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Medizin studium mit Ekel?

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nephthys
Alt 19.02.2006, 18:50   #1
Standard Medizin studium mit Ekel?

also, ich hab da mal ne frage.. geht eher um meine schwester aber die is z.Z. nicht wirklich erreichbar da sie in arfika ist, deshalb schreib ich hier mal stellvertretend geht um studienwahl..

es ist so: sie hatte eigentlich fest vor, medizin zu studieren, NC ist auch kein problem, hat schon 3 monate praktikum gemacht im krankenhaus, teilweise auch inner unfallchirurgie. nun schreibt sie, dass sie es doch nciht studieren kann, weil nach alle den monaten immernoch nicht der ekel vor operationen vergangen ist, z.b. abschabungen bei frauen oder eben chirurgische eingriffe.. und sie glaubt auch nicht dass diese übelkeit weggehen wird. laut ihrer infos beträgt die chirurgie-zeit im studium an die 3 semester und das kann schon lange sein, wenn man jedesmal davor angst hat, umzukippen vor ekel.
nunja, ich denke aber, dass man sich doch irgendwann daran gewöhnen wird, sie schreibt sie will einen beruf haben, in dem man menschen hilft, klar das kann man in vielen berufen, aber da sie nun mal sehr in medizin interessiert ist, finde ich, dass man das nicht so leicht aufgeben sollte. wollte ihr nun mal paar gegenargumente bringen, die sie vielleicht nachdenklich stimmen werden, denn sie ist sich einfach unsicher obs das richtige ist.
hat jemand vielleicht erfahrungen mit oben beschriebenen problemen, also anfängliche übelkeit oder abneigung gegen operationen oder studiert jemand selbst medizin?
wäre für hilfreiche kommentare dankbar
 
 
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Ephestia
Alt 19.02.2006, 20:33   #2
Standard

Wenn sie da jetzt schon einen Ekel hat, ist es vielleicht wirklich nicht das richtige für sie. Sie sollte es einfach ausprobieren, sie wird es sehr schnell merken. Erstsemster nimmt man nämlich gleich hart ran, um diejenigen, die ungeeignet sind, auzusortieren. Da muss also gleich schon Haut von leichen abgzogen werden und solche Späße...
 
 
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Perser
Alt 19.02.2006, 21:30   #3
Standard

Ich habe einen guten Bekannten der vor einem Jahr seinen Dr. gemacht hat und nun im Krankenhaus in der Unfallchirurgie arbeitet.
Ich hatte mit ihm auch schon einige Diskussion bezüglich des Ekels gegenüber schwerer Verletzungen oder operativer Eingriffe und er meinte zu mir das er eigentlich erst mit der Routine, die in den Praxissemstern kam, die Angst und den Ekel überwunden hat.

Denn die Arbeit an Leichen ist immer noch was anderes als an einer lebenden Person die eventuell nebenbei noch jammert oder etc.

Deine Schwester soll ihren Traum nicht aufgeben nur weil die erste Herausforderung an die Tür klopft, wir sind alle Menschen und jeder hat Schwächen an denen er arbeiten muss!
Das soll sie sich immer vorm Auge halten, dann ist diese Hürde nur noch ein Punkt der überwunden werden muss und keine Mauer die unbezwingbar bleibt.
 
 
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ElLute
Alt 19.02.2006, 23:40   #4
Standard

also ich habe gehört, dass sich das in den ersten anatomiepraktika aussortiert...

evtl. da mal hingehen bevor sie anfängt
 
 
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1, 2 oder 3
Alt 20.02.2006, 11:53   #5
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den ekel kann man ablegen...
 
 
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Dawn
Alt 20.02.2006, 11:55   #6
Standard

Zitat von 1, 2, oder 3
den ekel kann man ablegen...
na super ausführliche Antwort wäre vielleicht sinnvoll, wenn du auch noch schreiben könntest WIE sie das anstellen soll
 
 
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Felicitas
Alt 20.02.2006, 15:25   #7
Standard

eine bekannte von mir ist beim anblick der ersten leiche umgekippt. am ende hat sie ein super diplom hingelegt.

es gibt glaub ich 2 möglichkeiten wie man mit sowas umgehen kann, je nach veranlagung. das eine ist wohl der sprung ins kalte wasser, die andere kategorie mag eher langsam herangeführt werden.

eine freundin von mir ist krankenschwester. auch sie hat berichtet das sie am anfang große probleme hatte in der unfallchirurgie sich das alles anzusehen. aber mit der zeit härtet man eben ab. es wird jedes mal ein bisschen weniger ekel und jedes mal wächst der drang demjenigen zu helfen ein bisschen mehr, bis der drang demjenigen unter umständen das leben zu retten größer ist als der ekel vor offenen wunden, brüchen, ausbrüchen von innerein oder ähnlichem

am ende konnte sie über unsere freunde, die im zivildienst über zugeschissene betten und körper klagten, nur lachen, weil das wohl wirklich harmlos ist im vergleich.
 
 
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1, 2 oder 3
Alt 20.02.2006, 15:33   #8
Standard

Zitat von Dawn
na super ausführliche Antwort wäre vielleicht sinnvoll, wenn du auch noch schreiben könntest WIE sie das anstellen soll
durch gewöhnung, annäherung und routine. jeder der medizin studieren will sollte es tun, egal wie groß sein ekel ist, der vergeht 100%ig. man stumpft in solchen dinge verwunderlich schnell ab, sofern man sich dazu überwinden kann solche dinge mit anzusehen etc.
 
 
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nephthys
Alt 20.02.2006, 19:31   #9
Standard

Zitat von Ephestia
Wenn sie da jetzt schon einen Ekel hat, ist es vielleicht wirklich nicht das richtige für sie. Sie sollte es einfach ausprobieren, sie wird es sehr schnell merken. Erstsemster nimmt man nämlich gleich hart ran, um diejenigen, die ungeeignet sind, auzusortieren. Da muss also gleich schon Haut von leichen abgzogen werden und solche Späße...
danke erstmal für die antworten..
also mit dem "einfach mal einschreiben auf ner uni und ausprobieren", das is ziemlich schwierig, denn sie muss sich ja jetzt schon bewerben, dass sie dann gleich anfangen kann zu studieren. und wenn sie dann immernoch net weiss, was sie machen will ist das ziemlich blöd. vor allem geht da doch ziemlich viel zeit verloren, wer weiss vor allem wo man den studienplatz angeboten bekommen, eventuell is das dann z.B. in leipzig, dann zieht sie um, dann findet sie raus, dass es doch net das wahre is, dann bewirbt sie sich wieder an diversen unis für nen anderen studien gang, zieht wieder um.. naja sehr umständlich.

und das mit dem ekel hab ich mir auch so gedacht, sonst würds ja gar keine ärzte geben, ich glaube kaum dass es nen chirurg gibt den das anmacht irgendwelches blut spritzen zu sehn (naja vielleicht gibts auch welche von der sorte, aber.. )
jedoch war auch ihr argument, dass die ärzte im krankenhaus, wo sie praktikum gemacht hat (also in afrika teilweise) selbst immernoch nach jahren ekel davor haben und eigentlich eh immer überfordert sind, zu allem fähig sein müssen weil das personal fehlt.. naja afrikaner werden wohl auch ne andere denkweise in dem falle haben und wahrscheinlich haben sie auch verschiedene traumata hinter sich, weil da wohl net ne "langsame annäherung" im studium erfolgt ist.
hmh naja ich werd ihr dann bald mal ein paar gegenargumente bringen, mal sehen was sie dazu sagt
 
 
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Felicitas
Alt 20.02.2006, 19:39   #10
Standard

Zitat von nephthys
also mit dem "einfach mal einschreiben auf ner uni und ausprobieren", das is ziemlich schwierig, denn sie muss sich ja jetzt schon bewerben, dass sie dann gleich anfangen kann zu studieren. und wenn sie dann immernoch net weiss, was sie machen will ist das ziemlich blöd. vor allem geht da doch ziemlich viel zeit verloren, wer weiss vor allem wo man den studienplatz angeboten bekommen, eventuell is das dann z.B. in leipzig, dann zieht sie um, dann findet sie raus, dass es doch net das wahre is, dann bewirbt sie sich wieder an diversen unis für nen anderen studien gang, zieht wieder um.. naja sehr umständlich.
naja, so kann es aber jedem gehen. das ist, finde ich, kein argument.

ich mein, ich bin, wenn ich mit studieren anfange auch 22. sollte sich also nach 1-2 semstern herausstellen das es doch nichts für mich ist, und ich eine andere richtung bevorzuge, muss ich da halt durch.

Geändert von Felicitas (20.02.2006 um 19:45 Uhr).
 
 
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