jo, das beispiel war scheisse. ich hatt kurz davor ne unterhaltung mit ner freundin die mich angemacht hat weil ich spinat( den ich nicht geschafft hab (NIEMALS SPINAT AUFWÄRMEN!!!)) weggeschmissen hab. ich solle doch an die kinder denken die hungern müssen. da dacht ich mir nur: die haben von dem spinat auch nix
nu egal.
also ich muss ehrlich sagen ich find die regelung mit der abtreibung ok, entspricht in etwa meinen moralvorstellungen.
die ersten wochen wird doch wohl hauptsächlich in das leben der mutter eingegriffen, und sie sollte ein recht haben darüber zu entscheiden was mit und in ihrem körper passiert.
das man kein "halb fertiges kind" töten kann( also wenn alles schon klar zu erkennen ist) ist keine frage.
aber in erster linie liegt die entscheidung ob man fähig ist ein kind zu tragen und dann auch in die welt zu lassen bei der mam.
oh man, hier wiederholt sich eh alles nur.
kurz: Ephestia ich kann dir nur zustimmen, alles andere wär wiederholung
ich glaub halt irgendwie es ist( sorry wenn der vgleich mal wieder hingt) wie die diskussion mit dem vegetarismus. es ist eine frage der eigenen moralvorstellungen, der eigenen prinzipien. da wirds keine universallösung geben. und jeder soll gern so leben wie er möchte. ich respektiere es wenn jessy nie abtreiben würde. ich find es auch verdammt mutig. denn es hat mit verdammt viel verantwortung zu tun. aber ich versteh auch jedes mädechen und jede frau die sagt das sie noch nicht bereit ist für das kind( aus unterschiedlichsten gründen)
solange jeder drüber nachdenkt was er tut, und jeder pro und kontra hundert mal abgewogen hat, glaub ich das es kein richtig und falsch gibt.
bei vielen denkt man auch: hätten sie mal lieber abgetrieben, in dem umfeld kann aus dem kind nichts werden.
und nie zu vergessen das eine abtreibung auch immer gesundheitliche risiken für die mutter birgt. jede frau überlegt sich das sicher nicht nur 3mal.
jedes mädchen überlegt sich das mehrmals. und zu rigos schwester: auch wenn ihr jetzt noch nicht klar ist was für eine verantwortung ein kind bedeutet: ich wette mit dir, wenn der bauch anfängt zu wachsen, sie das kind strampeln fühlt, wenn sie es leben fühlt, dann wird auch die liebe zu dem kind wachsen, und dann müsst ihr da sein um ihr zu zeigen wie sie mit der neuen verantwortung die sie übernehmen soll umgehen muss. sie wird selber merken das sie im 7 monat nicht mehr in diskos rennen kann, sie wird selber merken das sie nachmittags nicht mehr so viel shoppen gehen kann weil sie dem kind die brust geben muss. sie wird am anfang verdammt uneinsichtig sein, sie wird viele fehler machen. aber macht das nicht jede frau irgendwie? stellt man sich das nicht auch mit 20 noch zu einfach vor? oder mit 30? kann eine 30jährige einschätzen was wirklich auf sie zukommt?
die liebe zu ihrem kind wird sie schneller wachsen lassen als du denkst und in 1 jahr postest du hier, wenn jmd anderes das problem hat, wie sehr sich deine schwester gewandelt hat.
und mal gegeben den fall das sie es nicht packt. dann wird sie die schmerzliche erfahrung machen was es bedeutet sein kind an eine pflegefamilie zu verlieren.
und mit der schule. sie ist 16 und 2mal sitzen geblieben. vielleicht lernt sie durch die verantworten die sie durch das kind bekommen wird, auch ihr restliches leben zu regeln. dann ist sie vllt erst 18 wenn sie ihren realschulabschluss macht, aber sie hats gepackt. manche menschen gehen halt keine geraden wege. und? sie kommen auch ans ziel. vielleicht nicht an das ziel was du dir gewünscht hättest, aber vllt ist sie an ihrem ziel genauso glücklich wie du?
meine mom hat meinen bruder mit 19 bekommen. sie war mittem im studium, mitten in einer prüfung als die wehen losgingen. sie hat meinen bruder im studentenwohnheim die ersten jahre großgezogen, hatte ihn bei vorlesungen dabei, hat ihren diplom ingenieur 1,5 jahre später erfolgreich gemacht.
glaub mir, sie hat sich sicher auch was andres vorstellen können als mit 19 schon ihr erstes kind zu bekommen. sie hatte gewiss auch andre pläne. ihre eltern hatten gewiss auch andre vorstellungen von ihrer zukunft.
wie gesagt, sie hat ihr dipl. sie war nur 2 jahre arbeitslos( direkt nach der wende) und hat jetzt nen geilen job. man kann es schaffen, auch wenn man anfangsschwierigkeiten hat.
wenn man aber unterstützt wird, und einem nicht nur steine in den weg gelegt werden, dann kann man alles schaffen. dann macht sie vllt wenn das kind mal zru schule geht ihr abi nach? oder sie fängt eine lehre an wenn ihr kind in den kindergarten geht.
geht nicht, gibts nicht. und weißt du was viel viel schlimmer ist als dein rumgemaule?
sie hat eine schwere entscheidung getroffen, und das noch so unreife kind weiß das es eine schwere entscheidung trifft, egal ob ihm die ausmaße bewusst sind. und nun stehen die menschen, die sie liebt und denen sie vertraut, ihre familie die sie auffangen müsste, di estehen ihr jetzt nicht beo sondern machen sie nur fertig.
woher soll sie denn die kraft und den elan nehmen sich der verantwortung zu stellen? wenn keiner ihr vertraut?
versuchs doch mal anders rum, ihr nicht nur alles schlechte aufzuzählen, sondern ihr mut zu machen, mit ihr irgenwelche bücher zu kaufen, zu irgendwelchen kursen zu gehen, zur "ich bin ne junge mutter beratung" und ihr immer wieder zu sagen das sies packen wird. zweifel hat sich ganz sicher auch ohne dich genug gehabt.