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Zivildienst: Finanzieller Engpass

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Blasteroid
Alt 24.02.2007, 18:24   #1
Standard Zivildienst: Finanzieller Engpass

Tach auch,

ich werde zum 03.09. zum Zivildienst herangezogen, weil ich kurz davor meine Ausbildung beende die ich in Wirklichkeit im Februar 2006 abgebrochen und es nicht mitgeteilt habe.
Jedenfalls habe ich einen eigenen Haushalt und hab demzufolge auch die anfallenden Ausgaben, die ein Gehalt einer Zivildienststelle keinesfalls decken kann. Momentan arbeite ich ja Vollzeit und lebe gut damit, aber was mache ich ab September? Welche Möglichkeiten gibt es da?

Vielen Dank im Voraus!
 
 
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fIrEst0rM
Alt 24.02.2007, 19:13   #2
Standard

Zitat vom BAZ:
Mietbeihilfe


In bestimmten Fällen wird Mietbeihilfe für die eigene Wohnung des Dienstleistenden von den bei den Städten und Landkreisen eingerichteten Unterhaltssicherungsbehörden gewährt. Nicht von der Unterhaltssicherungsbehörde getragene Miet- und Mietnebenkosten zahlen die Dienststellen, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen und die dienstliche Unterkunft nicht gewährt wird.




Also solltest du davon ausgehen können dass dir, zumindest bezüglich Mietkosten, unter die Arme gegriffen wird, es sei denn deine zukünftige Dienststelle hat eigene Unterkünfte, dann wärst du gezwungen diese zu nutzen (würdest also kein Zuschuss kriegen)
 
 
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Doro6
Alt 25.02.2007, 06:20   #3
Standard

mein freund hatte das gleiche problem, er hat aber leider kaum hilfe bekommen weil sein dad zu viel verdient hat ergo musste er sein auto abmelden ect. und ich hab ihm dann geholfen von wegen ausgaben aufschreiben und schauen wo man sparen kann-naja und waehrend der zeit hat er sich von toast und nudeln ernaehrt :-)
 
 
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David
Alt 25.02.2007, 16:47   #4
Standard

du kriegst 500-600eur nettobezüge und ZUSÄTZLICH bis zu ~300eur mietbehilfe. Außerdem wird Kindesunterhalt und Versicherungsprämien übernommen.
 
 
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Walli-Man
Alt 25.02.2007, 17:55   #5
Standard

Hab gestern auch meine Einberufung zum 03.09.2007 bekommen. Hab mich aber schon vorher um ne Stelle zum 01.07.2007 gekümmert.

Die neun Monate werd ich finanziell schon durchhalten, aber wahrscheinlich auch ein bisschen kürzertreten.

Man bekommt ja denk ich 7,41 € am Tag plus Fahrtkosten und evtl. Verpflegung und zum Schluss ne Einmalzahlung. Muss mich aber auch noch mal genauer informieren.
 
 
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Cassandra
Alt 25.02.2007, 23:37   #6
Standard

Ich weiß nicht, ich finde das die bischen übertreiben. Ein Freund von mir muss jetzt antreten.
Er hat gerade seine Ausbildung abgeschlossen und die Firma hat ihn auch übernommen. Also wollte er das sie ihm die Frist verlängern, damit er bei der Arbeitstelle länger arbeiten kann und vielleicht für länger übernommen wird. Haben sie nicht gestatten. Also kündigt er bis zum 31.12. Und am 2.01. kommt ein netter Brief das sie ihm nun doch verlängern. Er geht zur Firma, stelle schon besetzt. Ist das nicht mies?

Naja dann wollte er sich wo anders Bewerben. Am 01.02. kommt dann ein Brief das ihm die Frist nun doch nicht verlängern und er hat 1 Monat Zeit sich was zu suchen sonst kriegt er irgendwo ne Stelle. Ist das nicht irgendwie krank? Ich meine wie Arbeiten die Leute da?

Jetzt musste er auf die schnelle eine Stelle im Pflegeheim annehmen wo sie ihm auch nicht mehr als 300 Euro zahlen. Totaler Hungerslohn. Und er hat auch noch ein Auto ^^
 
 
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El Sparko
Alt 26.02.2007, 01:47   #7
Standard

beim zivildienst zahlen sie dir, grob gesagt: wohnung, verpflegung, fahrtgelder (soweit gerechtfertigt) + täglichen sold + weihnachtsgeld + entlassungszahlung. wer mit dem geld nicht zurecht kommt hat einfach immens zu hohe ausgaben für sein alter (oder aber viele privatversicherungen). eigentlich ist das zivi leben nämlich so ziemlich das unkomplizierteste, das man sich wünschen kann.
 
 
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Walli-Man
Alt 26.02.2007, 17:12   #8
Standard

Zitat von El Sparko
eigentlich ist das zivi leben nämlich so ziemlich das unkomplizierteste, das man sich wünschen kann.
... das macht mir ja Mut.
 
 
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soul.
Alt 26.02.2007, 19:13   #9
Standard

jo, stimmt eigentlich. wie sparko schon sagt, als zivi bekommt man eben so viel geld wie man gerade braucht. ich zB bekomme 112 € fahrtkostenerstattung pro monat weil ich mit dem auto kommen muss. ein freund von mir bekommt alles in allem an die 1000 € monatlich, weil er mietzuschuss und jede mahlzeit ausgezahlt bekommt.
 
 
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michaelg
Alt 26.02.2007, 19:56   #10
Standard

Es ist schon sehr entwürdigend, die Dienstbezüge bedarfsangemessen zu nennen. In der abstrakten Schilderung sieht das mitunter noch so aus. Die konkreten Fälle mit den Mietbeihilfen können sogar akzeptabel sein. Konkret ist aber auch das gar nicht so fürsorglich, wie man denkt, wenn man hört, der Staat kommt für meine Miete auf. Denn wieviel hier tatsächlich gezahlt wird, ist sehr genau geregelt. Das kann durchaus viel sein (bei hoher Bemessungsgrundlage, wenn also der Zivildienstleistende vorher hohes Einkommen hatte), aber Pech hat beispielsweise, wer seinen Mietvertrag erst seit kurzem hat (kürzer als ein halbes Jahr). Dann gibt das gerade mal 70% der Miete - maximal knapp 210 €.

Lassen wir aber mal die ganzen Zuschüsse beiseite, und betrachten nur Sold, mitunter noch Kleidungs, Verpflegungsgelder und Fahrtkostenerstattungen. Denn häufig sind es auch lediglich 400-500 Euro monatlich. Und das bei um die 40 Stunden pro Woche. Das ist schon sehr brutal, ganz gleich wie unangemessen hoch die monatlichen Kosten eines Mannes Anfang zwanzig sind, wenn ihm das zu wenig ist. Der Vergleich mit Arbeitslosengeld 2 lässt beinahe güßen. Und die besondere Zuwendung hat den Namen Weihnachtsgeld alles andere als verdient. Selbst die Betitelung als "besondere Zuwendung" bleibt eine Frechheit.

Es ist übrigens keine zwei Jahre her, dass das Bundesministerium für Familie, Frauen und Senioren (die verantwortliche Instanz über dem BAZ) plante, die besondere Zuwendung sowie das Entlassungsgeld zu streichen (s. hier).

Dass das Entlassungsgeld seiner Funktion als Überbrückungsgeld kaum gerecht wird, sieht man schon daran, dass es gerade mal ein dreistelliger Betrag ist.

Aber ist eben ein Dienst- und kein Arbeitsverhältnis, "ich sehe es ein..."

Zitat von Cassandra
Naja dann wollte er sich wo anders Bewerben. Am 01.02. kommt dann ein Brief das ihm die Frist nun doch nicht verlängern und er hat 1 Monat Zeit sich was zu suchen sonst kriegt er irgendwo ne Stelle. Ist das nicht irgendwie krank? Ich meine wie Arbeiten die Leute da?
Da wird mit einer Mischung aus Willkür und Zwang gearbeitet.
 
 
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El Sparko
Alt 26.02.2007, 23:34   #11
Standard

was laberst du da von bemessungsgrundlagen und unangemessenem "lohn"? der staat, der dich zum dienst verpflichtet, würde dir ohne weiteres eine unterkunft stellen (genauso wie studenten auch öfters mal ins studentenwohnheim müssen und nicht zwingend in der eigenen wohnung leben können). des weiteren ist ne miete von 210 immer noch ne miete.

ich war doch selber zivi und ich habs selbst gesehen. es gab keinen von uns der am hungertuch nagte. entweder bekommste essen oder essenszuschüsse und die übersteigen immer noch deine täglichen kosten. dann bezahlen sie dir die autonutzung, wenn begründet, und deine fahrtkosten komplett. du darfst sogar mit dem ziviausweis quer durchs land fahren wenn deine stelle ganz woanders ist.

was haste also alles? wohung, essen, kleidung, fahrtkosten + restliche zuschüsse PLUS täglichem sold. das ganze auf ein monatsgehalt runterzurechnen geht am sinn vorbei. von nem gehalt würdest du nämlich erstmal die kosten bezahlen, die dir dein dienstherr doch bereits abgenommen hat. klar man wird nicht reich und in den 9 monätchen wirst auch deine lebensqualität nicht auf ungeahnte level steigern... aber allein dass die tätigkeit als zivi wie ne normale versicherungspflichtige tätigkeit dem arbeitsamt gegenüber zählt, bringt dir mit entsprechender vorgeschichte schon fast 12 monate arbeitslosengeld 1 ein. dann kannst ja mal auf staatskosten deinen, dir angeblich zustehenden, luxus aufbauen.

kommt einfach mal von der erwartungshaltung runter. wer zivi macht kann ohne weiteres ein schönes leben haben. wer aber teure karren, teure wohnung und dazu noch immens große ausgaben haben muss der ist für das alter 18-20 einfach ein wenig vom normalen lebensstil abgekommen.

die meisten zivis werden wohl irgendwann nach ihrem zivildienst studieren. wie soll es dann laufen? soll auch der staat dafür sorgen dass man noch immer sein 1000/monat einkommen zum verpulvern hat? ich zumindest hab nun als student/aushilfsarbeiter/bafög-bezieher weniger geld in der tasche als damals beim zivildienst.
 
 
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Blasteroid
Alt 26.02.2007, 23:36   #12
Standard

Stellt mich die Einschreibung in ein Studium zurück? Ich werde exakt Mitte 2008 23 Jahre alt, dann isses doch aus, oder?

Bzw wäre es dann interessant nachzurechnen, was finanziell besser wäre, sieht ganz nach Zivildienst aus.

Geändert von Blasteroid (26.02.2007 um 23:55 Uhr).
 
 
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michaelg
Alt 27.02.2007, 00:14   #13
Standard

Zitat von El Sparko
die meisten zivis werden wohl irgendwann nach ihrem zivildienst studieren. wie soll es dann laufen? soll auch der staat dafür sorgen dass man noch immer sein 1000/monat einkommen zum verpulvern hat? ich zumindest hab nun als student/aushilfsarbeiter/bafög-bezieher weniger geld in der tasche als damals beim zivildienst.
Das Studium ist eine freiwillige Entscheidung ! Da "soll" der Staat gar nichts großartiges, das mit der Förderung nach BAföG könnte zwar durchaus endlich mal wieder angepasst werden, aber das steht hier wirklich nicht zur Debatte, deswegen weiß ich auch nicht, was der Vergleich von Zivildienstbezügen mit Studenteneinkommen soll. (Aber gut: ich selber habe als Student netto jetzt (fast) genau so viel wie als ZDL mit zahlreichen Optionen nach oben, die mir als ZDL nicht offen standen)

Zitat von El Sparko
was haste also alles? wohung, essen, kleidung, fahrtkosten + restliche zuschüsse PLUS täglichem sold. das ganze auf ein monatsgehalt runterzurechnen geht am sinn vorbei. von nem gehalt würdest du nämlich erstmal die kosten bezahlen, die dir dein dienstherr doch bereits abgenommen hat.
"Plus" täglichem Sold. Klar hat man den. Nur warum den so hervorheben? Was soll denn an diesem großartigem Sold pro Tag (!) so erfreulich sein? Der liegt unter zehn Euro.

Wohnung, Essen, Kleidung das hat man, und Fahrtkosten. Ganz großes Kino... Zur Wohnung nochmals: Wenn es deine eigene Wohnung ist, dann ist lange nicht sichergestellt, dass dir die Miete so, wie du sie hattest bezahlt wird. Und die Unterkünfte, die dir gestellt werden sind im Vergleich zu einer eigenen Wohnung (ganz gleich wieviele Zimmer) selten besser als Schullandheime.

Gleiches gilt für Kleidung (die es auch nur dann gibt, wenn die Dienstelle keine eigene Keldiung zur Verfügung stellt). Hand aufs Herz das sind dann ~40€ im Monat. Stellt die Zivildienststelle keine eigene Kleidung zur Verfügung und nimmt man an, der ZDL friert seine Textileinkäufe für die Dienstzeit ein, so hat er die neun Monate nichts an Finanzen, die extra für Kleidung vorgesehen ist...

Die Verhältnismäßigkeit des Essensgeldes ist ebenso in Frage zu stellen - Die Beträge werden gerade mal Mensa-/Kantinenspeisen gerecht. Aber gut, ob das jetzt (noch) annehmbare Verpflegung ist lass ich mal offen (in meinen Augen ist es zwar annehmbar, aber nichts im Vergleich zu den Essensverhältnissen normaler Arbeit, sondern vielmehr im Vergleich zu der Freiheit der Essensauswahl, welche ein Arbeitnehmer hat (Ort und Zeit))!

Was ich eigentlich in Frage stellen möchte, ist ob diese Gleichung aufgeht:

Zitat von El Sparko
das ganze auf ein monatsgehalt runterzurechnen geht am sinn vorbei. von nem gehalt würdest du nämlich erstmal die kosten bezahlen, die dir dein dienstherr doch bereits abgenommen hat.
Um das zu beantworten, muss man sich nämlich genau die Frage stellen, wie es mit Bemessungsgrundlagen und unangemessenen "Lohn" aussieht. Vielmehr noch darf / muss man hier fragen, wie es damit potentiell aussehen können und zwar völlig ungeachtet der Tatsache/Frage ob nun die meisten Zivildienstleistenden nach ihren Dienst studieren.

Zitat von El Sparko
kommt einfach mal von der erwartungshaltung runter. wer zivi macht kann ohne weiteres ein schönes leben haben. wer aber teure karren, teure wohnung und dazu noch immens große ausgaben haben muss der ist für das alter 18-20 einfach ein wenig vom normalen lebensstil abgekommen.
Darum ging es mir nicht. Denn du hast recht damit, dass kein Zivildienstleistender am Hungertuch nagt / nagen muss. Es [also das was man bekommt] mag ausreichen. Und wem es nicht ausreicht, der mag wirklich "zu viel" ausgeben. Kann man gerne so sehen, gar keine Frage. Aber es kann nicht sein, dass sich der einzelne Dienstleistende in seinem Bedarf, danach richten muss, was er bekommt. "Oh doch, wie soll er es denn sonst machen? Er muss sich doch danach richten" möge man jetzt entgegnen. Realistisch gesehen ein Argument. Aber bitte nicht vergessen: Hatte er die Wahl, als zum Dienst einberufener, gezwungener? Die Wahl hatte er nicht. Darauf wollte ich hinaus, dass angemessener Bedarf auf einmal - wie selbstverständlich (scheint ja wirklich Akzeptanz gefunden zu haben) - fremdbestimmt sein soll (wegen der These: 'Das, was der ZDL bekomm reicht ihm nicht nur, sondern muss ihm reichen, ansonsten gibt er halt zuviel aus'). Damit wir uns nicht falsch verstehen: In gewisser Weise sind Einkünfte immer auch mit-fremdbestimmt. Aber es macht einen heftigen Unterschied, ob man sich das aussuchen kann (als Arbeitnehmer, wobei selbst das de facto Seltenheitswert annimt) oder ob man eben keine Wahl hat und sich dann sagen, mehr noch befehlen lassen muss: soviel bekommst, du, wenn es dir nicht reicht, pass deinen Bedarf an! Wenn jemand damit nicht fertig wird, hat das noch lange nichts damit zu tun, dass dieser nur mit Luxus kann oder über die Verhältnisse lebt, die von ihm gefordert werden (!).

Ich war 22 als ich Zivildienst geleistet habe. Davor hatte ich >1100 netto. Abzüglich Wohnen, Versicherungen, Nahverkehr (ich hatte kein Auto), Kleidung hatte ich noch weit mehr als das anderthalbfache meiner Zivildienstbezüge. Da hätte ich täglich den Pizzaservice rufen können, und es würde noch immer keine Rolle spielen, was das Verpflegungsgeld denn nun "wettmacht".
 
 
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El Sparko
Alt 27.02.2007, 03:19   #14
Standard

da bin ich anderer meinung. ich sehe nicht wo zivildienst komplett "angemessen" sein können muss um ein gehalt zu substituieren, eine wohnung zu finanzieren, finanziellen spielraum einzurichten etc.

zivildienst machst du nur (mehr) 9 monate!

in dieser zeit arrangierst du dich oder meckerst mit "menschenunwürdig ieh pui" rum, wie es halt typisch deutsch ist.

ich sage nicht dass es toll ist sich arrangieren zu müssen, fremdbestimmt zu sein, kein recht auf körperliche unversehrtheit zu haben, für nicht-strafbewehrte verhaltensweisen in arrest gesteckt werden zu können, dem diensther auf befehl gehorsam leisten zu müssen... aber ich bin soweit zu akzeptieren, dass man dies 9 monate lang rumbringen kann ohne dabei große persönliche verluste zu haben.

was ich von dir, michael_g, höre deutet darauf hin, dass dir dein zivijob keinen spaß gemacht hat. anscheinend bist du daher so verbittert, dass sämtliche restumstände viel mehr wichtigkeit zugemessen werden, als sein müsste.

sehen wir es realistisch. die leute die zivildienst machen sind im alter von 18-22, der großteil 18-20. diese menschen haben, bis auf ausnahmen, weitestgehend das selbe einkommensbild. sie bekommen eine ausbildungsvergütung, alg-2 oder das erste gehalt eines angestellten. dies bewegt sich also zahlenmässig zwischen 300 und 1000 euro netto. eben genau dort bewegt sich auch der zivisold. nicht der der täglich gezahlt wird, sondern die gesamtsumme aufm konto. ich z.b. hatte vor 3 jahren zwichen 700 - 888 euro auszahlungssumme jeden monat. ich habe in der zeit genauso wie in meiner ausbildung meine kosten für auto, versicherung, etc. beglichen und ich konnte genauso wie bei einer ausbildung davon leben.

heute leben ich als student sogar von noch weniger geld, obwohl die kosten nicht weniger werden.

was will ich also sagen? in dem alter hat man kein geld. die wenigsten haben nen vollen, längerfristigen und gut bezahlten job. wenn du ne ausbildung machst kannst davon auch nicht in die großstadt ziehen und dir ein aktuell angesagtes auto leisten. das akzeptiert man weil man ja nach der ausbildung mehr geld verdienen könnte und somit wünsche verschiebt. jetzt kommt nach der ausbildung aber der bund/zivi daher und schon fängt das geschreih an... gut so gesehen begründet weil es gegenüber frauen/ausgemusterten ungerecht ist, dass man IMMER noch nicht mit voller tasche leben kann ABER jegliche klage vor gericht deswegen hat bislang keinen erfolg gezeigt.

warum? zivildienst ist notwendig, die sozialen sicherungssysteme unserer landes können sich keine vollbezahlten arbeitskräfte leisten. wer zivildienst leistet, der leistet dienst an der gesellschaft... diese zwangshaltung des staates uns gegenüber wird also nicht nachgeben. wir können also rumwüten und ungerechtigkeit gegen den himmel schreien... wir können uns aber genauso arrangieren wie man es in ausbildung/studium auch tut.
 
 
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michaelg
Alt 09.03.2007, 13:05   #15
Standard

Sold und BAföG haben eine schöne Gemeinsamkeit, deren Höhen sind schon ewig nicht mehr angepasst worden. Für Ausbildungsförderung sieht es schlecht aus, zwar wird es novelliert, aber die Novelle sieht keine Erhöhung vor.

Beim Sold fordern jetzt sowohl der Deutsche Bundeswehrverband als auch die Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen eine Erhöhung um mindestens zwei Euro.

Hierzu gibt es seit einigen Wochen eine Petition die doch gerne Unterstützung finden sollte:

Link

Nicht über die Adresse wundern, die Petitionsseiten des Bundestages kommen aus Edinburg (hier nachzulesen).


Zitat von El Sparko
jetzt kommt nach der ausbildung aber der bund/zivi daher und schon fängt das geschreih an... gut so gesehen begründet weil es gegenüber frauen/ausgemusterten ungerecht ist, dass man IMMER noch nicht mit voller tasche leben kann ABER jegliche klage vor gericht deswegen hat bislang keinen erfolg gezeigt.
Erfolge gab es anno 2004 vor dem Verwaltungsgericht Köln - welches die administrativen Wehrdienstausnahmen für einen verstoß gegen den Grundsatz der Wehrgerechtigkeit hielt. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hob diese Urteile zwar Anfang 2005 auf, das VG Köln teilte diese Rechtssprechung aber nicht, und entschied weiter zugunsten der Einberufenen Kläger (vgl. hier und hier)

Zitat von El Sparko
warum? zivildienst ist notwendig, die sozialen sicherungssysteme unserer landes können sich keine vollbezahlten arbeitskräfte leisten. wer zivildienst leistet, der leistet dienst an der gesellschaft... diese zwangshaltung des staates uns gegenüber wird also nicht nachgeben.
Die Notwendigkeit ist sehr umstritten, das betrifft insbesondere die These des Pflegenotstandes bei Wegfall des Dienstes. Den Verweis auf diverse Links dazu spare ich mir hier mal (Studien sprechen meist u.a. von negativen Auswirkungen auf Arbeitssituation in Dienststellen (insbesondere deren Auswirkungen auf die tatsächlich Beschäftigten), von Motivationsproblemen der Dienstleistenden und prekärer Ausbildungsqualität, was bei neun Monaten Dauer mit marginaler "Ausbildung"/Einweisung (gegen zwei/drei Jahre reguläre Ausbildung!) ja kaum bestreitbar ist).
Eines ist aber offensichtlich: In dieser scheinbaren Notwendigkeit zeigt sich einmal mehr, wie die Politik die Realität verdreht und die Dienstleistenden hinters Licht führt. Der Zivildienst hat nämlich eine sehr generelle Auflage, nämlich arbeitsmarktneutral zu sein. Damit ist eigentlich schon alles gesagt, denn dass das Gegenteil zutrifft ist ergibt sich ja sowohl aus deinem Beitrag und nicht zuletzt der Zivildienstrealität.

Ich war einer Nahtstelle einer Klinik eingesetzt. Dieser Arbeitsort regelte insbesondere (aber nicht nur) den Transport von Patienten zum tatsächlichem Operationssaal und war ausschließlich von Zivildienstleistenden besetzt. Das bedeutet praktisch, dass ein Wegfall des Dienstleistenden den OP-Alltag unmöglich gemacht hätte. Zu dem Transport kamen nämlich noch zeitaufwendige technische Präparationsarbeiten je nach Operation sowie Aufräumarbeiten. Die Masse war auch sehr erdrückend, maximal waren acht Operationen simultan möglich. Aber gut, soviel zu meiner persönlichen Erfahrung, es gibt weitaus besseres.

Bedenkenswert ist ja auch, dass Zivildienstleistende mittlerweile in privatisierten Einrichtungen arbeiten. Die Richtlinien zur Durchführung des Zivildienstes untersagten dies ausdrücklich, aber das BAZ scherte sich nicht drum. Um rechtliche Bedenken zu untergraben, wurden besagte Richtlinien 2006 auch gerade dahingehend geändert, um die vorherige Unvereinbarkeit von Gemeinwohlverpflichtung und Gewinnerzielungsabsichten zu beseitigen.
Im Übrigen kann die Notwendigkeit des Zivildienstes, selbst wenn es sie tatsächlich geben sollte, niemals ein wirksames Argument sein, weil der Zivildienst ein an den Wehrdienst gekoppelter Ersatzdienst ist, wie es auch Art 12a, 2 hergibt. Die Notwendigkeit als Argument vergisst diese essentielle Tatsache und betrachtet den Zivildienst fälschlicherweise als eigenständiges Gebilde. Den Zivildienst kann man deshalb gerne unter das Gewissen oder die Gerechtigkeit betreffenden Gesichtpunkten diskutieren, aber nicht hinsichtlich der Notwendigkeit.
Eine überspitzte Frage verdeutlicht dies sicher: Was, wenn niemand mehr verweigerte? Da würde selbst eine absolute Notwendigkeit nichts mehr nützen.
Zusammengefasst:
Zivildienst ist, eben weil es ein Ersatz ist, mit einem Ausnahmecharakter versehen. Das ist zwar reell mittlerweile nicht mehr so gegeben, wäre aber jederzeit wieder denkbar und ist nach wie vor formal so vorgesehen. Der Zivildienst hat also als fest definiertes Ziel nur: Ein Ersatz zur Erfüllung der Wehrpflicht zu sein, für diejenigen, die sich darauf berufen, nicht gegen Ihr Gewissen zum Kriegsdienst an der Waffe gezwungen werden zu können. Den Ersatz- und Ausnahmscharakter betonte auch das BVerfG in einem sehr grundsätzlichem Urteil vom 13.4.1978. Der Ersatzcharakter wird auch dadurch verstärkt, dass für den Zivildienst ein Werbungsverbot besteht (vgl. Leitfaden zur Durchführung des Zivildienstes), da Werbung für den Zivildienst suggerrieren würde, der Zivildienst sei eine Alternative und kein Ersatz.
Ich weiß nicht, wie Zivildienst ein Dienst an der Gesellschaft sein soll, wenn in dieser Gesellschaft Arbeit angeblich Vorfahrt haben soll und sozial das sein soll, was Arbeit schafft. Der materielle Nutzen, den der Zivildienst der Gesellschaft bringt, ist sicherlich da - aber eben begleitet von zahlreichen negativen Hintergründen.

Der Begriff Pflegenotstand meint ein multidimensionales Problem: Der Bedarfsanstieg unseres Pflegesystems ist also nicht nur aus dem Blickwinkel von Personalkapazitäten zu sehen sondern vielmehr ist auch zu sehen, dass die Anforderungen an die Pflege in vielerlei Hinsicht, zum Beispiel der menschlichen, technischen, administrativen, drastisch stiegen und steigen.
Der Zivildienst wirkt sich daher sehr paradox auf den Pflegenotstand aus: Einerseits wird versucht die Defizite in der Personalkapazität durch den Einsatz von Dienstleistenden als Lückenbüßer zu kompensieren oder abzumildern aber andererseits bewirkt dies gerade eine Verschlimmerung des Pflegenotstands, eben durch o.g. Qualitätsverlust der Pflege.
Wie sich dieses krasse Missverhältnis auf die konkrete Arbeit in einer Dienststelle auswirkt zeigt der Dienstalltag in der Pflege: Die Dienststellen fordern vom ZD, dass er seine Arbeit zügig, effektiv, rationell erledigt, die Patienten allerdings wollen Menschlichkeit, Zuhören, Zuwendung, Empathie.
 
 
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El Sparko
Alt 09.03.2007, 13:45   #16
Standard

ich bin auch einer der menschen, der den zivildienst lieber als gleichwertige alternative sehen würde. statt einer verweigerung nach der musterung wäre das mindeste ein auswahlverfahren ala "ihr allgemeiner dienst steht an, was möchten sie tun? dienst an der waffe? sozialdienst? technisches hiflswerk/feuerwehr/etc...". selbstverständlich dann auch nicht nur für ein drittel der männlichen bevölkerung, sondern einfach für alle menschen im bundesstaat... aber das ist ne diskussion bei der wir wieder beim "aber frauen müssen doch kinder bekommen, das ist ihr dienst"-geblubber wären und auf dem niveau will ich nicht diskutieren.

du hast recht damit, dass dieser ersatzdienst nicht aus seiner notwendigkeit heraus gewachsen ist. zivildienst gibt es unter anderem auch nur deshalb, weil deutschland es ungern gesehen hätte wenn seine wehrpflichtigen jugendlichen an die besatzungsmächte verheizt werden... ansonst bin ich sicher hätten wir noch heute eine solche regelung mit "gewissensgründen" nicht, das ist normalerweise nichts deutsches.
trotzdem aber ist zivildienst heute eine notwendigkeit, das ding hält sich also von alleine am laufen - muss es auch, denn es darf ja nichts mehr etwas kosten, schon garnicht medizinische versorgung. wenn schon arztpraxen unrentabel werden, wie soll man einfache pflegekräfte ordentlich entlohnen können?

Eine überspitzte Frage verdeutlicht dies sicher: Was, wenn niemand mehr verweigerte? Da würde selbst eine absolute Notwendigkeit nichts mehr nützen.
das würd ich zu gerne mal sehen. wenn dem staat keine billigen pflegekräfte mehr durch den wehrdienst zugespült würden, bin ich sicher wärs nur noch eine frage der zeit bis der wehrdienst komplett abgeschafft würde. kostet nämlich für die leute die "bumm bumm"-schreiend durchn wald rennen nur kohle.

Ich weiß nicht, wie Zivildienst ein Dienst an der Gesellschaft sein soll, wenn in dieser Gesellschaft Arbeit angeblich Vorfahrt haben soll und sozial das sein soll, was Arbeit schafft.
das sind politische parolen, teilweise aus der weimarer republik. ich bin der meinung dass der fokus auf arbeitsplätze und vollbeschäftigung völlig am ziel vorbeigeht. vollbeschäftigung ist nicht zu erreichen. auch muss man ungezwungene arbeitskräfte weitaus besser bezahlen. ich habe oben geschrieben dass die zivizeit gut durchzubringen ist, das denke ich auch weiterhin, aber für einen zeitraum länger als 9-10 monate ist das dann doch nicht ausreichend. vorallem nicht wenn die angestellten pflegekräfte wohl auch noch familien gründen sollen um rentezahlende kinder nachzuschieben.

man sieht also wir bewegen uns eher auf ein generelles problem im staate zu, das weder durch zivildienst ausgelöst noch lösbar ist.

ich betone aber nochmal: zivildienst ist etwas zeitlich begrenztes, dem man sich nicht zuverlässig entziehen kann. wenns einen trifft dann erhält man ausreichende unterstüzung vom staat um das ganze genauso rumbringen zu können wie man früher eine klassenfahrt durchstanden hat. die einstellung machts, denn tun kann man dagegen nicht viel. und ganz ehrlich, wer schon probleme hat mitm zivigehalt klarzukommen (wo noch vieles übernommen wird) der soll sich hüten irgendwann mal ernsthaft arbeitslos zu werden oder sonstwie mal etwas abzurutschen.

im zuge der gerechtigkeit wäre ich natürlich auch für einen allgemeindienst, den jeder zu leisten hätte, von dem es keine befreiungen gibt und der in der form frei wählbar ist. wird so aber nicht passieren. nicht in einem staat in dem gesetze aus drittem reich und weimarer republik bis heute wortgleich übernommen wurden.
 
 
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Fivemiles
Alt 07.04.2007, 22:13   #17
Standard Nerven bewahren!!

Hallo,

als ehem. Leiter von Dienstellen mit Zivildienstleistenden kann ich Ihnen folgende Vorschläge unterbreiten:

Ihre Miete und Nebenkosten werden vom Sozialamt getragen, gehen Sie auf Ihre Behörde zum Amt für Unterhaltssicherung. Dort reichen Sie eine Bescheiniung des Vermieters über Miete und Nebenkosten ein. Der Mietvertrag muß seit mindestens 6 Monaten bestehen! Sollten Sie einen Kredit am Laufen haben, so wird auch diese Behörde die Stundungszinsen übernehmen, wenn Ihr Kredit schon seit einem Jahr läuft. Lebensversicherungen und Ähnliches müßen Sie über gesonderte Vordrucke am besten gleich zu Dienstbeginn beantragen. Die KFZ Versicherung und/oder Steuer wird nicht übernommen.

Mietverträge, die im elterlichen Haus geschlossen wurden oder werden, finden keinerlei Akzeptanz seit einigen Jahren.

Mehr Fragen ?

Gerne hier oder per Mail.

Gruß
Fivemiles
 
 
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Blasteroid
Alt 07.04.2007, 23:12   #18
Standard

Ich ziehe im Mai um, heisst das ich bekomme ab September keinen Mietzuschuss?
 
 
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David
Alt 08.04.2007, 11:10   #19
Standard

du bekommst vom Unterhaltssicherungsamt erstmal nur 70%, den Rest legt im Regelfall die Zivilstelle drauf.
 
 
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Blasteroid
Alt 08.04.2007, 12:22   #20
Standard

Ok, danke *puh
Die ganzen Anträge und der Papierkram, wann wird der fällig? Wo wird das alles fällig? Muss ich da auf Ämtern rumrennen oder wird viel von der Zivistelle gemacht?
 
 
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Blasteroid
Alt 24.04.2007, 21:20   #21
Standard

Heute morgen hatte ich ein Vorstellungsgespräch. Ich würde da genommen werden, nur legen die den Rest nicht drauf. Ich solle zum Landratsamt.
Kann mir jmd genaueres sagen, mit welchen Unterlagen ich auf welche Stelle muss?
 
 
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David
Alt 27.04.2007, 21:11   #22
Standard

recherchier dochmal selber nach. Amt für Unterhaltssicherung / Unterhaltssicherungsbehörde (evntl. im Landratsamt). Die helfen dir auch mit Formularquatsch weiter.
 
 
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Fivemiles
Alt 28.04.2007, 22:47   #23
Standard

Keine Panik!!! Wende Dich an Deine Unterhaltssicherungsbehörde beim Landratsamt Deines Bezirkes. Miete und Nebenkosten werden übernommen, vorausgesetzt, Dein Mietvertrag läuft schon ein Jahr. Schulden werden gestundet, die Zinsen übernimmt ebenfalls der Staat, falss der Kredit länger wie ein Jahr läuft.

So, nun zum Unterschied: Kosten für Dein KFZ werden nie übernommen, Lebensversicherungen, etc., mußt Du bei Dienstbeginn klären, es gibt da auch Möglichkeiten.... direkt Antrag stellen!

Habe 14 Jahre in dem Job gearbeitet und viele Zivis kommen und gehen sehen. Bei Fragen gerne eMail an mich.

Gruß
Fivemilies
 
 
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Fivemiles
Alt 28.04.2007, 22:51   #24
Standard

noch ein Tip:

laß Dich nicht auf das Gequatsche hier ein, halt Dich an die Gesetze und Du kommst am weitesten. Was ich hier so lesen mußte zieht einem teilweise die Schuhe aus, da diese Leute echt NULL Ahnung haben. Du hast es in der Hand!
 
 
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michaelg
Alt 28.04.2007, 23:44   #25
Standard

Zitat von Fivemiles
laß Dich nicht auf das Gequatsche hier ein, halt Dich an die Gesetze und Du kommst am weitesten. Was ich hier so lesen mußte zieht einem teilweise die Schuhe aus, da diese Leute echt NULL Ahnung haben. Du hast es in der Hand!
Welche hier getätigten Äußerungen zogen nun einem die Schuhe aus und zeugen von null Ahnung? Ich denke du hast einfach einen ganz anderen Zugang zu der Problematik bzw. lässt es gar nicht zu, das Thema grundsätzlich zu problematisieren. Das kann ich sogar nachvollziehen, weil so etwas ganz normales menschliches Verhalten ist. Aber dann bitte nicht anderen Menschen pauschal null Ahnung vorwerfen.

Also, zu deinem Ratschlag an Blasteroid:

Wenn es darum geht, am weitesten zu kommen sicherlich kein falscher Ratschlag. Ja nur nicht zu viel denken, bzw nur ans eigene Wohl, immer schön gehorchen (ist ja schlimm genug, dass Gehorsam heutzutage nur noch Sekundärtugend sein soll, tze tze tze) ...


Ein gedanklicher Anstoss von meiner Seite, der dich sicher weiter bringt, weil du somit von einem Dreivierteljahr Zwangsarbeit befreit bist: Schreibe dem BAZ in Köln ganz ausdrücklich, dass du auf deine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer verzichtest. Damit bist du raus den Zivildienst betreffend. 03.09. gestrichen Also Quasi eine Rolle rückwärts. Gut der Bund kann dich einberufen... da kommst du aber sehr viel leichter raus als aus dem Zivildienst.
Du kannst zum Beispiel nach der (überhaupt für dich jetzt sehr unwahrscheinlichen) Einberufung wieder verweigern, dich nachmustern (und dann ausmustern) lassen, dich ständig ummelden und dich somit dem effektivem Zugriff des KWEAs entziehen... und und und. Und du kannst allen Bescheiden widersprechen und gegen darauffolgende Widerspruchsablehnungen Klage einlegen. Das dauert dann erstmal ewig...
 
 
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