Hallo Leute,
ich bin 20 Jahre jung und bin ein in Deutschland geborener türkischer Staatsbürger. Ich hab hier eigentlich bis heute nie wirklich was gutes erlebt. Meine Kindheit war nicht leicht. Die einzigen Sachen an die ich mich sofort erinnern kann sind die Streitereien zwischen meinen Eltern.
Mein Vater war ein Alkoholiker und meine Mutter wusste sich in dieser Angelegenheit nie zu helfen. Er machte aus all den guten Sachen schlechtes, verschuldete sich und schieb die Schuld auf seine Kinder. Meine Mutter war dementsprechend hysterisch, planlos und ohne sicht auf Hilfe. Das ging ein paar Jahre so bis sich mein Lebensstil und meine Art sich dem Umfeld anpasste. Ich wurde immer mit Sachen konfrontiert die mir zu hoch waren, kämpfte aber trotzdem gegen alles und jeden an. Ich hörte von meinem Vater Sachen wie „warum können wir nicht wie eine deutsche Familie sein?“, „Warum kann ich nichts gutes Erleben? – bei den lächerlichsten Streitereien unter Kindern (Die Sachen die er machte waren ihm immer scheiß egal, schließlich hat niemand irgendwas gegen ihn gesagt.)
Meine Mutter ist eine hysterische Ziege und ich hasse sie mehr als alles andere auf dem Planeten. Sie ist Fernsehsüchtig und vergleicht ihre Sucht mit meiner Freizeitgestaltung am Computer – Lächerlich. Sie schaut sich türkische Soaps an, wo ich das kotzen kriege und am liebsten immer flüchte. Wenn ich nach meiner Kindheit frage erzählt sie mir Szenen in denen ich alleine am spielen war und meistens Geschichten wo ich lange selbstständig gespielt hab d.h. auf gut deutsch das einzig wichtige das sie mir sagen kann ist „ich musste mich um dich nicht kümmern, hatte besseres zu tun.“ Die Erziehungsmethode war geprägt von hysterie, unkontrollierte Gefühlsausbrüche und eben so das typische wenn ne Frau beschissen ist.
Meine Doppelte Identität. Beide Elternteile sind Türkisch und doch fühl ich mich in der Türkei fremd, ziehe ungewollt die Blicke auf mich (fühl mich eben nicht wohl) und hier in Germany ist wieder genau das Gegenteil. Ich weiß hier alles in und auswendig, kann besser deutsch als türkisch, hab mich an die Standards des typisch deutschen Lebens gewohnt und muss dementsprechend auch die Konsequenzen für den Rest meines Lebens tragen.
Mein Freundeskreis. Vor ein bis zwei Jahren sah alles anders aus. Ich war der einzige der einen Führerschein, eine Lehre und damit seinen geregelten Lohn hatte (und immer noch hat!!

). Wie in vielen „gesellschaftlich“ orientierten Freundeskreisen drehte sich alles um Drogen und Unterhaltung auf Kosten anderer Menschen. In diesem Fall war ich ein Objekt und mindestens 10 – 15 Leute haben in einem Zeitraum von einem bis drei Monaten genügend Zeit gehabt mich zu studieren. Ich hatte davon keine Kenntnis und trotz dieser Tatsache haben sie meine Leistungen (wie Autofahren, usw.) in Anspruch genommen. Das Interesse meiner „Freunde“ mein Leben schwerer zu machen war scheinbar so groß, dass sie vergessen hatten wer ich bin. Wer ich für sie bin.
Ich bekam Luft davon und war zutiefst verletzt. Der Einfluss der Drogen die ich in einem Zeitraum von ab meinem 18. gesehen einnahm zeigte zum erstenmal seine derbste Wirkung und ich bin gefallen.
Sie sind über mich hergegangen weil sie ja nie die Möglichkeit hatten, eine berufliche Erfahrung zu machen und weil sie ja nie die Möglichkeit hatten das zu erreichen was ich erreicht hab. Sie waren damals meine einzige Alternative zur beknackten Familie daheim und doch waren Sie schlimmer als alles andere.
Die Folgen. Ich hab mich eingeschlossen und viel geschrieben. Ich konnte mit meinen Eltern nicht reden, mein kleiner Bruder ist ein Pisskopf also bleibt nicht mehr als ein Block und meine neu generierte Gedankenwelt. So fand ich das nächste, den Anschluss zum Spiritismus.
Der Spiritismus ist die Letzte Station und somit die Krönung. Ich hab viel darüber gelesen und merkte erst im Nachhinein das ich Geister rief. Mittlerweile hat sich viel geändert und die Existenz unsichtbarer Intelligenter Wesen kann ich nicht leugnen.
Ich konnte bis heute keine gute und funktionierende Freundschaft aufbauen und werde dies auch nicht mehr vorhaben. Seid meiner Beruhigung bin ich wie jeder andere auch. Ich Versuche meine Probleme mit Kommunikation zu lösen. Eine Bereitschaft zu mehr ist immer vorhanden d.h. ich werde darüber hinausgehen wenn das nicht der Fall ist. Durch all meine Erlebnisse und Erfahrungen hab ich die Angst vor allem verloren und dies ist Wahrscheinlich auch das einzig positive.
Mein Leben ist Hass und der Wunsch nach Rache und jetzt wisst ihr warum. Aber nicht einmal die Rache ist ok. Denn da gibt es ja Gesetze.
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