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Motivationsproblem


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Deciedon
Alt 15.11.2007, 03:41   #1
Standard Motivationsproblem

Nabend,

ja, wie die Überschrift schon sagt bemerke ich bei mir immer weniger Elan bei vielen Bereichen des Lebens. Es fängt schon morgens damit an, dass ich mich kaum aufraffen kann in die Schule zu gehn. Diverse Fehlstunden habe ich bereits auf dem Konto.
Dann krieg ich es zum Beispiel immer noch nicht auf die Reihe einen Zivilplatz zu bekommen, nach mehreren Ausflügen ins www und ergebnislosen Suchen habe ich auch einfach keine Lust mehr.
Aber es sind auch ganz alltägliche Sachen wie zum Friseur zu gehn, mein Fahrrad zu reparieren oder einfach nur mal wieder abzuwaschen.
Ich krieg mich nicht dazu einfach mal reinzuhaun.
Das ich phlegmatisch bin wurde mir schon früher gesagt, doch erst in letzter Zeit fällt mir das immer mehr auf und zur Last.
Es ist zwar auch nicht so, dass ich nichts mache, aber die Probleme stapeln sich langsam. Meine Prioritäten sind eher mich von der Schule zu erholen und Abends etwas zu unternehmen (was nicht heißt, dass ich jeden Tag exzessiv sauf oder so).

Könnt ihr mir vielleicht ein paar Anregungen geben wie ich mich irgendwie motivieren kann oder ein paar Beispiele geben, was ihr so macht um nicht so zu versinken?!
 
 
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Ænema
Alt 15.11.2007, 06:48   #2
Standard

Einen wirklichen Tipp kann ich dir nicht geben, zumal man hier wohl Unmengen an Reden schwingen könnte, aber solang du dich nicht selbst auf den Arsch setzt ist sowieso alles vergebens.

Ich kränkel wohl teilweise genauso rum wie du und schieb einige Sachen auf die lange Bank, die man längst mal hätte erledigen können. Nicht, dass ich keine Lust hätte irgendwas zu tun oder es strikt ablehne, nein, es ist einfach kein "Antrieb" da, der mir irgendwie mitteilt, "genau das musst du jetzt machen". Die ganze Scheisse wird einem erst bewusst, wenns mal um ne Sache von ziemlicher Bedeutung geht.

Wann hat das alles denn angefangen?

Nun, ein Plan wäre vielleicht, dass du dir einen "Task Manager" baust und einen ordentlichen Zeitplan aufstellst, wann du wie was zumachen hast. Teilweise halte ich das ja für sinnvoll, aber ob da dauerhaft was bei rumkommt, bleibt wohl fraglich.
 
 
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Calli
Alt 15.11.2007, 09:23   #3
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Wie wäre es mit etwas Sport? Läuft bei mir auch ganz so, wenn ich zwei mal die Woche trainieren fahre bin ich wesentlich fitter. Aber zumindest erkennst du dein Problem selbst bevor du total absackst.
 
 
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Reh
Alt 15.11.2007, 12:49   #4
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Informier dich in ordentlicher Literatur über Motivationsprozesse, ihre Verstärkung, Hemmung und Ursachen. Wenn du weisst, an welcher Stelle deine Motivation gehemmt wird, kannst du das Problem am einfachsten überwinden.
 
 
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distressed
Alt 15.11.2007, 13:50   #5
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Ich würde sagen, dass es zum größten Teil einfach Willensstärke ist.
Belohn dich, wenn du etwas erledigt hast:
- Film/Spiel aus der Videothek ausleihen
- Irgendetwas, was du sehr gerne isst holen und sichs mit dem Essen und nem guten Film gemütlich machen ^^
-etc pp

Ich kenn das Problem, ich sitze ja im Moment auch vor dem Pc, anstatt Geschirr zu spülen *graus*.
Also (in diesem Fall nun) Pc aus, gute Musik in die Anlage, Heizung ein wenig höherdrehen und einfach anfangen. Sobald man wenigstens aufgestanden ist, sieht die Welt schon wieder anders aus.
Nicht drüber nachdenken, schnell den ersten Schritt tun, die anderen Schritte folgen meist

Also für morgens vor der Schule kann ich dir nur den Tipp geben schnell Licht an, unter die kalte Dusche. Dann mag man sich auch nicht so schnell wieder hinlegen. Oder früher ins Bett.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 16.11.2007, 22:09   #6
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Ich habe das auch manchmal.
Wenn es geistige/psychische Trägheit ist, also du oft keine Lust / kein Interresse hast / es dir egal ist, könnten es psychische Ursachen sein (bist zur Zeit depressiv gestimmt?).
Ist es eine körperliche Trägheit, könnte es vielleicht am niedrigen Blutdruck liegen?
 
 
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marley
Alt 06.02.2008, 16:37   #7
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Ach schön, dass man Gleichgesinnte findet...
Ich habe auch ein gewaltiges Motivationsproblem und ich komme damit einfach nicht weiter. Ich bin extrem phlegmatisch- und es wird immer schlimmer! Es gibt keine bestimmten Dinge, die bei mir liegen bleiben, es ist einfach ALLES! Besonders Dinge, die mir unangenehm erscheinen, egal, wie wichtig sie sind. Mir wurden z.B. mal fälschlicherweise von einer linken Internet- Firma 95€ abgebucht. Ich wollte zur Bank gehen, eine Rückbuchung machen lassen, aber ich war einfach zu faul. Es kann doch nicht sein, dass ich es in 2 Wochen nicht hinbekomme, mich darum zu kümmern! Lieber lass ich mir 95 Flocken nehmen, anstatt den kleinen Aufwand auf mich zu nehmen. Und das finde ich echt schlimm!
Jedenfalls geht es mir mit allem so. Jetzt bin ich auch noch in der Ausbildung zu einem Job, der das absolute Gegenteil von allem verkörpert, was mich interessiert. Könnt ihr euch vorstellen, wie es da um meine Motivation steht? Ich hasse Mathe, ich hasse es, stur nach Vorschrift zu handeln- und genau das beinhaltet mein Beruf- technisches Zeichnen. Ich hasse es! Und ich hasse es noch mehr, weil ich mich unbedingt da durch quälen muss. Ich weiß, was das Richtige ist und dass ich meinen Arsch hochkriegen sollte, aber das alleine bringt mich nicht weiter. Ich habe einfach null Willenskraft! In meinem Kofferraum z.B. stapeln sich sinnlose Dinge, die ich irgendwann mal reingepackt und nie rausgeräumt habe. Und obwohl ich so unnötiges Gewicht mit mir herumfahre (und so auch mehr verbrauche), kriege ich es einfach nicht auf die Reihe! Auch bin ich zu faul, zum Arzt zu gehen und verschiebe jeden Termin bis zu 3 Mal!
Das ist alles nicht mehr feierlich! Ich könnte mich selbst dafür in den Arsch treten, weil ich mit ansehen muss, wie ich mir so alles verbaue. Was meint ihr, warum ich einen Beruf lerne, den ich hasse? Weil ich mich einfach nicht früh genug gekümmert hatte und so das nehmen musste, was übrig war... Leute- was soll ich nur tun??
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 11.02.2008, 17:41   #8
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Ich hatte das übrigens als Kind schon. Häusliche Aufgaben wie Abwaschen waren schon nicht drin, obwohl mich meine Eltern mit Schokolade zu motivieren versuchten. Wahrscheinlich ist das schon von Geburt an. Auch Lehrer in der Schule tun das schnell mit Faulheit ab, obwohl es wahrscheinlich tiefe psychische oder körperliche Ursachen hat.
 
 
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Jordan17
Alt 12.02.2008, 18:24   #9
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Hey marley das problem hab ich auch mit meiner Ausbildung .ABer irgendwann habe ich es postitiv gesehen ,das ich froh sein kann eine Ausbildung machen zu dürfen ,dass ich dafür noch geld bekomme und man muss es nicht sein ganzes Leben lang machen .Hauptsache man hat überhaupt ersmal ne Ausbildung danach kannst immer noch was anderes machen
 
 
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marley
Alt 13.02.2008, 08:21   #10
Standard

@Jordan17
Ja, ich bin auch froh, dass ich eine Lehrstelle habe, zumal das heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist. Nur werde ich (falls ich übernommen werde) noch bestimmt ein/ zwei Jahre nach der Lehre dort arbeiten müssen, weil ich erstmal was "Handfestes" brauche, also einen geregelten Verdienst, damit ich mal mein Leben auf die Reihe krieg. Also Wohnung incl.Einrichtung, ein ordentliches Auto (meins ist 14 Jahre alt und macht halt so seine Mucken) und einen gewissen Lebensstandard will ich mir ja auch mal ermöglichen. Also werde ich mich da noch ´ne Weile durchbeißen müssen... das motiviert mich echt nicht!
Hätte eben gerne einen anderen Beruf gewählt... Jetzt isses zu spät...
Und mit ´ner zweiten Ausbildung bekommt man ja auch kein KG mehr- darauf kann ich unmöglich verzichten, damit bezahl ich momentan die Miete für mein Zimmer... So schnell komme ich da nicht raus. Muss ich durch...
 
 
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MaoWee
Alt 13.02.2008, 08:44   #11
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euch gehört allen mal richtig in den arsch getreten, oder noch besser, macht das selbst.
ich war um die 20 rum eine wirklich faule sau. mein zimmer sah aus als hätte ne bombe eingeschlagen, küche war nicht mehr zum kochen da, ich hab rechnungen immer viel zu spät bezahlt und hab sogar mal 2 wochen lang meinen auspuff nachgezogen, weil ich keinen bock hatte ihr neu aufzuhängen. ich hatte damals lange zeit eine freundin, war am studieren und hatte sonst wenig sorgen, es lief ja alles irgendwie. ich war immer zu faul zum lernen und hab es wohl nur gebacken gekriegt, weil ich einfach eine schnelle auffassungsgabe habe und sonst recht intelligent bin.
es gab immer wieder zoff mit der freundin weil ich so faul war, nie etwas rechtzeitig erleigen konnte und immer zu spät kam.

das ganze ging dann soweit, dass ich nachts schlecht schlafen konnte weil sich sooo viele unerledigte dinge vor mir anstauten. und dann gab ich mir den schon lange nötigen tritt! ich begann einmal mitten in der nacht (als ich wieder mal wach lag) kleine dinge zu erledigen...dann kamen die grösseren.... dann war aufeinmal morgen und ich musste wieder in die uni. ich war zwar todmüde, aber das gefühl dass ich an jenem tag verspürt habe, diese erleichterung, den stolz endlich mal den schritt getan zu haben, es war unbeschreiblich.
ich mache es jetzt immer so, dass ich dinge einwenig anstauen lasse, dann aber in einem zug alles erledige. mein ziel ist es aber, probleme und aufganben sofort zu lösen, was mir auch teilweise gelingt.

meine erkenntniss daraus will ich euch unmotivierten nicht vorenthalten:
dinge, egal welcher natur, müssen irgendwann erledigt werden, das ist fakt! die arbeit damit hat man so oder so. zögert man es nun hinaus so kommen schnell neue dinge dazu und es entsteht ein berg an aufgaben. dieser berg ist es, welcher euch erdrückt, stress verursacht, euch unausgeglichen macht und derart zu motivationsproblemen führt. es sind nicht die einzelnen aufgaben, sondern das bewusstsein, es hinauszuzögern und daran zu scheitern. man nimmt lieber mehrkosten in kauf und verzichtet auf gute aussichten, nur um diesen berg nicht besteigen zu müssen. es führen viele wege um den berg herum, keine frage, aber wer immer im tal wandert der wird die sonne nie sehen. macht euch auf, den ersten kleinen berg zu besteigen. das gefühl, es geschafft zu haben wird euch motivation genug sein, den nächsten in angriff zu nehmen. und ihr werdet merken, dass euer wohlbefinden, die lebensfreude und damit auch die motivation von alleine besser werden, berg für berg. ihr müsst es nur tun!
 
 
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marley
Alt 11.03.2008, 10:26   #12
Standard

@MaoWee
Das klingt alles voll logisch und ich denke mal, wir Motivationslosen wissen auch, wo unser Problem liegt. Mein persönliches Problem ist nur, dass es auch mit dieser Methode nicht klappt. Ich habe manchmal regelrecht den Drang, etwas zu erledigen- nehmen wir als Bsp. mal Bude aufräumen. Dann ist nach 2- 3Tagen (!!) alles sauber und ordentlich und das ist echt ein tolles Gefühl! Klar, dass ich auch stolz auf mich bin, das geschafft zu haben. Doch beim nächsten Problem ist das schon wieder vergessen und ich lass ich wieder alles schleifen. D.h. ich habe nur ab und zu mal kleine Motivationsschübe, die aber oftmals schon versiegen, bevor das Problem beseitigt ist. Um´s mit deinen Worten zu sagen: auf der Hälfte des Berges mache ich schlapp, obwohl ich genau weiß, dass der Gipfel vor mir liegt. Aus Bequemlichkeit finde ich mich dann einfach damit ab, nur bis zur Hälfte gekommen zu sein... So, und jetzt? Hast du vielleicht noch ein Ass im Ärmel?
Ich muss noch hinzufügen, dass mich meine Eltern damals haben "durchchecken" lassen deswegen. Sie haben geprüft, ob ich Konzentrationsschwierigkeiten oder eine Lernschwäche habe (weil sich meine mangelnde Motivation natürlich auch in der Schule bemerkbar machte)- aber von den körperlichen und geistigen Voraussetzungen konnte ich alle erfüllen- daran liegt´s also nicht... Also- was tun??
 
 
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Reh
Alt 11.03.2008, 12:01   #13
Standard

Ein irischer Landwirt geht, wenn es ihm mal nicht so gut geht, auf sein Feld, sammelt Steine und baut sie zu einem Haufen zusammen. "Danach geht es mir immer besser".

Mein Vorschlag: Hört auf den Iren. Geht einmal am Tag in den Wald, sammelt Steine und baut sie zu einem Haufen zusammen. Je schwerer die Steine und je größer der Haufen, desto stärker der Effekt auf die Psyche. Ihr werdet euch wundern.
 
 
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MaoWee
Alt 11.03.2008, 12:06   #14
Standard

hi marley
das ist schade, dass es bei dir nicht klappt. ehrlich gesagt kannte ich diese theorien auch schon als ich mich dennoch nicht dazu habe hinreissen lassen, diese anzuwenden.
entweder man nimmt es aus frust über die ganze situation irgendwann selbst in angriff, oder man muss sich eben dazu zwingen. klar ist dann nicht gleich diese motivation vorhanden die man gerne hätte oder sich erhofft hat. aber je länger man sich dann dazu zwingt desto mehr wird einem deutlich dass es doch gar nicht so schwer ist.
es geht ja nicht nur darum probleme und aufgaben aus dem weg zu schaffen, sondern damit einen neuen lebensstil zu führen. dinge die man erreichen will auch zu erreichen, mit viel dynamik und elan bei einer sache dabei sein... das leben geniessen und es nicht verpassen.
ich denke wenn jemand merkt dass er aufgrund seiner faulheit so wahnsinnig vieles verpasst und noch dazu merkt dass er nicht jünger wird, so kann dies der auslöser dafür sein, sein leben in die hand zu nehmen.

mach vieleicht mal eine zinkkur. ist ein häuftiges phänomen in der heutigen gesellschaft, dass leute unter zinkmangel leiden (unausgewogene ernährung, stress....). dies kann u.A. auch zu solchen motivationsproblemen und ernergielosigkeit führen.
 
 
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