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[Bundeswehr] Wehrpflicht, ein lästiges Übel ?

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Jumpy
Alt 04.10.2007, 12:42   #1
Standard Wehrpflicht, ein lästiges Übel ?

Liebe Freunde, hier ein eigener Thread zum Thema: Sinn- Unsinn zur Wehrpflicht bla bla.

Wie sehen die PP ler das, ist es zumutbar seinen Wehrdienst bzw. Zivildienst abzuleisten, oder ist es staatliche Willkür ?

Lasst eurer Meinung freien lauf, ich habe mal ein paar Postings aus einem anderen Thread als Anfang drangehangen !

Geändert von Jumpy (05.10.2007 um 15:14 Uhr).
 
 
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HubertFarnsworth
Alt 05.10.2007, 10:37   #2
Standard

Hm, du hast Recht Jumpy, es ist nur schade dass viele die Wehrpflichtzeit bzw. den Zivildienst als eine "Bestrafung" betrachten, als ein Übel.
Ehrlich schade!
 
 
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jogibär
Alt 05.10.2007, 13:24   #3
Standard

Also meine Voraussetzungen für eine Studium brauchen wir hier ja wohl nicht zu diskutieren.

Und von Vorsatz oder Täuschung kann hier auch keine Rede sein.
Wenn sich meine Probleme in den neun Monaten "schliff" stark verschlimmern ist keinem und unserem Sozialsystem am wenigsten geholfen.
Außerdem bin ich sozial engagiert in diversen Vereinen geh regelmäßig zum Blutspenden,... und habe im Gegensatz zu manch anderen jungen Erwachsenen eine Perspektive für meine Nahe und Ferne Zukunft. Es gibt viele die keine Ausbildungsstelle finden, warum müssen die nicht zum Bund oder Zivi? Oder die tausende die einfach nicht erfasst werden? Und unseren lieben Mädels? Müssen die auch nicht kommen weil die ja schon mit der Monatsblutung bestraft genug sind???
Außerdem bringt es unsere Infrasturuktur oder unsere Sozialsysteme nicht besonders weiter wenn ich hunderte Euros in die Luft ballere, oder als
Zivi 7 von 9 Monaten Playstation Spiele und den Krankenschwestern nachstelle.

Nächste Woche geh ich wie jedes Jahr zum Orthopäden, mal sehn was der dazu sagt.
 
 
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drhouse
Alt 05.10.2007, 14:54   #4
Standard

Zitat von HubertFarnsworth
Hm, du hast Recht Jumpy, es ist nur schade dass viele die Wehrpflichtzeit bzw. den Zivildienst als eine "Bestrafung" betrachten, als ein Übel.
Ehrlich schade!
Was ist denn bitte daran schade? Es ist nunmal so das dieser Dienst eine Bestrafung ist für diejenigen die was anderes in ihrem Leben machen wollen. Man vergeudet kostbare Zeit die man in etwas besser investieren kann.
Ich bin so froh das ich da nicht hinmuss und 1 Jahr mehr Zeit hab. Denn grad in meinem Alter ist 1 Jahr noch recht viel und das will ich nicht damit vergeuden irgendwelchen Leuten den Dreck hinterher zu räumen.
So reden immer nur die Leute die das Pech hatten Zivi / Bund machen zu müssen.
 
 
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IsoO
Alt 05.10.2007, 16:02   #5
Standard

Ich wollte eigentlich mal hin, aber da ich ja 40% Hörschwäche habe, ist meine Ausmusterung besiegelt. Seit dem Informationsgespräch kurz vor Sylvester letzten Jahres habe ich nichts mehr vom Bund gehört. Kein Musterungstermin, nichts.
 
 
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asdf
Alt 05.10.2007, 17:32   #6
Standard

Zumutbar ist relativ und gezwungen Wehrdienst zu leisten wird auch schon lange keiner mehr, man hat ja immernoch die Wahl Zivi zu machen.

Aber für mich ist der Zivildienst auch die einzige ansatzweise Rechtfertigung, die eine Wehrpflicht heutzutage noch hat. Da tut man wenigstens was sinnvolles und robbt nich doof durch den Schlamm..

Die Bundeswehr braucht heutzutage kein Kanonenfutter mehr, das aber wenigstens ein Gewehr zusammensetzen und 20km laufen kann, sondern Fachleute.
Der einzige Sinn, den die Wehrpflicht für die Bundeswehr hat ist, dass sich viele erst im Laufe ihres Pflichtaufenthalts bei der Bundeswehr dazu entschließen Berufssoldat zu werden.
Aber wenn man sich ein bisschen anstrengt könnte man das Problem vielleicht auch lösen, ohne auf derart lächerliche Werbung und Armeewerber wie bei den US Streitkräften zurückzugreifen.

Aber nicht nur militärisch ist das ganze recht überflüssig, es ist nunmal ein Zwang die eine oder die andere Arbeit zu leisten und sowas lehne ich natürlich ab und eine Gleichbehandlung existiert auch schon lange nichtmehr.

Das einzige Problem ist der Zivildienst und die Arbeitskräfte, die dann dort bei einer Wehrpflichtabschaffung ausfallen würden. Aber in einem Staat der so viel auf den Markt und seine Wirkung setzt, sollte man auch versuchen können das ganze auf diesem Weg zu lösen.
 
 
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David
Alt 05.10.2007, 19:25   #7
Standard

Ich fand den Zivi ganz nützlich.

Habe ca 1500EUR zurücklegen können und eins kann man sagen: Es härtet ab!
 
 
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dare
Alt 05.10.2007, 20:12   #8
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ja schoen wenn man noch bei mutti wohnt, wenn das nich mehr der fall is, is zivi mehr als verschissen...
 
 
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Cassandra
Alt 05.10.2007, 20:17   #9
Standard

Ich finde Zivildienst scheiße. Mein Freund muss das machen. Eigentlich wäre er ja von der AzubiStelle übernommen worden, aber da er Zivildienst machen musste dann doch nicht. Wenn er jetzt mit nichts in den Händen nach den 9 Monaten dasteht ist das ganz toll. Natürlich Hat er dann so sinnvolle arbeit geleistet wie in einem Krankenhaus neue Fernseher angeschraubt ^^
Das hat unserem Land wirklich schon sehr viel weiter geholfen. Ich bin richtig stolz auf ihn
 
 
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David
Alt 05.10.2007, 20:45   #10
Standard

Zitat von dare
ja schoen wenn man noch bei mutti wohnt, wenn das nich mehr der fall is, is zivi mehr als verschissen...
Wie kommst du darauf? Ich hab 300eur Mietzuschuss bekommen. Dazu der Sold + Weihnachts+Entlassungsgeld, ist jetzt nicht so schlimm für 4x in der Woche blau machen.
 
 
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Felicitas
Alt 05.10.2007, 21:35   #11
Standard

naja meine meinung ist ja auch dass es keine wehrPFLICHT ist, immerhin hat man ja die alternative zivi zu machen und ich hab bislang von keinem gehört der gerne zivi machen wollte und dann trotzdem zum bund musste. schaden wird das jahr arbeiten wohl kaum einem. das einzige was ich halt sehe, dass es auch frauen nicht schaden könnte ein jahr arbeiten zu müssen bevor sie dann was auch immer machen. und das man, wenn man ausgemustert wurde keinen zivi machen muss find ich auch dämlich, aber mei. das bedeutet ja quasi, dass man, wenn man nicht für den bund taugt, allgemein arbeitsunfähig ist. und das ist schwachsinn. vorallem das jmd zu zeigen der gerade 17,18,19 ist.
 
 
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Panacaea
Alt 06.10.2007, 02:11   #12
Standard

Ich halte nicht arg viel vom Bund. Das liegt vielleicht daran, dass ich die ganze Art und Weise wie das aufgezogen ist nicht mag. Diese zum Teil wirklich sinnlosen Regeln, diese Strenge und so weiter. Allerdings habe ich jetzt schon von mehreren Männern die gerade beim Bund sind gehört, dass sie die Erfahrung nicht mehr missen wollen würden. Da habe ich dann meine Einstellung mal überdacht und eigentlich ist es garnicht so blöd, die jugen Kerls mal quasi ins kalte Wasser zu schmeißen nach der bequemen Schulzeit. Ich glaube zwar nicht, dass sie viel lernen was sie praktisch anwenden können, aber vielleicht etwas fürs Leben.
Zivildienstler werden mir allerdings sympathischer bleiben, da ich glaube, dass diese noch mehr fürs Leben lernen und ich generell Menschen mit sozialer Ader mag. Ganz wichtig finde ich die Entscheidungsfreiheit zwischen Bundeswehr und Zivildienst.

Fände es btw fair, wenn auch Frauen sowas zwangsweise ableisten müssten.. (hab ich das jetzt geschrieben?) Ich will ja eh ein soziales Jahr nachm Abi machen... aber im Ernst, ich verstehe nicht, wieso nur die Männer das machen sollen.
 
 
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michaelg
Alt 06.10.2007, 11:05   #13
Standard

§ 3 (1) des Wehrpflichtgesetzes: Die Wehrpflicht wird durch den Wehrdienst oder [...] durch den Zivildienst erfüllt.

Daneben gibt es dann noch die Möglichkeiten eines FSJ/FÖJ oder die eines "freien" Arbeitsverhältnisses §15a ZDG.

Klarzustellen ist, dass das alles nichts anderes als Wehrpflichterfüllung ist. Wer Zivildienst macht, tut nichts anderes als "Kriegsdienst ohne Waffe". Dass Zivildienst heutzutage fast immer Arbeit im sozialen Bereich bedeutet, hat sich so entwickelt. Historisch zieht sich durch die Verteidigungskonzeption der Pfeiler der zivilmilitärischen Verteidigung bzw. Zusammenarbeit. Naja gut, muss man eigentlich nicht vertiefen, ein klassischer Verteidigungsfall ist ohnehin nicht mehr wirklich denkbar.

Zivildienst ist jedenfalls nur ein Ersatz für den Wehrdienst. _Nicht_ mehr, er steht nicht für sich, lässt sich formaljuristisch auch nicht durch seine angeblichen positiven Effekte rechtfertigen.
 
 
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El Sparko
Alt 08.10.2007, 14:14   #14
Standard

ganz wichtig zu wissen ist, dass die möglichkeit zu verweigern (sprich erstatzdienst zu leisten) nicht etwa daraus entstanden ist, dass unser land ach so modern eingerichtet wäre. vielmehr sah man es nicht gern wenn die jungen deutschen männer nun zum militärdienst für besatzungsmächte herangezogen würden. egal wie man wehrdienst rechtfertigen möchte (und mir fällt da maximal die nützlichkeit des zivildienstes ein), ich denke wir hätten heute unter anderen voraussetzungen noch nichtmal einen ersatzdienst.

zwei punkte stehen auch nach wie vor bei dem ganzen modell in schlechtem licht. zum einen darf es nicht sein, dass man erst ordnungsgemäß verweigern muss (was abgelehnt werden kann, sogar mehrmals). derjenige, der zu einem zwangsdienst herangezogen werden soll müsste doch zumindest im sinne des respekts oder der menschenwürde die wahl haben für welchen dienst er sich entscheidet. hier hilft es auch nicht dass dies schon ein quasi zustand ist. es sollte höchst offiziell gehen und nicht irgendwie hinten rum.

zum zweiten ist die wehrgerechtigkeit aus dem lot geraten. es ist mir egal ob frauen dienen müssen, die finden selbst unendlich viele gute oder weniger gute argumente dafür... mir gehts um die wehrgerechtigkeit jugendlicher männer der selben altersstufe. nach meinen informationen beläuft sich die dunkelziffer der leute, die niemals vom bund angeschrieben werden, die wegen einer formal anderen staatsbürgerschaft nicht dienen müssen oder derer, die schlichtweg auch nach tauglichmusterung niemals eingezogen werden auf rund ein drittel aller kandidaten. wenn man sich überlegt, dass teilweise arbeitsverträge nicht zustande kommen oder sogar selbstständigkeiten aufgelöst werden müssen ist diese situation zumindest so nicht hinnehmbar. für viele mag der dienst vorteilhaft in den lebenslauf passen, trotzdem aber gibts keinen wirklichen grund ausser pech warum person a vielleicht dinge aufgeben muss und person b ihren lebensweg weiter beschreiten darf.

grundsätzlich schließe ich mich feli allerdings soweit an, dass es keinem jungen menschen (speziell gymnasiasten) schaden wird, wenn er mal ein jahr arbeiten muss. nach wie vor kann ich aber nicht schlüssig erklären warum dies unter zwang und nur ungerecht von statten gehen sollte...
 
 
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drhouse
Alt 08.10.2007, 18:46   #15
Standard

naja warum jmd ausgemustert oder einfach nur vergessen wird is eh immer komisch. wenn ich mal daran denke das 6 von 19 Leute aus meiner Klasse nicht bw / zivi machen müssen kann das schon hinkommen mit deinem 1/3.
aber denen passt das alles wunderbar in kram wir studieren jetzt alle und sind zufrieden.
wer unbedingt zum bund will sollte in eine berufsarmee gehen können und wer unbedingt alten leuten,behinderten oder kindern helfen will soll eine ausbildung zum erzieher, altenpfleger oder sonst was machen.
 
 
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