Guten Morgen,
ich studier jetzt seit einem Semester in Mannheim Wirtschaftsinformatik. Wirklich sagen kann ich zu dem Studiengang nix, weil ich im 1. Semester Analysis 1, Lineare Algebra 1 und Praktische Informatik 1 gewählt hab und die Fächer sind m.E. nicht gerade Studiengang typisch, hoff ich doch. Denn gerade die Mathefächer waren ziemlich trocken und auch ziemlich langweilig. Lag wahrscheinlich auch an den Professoren die vorne standen und ne richtige Vorlesung gehalten haben, d.h. sie haben 1:1 aus dem Skript abgelesen.
Praktische Informatik haben wir
Scheme gelernt. Eine Sprache die das MIT erfunden hat und in Mannheim ist alles was das MIT erfindet wunderbar und top. Grund warum man Scheme in PI 1 macht und nicht Java, welches als Voraussetzung in PI 2 gilt ist, dass Scheme noch niemand kennt (und man es später auch NIE wieder gebrauchen wird

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Alles in allem kann ich zu der "Elite-BWL-Universität" (lt. Spiegel) nur sagen, dass es geil ist in nem Schloss zu studieren

Auch vom Einsatz der modernen Hilfsmittel, bzw. Service der Studenten und Ausstattung der Hörsäle her denke ich, dass Mannheim gehobenen Standard hat (alles vom Hören-Sagen). Aber ansonsten ist Mannheim nicht das Mekka der schönene Gebäude (ein Betonklotz neben dem anderen). Die Leute an der Uni sind teilweise auch nicht das Wahre, bzw. gerade die BWLer tragen die Nase 2-3 cm höher als alle anderen und solche Aussagen wie "Abi 1,0 ... natürlich ... was denn sonst?" sind da durchaus üblich (leider).
Party mäßig ist während der Vorlesungszeit eigentlich jeden Donnerstag und am Wochenende ne Party. Jetzt im SS im Freien, sonst in der Mensa oder im Gewölbekeller vom Hauptgebäude (Katakomben). Ausgehmöglichkeiten gibts in Mannheim genug, aber partymäßig ist Stuttgart schon ne Klasse besser.
@toxical
Ich denke gerade das was den Wirtschaftsinformatiker ausmacht ist, dass er nicht auf Informatik/Wirtschaft spezialisiert ist und an der Schnittstelle dieser beiden Bereiche arbeitet. Zu den Jobaussichten kann ich nur sagen, dass die Arbeitslosenquote derzeit fast = 0 ist. Wie das allerdings in 4-5 Jahren Aussehen wird, darüber streiten sich die Statistiker, ich hoffe, dass es weiterhin so bleibt
@dastobbi
Es stimmt zwar, dass wir von den BWL-Fächern her die gleichen hören müssen wie die BWLer, aber hier in Mannheim ist es zumindest so, dass wir Wifos in VWL nur Statistik 1 und 2 hören müssen, während die BWLer noch ein paar mehr belegen müssen.
Vom Zeitaufwand kann ich dastobbi nur zustimmen, Wirtschaftsinformatik ist zeitintensiv, auf der anderen Seite hab ich in Mannheim noch kein Studiengang entdeckt, der weniger zeitintensiv ist, wenn man ihn mit ein bißchen Ehrgeiz angeht.
Also mein Traum vom lockeren Studentenleben, Party machen usw. hat sich bei mir absolut nicht erfüllt. Auf der anderen Seite will ich auch nicht ewig studieren, sondern irgendwann auch auf eigenen Beinen stehen und dazu gehört auch, dass man sich manchmal selber in den Arsch tritt und nicht das Grundstudium aufs Maximale (6 Semester) und noch weiter (Härtefallantrag) ausdehnt und das Hauptstudium auch in einem angemessenen Zeitraum absolviert.
Ich kann mir nämlich durchaus auch vorstellen, dass neben deiner Diplomnote auch die Studiumslänge bei den Unternehmen eine große Rolle spielt, daran kann man nämlich durchaus ablesen, wie selbstständig und ehrgeizig jemand ist.
Ansonsten bleibt noch zu sagen: Ein hoch auf die Semesterferien
