Die beste Waffe in jeglichem Konflikt ist nunmal die Gottgegebene Inteligenz (Wenn auch bei manchen weniger^^)
Möchte dem in jedem Fall beipflichten. Nach der Analyse der Situation sollte es in fast allen Fällen das Vernünftigste sein der Konfrontation aus dem Weg zu gehen - und meist auch möglich.
Entscheidet man sich nicht so hunderprozentig vernünftig zu sein und möchte dem Aggressor entsprechend begegnen ist es nicht sinnvoll eine Waffe zu benutzen. Die Benutzung einer Waffe "legitimiert" (oder ermutigt) das Gegenüber sofort zur Nutzung eines ähnlichen Werkzeuges. Damit steigt das eigene Verletzungsrisiko imens - es greift wieder die Vernunft und man muss es ganz lassen.
Hat das Gegenüber keine entsprechende Waffe wird es auch schonwieder schwierig : verletzt man es so stark, dass es sicher außer Gefecht ist hat man schnell ein rechtliches Problem. Schafft man dies nicht so ist die Gewaltbereitschaft des Gegenübers schnell sehr sehr hoch und es wird gefährlich.
Es gibt im Grunde kaum ein Argument für eine Waffe. Was mir da einfällt wäre der Fall in dem man eine Person schnell ausschalten muss um die von ihr ausgehende Gefahr abzuwenden. Das dumme daran ist, um rechtlich abgesichert zu sein muss die Gewalt angemessen sein. Wartet man jedoch bis das Gegenüber z.B. ein Messer gezogen hat ist die Gefahr schon zu groß für einen Kampf. Verhält man sich jedoch passiv und sticht dann schnell ohne vorwarnung zu ohne das Messer vorher zu zeigen so hat man rechtlich schonwieder Probleme.
Ich denke das einzige was man als Waffe mitführen sollte ist der eigene Körper. Mit Armen, Beinen und Verstand hat man eigentlich alles was man braucht. Ist der Verstand schon entsprechend weit kann man höchstens mal darüber nachdenken Arme und Beine ein wenig zu trainieren
Auch bei der Voranalyse zu berücksichtigen ist, ob die Person genug Informationen hat oder bekommen kann um einem nach einer etvaig "gewonnenen Auseinandersetzung" irgendwann mal aufzulauern und ohne Vorwarnung mit angepasster Waffenstärke oder Personenzahl zurückzuschlagen. Hält man das für zu wahrscheinlich kann man schon von vornherein nicht gewinnen.
Nachdem ich in meinem eigentlich ruhigen Wohnbezirk Berlins einige Male auf die eine oder andere Weise von Aggressoren bedrängt wurde habe ich irgendwann mal angefangen mein passiv-diplomatives Verhalten zu ändern welches mich im Grunde seit Jahren vor allen Problemen befreit hat :
( Will mit meinen Beispielen nur mal andeuten, dass selbst wenn man sich in der Lage sieht kurzfristig einen "Sieg" davonzutragen, es nicht gleich die bessere Lösung ist. )
- Das erste Mal ging es noch einigermaßen gut : Eine einzelne Person wollte mich und einen Freund berauben. Anfangs verhielt ich mich wie früher und gab dem Dieb das Gefühl weiter Überlegenheit. Als er dann anfing er würde mir irgendwas aus seiner Tasche in den Bauch rammen schlug ich einmal sehr kräftig auf seine Nase, schlug ihm die Beine weg und setze mein Knie in seinen Rücken. Die Polizei nahm den mit und bei der entsprechenden Gerichtsverhandlung wurden die Versuche der Verteidigung mich irgendwie wegen der gebrochenen Nase dranzukriegen von meinem Anwalt abgeschmettert.
Fazit : Außer der verlorenen Zeit bei der Verhandlung etc. kaum Probleme (Der Anwalt welcher mit einem neuen Aston Martin anreiste war zum Glück Freund der Familie, sonst wären da ggf. noch Kosten angefallen)
- Zweite Fall brachte schon mehr Probleme : Ich benutze später am Abend seit Monaten mal wieder eine S-Bahn und auf dem Bahnsteig begenete ich (telefonierend) drei unangenehmen Subjekten. Ich habe jene ignoriert (sah aber nicht ein bis an die hinterste Ecke des Bahnsteiges zu gehen, was das Problem ggf. schon gelöst hätte). Als diese dann irgendwann anfingen mich zu bespucken wurde es problematischer - ich verließ den Bahnsteig ein Stück und beendete mein Telefonat. Als ich dann einige Minuten später wieder am Bahnsteig ankam waren jene noch dort und es ging weiter, inkl. erster Handgreiflichkeiten (Beinstellen, Rempler etc.). Ich hatte dann keine Lust mehr und sagte ich rufe die Polizei. Das gefiel jenen nicht und zwei zogen Schlagringe auf. Ich sagte dann sie sollen mich in Ruhe lassen oder ich würde einen von Ihnen verletzen. Als ich dann einige Schritte wegging und das Telefonat mit der Polizei began kam einer angerannt und ich wich zurück. Ich trat dem dann das Knie ein (ich hatte mitlerweile aus rein sportlichem Ergeiz (körperbeherrschung) mit einem Kampfsport begonnen) was ihn Bewegungsunfähig und auch seine Freunde abschreckte.
Diesmal war es dann bei Gericht wesentlich enger. Außer einem Zeugen der kaum was gesehen haben will hatte ich den drei Aussagen nichts entgegen zu setzen. Glücklicherweise haben die nicht sehr überlegt und koordiniert gelogen und ich kam auch dort ohne Verurteilung raus.
Fazit : Einige hundert EUR für den Mantel habe ich nicht erstattet bekommen und drei Verhandlungstage Zeit totgeschlagen. Desweiteren weiß ich nicht was das für Typen waren und würde mir vielleicht Sorgen machen in der Gegend nochmal zu Fuß unterwegs zu sein (zumal der eine nie wieder normal laufen können wird und mich wahrscheinlich nicht so richtig leiden kann).
- Dritter und ungut geendeter Fall : Ich war einer Einladung zum Geburtstag einer Freundin gefolgt die mich in einen Club geführt hat welcher nicht gerade das darstellte was ich mir unter angenehmer Atmosphäre vorstellte. Zu meinem großen Glück kam jedoch auch noch eine Freundin von ihr die ich auch kannte und für die ich eine große Wertschätzung empfand

. Wir unterhielten und lange und gut und irgendwann machte uns mal so ein Typ an - dem Gefiel nicht was wir trugen, dass wir da saßen und .. naja .. wir lästerten ihn ignorierend ein wenig über ihn und der Typ entfernte sich. Ich ging noch Getränke holen und als ich an der Bar stand sah ich den Typen mit einem Messer vor ihrem Gesicht rumfuchteln .. der Gedanke er könne sie damit auch nur versehentlich verletzen gefiel mir wenig und ich entschied erneut meine Vernunft abzulegen, nahm das Messer und steckte es ihm in den Rücken.
Diesmal rief ich nicht die Polizei - wollte nur aus dem Sumpf voller potentieller Gewalttätet (ich wusste ja nicht wer noch zu dem gehört) herraus und bin mit ihr da abgehauen. Am nächsten Vormittag meldete ich die Sache der Polizei ( die schon Kenntnis davon hatten ) da ich für mich ein reines Gewissen hatte.
Fazit : Viel verlorene Zeit bei Gericht (diesmal für mich und Freunde). Nur aufgrund guter Zeugenaussagen von Freunden und dem Geschick meines Rechtsbeistandes konnte ich dort wieder den Kopf aus der Schlinge ziehen - und auch dies nicht ohne Opfer.
Und das schlimmste : Das Geburtstagskind wurde bei einem anderen Besuch des Clubs von dem Typen oder Freunden aufgrund des Vorfalls geschlagen was eigentlich schlimmer als tausend eingesteckte Schläge ist, da sie ja völlig unschuldig war.
FAZIT : Waffen @ home lassen und im Zweifel Polizei rufen.
( Aggression abbauen würd ich durch was anderes ersetzen .. gibt viel coolere Sachen - Ehre gibt es heute doch gar nicht mehr. Kennt jemand etwas was man mit mehr Ehre besser erreicht, vermeidet, kann oder bekommt ? Daher gibt es auch heute gar keine verbreitete Definition mehr von dem Begriff "Ehre" - Wenn ich eine machen sollte würde ich auf jeden Fall das Umgehen eines Konflicktes höhergestellt sehen. So zumindest sehe ich das bei anderen und würde mein Umfeld es bei mir sehen.
Das Problem für viele Menschen ist, dass sie das Gefühl haben feige gewesen zu sein und dass das Gegenüber der Meinung ist es hätte gewonnen. Charackter zeigt man wenn einem das nichts ausmacht. Naja - nach Ehre fragt heute ohnehin keiner
So und wenn dieser blöde Flieger endlich mal landen würde könnte ich dien Thread auch einstellen und ins Bett gehen
