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Wie krieg ich meine aggressionen in den griff?

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Pralinchen
Alt 25.08.2007, 21:30   #1
Standard Wie krieg ich meine aggressionen in den griff?

Ich bin 17 Jahre alt, scheidungskind seid 10 Jahren und habe mehr als nur den "normalen Pubertätsstress" mit meiner Mutter. Mehrmals hat sie mir erklärt dass sie nichts dagegen hätte wenn ich ausziehen würde da ich eh nur nutzlos bin und im Endeffekt lässt sie mich dann doch nicht gehen weil sie Babysitter und Putze braucht und es eh keinen anderen Erziehungsberrechtigten gibt. Sie weiß welche wunden sie aufschneiden muss um mich zu verletzen und wie sie mich am härtesten trifft. Doch leider komm ich damit nicht so locker klar wie ich sollte. Obwohl alles was ich will meine ausbildung und ein friedliches leben ist, lass ich mich jedes mal bis auf die spitze provozieren. Wie krieg ich es hin ihre gemeinheiten und bösen sprüche einfach runterzuschlucken, des Friendens wegen? Bitte helft mir.

Danke im vorraus
 
 
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short_cut_baby
Alt 25.08.2007, 21:47   #2
Standard

Mach Sport! Ganz im Ernst, geh ne Runde joggen, wenn du aggressiv drauf bist und du wirklich wahnsinnig wirst bei sowas. Da powerst du deine Wut aus und Sport schüttet unmengen an Glückshormonen aus, danach fühlst du dich auf jeden Fall besser. Ist wirklich mit die beste Medizin!!
 
 
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Pralinchen
Alt 25.08.2007, 21:50   #3
Standard

hab ich schom probiert, auch einfach weggehen wenn sie anfängt, aber bringt nix bin auch den ganzen tag bis 5 in der schule und power mich da mit arbeit aus
 
 
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Pralinchen
Alt 25.08.2007, 21:53   #4
Standard

auch schreien ins kissen, sachen an die wand werfen, schoki essen bis man platzt, mit ner freundin reden, es geht mehr darum es erfolgreich zu ignorieren und garnicht erst drauf anzuspringen, es einfach zu schlucken
 
 
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Felicitas
Alt 25.08.2007, 22:41   #5
Standard

naja, das ist aber auch nicht sinnvoll. dieses runterschlucken ist nur eine verzögerung finde ich. da staut sich dann ganz viel auf und irgendwann platzt du dann richtig. ist auch nicht sinnvoll. und das runterschlucken kann innerlich sehr schmerzhaft sein. man kann von sowas auch krank werden, der körper wehrt sich gegen sowas.

was mir ab und an geholfen hat war volleyball spielen. klingt vllt doof, aber ich bin abends/nachts aus der wohnung, hab mir ne freie häuserwand gesucht und ewig auf den ball eingedroschen bis mir körperlich alles weh tat. gleichen effekt wird joggen oder was auch immer haben. innerlichen druck durch körperliche tätigkeiten ausgleichen.

das alles wird aber längefristig auch nichts helfen. das bekämpft symptome, aber keine ursachen. und bei der ursachen bekämpfung musst du selber wissen inwieweit das möglich ist. ich vermute mal normale gespräche werden nichts bringen. wie ist dein verhältnis zu verwandten? großeltern, tanten, onkel? wenn über die engere familie kein weg führt, dann vllt über bekannte, und wenn das nichts bringt dann eben jugendamt, vllt ne familientherapie, was auch immer. und vllt hilft auch einfach nur die flucht nach vorn. was in deinem alter wohl heißt: jugendamt und dann mit deren hilfe ausziehen.
 
 
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Reh
Alt 25.08.2007, 23:26   #6
Standard

Stell dir vor, dass du eine Glaswand um dich herum hast. Eine kreisrunde Wand, die im Abstand von etwa 50-100 cm deinen Körper umhüllt. Du kannst die Welt durch dieses Glas sehen und die Welt kann dich sehen. Die Welt kann sich dir aber nur bis zu dieser Glaswand nähern. Alles innerhalb der Glaswand ist dein persönlicher Freiraum, den keiner ohne deine Erlaubnis betreten darf. Wenn deine Mutter dich wieder terrorisiert, dann lass ihre Anfeindungen an der Glaswand abprallen. Stell dir das bildlich vor. Immer wenn dich das Verhalten anderer Leute stört, erinnere dich an die Glaswand um dich herum und lass alle störenden Einflüsse davon abprallen. Keiner kann dich treffen, wenn du nur daran denkst, die Glaswand hochzuziehen.
 
 
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Darkness
Alt 26.08.2007, 00:38   #7
Standard

So gut die Tipps meiner Vorredner auch sein mögen, die beste Lösung wäre auszuziehen. Du kannst die verbalen Angriffe deiner Mutter vielleicht ignorieren, oder versuchen sie besser zu verdauen, doch du kannst nicht weghören.
Du bist bald 18, hast wenn ich das richtig rausgelesen habe eine Ausbildung und du musst bedenken das du irgendwann sowieso ausziehen würdest. Das mag vielleicht plump klingen, aber wenn du dir das ganze schon 10 Jahre lang antun musst wirst du sicher um jeden Tag froh sein, an dem du früher deine Ruhe hast.
Es gibt Unterstützungen, du kannst dir zum Beispiel das Kindergeld auf dich überschreiben lassen und vom Arbeits- oder Jugendamt (weis nicht ob das mit 18 noch zahlen würde) bietet für solche Situationen sicher auch etwas an.
Solltest du dann mal eine Wohnung haben kannst du all deine Wut in einem Brief niederschreiben in dem du deiner Mutter sagst was sie dich alles kann.

Ich wünsch dir viel Erfolg beim bewältigen dieser Situation.
 
 
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Felicitas
Alt 26.08.2007, 01:05   #8
Standard

ich halte die idee mit der glaswand für eher unglücklich. letztendlich ist die menschliche wahrnehmung, sofern sie gesund ist, nicht so einfach abschottbar. sie ist durchlässig. die wand die aufgebaut wird, ist eher eine wand die nach außen hin eine distanzierung aufzeigt. das macht sie innerlich aber nur verletzbarer. vorallem ist es aber eine wechselwirkung. um so dicker die wand wird um so scheinbar undurchdringlicher, umso aggressiver geht das umfeld vor um sie zu durchdringen. mütter die ausrasten weil sie ihre kinder nicht mehr erreichen. mütter die hilflos zusammenbrechen weil das kind "dicht macht". mütter die dann immer lauter werden, immer radikaler, weil ihr instinkt ihnen sagt dass sie zu dem kind durchzudringen haben.

folge von so einer imaginären wand ist am ende jmd der in einem normalen umfeld gar nicht mehr klarkommt. der unnahbar scheint, der keinen an sich heranlässt. und das sind die folgen die einem gesundem menschenverstand einleuchten. umso länger man eine solche wand mit sich rumträgt, umso mehr schadet sie einem. ist zumindest meine meinung.

sie wirkt nach außen stark, ist es aber innerlich nicht. und damit ist sie umso verletzbarer wenn die reaktionen der außenwelt an kraft zunehmen.

ich persönlich würd in dem fall "die flucht nach vorn" bevorzugen. man muss sich nicht allem aussetzen. mit dem was sie bisher erlebt hat wird sie noch lange genug zu kämpfen haben. da muss sie sich nicht auch noch selbst ins knie schießen. damit schafft sie sich ja quasi selber ne psychische störung. das kann auch mal eben zur soziophobie werden, gerade bei jungen menschen.

also beim besten willen, glaswand =äußerst unklug. aber vllt steht das ja in büchern anders und das reale leben ist schwachsinn dagegen.

und zur mancher flucht gehört auch viel stärke. gerade du als elternbindungexperte weißt ja wie schwer es ist trotz vieler differenzen, trotz unzähliger schlechter erlebnisse, sich von den eltern zu trennen.

aber auch an der stelle sei erwähnt dass man sich ja nicht komplett abnabeln muss. du musst ja nicht gleich den kontakt komplett abbrechen und in ein anderes land ziehen. oftmals reicht wirklich schon eine wg ein paar straßen weiter oder in einem anderen viertel. so das tochter-sein kein 24/7 job mehr ist, sondern zum teilzeitjob wird. am wochenende mal zu besuch kommen, ab und an anrufen. manch kinder haben sich durch distanz erst wieder zu ihren eltern angenähert.

was mich aber mal interessieren würde pralinchen: wie fühlt es sich an wenn du so über deine mutter schreibst? kannst du real mit anderen über deine mutter reden? wie redest du da über sie? kommen dir da schimpfwörter über die lippen, oder redest du vllt gar nicht über sie um für dich, aber auch für die außenwelt das bild der "heilen familie" zu wahren? fühlt es sich richtig an _so_ über sie zu schreiben, vllt erleichternd? oder fühlt es sich falsch an, verbunden vllt mit schuldgefühlen oder scham? oder irgendwas ganz anderes ?
 
 
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nonsurvivor
Alt 26.08.2007, 02:54   #9
Standard

Was du dir vielleicht überlegen solltest: Ist die Situation so, dass du dich vor den verbalen Angriffen deiner Mutter schützen willst (also ähnlich wie Reh es vorgeschlagen hat, wobei ich die von ihm vorgeschlagene Methode für mehr als fragwürdig halte) oder bist du vielleicht einfach auf der Suche nach einer Lösung?

Du sagst, du hast schon viele Wege angetestet, mit der Situation umzugehen. Und an dem Punkt, an dem Schoki essen und mit Freunden reden nicht mehr helfen kann, könnte man überlegen, sich woanders Hilfe zu suchen. Das kann ganz unterschiedlich aussehen: Wenn du Schutz brauchst und der Druck zuhause wirklich zu groß ist, solltest du es vielleicht tatsächlich mal beim Jugendamt versuchen. Ganz leicht würde das sicher nicht, damit du bei einem Auszug unterstützt würdest, müssten schon trifftige Gründe vorliegen. Aber das hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum einen natürlich von den Beamten selber und zum anderen - so blöd das in dieser Situation klingen mag - wie du dich selber verkaufst. Dazu komm ich aber später nochmal.

Der andere Weg wäre, sich mit der Situation auseinanderzusetzen. Wie es scheint, seid ihr momentan nicht in der Lage, euer Problem selbst aus der Welt zu schaffen. Und das ist der Punkt, an dem es vielleicht sinnvoll sein könnte, sich Hilfe von außen zu holen.
Ich kenne das zB in Form von Familienberatungsstellen. Du könntest z.B. dort einen Termin machen und mit dem zuständigen Psychologen/Sozialpädagogen ein Gespräch führen. Oder auch mehrere. Zum einen könntest du dir da wirklich alles von der Seele reden, zum anderen hättest du jemanden, der dir beim reflektieren und sortieren deiner Gedanken hilft.
Und irgendwann könnte man dann ein begleitetes Gespräch führen: Deine Mutter und du, der Berater fungiert dann sozusagen als Gesprächsleiter.

Eine andere Möglichkeit wäre es, sich einen neutralen Gesprächsleiter aus eurem gemeinsamen Umfeld zu suchen, mit dem beide Seiten einverstanden sind. Und dann kann man überlegen, ob man ein ergebnisorientiertes Gespräch sucht (z.B. das man Regeln für das weitere Zusammenleben festsetzt) oder ob Ursachenforschung schon ausreichen kann, um die Situation zu entschärfen (d.h. ein Bewusstsein für die Beweggründe des jeweils anderen schaffen und dadurch einen sensibleren Umgang miteinander möglich machen).

Noch eine Alternative ist, die Sache komplett selbst in die Hand zu nehmen. Das erfordert aber einiges an Stärke und Selbstsicherheit. Du könntest dich mit deiner Mum an einen Tisch setzen, man setzt gemeinsam Gesprächsregeln fest und dann bekommt jeder Gelegenheit, seine Sicht der Dinge darzulegen und vor allem zu sagen, wie er sich fühlt. Wichtig ist natürlich, dass man einander ohne Unterbrechungen zuhört (auch wenn einem etwas arg aufstößt, was der andere sagt). Und nachdem jeder seinen Teil gesagt hat, nimmt man sich ne Stunde Zeit und jeder für sich schreibt einfach mal auf, was er bereit wäre, an sich oder seinem Verhalten zu ändern und was er vom anderen in dieser Hinsicht erwartet. Es ist überraschend, wieviele Dinge sich da übereinstimmen werden .

Kommunikation ist alles. Aber es kommt natürlich sehr stark darauf an, wie offen ihr beiden für diese Art von Gesprächsführung seid. Es muss schon auf beiden Seiten eine gewisse Motivation vorhanden sein, damit sowas funktionieren kann.

Wenn die Situation im Moment aber wirklich dermaßen verfahren sein sollte, dass du keine andere Möglichkeit siehst, als auszuziehen, würde ich dir empfehlen, dir Unterstützung zu suchen. Am besten eine erwachsene Person, die deine Situation nachvollziehen kann und dich in deinen Aussagen über die Situation zuhause und in deinen Motiven bestätigen kann. Wenn es eine solche Person für dich nicht gibt, kann ich auch hier nur noch einmal auf die Familienberatung verweisen. Die werden dich da zwar nicht in den Armen nehmen, dafür haben die aber meistens nen recht guten Draht zu den Jugendämtern und sind auch bereit, dich auf deinem Weg zu begleiten, soweit sie es eben können und dürfen.

Was ich dir aber unbedingt ans Herz legen will: Tu irgendwas. Und zwar so bald wie möglich. Kurzzeitig kann man dir zwar Sachen wie Sport etc. pp zum Aggressionsabbau empfehlen (das macht definitiv auch Sinn), aber letzendlich hast du da ein Problem, dass richtig angepackt werden will. Also Kopf hoch, berat dich vielleicht nochmal ausführlich mit ner Freundin über die Möglichkeiten und schaut gemeinsam, was für dich der im Moment sinnvollste Weg ist. Und dann packs an.
 
 
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Sehr gut ?
Alt 26.08.2007, 08:07   #10
Standard

Will jetzt keinen langen text schreiben, bin aber in einer ähnlichen situation.
Werde wohl so schnell wie möglich ausziehen.
Was ich dir ans herz legen möchte, mach deine ausbildung, streng dich an um dir und vorallem deiner mutter zu beweisen dass du wirklich etwas erreichen kannst.
Sozusagen trotzreaktion, zeig was du kannst, was du bist!
Naja und sonst wird wohl echt nur ausziehen helfen.
Wünsch dir viel glück, kopf hoch, auch wenn es sich in deiner lage blöd anhört.
Gib nicht auf.

Ganz leicht würde das sicher nicht, damit du bei einem Auszug unterstützt würdest, müssten schon trifftige Gründe vorliegen. Aber das hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum einen natürlich von den Beamten selber und zum anderen - so blöd das in dieser Situation klingen mag - wie du dich selber verkaufst.
Wahre worte, leider.
 
 
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Sivar
Alt 26.08.2007, 12:03   #11
Standard

Da das meiste schon gesagt wurde, will ich nur noch zu einem Punkt was sagen... Aggressionen sind grundsätzlich erstmal positiv. Sie geben einem Motivation und Ansporn, für seine Ziele (vor allem jene, die einem wirklich wichtig sind) zu kämpfen, und eben nicht alles abzublocken und herunterzuschlucken. Sie bringen dich auch nicht zum ins Kissen schreien oder Schokolade essen, sondern das macht eher der Frust, weil du zur Zeit keinen Ausweg siehst.

Die Frage ist immer, ob man es schafft, seine Aggressionen konstruktiv umzusetzen... und das ist weiss Gott nicht immer leicht . Die Glaswand mag ne gute Sache für Akutsituationen sein, wo es einfach nicht sinnvoll wäre auszurasten (zB wenn kleine Geschwister darunter leiden müssten), aber auf lange Sicht sind die Aggressionen halt dazu da, etwas in seinem Leben zu ändern. Ob du es nun mit Familientherapie versuchst, mit Ausziehen, oder einer Kombination aus beidem, wird sich im Laufe der Zeit herauskristallisieren (evtl mit Hilfe von Freunden, Familie, oder Therapeuten).
 
 
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Pralinchen
Alt 26.08.2007, 14:06   #12
Standard

wow! also @ Rwh ich glaub auch nicht dass das mit der glaswand auf dauer ne lösung ist weil es wie gesagt trotzdem durchdringt und so von daher, trotzdem danke.
@ darkness, leeeider hab ich keine ausbildung. ich hab die geniale chance auf eine amerianische schule in Den Haag, Holland zu gehen und wohn da auch mit meiner mom und ihrem "neuen" seit 2 jahren. und das aller wichtigste ist mir dass ich dieses internationale abi kriege um dann irgendwo ganz für mich zu studieren wo die nicht sind, dauert aber noch dieses und nächstes schuljahr.
@ feli: also wenn ich über sie rede oder über meine probleme mit ihr dann versuche ich das als so realistisch wie möglich zu erzählen, weil ich weis Gott weis dass ich kein engel bin aber ich trotzdem versuche trotzdem respektvoll mit ihr umzugehen weil keine ahnung sie halt meine mutter ist. Aber manchmal rutscht mir schon mal was raus was nicht ok ist, so nach dem motto wenn ich mal gehe werde ich auf jeden fall mitnehmen was ich mit meinen Kindern mal besser machen will. Ich hatte gott sei dank die möglichkeit in der schule ein wenig darüber zu schreiben und das hab ich auch getan so von anfang an als mein dad ausgezogen ist. und es ist nicht so als hätte es mir nicht schon geschadet. seit ich 6 bin mache ich ins bett und seit einem Jahr habe ich sehr schlimme panik attacken im schlaf. Ich hab auch versucht mit dem schulpsychologen zu reden, medikamente genommen und solche sachen hat aber am ende auch nichts gebracht. das mit den träumen is eigentlich am schlimmsten aber an den rest hab ich mich schon gewöhnt.
@ nonsurvivor: Ich hatte ja nicht erwähnt dass ich in holland lebe, aber hier sind die mittel echt begrentzt, ich will aber auf jeden Fall mal infos holen für den hammer notfall wen ich wieder meinen dad besuche. Ich hatte ja gesagt dass ich mit dem schulpsychologen geredet habe, er es für eine ach so tolle idee gehalten hat zu einem familiengespräch zu laden. Das is aber voll nach hinten losgegangen und darauf hin hat die sich verarscht gefühlt vor dem psychologen nen paar tränen gequetscht und wir waren keinen schritt weiter außer dass ich gemerkt habe wie sehr der neue meiner mutter darunter leidet, der eigentlich wirklich diplomatisch versucht das zu regeln aber "sick and tired" von den streits ist. Ich hab auch schon meine koffer gepackt und wollte gehen, das problem ist dass ich dann vielleicht nicht wieder rein darf und dann wäre der legale weg besser, aber dass was sie immer immer wieder sagt, dass ich endlich zu "diesem saftsack den ich meinen vater nenne (ich hasse es wenn sie das sagt)" ziehen soll, kann ich nicht machen, hab ihr angeboten, ok kein problem das kriegen wir hin, du musst ihn nur anrufen und dann klären wir das, aber sie sagt mit DEM rede ich nicht...
@ sehr gut: Danke, dass is einer von zwei gründen, zeigen dass ihre nutzlose tochter chirurgin werden kann, ganz klar.


danke an alle
 
 
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nonsurvivor
Alt 26.08.2007, 14:27   #13
Standard

Also, verstehe ich das richtig, dass du zu deinem Vater ziehen könntest, mit dem du dich auch gut verstehst, es aber daran scheitert, dass sie nicht mit ihm sprechen will?
Wenn das so ist, würde ich dir einfach ans Herz legen, dich selbst drum zu kümmern. >Papa, kann ich bei dir wohnen?< und ab. Vielleicht kannst du dann auch mit ein bisschen Distanz ein halbwegs gesundes Verhältnis zu deiner Mutter aufbauen.

Noch ein paar Gedanken zu dieser schützenden Glaswand: Du hast jetzt schon mehrmal geschrieben, dass deine Mutter dich für >nutzlos< hält. Du weißt selbst, dass das völlig haltlos und ungerecht ist. Und du willst ihr zeigen, dass du was kannst, dass sie Unrecht hat. Dass ihr Vorwurf dich also eher anspornt, auch wenn er sehr verletzend ist, spricht dafür, dass du schon so ne Art Schutz um dich errichtet hast. Vielleicht nicht so radikal wie das, was Reh vorgeschlagen hat, aber irgendwas scheint es da zu geben.
Und das ist gut. Wie Siv schon sagte: Zieh Stärke aus den schlechten Gefühlen, die deine Mutter dir vermittelt. Lass dich nicht von ihr unterbuttern, sondern machs dir zum Nutzen.
 
 
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Reh
Alt 26.08.2007, 18:31   #14
Standard

Ohje, die Glaswand sorgt für mehr Wirbel, als sie sollte. Das ist natürlich keine Dauerlösung und schon gar nicht ein Mittel um sich von der Welt abzuschotten, sondern soll lediglich eine Hilfe sein, um sich akute negative Einflüsse nicht zu Herzen gehen zu lassen. Das Problem wird dadurch auch nicht gelöst, sondern lediglich etwas mehr Abstand davon genommen.
Eine dauerhafte Lösung des Problems an der Wurzel ist so oder so schnellstmöglich anzustreben.
 
 
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