heyho,
der liebe theo ist auch wieder hier und meldet sich gleich mal zu wort. ja ich gebs zu: ich studiere wirtschaftsinformatik an der uni saarbrücken und kann ein wenig drüber berichten. allerdings möchte ich mal mehrere dinge klarstellen:
1) wirtschaftsinformatik != fnformatik
vielen anderen aussagen zum trotz - wirtschaftsinformatik ist nen gutes stück anders als informatik. grund: wirtschaftsinformatik ist der buckelige verwandte der angewandten informatik. das heißt konkret: mathe auf einem nidrigen niveau. bei uns haben wir mathe zusammen mit den BWLern. afaik ist das fast die billigeste mathevorlesung. leichter ist nur noch die für höhrer aller fakultäten.
das wort leicht gewinnt aber auf der uni ne neue bedeuting. der stoff ist hier mindestens so gehaltvoll wie in der oberstufe.
wirtschaftsinformatiker haben teile von bwl. weiß leider nicht, was die bwler alles so treiben, aber ich hab buchführung, bwl und vwl vorlesungen.
2) wirtschaftsinformatik TH != angewandte/praktische informatik FH
Obwohl sich das alles sehr praktisch anhört ist es nen relativ großer unterschied zur FH. in meinem bekanntenkreis hat jemand praktische informatik an der FH saarbrücken studiert und die haben java applets programmiert, lego mindstorm projekte gemacht und diverse andere schöne dinge. auf der uni gehts mehr um die basics und die theoretischen zusammenhänge. wie ist ein compiler aufgebaut, welche datenstrukturen gibt es, wie sortiert man am schnellsten, welche laufzeit hat ein programm etc...
wirtschaftsinformatik ist wie der name schon sagt der wirtschaft zugewandt und nein ich rede nicht von ner kneipe *g*
da jede uni ihre eigenen vorstellungen von sowas hat gibbet natürlich auch keine verbindlichen regeln wie der studiengang aufgebaut ist. die einen legen mehr wert auf mathe die anderen mehr auf blw. bei uns hier gilt eine dreiteilung: die vorlesungen bestehen also zu je einem teil aus BWL/Informatik und einer spezialvorlesung nur für wirtschaftsinformatiker (sinnlicher weise heißt die hier einführung in die wirtschaftsinformatik und hat mehr teile als die rocky filme).
thema vorwissen
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info: man sollte wissen was ein computer ist, wie man ihn anschalten kann und wie man mit windows umgeht. alles andere vermitteln die leute aus der info vorlesung. ihr fangt bestimmt erst eine programmiersprache an (java, c++, sml oder etwas) und darauf basierend kommen dann die theoretischen themen wie oben angesprochen.
mathe: man sollte die basics der oberstufenmathe drauf haben. wie integriere ich richtig, wie leite ich nach x ab und so nen kram. mathe lk läßt grüßen und einführungskurse für die mathevorlesung empfehle ich wärmstens.
sonstiges: es geht so ziemlich alles andere bei 0 los.
zeiteinteilung
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da wir nimmer auf der schule sind und eigentlich jeder prof von seinen studenten erwartet, dass er sich die zeit einteilt. heißt konkret: es sagt dir keiner lern dies oder das sondern irgendwann im semester kommt die klausur, die entscheidet ob du zu viel oder zu wenig gelernt hast. meist gibbet noch hilfestellung in form von übungsgruppen, die klausurrelevante theman behandeln und oft auch übungsblätter durchsprechen. allerdings kommt hier bei vielen studenten der schlendrian auf und man läßt übungen und vorlesungen sausen. die quittung dafür bekommt man spätestens 2 wochen vor der klausur wenn man vor einer mappe mit 200 seiten sitzt und keinen plan hat wie man das in 2 wochen lernen und/oder begreifen soll. stetige mitarbeit ist empfehlenswert aber keine pflicht. es gibt diese naturtalente, die nur zuhören, sich etwas merken, party machen und in der klausur trotzdem ne 1 schaffen. hut ab vor denen, aber das können die wenigsten *g*. ich jedenfalls mal net
schwerpunkte
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die werden ganz allein vom professor gesetzt, der die vorlesung hält. eine "musterklausur" sind höchstens die letzten klausuren dieser vorlesung. sowas wie im abi mit verbindlichen, festen standardaufgaben gibbet nicht.
lernen
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wie und was du lernst bestimmst du selbst. es gibt keine hausaufgaben oder verpflichtende übungen (bei unseren profs jedenfalls nicht). die wahrscheinlichkeit, dass man aber durch nichtstun oder durch kurzfristiges, panisches lernen vor der klausur was auf die reihe bekommt ist so unwahrscheinlich wie nen 6er im Lotto. bei den prüfungen sieht man relativ schnell ob man wirklich vorbereitet ist oder nur mal drüber geguckt hat. drumrumreden oder ablenken (wie in der schule *g*) ist so gut wie unmöglich. ich spreche da aus eigener erfahrung. ja nicht so, als hätte ich es nicht mal versucht.
am besten isses nach jeder vorlesung sich den kram anzugucken und mal einzusteigen. klingt vielleicht streberhaft, aber anders gehts halt nicht (hab in der schule auch nie eine stunde vor oder nachbereitet). grund: in der schule hatte man ja nicht soo viel für jede klassenarbeit zu schaffe, da das arbeitstempo ja sehr gemächlich (im vergleich zur uni jetzt) war und der stoff sich überschaubar hielt. stell dir einfach vor du müßtest jedes semester nen abi schreiben, dann weißt du warum man sich besser parallel zur vorlesung vorbereitet und nicht alles auf den letzten drücker macht.
hoffe ein wenig geholfen zu haben. allerdings beschleicht mich da eine frage: hast du denn keine einführungsveranstaltung besucht? bei uns gabs jedenfalls massig davon und es ist sehr empfehlenswert daran teil zu nehmen (vor allem wenn es die fachschaft veranstaltet).
so leute ich geh mal penne. morgen anstrengenden tag voll nichtstun (noch ne woche semesterferien).
theo