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diese beschissenen Textinterpretationen

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blue_89
Alt 22.10.2006, 13:29   #1
Böse diese beschissenen Textinterpretationen

Und schon wieder steht eine Klassenarbeit kurz vor den Ferien an: Deutsch und dazu noch mit einem der beschissensten Sachen die man in Deutsch machen kann: Textinterpretation ~_~

Ich frag mich wozu man sowas braucht...wieso konnte der Autor nicht gleich sagen was er sagen wollte und wieso muss ich lauter sprachliche Besonderheiten herauslesen?
Hat der Autor wirklich darauf geachtet das er lange Sätze benutzt um dies und das zu verdeutlichen?
Ich glaube kaum!

Sowas ist einfach unsinnig!!!
 
 
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MiKe
Alt 22.10.2006, 13:34   #2
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Hat der Autor wirklich darauf geachtet das er lange Sätze benutzt um dies und das zu verdeutlichen?
doch, hat er in der regel... ABER: wenn du etwas aus dem gedicht/text herausinterpretierst, was vielleicht nicht in den schlauen büchern steht, es sich aber nicht widerlegen lassen kann und stichfest begründet ist, dann darf dir der lehrer deswegen keinen abzug geben (hat unser deutsch-lehrer damals selbst gesagt!)
 
 
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Felicitas
Alt 22.10.2006, 14:12   #3
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der autor sagt schon was er meint, die lehrer wollen nur sehen ob du das auch erkennst.

interpretation ist was tolles. im grunde kann man da nix falsch machen, wie mike sagt. selbst ne gut begründete "falsche" interpretation müsste gut bewertet werden.

bla
 
 
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DarkViolin
Alt 22.10.2006, 14:33   #4
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Hi!
Zum Teil interpretieren die Deutschlehrer einfach ZU viel!!! Ich glaube kaum, dass sich jeder Autor überlegt: ach ja, da nehm ich jetzt ein Nomen, das mit dem gleichen Buchstaben anfängt wie jenes, das ich zuvor verwendet habe. So erkennt der Lehrer die Wiederholung in dieser Geschichte Oder so ähnlich..
Wir haben jedes Jahr an unserem Gym einen Autoren - Halbtag, wo sich die vierten Klassen darauf vorbereiten (also mehrere Bücher eines Autors lesen und _interpretieren_) und wo dann der Autor persönlich eine Lesung in unserer Aula veranstaltet und mit uns über die Bücher diskutiert. Letztes Jahr hat eine Klasse mit ihrer Deutschlehrer eine Geschichte wirklich bis ins Detail auseinandergenommen und (der Schluss war total offen) interpretiert, wie das Ende mit den Grundstrukturen des Textes aussehen MUSS.
Da hat der Autor gesagt: ich weiss selbst nicht, wie die Geschichte ausgeht.. hört auf, so viel zu interpretieren!
Naja.. aber manchmal ist es schon noch spannend, zu sehen, wieso ein Schriftsteller was macht. Aaaaber.. nur in gewissen gesunden Massen.
Liebe Grüsse, Darki!
 
 
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El Sparko
Alt 22.10.2006, 14:40   #5
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da literatur im grunde eine kunst ist haben beide seiten nur bedingt recht. es mag autoren geben, die viel wert auf die klassischen rhetorischen mittel legen... es mag aber genauso autoren geben, die vielleicht unbewusst stilmittel einsetzen oder sogar mit den klassischen mitteln spielen, indem sie sie in einen widersinnigen kontext stellen.

interpretieren kann man vieles, aber das meiste wird wohl wirklich über die vorstellungen des schreibers hinweg gehen, darum geht es aber garnicht. was man dabei lernt ist ein wenig zwischen den zeilen zu lesen und einen subkontext zu entdecken, der vielleicht vieles banale erst zu etwas besonderem macht. und nein man kann wirklich nicht "falsch" interpretieren... wichtig ists auch hier ne gute schreibe zu haben, so liefert man begründungen auch immer sinnvoll ab.

(während wir in der wirtschaftlichen oberstufe meist epische texte interpretierten, haben die leute vom technikzweig ausschließlich nüchterne sachtexte interpretiert... - da sieht man einfach wie sinnlos die vorlage sein kann und wieviel man trotzdem rauslesen können muss.)
 
 
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Traico
Alt 22.10.2006, 15:44   #6
Standard

was interpretationen bringen ?

du elrnst zusammenhänge zu entdecken, diese sprachlich auszudrücken und und und

und wenn du nun schon weinst, dann wart erstmal ab, denn jede deiner weiteren "klassenarbeiten" (hach, war das schöna ls sie noch so hießen und nicht 3 stunden+ geschrieben wurden) wird eine art der interpretation sein, obs nun sachtexte, textauszüge oder sonstwas sind

hf
 
 
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Sili
Alt 22.10.2006, 16:51   #7
Standard

Ach crap...

ich muss über die Ferien jetzt 2 Bücher lesen und darf gleich am ersten Tag ne Politikklausur schreiben und zwei tage danach Deutsch Thema Lyrik... und vor den Weihnachtsferien schreiben wir in einer woche auch nochma 4...

BESCHWER DICH NICHT!!!!! *g*
 
 
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missgreenx
Alt 22.10.2006, 17:21   #8
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Zitat von blue_89
Und schon wieder steht eine Klassenarbeit kurz vor den Ferien an: Deutsch und dazu noch mit einem der beschissensten Sachen die man in Deutsch machen kann: Textinterpretation ~_~
oh, oh, oh, dat kenn ich, wir machen grad Textanalysen....mit retorischen Mitteln und so weiter ....*kotz* Ich hasse Deutsch! Naja, was will man machen?!
Ihr hattet noch keine Ferien? Is ja hart, ich muss morjen schon wieder die zweite Woche nach den Herbstferien zur Schule...
noja, kann man sich wieder auf die Winterferien freun
 
 
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Jonaz
Alt 22.10.2006, 17:25   #9
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@blue:
Kann sein , dass wir in der gleichen Klasse sind???

Wir machen das nebenbei gerade mit Gedichten. Und manchmal glaub ich kaum, dass ein gewisser Autor im 16 jahundert darauf geachtet hat, wieviele "i"-Vokale er benutzt um sein Gefühl mehr oder weniger stark auszudrücken.

Meine Lehrerin ist, wie fast die meisten die ich hatte, gehässig , spießig und zickig.

Irgendwie kommts mir so vor, als könnte man aus einem solchen Text jeden Scheiß interpretieren, so ähnlich wie es in der Bibel bzw. dem Koran der Fall ist.

Zitat von MiKe
d ABER: wenn du etwas aus dem gedicht/text herausinterpretierst, was vielleicht nicht in den schlauen büchern steht, es sich aber nicht widerlegen lassen kann und stichfest begründet ist, dann darf dir der lehrer deswegen keinen abzug geben (hat unser deutsch-lehrer damals selbst gesagt!)
Er machts einfach und du kannst nichts dagegen machen.
 
 
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Traico
Alt 22.10.2006, 17:28   #10
Standard

ihr habt sorgen...

kommt erstmal in die 13, da werdet ihr sehen wo der hammer hängt!

und euch freuen wie locker und leicht schule sein kann

aber mal im ernst. was ihr macht is doch kindergarten... ich schreibe teilweise 3 klausuren pro woche, dh insgesamt über 10 stunden klausur...

ich schreibe in einer meiner bioklausuren mehr als ihr in deutsch, englisch und geschichte (falls ihr das habt^^) zusammen

also um himmels willen, beklagt euch nicht!
 
 
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missgreenx
Alt 22.10.2006, 17:35   #11
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Tja, wir werden auch (hoffentlich) irgendwann in die 13. kommen ...und glaubs mir: dann werd ich weiter auf den Stoff und die Lehrer schimpfen... und wenn sich diese verschlimmern, Tut das meine Einstellung und Laune gegenüber diesen auch! is doch klar!
 
 
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Jonaz
Alt 22.10.2006, 17:35   #12
Standard

3 Klausuren sind eigentlich nichts besonderes. Knackig wirds erst wenns bergauf geht.
Die Arbeiten in 12 und 13/ABI sind warscheinlich schwierigkeitsgradmäßig nicht besonders unterschiedlich.

Nebenbei: Ist eure deutschlehrerin auch blond,dürr ,zickig, anfang 30 und ordnungsfanatisch?
Irgendwie hat fast jede meiner Deutschlehrerin diese Punkte erfüllt.
Vllt ist das ja irgendein Phänomen dem mal einer auf den Grund gehen muss.
 
 
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Traico
Alt 22.10.2006, 17:39   #13
Standard

also wenn du bio lk, geschichte lk und mathe gk in einer woche schreibst, dann will ich den sehen, der das nicht "knackig" findet...

es ist hart, aber nicht unmöglich

und dass die klausuren in 13.1 und 13.2+abi nicht unterschiedlich sind vom schwierigkeitsgrad her liegt daran, dass (zumindest bei uns) ab der 13 die gleichn bewertungskriterien benutzt werden

wenn du in der 13 bist wirst du wissen was ich damit meine
 
 
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legolas
Alt 22.10.2006, 19:37   #14
Standard

die 13 ist doch genauso wie alle anderen klassen auch. ich schreib zwar jetzt in sowi 15 seiten anstatt 3 wie früher in politik aber sonst ist das doch nichts anderes. und zum thema "die autoren damals haben sich nichts dabei gedacht"
doch haben sie. schreib mal selbst gedichte, wenn du die grundzüge der lyrik verstanden hast, wirst du merken das beispielsweise ein paarreim dazu da ist harmonie in das gedicht zu bringen. es sollte in einer interpretation auch nicht darum gehen in jedem wort/vers/strophe ein stilistischen mittel zu erkennen, das sollte jedem klar sein. die sinnlosigkeit selbigem ist die selbe wie in mathe und allen anderen fächern auch. niemand wird später matrixen berechnung brauchen, oder wissen wie neuronen einen reiz vermitteln. fakt ist aber das das niveau steigen muss von klasse zu klasse. daher gibt es auch später leistungskurse, die nicht schwerer als die grundkurse sind aber mehr ins detail gehen. schule ist und bleibt sinnlos und ist nur dazu da den gewünschten abschluss zu erreichen. wer sagt "doch, ich will bio-lehrer werden und daher brauche ich bio-lk" redet unsinn. alles was du später im studium brauchst lernst du da. man muss halt nur seinen abschluss schaffen
 
 
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El Sparko
Alt 22.10.2006, 19:38   #15
Standard

schade dass viele leute eine 13. klasse garnicht mehr sehen werden, da die 13.ten überall wegrationalisiert werden. zumindest in der gymnasialen oberstufe. fos/bos-13 wirds weiterhin geben.

wer sagt "doch, ich will bio-lehrer werden und daher brauche ich bio-lk" redet unsinn. alles was du später im studium brauchst lernst du da. man muss halt nur seinen abschluss schaffen
das was wir im studium "von grund auf lernen", jetzt z.b. in physik/e-technik, machen wir in eineinhalb stunden und das beinhaltet einfach mal aussagen wie "das kennen sie vom gymnasium her, das brauche ich nicht weiter zu erklären"... tut mir leid aber in manchen fachrichtungen brauchst du immenses vorwissen aus der schule, sonst musst zum freizeitlichen autodidakten werden. und selbst wenn man nicht in die richtung studieren möchte, mit diesem "das werde ich doch nie brauchen!!!"-gebrülle blockiert man sich doch nur selbst. manchmal lernt man halt doch für die schule und nicht fürs leben. ausserdem kann man auch ohne persönliches interesse an nem stoff ein erfolgserlebnis einfahren.
 
 
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