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[Beruf] Studium neben dem Beruf

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Registrierter PPler
Alt 29.01.2010, 11:24   #1
Standard Studium neben dem Beruf

Hallo ihr fleißigen Arbeiterdrohnen,

ich stehe der Zeit vor einer neuen Situation und weiß sie noch nicht richtig zu managen.
Ich habe mitte Januar meine Ausbildung beendet und wurde übernommen, Probezeit entfällt, unbefristet, mit der Option die Hochschule bezahlt zu bekommen. Besagte Hochschule ist privater Natur und daher recht teuer, 360 EUR/Monat bei einer Studiendauer von 7 Semestern würde Kosten in Höhe von 15.120 EUR verursachen. Die Firma würde die Kosten wie gesagt zwar übernehmen nur wäre ich dann während der Studienzeit und drei weitere Jahre nach Abschluss der Hochschule an diese Firma gebunden. Diese Bindung ist es die auf mich etwas abschreckend wirkt, wobei ich auch weiß das ich nach dem Studium mit dem Bachelor of Science und der Berufserfahrung optimal für den Arbeitsmarkt aufgestellt wäre.
Ich habe eigentlich nichts dagegen hier zu arbeiten, die Aufgaben gefallen, Karrieretechnisch habe ich noch Raum zum entwickeln nach oben und das Betriebsklima ist in Ordnung. Ich soll jetzt in dem halben Jahr bis zum Studienbeginn eine Fortbildung zum „IT-Project Coordinator“ machen um mehr Aufgaben im Bereich Projektmanagement übernehmen zu können.
Nur weiß ich nicht ob ich das in 1 Jahr oder gar in 6 Jahren noch genau so sehen werde und mich dann nach etwas anderem umsehen möchte. Ein anderer Punkt wäre die Finanzierung, diese schein ich, mit Abstrichen in anderen finanziellen Bereichen, auch selber stemmen zu können. Denn auf der Seite der Hochschule heißt es:

Die Studiengebühren und alle sonstigen mit dem FOM-Studium zusammenhängenden Kosten können, bei Vorliegen der Voraussetzungen, als Sonderausgaben bis zu 4.000 Euro jährlich steuerlich geltend gemacht werden. Wenn Ihr berufsbegleitendes Erststudium Teil eines Dienstverhältnisses ist, können Sie sogar die gesamten Studienkosten - über die jährlichen 4.000 Euro hinaus - in vollem Umfang steuerlich absetzen, sofern diese nicht vom Arbeitgeber getragen werden. Nähere Informationen kann Ihnen ein Steuerberater oder das für Sie zuständige Finanzamt geben.“

Zusätzlich sagte meine ehemalige Klassenlehrerin aus der Berufsschule, dass diese Bindung für 3 Jahre ohnehin nicht ganz Rechtens sein könnte. Wobei ich jetzt aber vom gegenteiligen Punkt ausgehe, der Staat wird es den Arbeitgebern kaum verbieten seine Angestellten zu fördern um anschließend Profit daraus zu schlagen.

Da ich die Situation nun noch nicht so recht einzuschätzen weiß, würde ich von euch gerne wissen wie ihr weiter vorgehen würdet.
 
 
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BoEhSeR OnKeL
Alt 29.01.2010, 13:39   #2
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Ich würde sagen, dass es ganz darauf ankommt, was dir die Firma nach dem Studium in Aussicht stellt. Bei mir würde die Entscheidung einzig davon abhängen. Wenn ich mit der Perspektive leben könnte, würde ich das Angebot annehmen. Wenn du das Angebot ablehnen solltest und während dem Studium weiter dort beschäftigt bist wirst du eventuell damit rechnen müssen, dass sich die Firma mehr oder weniger darauf einstellt, dass du nach dem Studium sowieso weg bist. Ich weiß nicht in wie fern sich das auf das Arbeitsklima bzw. deine Aufgaben auswirken kann.
 
 
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Abe
Alt 31.01.2010, 21:05   #3
Standard

Sich für so einen langen Zeitraum festzulegen ist schon nicht einfach. Allerdings hört sich das Ganze schon sehr verlockend an. Wenn du generell diese Richtung (also Studium) einschlagen willst ist das schon nicht schlecht. Wie du ja schon geschrieben hast, Berufserfahrung nach dem Studium ist nie schlecht und 3 Jahre ist nun auch keine Ewigkeit.

Dass diese Firmenbindung nicht erlaubt ist, hab ich auch schonmal gehört, wegen Grundgesetz und so. Allerdings meine ich mich erinnern zu können, dass die Firma im Falle einer Kündigung die verursachten Kosten (also die Studiengebühren) zurück verlangen kann. Aber sicher bin ich mir da nicht.
 
 
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Tropicos
Alt 01.02.2010, 05:35   #4
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Zitat von Abe Beitrag anzeigen
Sich für so einen langen Zeitraum festzulegen ist schon nicht einfach. Allerdings hört sich das Ganze schon sehr verlockend an. Wenn du generell diese Richtung (also Studium) einschlagen willst ist das schon nicht schlecht. Wie du ja schon geschrieben hast, Berufserfahrung nach dem Studium ist nie schlecht und 3 Jahre ist nun auch keine Ewigkeit.

Dass diese Firmenbindung nicht erlaubt ist, hab ich auch schonmal gehört, wegen Grundgesetz und so. Allerdings meine ich mich erinnern zu können, dass die Firma im Falle einer Kündigung die verursachten Kosten (also die Studiengebühren) zurück verlangen kann. Aber sicher bin ich mir da nicht.
Dem schliesse ich mich voll und ganz an. Angesichts rarer Arbeitsplätze würde ich sagen mach es, zumal die Studienkosten eine nette Zugabe sind!
 
 
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Registrierter PPler
Alt 01.02.2010, 09:46   #5
Standard

Die Frage ist doch eher, was passiert wenn du vorher (unter 3 Jahre) ausscheidest.
Die Firma während der Studienzeit zu verlassen macht ja nicht wirklich Sinn und danach ist die Frage in welchem Umfang man dich in Regress nehmen könnte. Ich sehe eigentlich keine Gefahr, weil es sich nur um eine anteilige Rückzahlung handeln kann. Hier wird eine Anwendbarkeit der Verpflichtung aber auch nur möglich sein, wenn das Arbeitsverhältnis von deiner Seite beendet wird und da sehe ich auch noch mehrere Möglichkeiten. Ich würds drauf ankommen lassen.
 
 
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Registrierter PPler
Alt 02.02.2010, 21:43   #6
Standard

Mach es! Die 3 Jahre "Verpflichtung" heißen nur, dass die das Geld zurück wollen wenn du vorher gehst. Wenn du gehst dann wahrscheinlich wegen einem guten Job, dann kannst du auch das Geld abdrücken. Es gibt nicht viele Jobs bei denen man nebenbei studieren kann, bei den meisten ist das zeitlich nicht machbar. Ist ein gutes Angebot von der Firma!

370€/Monat ist übrigens noch günstig, da gibts ganz andere Sachen. Wenn es die Firma nicht zahlt und du nebenbei normal verdienst kannst du das gesamte Studium inkl. Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen etc. absetzen. Und du kannst Meisterbafög beantragen.
 
 
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RegularJohn
Alt 05.02.2010, 12:54   #7
Standard

Zitat von Mr. White Beitrag anzeigen
Mach es! Die 3 Jahre "Verpflichtung" heißen nur, dass die das Geld zurück wollen wenn du vorher gehst. Wenn du gehst dann wahrscheinlich wegen einem guten Job, dann kannst du auch das Geld abdrücken. Es gibt nicht viele Jobs bei denen man nebenbei studieren kann, bei den meisten ist das zeitlich nicht machbar. Ist ein gutes Angebot von der Firma!

370€/Monat ist übrigens noch günstig, da gibts ganz andere Sachen. Wenn es die Firma nicht zahlt und du nebenbei normal verdienst kannst du das gesamte Studium inkl. Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen etc. absetzen. Und du kannst Meisterbafög beantragen.
ich seh das sehr ähnlich. natürlich wollen die dir nicht das studium bezahlen, damit du dann direkt abhaust. das ist einfach nur eine sicherheit von denen. und wenn du gehst, zahlst du das halt selbst, wobei du das natürlich eben steuerlich alles geltend machen kannst. das wäre die option, falls dir nach ende des studiums doch einfallen sollte, du willst was ganz anderes machen.
 
 
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Registrierter PPler
Alt 08.02.2010, 10:59   #8
Standard

6 Jahre ist vergleichsweise noch absolut in Ordnung,
bei der Bundeswehr sind es für die gleiche "Leistung" immerhin 12 Jahre.

Viel wichtiger als die finanzielle Unterstützung ist meiner Meinung nach,
dass das Unternehmen hinter dir und deinem Studienerfolg steht und du in der Klausurzeit keine 60 Stunden in der Woche arbeiten musst.

Ich würde allerdings wirklich nur darauf eingehen,
wenn das Unternehmen dir alle Perspektiven ermöglicht die du in den 6 Jahren erreichen möchtest (z.B. Aufstiegschancen, ins Ausland wenn du es willst etc.)
 
 
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