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Mein Lehrling ist ein Idiot

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mr.inkognito
Alt 23.05.2008, 16:55   #1
Standard Mein Lehrling ist ein Idiot

Lange habe ich es tolleriert, es für mich behalten oder aus respekt der betroffenen gegenüber geschwiegen. Doch jetzt ist es soweit, ich würde das bürofenster aufreissen und es laut herausbrüllen: "meine lehrlinge sind idioten, und einer ganz besonders...", es hält mich nur noch die tatsache ab, es still und heimlich hier niederschreiben zu können.

ich bin zZ in der unkonfortablen situation, ein jahr nach studiumabschluss in architektur für 3 lehrlinge und einen praktikanten verantwortlich zu sein. dann gibts im büro nur noch den chef, der eh nur von sitzung zu sitzung rennt und keinen plan hat was hier abgeht und noch einen zeichner der recht still ist und eh nix zu sagen hat.

zum eigentlichen thema. die mischung aus einem kleinen schlaumeier und doch einem wahrhaftigen dummbatz, gepaart mit reichlich unselbstständigkeit und mangelndem selbstbewusstsein, jedoch ausgestattet mit einer riesen fresse die der überzeugung nachdruck verleiht, der einzig erläuchtete zu sein, dennoch eine körpersprache an den tag legt als würde er von früh bis spät von allen verhauen werden.... so läst sich der kleine in etwa umschreiben. und leider ist dieser "kleine" der älteste der ganzen bande. die kleineren neigen aber auch schon öfters dazu mich aufzuregen, aber sie sind verhältnissmässig noch recht harmlos.

mir fällt gerade auf dass ich darüber schon fast ein buch füllen könnte, würde ich jetzt allein die erlebnisse und konversationen des letzten monats niederschreiben.

was mich an dem wahnsinnig macht ist, dass er sich täglich massivst widerspricht, grundsätzlich bei einer diskusion die gegenposition einnimmt, fakten verdreht oder nicht anerkennt, lügt, verheimlicht, blufft usw. eigentich alles dinge die für mich klar aufzeigen dass dieser kerl NULL persöhlichkeit hat, und das mit bald 20 jahren.
jetzt könnte manch einer denken "och man sei nicht so gemein..." BIN ICH NICHT!!! ich geb mir echt immer wieder mühe.

letztens hat er sich über motivationslosigkeit beschwert (bzw, nachdem er 2 tage nur rumgesessen ist hab ich ihn darauf angesprochen). wir sind gut 3 stunden zusammengesessen und haben den grund dafür genau analysiert, wobei einige probleme zu vorschein gekommen sind, die auch privaten ursprungs sind. wir haben echt lange (ich durfte danach bis in die nacht arbeiten um mein tagespensum zu erfüllen) alles lang und breit beredet und sind auf einige erkenntnisse gestossen. am schluss der diskusion wurde er auf einmal ein wenig sauer und fing mit ganz anderen zusammenhangslosen dingen an, als ich ihn fragte ob er denn jetzt gar nichts von dem begriffen hat worüber wir geredet haben. und jetzt kommts!!!!

ACHTUNG ZITAT: "ich hab jetzt die letzten 3 stunden gar nicht von mir gesprochen, ich hab keine probleme!"
darauf ich: "hm, über wen und was hast du denn jetzt solange gejammert wenn nicht über dich?"
Idiot: "ich hab gar nicht gejammert, zumindest nicht was mich betrifft".
ich hätte da am liebest 2 dinge getan, an die wand gekotzt oder ihn in den arsch getreten.... sowas von widersprüchlich und sinnlos.

letztens hat mich der kleine im ausgang gesehn (er recht betrunken). kommt er zu mir und meiner freundin hin und meint, ich sei sein absulutes vorbild, ich hätte in allem recht was ich sage und es tue ihm so leid, dass er mich letztens so verarscht hat usw.

gut das hab ich mir ja schon gedacht, aber warum treibt mich der kleine woche für woche in den wahnsinn?

hoffe jemand von euch har schon ähnliche erfahrungen gemacht und kann mir einen rat geben oder auch nicht, dann werde ich einfach bald mal diesen idioten aus ihm herausprüglen müssen, oder ich spring auf der flucht von solch geballter dummheit aus dem fenster.

.....und schön ruhig weiteratmen.....ein und aus.... ein und aus...... gleich is wochenende
 
 
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Alt 23.05.2008, 19:53   #2
Standard

Habt ihr eigentlich einen Arbeitsplan bzw. einen Ausbildungsplan? müsstet ihr haben!

Arbeite doch einfach einen Wochenplan mit ihm aus und kontrolliere den Erfolg. Am ende der Woche mach ihr einen für die kommende Woche. Er sollte so gefüllt sein, dass es nicht zu viele Freiräume gibt. Kontrollieren, Kritisieren, Loben und die Erfolgskontrolle sind erforderlich um eine klare Linie zu haben.

Lass dich einfach nicht auf Diskussionen und Geschwätz ein, wenn es eine klare Linie gibt sollte auch wenig Raum für was anderes da sein.

Er soll sein Pensum erfüllen und gut iss
 
 
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Sheltem
Alt 23.05.2008, 21:57   #3
Standard

Das funktioniert meisst bei solchen Knallern nicht mehr.
Ausserdem scheint unser Threadstarter recht beschäftigt zu sein und kaum Zeit für die Planungen der Arbeitskraft zu haben.
 
 
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maria357
Alt 23.05.2008, 22:47   #4
Standard

Du schreibst Dein Lehrling ist ein Idiot und Disskusionen bringen gar nichts.

Ich erinnere mich an meine Zeit als Auszubildende.

Da gab es einen festen Plan - vom Praktikum und Schule. Was wir im Praktikom gemacht haben - wurde von der Schule vorgegeben.
Haben wir die einzelden Etappen erreicht - gab es eine Zensur oder ein Häckchen oder es blieb offen, bis wir es zur Zufriedenheit erreicht hatten.

Diskusionen waren tabu. Der Chef/ Chefin hatte immer Recht und als Lehrling durften wir uns gar nicht zu Wort melden.

Im Praktikum hatten wir einen Mentor ( der scheinst Du hier zu sein ) der uns die Aufgaben aufgab und kontrollierte, sowie zensierte.
Außerdem haben wir von ihm noch mächtig "Hausaufgaben" aufbekommen, wenn er merkte - dass bestimmte Dinge noch nicht so fest saßen.

Über private Probleme haben wir uns gar nicht getraut zureden. War tabu !
Meine Mutter wurde gerade in meinem 2 Ausbildungsjahr pflegebedürftig und ich übernahm die Pflege allein - trotz Ausbildung und tägliches Pendeln mit dem Zug oder Bus von 150 km.
Nur 1 mal kam die Bitte von mir - erst eine Stunde später anfangen zudürfen ( statt 6 Uhr - 7 Uhr ) und die Erklärung dafür- ich hatte um diese Zeit noch keinen Bus- weder Zugverbindung.
Es würde mir nur kurz zu gehört und ich bekam ein JA, aber keiner hat gefragt - weshalb, wieso, warum , wie machst Du das alles nebenbei.
Berufliches und Privates gehört wirklich getrennt - bis auf sehr wenige Ausnahmen.

Du gehst viel zu nachsichtig mit Deinem Lehrling um. Beschäftige ihn den ganzen Tag und gebe ihm abends oder am Freitag ein Feeback, was gefällt und was nicht.
Jammern von ihm zählt nicht. Er muß Leistungen bringen oder kann gehen.
Es gibt bestimmt auch andere die seine Stelle gerne haben würden.
Du könntest Dich auch mit seiner Schule in Verbindung setzen und ihm auch mal eine Verwarnung erteilen, damit er kapiert - dass man auf Arbeit nicht "spielt".

Sei etwas härter. Du scheinst sehr, sehr gutmütig zu sein.
 
 
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outfreyn
Alt 26.05.2008, 05:14   #5
Standard

Joah, du als Führungskraft musst eben auch lernen mit Untergebenen klarzukommen die du nicht leiden kannst.

Im Normalfall hast du's da leicht. Schliesslich bist du Vorgesetzter. Ich seh auch net das du hier nach irgendwelchen Vorschlägen gefragt hast sondern einfach mal alles auskotzen wolltest. Hat's denn geholfen?

Anyway, versuch mal von der persönlichen Schiene mit dem kleinen Scheisser wegzukommen. Ihr müsst keine besten Kumpel sein. Nen Rahmenplan aufzustellen und strikte Vorgaben setzen, wie von einigen hier vorgeschlagen, ist imo einen Versuch wert.

Du hast geschrieben das er unselbstständig ist, daraus spekuliere ich das er selbst wenn du ihm Aufgaben stellst, er ständig angerannt kommt um zu fragen was er wie machen soll. Das ist einerseits normal da er ja was lernen soll, wenn's überhand nimmt solltest du überlegen was du deswegen unternehmen kannst.

Inwiefern is denn dein Chef involviert? Ich wittere jedenfalls ein paar zusätzliche soziale querverstrebungen die in der geschichte ne rolle spielen.
 
 
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mr.inkognito
Alt 27.05.2008, 12:39   #6
Standard

danke erstmal für die rege beteiligung und die teils guten ratschläge.
nun, das mit dem ausbildungs- resp. arbeitsplan gibt es hier in dem beruf eigentlich nicht. die lehre (in der schweiz) dauert 4 jahre wobei der lehrling 1.5 tage in der woche in der berufsschule ist. wenn er hier im büro ist, wird er in die anfallenden arbeiten eingespannt und entwickelt sich nach dem motto: learning by doing. es gibts somit wenig spielraum einen eigentlichen arbeitsplan zu erstellen.

das hauptproblem liegt darin, dass er sich darüber beklagt nichts zu lernen, nicht gefordert zu werden und keine verantwortung übernehmen zu dürfen. da heult er mir regelmässig die ohren voll, zumal er jetzt dann das 3. lehrjahr abschliesst. wenn ich ihm dann aber mal was anspruchsvolleres geb, dann geht gar nichts mehr und er verhällt sich wie wenn ein nichtschwimmer das erste mal ins wasser fällt. ich weiss was er alles kann und überleg mir auch genau, was ich ihm zutraue, bzw. in welchen bereichen er sich noch verbessern muss. aber der kleine resigniert dann schon beim kleinsten anzeichen von zeitdruck oder verantwortung und macht überlegungen die er sonst nie machen würde welche ihn immer auf den absoluten holzweg führen.

was mir gewaltig auf den sack geht ist, dass er ein absolut problemorientierter mensch ist und generell alles negativ sieht, kommt mir manchmal vor wie der roboter aus "hitchhikers guide to the galaxy" wers kennt ^^. er krigt eine aufgabe gestellt und macht sich im kopf eine endlos lange liste parat, wo er mir dann vortragen kann was den nun alles nicht geht bzw. schlecht ist oder gar nicht funktioniert.

ich hab ihm schon genug oft problemlösungsstrategien gezeigt, sie mit ihm sogar ausexzerziert bis zum umfallen, was eigentlich gar nicht bestandteil der ausbildung sein sollte. ich versuch ihn immer wieder zum lösungsorientierten denken zu verleiten, aber wie gesagt, sobald druck oder verantwortung da ist macht er dicht... um sich dann paar tage später wieder zu beklagen dass er diese bimbo-aufgaben satt hat und mal was richtiges machen will.

irgendwie steht er sich selbst im weg. ich kenn das noch von meiner eigenen lehrzeit. da gab es auch herausforderungen die wahrgenommen werden wollten, aber ich kann mich nicht daran erinnern mich derart schwer getan zu haben wie der kleine jetzt. der steht seit gut 2 jahren in seiner entwicklung still und hat mittlerweilen eine recht verlogene art entwickelt diesen problemen aus dem weg zu gehen, bzw sie einfach zu leugen usw...

wie bring ich den kleinen denn dazu, mal ins kalte wasser zu springen und es einfach zu versuchen?
 
 
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BerndDasBrot
Alt 27.05.2008, 14:26   #7
Standard

ich habe auch mitarbeiter in meinem betrieb und falls die nicht funktionieren, weil sie nicht wollen, schmeiß ich sie raus, so einfach ist das thema,
 
 
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Felicitas
Alt 27.05.2008, 14:46   #8
Standard

ja bernd, du weißt doch sicherlich dass man azubis in deutschland nicht mal eben rausschmeißen kann? vllt ist das in der schweiz ähnlich? und nur weil maowee ausbilder ist, heißt das nicht, dass er entscheidungsgewalt über entlassungen hat.
 
 
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BerndDasBrot
Alt 27.05.2008, 15:14   #9
Standard

tja felicitas, das mag in der theorie vielleicht so sein, aber ich kann dir versichern, es ist wirklich nichts einfacher als einen mitarbeiter los zu werden, glaub mir, da ist NICHTS dabei, und wenn der themenstarter ansonsten keinen anderen weg mehr findet, ist das die logische konsequenz aus der situation,
 
 
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mr.inkognito
Alt 27.05.2008, 17:23   #10
Standard

ja ne, wie felicitas schon angemerkt hat, wird man einen lehrling nicht so schnell los, zumal ich das nicht mal in erwägung ziehen würde. es wäre ja auch einfach der weg des geringsten widerstands den kleinen einfach zu schicken. bei angestellten ist das kein thema, wenn die leistung nicht stimmt dann wird ersetzt, aber von einem lehrling darf man in dem sinne keine leistung erwarten sondern es dienen sämtliche beschäftigungen der weiterbildung.
klar, ich kann ihn in letzter konsequenz auch einfach igorieren aber was hab ich davon, nichts! und wenn er die lehrabschlussprüfung nicht schafft hab ich ihn nochmal ein jahr am hals.
ich will den kleinen in seiner entwicklung was das denken und lösen von problemen angeht weiterbringen, das ist MEIN ziel. bei den anderen lehrlingen gelingt mir das ohne mühe, doch bei dem spezialisten scheitere ich tagtäglich.
 
 
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Felicitas
Alt 27.05.2008, 17:33   #11
Standard

vllt bringt es was mit belohnen zu arbeiten. so nach dem motto "wenn du die aufgabe bis morgen um 14 uhr zur zufriedenheit erledigt hast, darfst danach heimgehen". ist zwar ein bisschen kindergarten, aber manch einer braucht das vllt.
 
 
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Alt 27.05.2008, 17:53   #12
Standard

Zitat von Felicitas Beitrag anzeigen
vllt bringt es was mit belohnen zu arbeiten. so nach dem motto "wenn du die aufgabe bis morgen um 14 uhr zur zufriedenheit erledigt hast, darfst danach heimgehen". ist zwar ein bisschen kindergarten, aber manch einer braucht das vllt.
So ähnlich, aber es muss Ziele geben und er muss sein Soll erfüllen.
Auch muss er damit rechnen, dass bei Nichterfüllung Konsequenzen drohen, wie z.B. Ermahnung oder gar ne disziplinarische Maßnahme mittels Abmahnung etc.

Es gibt Leute die müssen einfach mal wach gerüttelt werden.
 
 
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mr.inkognito
Alt 27.05.2008, 18:00   #13
Standard

ja, daran hab ich auch schon gedacht. geht aber nicht, da die regulierung der arbeitszeiten nicht in meinem kompetenzbereich liegt, leider. ich denke viel mehr dass die belohnung für die gelungene arbeit die "erkenntniss es geschafft zu haben" sein sollte.
sollte mMn jedem halbwegs intelligenten menschen einleuchten, dass genau das das ziel einer ausbildung ist.
hab ich ihm so auch schon zu vermitteln versucht, da meint er stinkfrech: " das einzige wofür ich mich richtig begeistern könnte wäre ein eigenes projekt dass ich von A-Z selbst durchziehen kann...".
sorry, aber eine derart unrealistische selbstüberschätzung ist mir nicht im traum zu ohren gekommen. der kackt sich ja schon in die hosen wenn er einen kleinen plan zeichnen muss, nachdem anschliessend gebaut wird. das geht soweit dass er nach abgabe der arbeit krank ist, vermutlich um sich keinen nachfolgenden fragen stellen zu müssen. (obwohl alles was an dritte geht von mir kontrolliert wird).

ich hoffe ihr seht langsam wie der kleine tickt, bzw was für eine diskrepanz zwischen realität und seinen vorstellungen vorhanden ist.
 
 
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Felicitas
Alt 27.05.2008, 18:16   #14
Standard

hast mal mit den eltern gesprochen? wobei das wohl kaum was bringen wird - irgendwoher wird er diese einstellung ja haben...

gibt es interne sachen die man ihm als projekt anvertrauen kann bei denen dann wenigstens keine kunden involviert sind wenn ers verkackt? ka, bei uns war das sowas wie "betreuen der printprodukte fürs haus" (also briefumschläge, briefbogen usw. druckerein recherchieren, angebote einholen, angebote beauftragen, druck überwachen usw. - von a bis z eben). jeder azubi hatte so nen aufgabenbereich für den er ganz allein verantwortlich war und die chefs haben auch immer so getan als ob genau diese aufgabe etwas unwahrscheinlich wichtiges wäre.
 
 
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mr.inkognito
Alt 27.05.2008, 18:33   #15
Standard

jo solche bürointernen aufgaben hatte er auch jedemenge und auch immer alles zuverlässig erfüllt. aber diese aufgaben haben nun die kleineren "geerbt" und er sollte nun soweit sein, dass ich ihm teilaufgaben aus einem meiner projekte geben kann. ich bin als architekt / projektleiter angestellt und normalerweise sind die älteren lehrlinge mit den zeichnern zusammen zu meiner verfügung. d.h. ich kann dennen wie anfallenden aufgaben verteilen und muss sehen dass alles in nützlicher frist fertig bearbeitet ist.
nur wenn ich ihm eine arbeit gebe, dann werde ich auf 1000 probleme aufmerksam gemacht, die es gar nicht gibt, oder es seine aufgabe sein sollte diese zu lösen. und so wie es läuft bin ich leider schneller wenn ich es dann selbst mache.
aber seine ambitionen sind es ja, selbst projektleiter zu sein...
 
 
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Felicitas
Alt 27.05.2008, 18:37   #16
Standard

und wenn du ihn einfach mal stehen lässt und sagst "als zukünftiger projektleiter musst du solche probleme lösen können" und dich dann auf gar keine weitere diskussion einlässt?
 
 
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sandzo
Alt 07.06.2008, 09:03   #17
Standard

Also ich mach während des Studiums praktika etc
und hab auch mit Lehrlingen zusammengearbeitet.

Einige sind echt Anstrengend bzw. machen viel Mist wie oft zu Spät kommen weil die Nacht vorher gesoffen etc

aber um ehrlich zu sein gab es danach immer riesen Ärger mit ihrem Betreuer bzw Vorgestzten, so dass sie nach einem ordentlichen Anschiss wieder ganz brav ihre Arbeit gemacht haben

deswegen würd ich sagen
sag dem mal was Sache ist und was er zu tun hat
falls er zu sehr auf andere Dinge konzentriert ist als auf seine Aufgaben, die er zu erfüllen hat, dann ist er da eh fehl am Platz
zumindest würd ich versuchen sowas loszuwerden
is ja kontraproduktiv für jedes unternehmen

Aber die Erfahrung habe ich weniger im Büro gemacht
mehr in der Produktion
 
 
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der_vergessliche
Alt 10.06.2008, 22:40   #18
Standard

ich war in 2 betrieben. im einten wurde nicht privat auf einander eingegangen, aber smalltalk geführt. man hatte es gut mit einander. nur, dass man sich nicht näher kam, bzw. es extra vermieden wurde (wie erklär ich das?). ich habe dort meine DHF Lehre begonnen und habe von dort eine super ausbildung.

im zweiten betrieb haben wir gelacht, es gab keine konsequenzen, wenn mal was nicht erledigt wurde und ich wurde schlechter im verkauf.

vom spassfaktor nüchtern betrachtet hat mir der erste betrieb besser gefallen, oder zumindest gleich gut.

nur weiss ich nicht ganz genau, wie sich der erste betrieb verhalten hat, aber ich hatte noch nie so gut disziplin und planung im griff. schliesslich habe ich es überhaupt nicht mit aufmerksamkeit. was ist das denn für eine lehre, die ihr anbietet? KV? ich bin momentan im überbetrieblichen kurs und ich hasse es. alles ist wieder genau wie in der schulzeit. ich muss längere zeit still sitzen und bin am abend hundemüde. heute arbeite ich in einem shop mit ca. 300 kunden im tag und fühle mich gefordert und abends habe ich noch genug geistige energie, etwas zu tun, zb ins fitness zu gehen. dies wäre zu schulzeiten niemals möglich gewesen. ich war am ende des schultags geistig kaputt. und als bürogummi, falls es KV ist, dass du anbietest, wäre ich untergegangen. vielleicht ist dein lehrling auch im falschen beruf?
 
 
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