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Pro/Contra Bildungsreform in Deutschland

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El Sparko
Alt 30.03.2006, 17:15   #1
Frage Pro/Contra Bildungsreform in Deutschland

Da ich dieses Jahr zum ersten mal nach Jahren wieder die Schulbank drücke, bekomme ich so einge Änderungen am deutschen (respektive bayrischen) Schulsystem am eigenen Leib zum Spüren. Irgendwie gefällt es mir aber nicht, dass von diesen Dingen ein Großteil der Gesellschaft nichts erfährt. Deswegen möchte ich über einige markante Dinge gerne eine kleine Diskussion ins Leben rufen.

Vorerst möchte ich aber noch meine Betriebswirtschaftslehrer zitieren, denn mit einer Aussage hat er mich überzeugt. "Deutschlands einzigster Rohstoff ist und bleibt die Bildung". Ausgegeben wird für Bildung im Lande knapp 1% des Bruttoinlandsproduktes...

Hier also die Punkte, die mir momentan so einfallen:

G8 = Das achtstufige Gymnasium. Viele Jahre galt die 13. Klasse in Bayern als Garant für ein qualitatives Abitur. Im Hinblick darauf "wettbewerbsfähig" zu werden, war aber die Auflage sowohl in Gymnasium als auch im Studium das ein oder andere Jahr einzusparen. Der momentane Effekt daraus ist, dass der vorhandene Stoff nun gänzlich in der 12. Klasse behandelt werden muss. Man sagt dazu lapidar "es wird durchgeprügelt". Da es auf der FOS und BOS aber noch eine 13. Klasse gibt, bzw. diese dort sogar erst geschaffen wurde, und darüber genauso ein vollwertiges Abitur zu erlangen ist, gehen die meisten Eltern dazu über, ihre Kinder bereits fühzeitig über Realschule/FOS zum Abitur zu bringen, einfach um unnötigen Stress in der Oberstufe zu vermeiden. Wo liegt also der letzliche Sinn? Oder wird das Gymnasium so nur mehr einer Bildungselite vorbehalten bleiben, die auch fähig ist sich eine sehr stressige 12. Klasse zu leisten? Meiner Meinung nach verliert einfach nur das Abitur an notwendiger Qualität. Dürfte sich auch Notentechnisch auswirken.

Einführung von Kopfnoten. In Sachsen und nun auch in Nordrhein-Westfalen bereits in Gesetze gegossen, alle anderen Bundesländer werden sich anschließen. Anstatt einer schriftlichen Bemerkung auf dem Abschlußzeugnis gibt es nun vor den eigentlichen fachlichen Noten direkt im Kopf eines jeden Zeugnisses eine sogenannte Kopfnote. Damit sollen Social Skills bewertet werden und minder begabten Schülern zumindest ein gutes Verhalten attestiert werden können. Sinn des Ganzen ist, im Vorstellungsgespräch gleich ersichtlich machen zu können, wer ein Einzelkämpfer (=nicht einstellungswürdig) oder ein Teamworker ist. Leider lässt das restliche Schulsystem kein Teamwork zu. Wie also das ganze bewertet werden soll ist nicht sicher und schon garnicht festgelegt. Ich steh dem Ganzen kritisch gegenüber, weil z.B. auch besonders betont wurde, dass z.B. die "Ehrfurcht vor Gott" nicht nur vermittelt sondern z.b. über diese Note auch bewertet werden kann und sicher auch wird. Nein das stammt jetzt nicht aus nem bayrischen Schulgesetz, sondern aus NRW... Auf jeden Fall wird derjenige der nicht konform ist auch nicht mit einer guten Kopfnote rechnen können. Diese Freiheit die ein Schüler gegenüber einem Arbeitnehmer hat, fällt dann weg. Zur Kopfnote zählt nämlich nicht nur Mitarbeit oder Betragen sondern eben der komplette Eindruck. Auch gibt es dann einen Zwang zumindest eine Grundfreundlichkeit zu "spielen", wie man es im Berufsalltag ebenfalls tun muss. Alles sehr kritisch und mit hohem Frustpotential versehen. Ich betone nochmals, dass es keine festen Kriterien für die entstehende Kopfnote gibt. Dafür steht sie aber über allen anderen fachlichen Noten.

Büchergeld/Studiengebühren. Sicher für Viele der Knackpunkt. Hier wird z.b. ab Sommersemester 2007 pro Semester 500.- verlangt. Gleichzeitg schafft man das Bafög ab und verweist auf unattraktivere Kredite der Deutschen Bank. Wer also heute studieren will ist zwangsweise unverhältnissmässig hoch verschuldet, wenn er dann mit 30 "raus" kommt, muss aber neben dem fordernden Studium (da es Bachelor zu sein hat wurde ebenfalls viel Stoff auf wenig Zeit komprimiert) ein oder zwei Minijobs annehmen um sich über Wasser zu halten. Eine Einstellung nach dem Diplom..äh ich meine Bachelor ist auch ganz und gar nicht Garantiert. Dagegen ist das Büchergeld an den Schulen natürlich lächerlich, weil Betragsmässig sehr gering, trotzdem aber eine Maßnahme der selben Güte. Man (Schülder/Student) bezahlt einen bestimmten Betrag, weis aber nicht wem dieser zu gute kommt oder ob seine Verwendung überhaupt an irgendeinen Zweck gebunden ist.
Ich bezweifle nicht dass Gebühren in einer bestimmten Höhe den Hochschulen oder staatlichen Schulen unter die Arme greifen können. Es ist aber äusserst problematisch wenn dadurch Verschuldungen und Mehrbelastungen entstehen oder es gar letztlich nur darum geht den Staatshaushalt zu sanieren. Das ist jetzt gar nicht so weit hergeholt. Stoiber hat die Einführung dieser Gebühren in Bayern nur deshalb so strikt forciert weil er im Bund immer mit ausgeglichenem Länderhaushalt glänzen möchte. Da ist klar, dass Zahlungen an die Schulen und Hochschulen unterbunden werden und stattdessen von den Schülern/Studenten selbst zu tragen sind. Für Lehrmittel fehlen meiner Schule so ungefähr 20.000.- im Jahr, die sich der Freistaat nun spart. Die Schüler würden 45.000.- an Gebühren berappen... würden, denn bezahlt hat bislang keiner von uns. Im Moment fehlt das Geld einfach nur.

Abschaffen des Grundkurs/Leistungskurs-Systems. Eine Interessante Sache. Ich weis nicht mit welcher Intention das angeleiert wurde, aber die einzelnen Bundesländer bauen jetzt auch systematisch die Kurse in den Gymnasien ab. Verpflichtend sind dann fürs Abitur Deutsch, Mathe + Fremdsprache + anderes Fach. So genau hab ich mir das nun nicht angeschaut, weil ja sicherlich auch wieder Länderabhängig. Finde ich genauso problematisch, da es dann nicht mehr die Möglichkeit gibt einzelne Schüler in genau den Punkten zu fördern oder aufblühen zu lassen, die ihnen liegen. Die Abinoten werden stattdessen wieder sehr in die Mittelmässigkeit abdriften. Für mich ein klarer Rückschritt. Vielleicht kann mich hier ja jemand mit irgend einem Proargument versorgen. Sinn machts für mich einfach garkeinen. Ausser mal wieder eine gewisse Ersparniss.


Ich bin mir sicher ich hab jetzt den ein oder anderen Punkt vergessen, das werd ich demnächst dann einfach nachholen. Auch enthalten meine Diskussionsansätze überwiegend Contrastandpunkte, was durch meine Eigene Meinung zustande kommt.
 
 
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MiKe
Alt 30.03.2006, 17:49   #2
Standard

Stichwort G8: Einfach nur sch....wach! Die Noten werden sinken, hab letztens mit ner 5tklässlerin gesprochen, die mehr Stunden (und deshalb natürlich auch mehr Nachmittagsunterricht) hat als ich in der 12ten Klasse!!! Ich find das richtig übel. "Zum Glück" wird ja jetzt die Ganztagesschule eingeführt, wenn sich schon das andere ÜÜbel nicht verhindern lässt. Somit haben die Schüler wenigstens die Möglichkeit, irgendwelchen interessanten Aktivitäten/AGs etc. nachzugehen und können auch beim Lernen und Hausaufgaben machen gefördert und unterstützt werden.
Ansonsten haben die Kinder nämlich keine Möglichkeit mehr, irgendwelchen Hobbies nachzugehen!

Grundkurs/Leistungskurs-System: Dieses gibt es bei uns auch nicht mehr, stattdessen gibt es die Profil- und Neigungsfächer, und natürlich die Kernkompetenzfächer (Deutsch, Mathe + 1 frei wählbare Fremdsprache). diese fächer sind 4stündig zu belegen. Hier kurz eine Zusammenfassung von Wikipedia über die zweistündigen Fächer (Abitur in Baden-Württemberg):
Vorgeschrieben sind die Gesellschaftswissenschaften Geschichte, Gemeinschaftskunde und Erdkunde (in Kombination), Musik oder Bildende Kunst und Religion beziehungsweise Ethik. Des Weiteren müssen zwei Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik) gewählt werden. Zuletzt muss auch Sport zweistündig belegt werden. Diese Vorschriften gelten nur, wenn das entsprechende Fach nicht schon vierstündig belegt ist (bspw. muss, sofern Physik vierstündig besucht wird, nur noch eine Naturwissenschaft zweistündig belegt werden). Es können auch freiwillig mehr Kurse belegt werden, Fremdsprachen jedoch nicht, da diese nur vierstündig unterrichtet werden.
Zur Kombination der Gesellschaftswissenschaften: In Geschichte müssen vier Kurshalbjahre zweistündig besucht werden, in Gemeinschaftskunde und Erdkunde nur jeweils zwei Halbjahre. Sofern eines der Fächer als Neigungsfach gewählt wurde, entfällt dieses in dieser Kombination und nur noch die beiden anderen Fächer müssen belegt werden.
Die Möglichkeit mit dem "Aufblühen" und der Förderung besteht allerdings weiterhin, da sich der Schüler die Profil- und Neigungsfächer ja so gut wie frei auswählen darf! Und dass Fächer wie Mathematik im Abi wichtig sind, ist in meinen Augen unumstritten (war ja bisher nicht ohne Grund ein Hauptfach).

Kopfnoten: Davon hab ich letztens auch gehört. Bei uns gibt's ja auch schon ab Klasse... 9 oder so? die Verhaltens- und Mitarbeitsnote. Find ich recht nützlich, kann aber selbstverständlich auch zum sehr großen Nachteil des Schülers werden!
 
 
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Krashok
Alt 31.03.2006, 04:10   #3
Standard

weil z.B. auch besonders betont wurde, dass z.B. die "Ehrfurcht vor Gott" nicht nur vermittelt sondern z.b. über diese Note auch bewertet werden kann
lol ? back to mittelalter ?..sowas geht mal gar nicht :doubt:

weiss nicht ich halte das alles für großen unsinn..bissl hier bissl da..nur halbe sachen..sicher ist bildung teuer..aber so sägt man den ast ab auf dem man sitzt...
 
 
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weltretter
Alt 31.03.2006, 10:07   #4
Standard

G8:

Zum einen finde ich es ganz gut, das ganze um ein Jahr zu verkürzen, weil man sowieso erst spät mir arbeiten anfangen kann, wenn man Abitur oder Studiumabschluss haebn will.
Außerdem finde ich das Argument, es würde so "stressig" total absurd. Klar, als ich in der Schule war, hätt ich auch am liebsten nichts gemacht und fand lernen auch lästig, aber selbst da wusste ich schon, dass man eigentlich noch viel zu wenig lernt. Es wird zu wenig Stoff vermittelt (man betrachte die Allgemeinbildung der Mehrheit der EMnschen) und im Endeffekt geht man da 6 - 8 Std pro Tag hin (SCHULStunden) und wenn man dann danach noch seine Hausaufgaben macht, also bitte, dann hat man doch trotzdem noch genug Freizeit UND lernt was. Diese Einstellung, man müssen Schüler verhätscheln... die sind viel leistungsfähiger als man denkt. Dass die keinen Bock haben ist klar.

Kopfnoten:

Stimmt, ich find das auch zu subjektiv. Die Idee ist nett, aber wenn du echt n lehrer hast, der meis drauf ist, oder der dich nicht leiden kann, haste für immer n mieses Abschlusszeugnis.

Büchergeld/Studiengebühren:

Bildung ist auf jeden Fall was, was für JEDEN möglich sein sollte, daher halte ich Studiengebühren auch für unangebracht.

Abschaffen des Grundkurs/Leistungskurs-Systems:

Find ich gut, weil das nunmal die Haupt- und wichtigsten Fächer sind. Wenn man sich auf einen Schwerpunkt festlegen will, kann man ja n Fachabitur machen mit dem gewünschten Schwerpunkt am besten mit ner gleichzeitigen Ausbildung.
 
 
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MiKe
Alt 31.03.2006, 14:08   #5
Standard

@weltretter: aber dermaßen krass muss man die schüler doch auch nicht rannehmen. wie schon gesagt, fünftklässler haben mehr wochenstunden als zwölftklässler... und sogar als abiturienten. wo führt denn das hin? und weniger wird's bis klasse 12 für sie bestimmt auch nicht!
 
 
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El Sparko
Alt 31.03.2006, 14:33   #6
Standard

ich befinde mich ja in einer ähnlichen stressituation weil ich nahezu die komplette oberstufe in 8 monaten inkl. abitur durchziehen darf. 12. klasse berufsoberschule (gibts so nur in bayern)... klar man hat evtl. nicht jeden tag bis 16:00 schule, aber darum geht es garnicht. jeder themenbereich wird bei uns max. 1-2 wochen angeschnitten. das ist pro fach zwischen 5-15 stunden und soweit wird da auch nur die thematik vermittelt nicht die übung. gewinnen wird derjenige der also auch nach seinen "6-8 schulstunden" noch zuhause ordentlich aufm arsch sitzen bleibt. ich beschwehre mich darüber nicht, ich wusste was auf mich zukommt und ich bin bereit meinen teil zu leisten - aber ich bin auch schon ne ganze ecke älter als der übliche oberstufengymnasiast, ich habe gearbeitet und weis was es wert ist bildung vermittelt zu bekommen. das kann man von nem schüler, der nur schüler war in seinem leben, so nicht ganz verlangen und der maßstab und vorallem der stress der hier angelegt wird ist eigentlich fast unsinnig. ausserdem sollte sich jeder mit ziel "studium" wohl im klaren sein, frühstens mit 30 annähernd soviel zu verdienen, wie seine ehemaligen kollegen, die evtl. ne ausbildung gemacht haben. dieses eine jahr das man sich da einsparen will holt man durch ungesunde mehrbelastung wieder rein, nutzen bringts aber nur fürn staat im sinne von einsparungen.
 
 
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Sidolin
Alt 31.03.2006, 14:38   #7
Standard

Ich muss sagen, ich bin verdammt froh, jetzt schon in der 11. zu sein und so noch kein G8/Kopfnoten/Abschaffung des Kurssystems mitzubekommen.

G8 find ich ziemlich heftig, es wurden ja angeblich 50% des Stoffes abgeschafft. Und gerade die Stundenzahlen sind echt schlimm, nur 10. und 11. hat man jetzt mit 32/34 noch mehr stunden als die Fünftklässler, die haben 31. In der 12. werd ich 30 und in der 13. dann 26 stunden haben, also wirklich merkbar weniger als die "kleinen".

Und gerade das Kurssystem abzuschaffen halte ich für total falsch. Es gibt machmal einfach Fächer die man so gar nicht kann und da sollte man dann auch die Möglichkeit haben die abzuwählen. Wenn ich Latein nicht in nem halben Jahr loswerden würde hätt ich ganz schöne Probleme die nächsten zwei Jahre, und das obwohl ich in den restlichen Fächern nen schnitt von 2.0 hatte. Aber ich vermute wenn ich das behalten müsste würd ichs Abi nicht schaffen. Find ich richtig hart.

Kopfnoten genauso, es gibt bei jedem 2. Lehrer leute die vollkommen grundlos nicht gemocht werden. Das basiert fast immer auf dem 1. Eindruck und ändert sich auch über die Zeit nicht. Das wird also eine rein subjektive Note, die noch dazu relativ wichtig wird. Da kann einem ein Lehrer ganz schön viel versauen.

Ich bin wirklich froh dass ich noch das Glück hab und mich bis auf die Studiengebühren nichts davon erwischt, ich will echt keine fünf Jahre jünger sein.
 
 
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weltretter
Alt 31.03.2006, 15:05   #8
Standard

Ich find den Stress nicht unsinnig, denn wenn ich mir überlege, was ich an Bildung ausm Abi mitgenommen habe, dann find ich das lächerlich und ich hätte (ich mein das will natürlich kein Schüler, ich auch nicht, is ja klar) auf jeden Fall mehr an Stunden und Arbeit haben können und hätte das auch gepackt. Der Wissensstandard ist ja schon sehr niedrig (zumindest hier in NRW) und viel von dem, was ich über Geografie oder GEschichte weiß, haben mir meine Eltern beibringen müssen.
 
 
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El Sparko
Alt 31.03.2006, 15:16   #9
Standard

das hab ich vergessen zu erwähnen. der wissensstandard in manchen bundesländern ist tatsächlich niedrig, zumindest vom hörensagen her. hier in bayern ist der standard auf jeden fall eher an der oberen grenze. jemandem, der bislang 13 gute jahre inkl. gewissem stress gemacht hat zu sagen, er müsse das ganze jetzt in 12 machen weil man ja sowieso "nix" lernt ist schon fast hohn. k/a wie die wissensvermittlung und die level in anderen bundesländern sind. ich hab nur den direkten vergleich mit den leuten aus sachsen, da die in meiner berufsschulklasse waren, und da ist bereits auf der ebene der mittleren reife ein enormer unterschied vorhanden, zu gunsten der bayern.
 
 
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MiKe
Alt 31.03.2006, 17:51   #10
Standard

Zitat von Sidolin
Ich muss sagen, ich bin verdammt froh, jetzt schon in der 11. zu sein und so noch kein G8/Kopfnoten/Abschaffung des Kurssystems mitzubekommen.

G8 find ich ziemlich heftig, es wurden ja angeblich 50% des Stoffes abgeschafft. Und gerade die Stundenzahlen sind echt schlimm, nur 10. und 11. hat man jetzt mit 32/34 noch mehr stunden als die Fünftklässler, die haben 31. In der 12. werd ich 30 und in der 13. dann 26 stunden haben, also wirklich merkbar weniger als die "kleinen".

Und gerade das Kurssystem abzuschaffen halte ich für total falsch. Es gibt machmal einfach Fächer die man so gar nicht kann und da sollte man dann auch die Möglichkeit haben die abzuwählen. Wenn ich Latein nicht in nem halben Jahr loswerden würde hätt ich ganz schöne Probleme die nächsten zwei Jahre, und das obwohl ich in den restlichen Fächern nen schnitt von 2.0 hatte. Aber ich vermute wenn ich das behalten müsste würd ichs Abi nicht schaffen. Find ich richtig hart.
naja, die kurse bleiben ja... nur eben nicht leistungs- und grundkurse... und warum betrifft dich das nicht? welches bundesland? bei uns isses bereits seit 2004 so...
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 31.03.2006, 18:16   #11
Standard

12 Jahre Gymi solln die auch bitteschön nicht so machen daß sie den Stoff von 9 Jahren jetzt in 8 reinpressen.

Du lernst so viel Kram den du nicht mehr brauchst. Schule ist dafür da ein breites Allgemeinwissen zu kriegen. Spezialisieren tust du dich dann in Job/Ausbildung/Studium.
Ich mein damit sowas: wir hatten ab der 6. Geschichte. Bis zur neunten warn wir dann beim 2. Weltkrieg. Und dann haben wir einfach nochmal von vorne angefangen bis zumr 13. Das lässt sich besser verteilen.
 
 
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Sidolin
Alt 31.03.2006, 20:14   #12
Standard

Zitat von MiKe
naja, die kurse bleiben ja... nur eben nicht leistungs- und grundkurse... und warum betrifft dich das nicht? welches bundesland? bei uns isses bereits seit 2004 so...
Naja, ich mags trotzdem lieber wenn ich mich mehr auf das Mathematische konzentrieren kann, Deutsch brauch ich nicht wirklich als LK. Ich seh halt keinen Vorteil gegenüber dem jetzigen System.

Ich bin grad in Bayern aufm Gym und hab zum Glück noch Mathe/Physik wählen können
 
 
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MiKe
Alt 31.03.2006, 20:41   #13
Standard

mathe hättest du ja als 4stündiges fach auf jeden fall behalten.
der vorteil ist IMO, dass die wirklich wichtigen fächer nicht einfach "abgewählt" bzw. reduziert werden können. grad mathe, deutsch + fremdsprache!
 
 
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