Str. und neue Siedlung Str.) unterschiedliche Bauweisen genehmigt wurden. Dannach gibt es Regelungen, die eine offene Bauweise oder eine beschränkte Bauweise zulassen. Auch die Abstände zur Strasse und zum Nachbargrundstück sind je nach Flurstück und Auflagen unterschiedlich. Oft werden zwei aneinander liegende Grundstücke in der Bauweise ähnlich wie ein Doppelhaus genehmigt (kein Abstand) allerdings müssen die darauf folgenden Häuser den Abstand einhalten (Sicherheitsweg Feuer etc.). Aus Vernunftsgründen können Kredite etc. eigentlich nur aufgenommen werden wenn die Baugenehmigung vorliegt bzw. erteilt wurde.
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 05.11.2007, 11:35   #5
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steht das Haus jetzt und ihr wollt das ausbauen? Oder soll es neu oder zum Teil neu gebaut werden?

Hatten hier mal das selbe Problem: altes Haus steht ziemlich genau auf der Grenze. Es ist so marode dass es am besten eingerissen und neu gebaut wird. Aber sobald ein neues Haus auf das Grundstück gebaut werden soll darf es natürlich nicht mehr auf der Grenze stehen. Wir haben daher Möglichkeiten gesucht es auszubauen ohne es komplett einzureißen.

Wie schon oben angesprochen wurde hängt vieles sehr stark vom Gebiet ab. Hab schon gehört dass in manchen Gegenden in den 80er Jahren keine Balkone gebaut werden durften weil es in dieser Gegend einfach keine Balkone gibt. Das hat sich zum Glück mittlerweile geändert ...
 
 
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