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Hauptschule - ein Auslaufmodell?!

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Walli-Man
Alt 17.12.2006, 12:40   #1
Standard Hauptschule - ein Auslaufmodell?!

In Bayern findet zur Zeit eine Hauptschulreform statt. Dies geht zu Lasten kleinerer einzügiger Hauptschulen, die geschlossen werden müssen. Die Teilhauptschulen (meistens nur 5. und 6. Klasse) werden komplett abgeschafft. Eine Hauptschule soll in Bayern künftig nur zweizügig sein, d.h. möglichst in einem Schulhaus jeweils zwei Klassen pro Jahrgangsstufe.

In meiner Heimatgemeinde ist es so, dass wir gemeinsam mit drei weiteren Gemeinden (insgesamt ca. 13.000 Einwohner) nur noch eine Hauptschule haben. Dies geschieht in Form eines Schulverbandes.

Der Grund für diese Reform der Hauptschulen ist zum einen ein drastischer Geburtenrückgang und zum anderen die hohe Übertrittsquote an weitere Schulen nach der 4. Jahrgangsstufe. Die Hauptschule verkommt immer mehr zur Sonderschule. Man kann sich daher fragen, ob die Hauptschule ein Auslaufmodell ist.

Wie ist eure Meinung dazu?
Wie siehts in anderen Bundesländern aus?
 
 
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Mahoney
Alt 17.12.2006, 14:26   #2
Standard

Bei uns siehts genauso aus. Wir hatten ebenfals mal eine Hauptschule die aber jetzt zur Gesamtschule ernannt wurde. Ich persöhnlich finde es besser wenn Schulden zusammengelegt werden und wir das alte System endlich abschaffen.

Meiner Meinung nach solte es nur noch 2 Schulsysteme geben.

1. Gesamtschule ( wo alle Schüler nach der Grundschule hin geschickt werden )

2. Die Sonderschule für Lernschwache

Daß ganze spart Geld und jeder hat die selbe Chance auf dem Arbeitsmarkt btw auf dem Ausbildungsmarkt.
 
 
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Chiller Miller
Alt 17.12.2006, 14:39   #3
Standard

Die Bayern sind geil! Wenn die die ganzen Hauptschulen abschaffen wollen, wohin schieben die denn dann noch die unbegabten Kinder ab?

Aber mal Zynismus beiseite... Ich habe in hier in NRW noch nix davon gehört, aber ich denke, dass Hauptschule wirklich nur noch ein Auslaufmodell ist. Ohne jemanden wirklich nahe zu treten, aber man hört doch immer wieder, wie es um unsere Hauptschule bestellt ist. Im Grunde ist sie nur ein Filtersystem, welches die 'schlechten' bzw nicht geförderten Schüler auffängt, wenn in höheren Schule keine Leistungen gebracht werden könne, die von ihnen erwartet werden. Ein Referendar von meiner Schule musste zu einer Hauptschule wechseln und als ich ihn wiedertraf und ich ihn gefragt hab wie es so läuft, da sagte er dass die SchülerInnen auf dieser Schule wirklich wenig Chancen geliefert bekommen, um gefördert zu werden. Die haben ganz andere Probleme, als Schule, sagte er. Und das stimmt... Die meisten SchülerInnen stammen doch aus Unterschicht bis untere Mittelschicht, vllt auch mittlere Mittelschicht..welche Chancen kriegen die geboten? Wenige bis keine finde ich. Im Grunde hast du keine Chance, wenn du nicht in eine gehobenere Schicht geboren wirst. Genau das ist das, was hier in Deutschland so bemängelt wird mit der Chancengleichheit, die keine ist und unserem Schulsystem. Mein Sowilehrer sagte mal auf seine zynische Art: Was erwarten die Politiker? Die wollen uns hier in Deutschland tottesten und immer mehr Leistung, ohne dass den Schülern was beigebracht wird und das mit einem Schulsystem aus dem 18 Jahrhundert.
Recht hat der Mann.
Da kann unsereins Froh sein, dass es zu 'mehr' gebracht hat und nun sein Abi macht. Ich gehöre zwar auch nur, ich schätze mal zur mittleren Mittelschicht, aber ich hab früh genug gelernt was es bedeutet zu lernen und mitzuarbeiten. Das ist leider nicht jedem vergönnt.

Andere oder gleiche Meinungen ?
 
 
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Krashok
Alt 17.12.2006, 15:47   #4
Standard

ich denke nur weil hauptschulen zusammen gelegt werden müssen aufgrund von geburtenrückgang ist es noch lange kein auslaufmodell..andere schulformen müssen das ja auch des öfteren über sich ergehen lassen, auifgrund von zu wenig nachwuchs.

Gebotene förderung muss natürlich auch angenommen werden.. und wenn man sich die heutige 0-bock generation ansieht wo die arbeitslosigkeit teilweise vererbt wird, dann kann man nicht nur der Schulform die schuld geben. Die lehrer sind zum großteil schlicht überfordert..und das hat dann nichts damit zu tun das die lehrkraft keine pädagogische kompetenz besitzt sondern es hängt vielmehr mit absoluter respektlosigkeit der schüler und deren mangelnder bereitschaft zum lernen zusammen.
Das trifft 100% nicht auf alle zu aber auf einen nicht unerheblichen prozentsatz schon...
 
 
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sailor
Alt 17.12.2006, 15:59   #5
Standard

Ich schließe mich prinzipiell der Meinung von Mahoney an, allerdings meine ich, man sollte auch darüber nachdenken, selbst die Sonderschulen mit auf die Gesamtschule zu legen.
Die Kursaufteilung findet an Gesamtschulen ja sowieso statt, warum also nicht auch weitere Kurse speziell für Lernschwache?
Es ist ja auch nicht zwangsläufig in allen Fächern der Fall.
Entscheidend ist, daß endlich dieses Kastensystem abgeschafft wird, mittlerweile werden zwischen den Schulen teilweise Zäune errichtet.
Die Barrieren und Zäune in den Köpfen der Menschen, die ihnen vielfach von Klein auf anerzogen und später übernommen wurden, können am ehesten durch solche Maßnahmen überwunden werden, nicht indem ich dieses Denken durch Separatierung fördere.

Ansonsten wurde hier noch etwas dazu verfasst:
wie krank ist unsere Gesellschaft #30+31+36+39
 
 
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Wodar Hospur
Alt 17.12.2006, 22:31   #6
Standard

Das die Lehrer sich mit unerzogenen Kindern rumschlagen ist auf vielen Schulen so, nicht nur der Hauptschule. Wenn die Schule die Eltern ersetzen soll, muss es eine Ganztagsschule geben. Auch finde ich eine Aufteilung nicht schlecht, wobei die jetztige überdacht werden sollte. Vorallem ist sie ja nicht dauerhaft, der zweite Bildungsweg ist mittlerweile so ausgeprägt, dass fast jeder die Möglichkeit zur Bildung hat. Vielleicht sollten bis zur 8. eine einheitliche Schulform geben, danach könnte aufgeteilt werden in jene die sofort studieren möchten, jene die ein Handwerk erlernen wollen und solche die in die Dienstleistung wollen. Vorher müsste der Jugendliche dies mit Eltern und den Lehrern absprechen. Falls im Nachhinein etwas nicht gestimmt hat kann er immernoch den 2. Bildungsweg nachschieben. Denn jetzt muss ja eigentlich jeder Gymnasium machen der sich nicht sicher ist und möglichst gute Chancen zuhaben einen Ausbildungsberuf zufinden.
 
 
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distressed
Alt 17.12.2006, 23:04   #7
Standard

ich schließe mich wodar hospur an, denn mit 11-12 jahren ist es noch viel zu früh die kinder aufzuteilen und größtenteils ihre zukunft festzulegen.

und im jetzigen schulsystem findet diese klassifizierung schon in der grundschule statt - dann, wenn die kinder den sinn der schule noch nicht kapiert haben und die eltern für den lernerfolg der kinder größtenteils verantwortlich sind.
eigentlich müsste man ja erstmal ne schule für erwachsene einrichten, in der ihnen beigebracht wird kinder so zu erziehen, damit sie repekt und gehorsam lernen - klingt irgendwie hart, aber die realität ist nunmal so.
ich schweife ab.
mein nachhilfeschüler ist mittlerweile in der oberstufe einer igs (integrierten gesamtschule), deren "hauptschulhof" vom "oberstufenhof" abgetrennt ist - zurecht, denn die meisten gewalttätigen hauptschüler (ein nicht geringer prozentsatz) gehen oft auf die oberschüler los. grund? nicht ersichtlich.

naja sind ja eigentlich nette kerle, kommen auf dich zu und fragen, ob du ein problem hast
 
 
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sailor
Alt 18.12.2006, 00:14   #8
Standard

grund? nicht ersichtlich....
Gründe dafür können sein: Wut und Frustration über die nahezu ausweglose und ungerechte Situation in die sie gestellt sind:
"Mach Deinen Abschluß, und das möglichst gut, aber eine Lehrstelle die dir gefällt, das ist eher unwahrscheinlich....du hast ja "nur" einen Hauptschulabschluß....Du kannst froh sein, wenn du überhaupt etwas bekommst"
Ja, und drüben an der Schule sind eben die, die vielleicht schon von Haus aus (Eltern etc.) einfach bessere Grundlagen mitbekommen haben. Die, die einfach bessere Chancen haben. Einige sind dort auch ganz sicher mit einer gewissen Arroganz....
All das fördert solches Verhalten. Man denke an die Krawalle in Frankreich. Es gibt schon gewisse Parallelen.

So etwas wird gefördert durch die Aufteilung in verschiedene Schulen= Eingruppierung nach Leistungsfähigkeit.
Aber was ist Leistungsfähigkeit?
Leistungsfähigkeit hängt von den verschiedensten Faktoren ab, etwa... psychische Verfassung/persönliche Ereignisse; individueller Begabung, vielleicht nicht für die Hauptlehrfächer; Anreize und Ziele/Zukunftsperspektiven; Zwischenmenschliches Verhalten/Harmonie zum Lehrenden; allgemein positive Emotionen; etc.

Die Eingruppierung geschieht in den Kursen zwar auch, aber die wenigsten sind überall talentiert oder untalentiert. Es ist dann viel individueller.
Jeder hat irgendwo seine Vorzüge oder Nachteile. Die, die irgendwo Schwierigkeiten haben können auch individuell gefördert werden. Wer irgendwo besonders gut ist ebenso.

Das jetzige System ist einfach nur schlecht. Es ist schlicht ungerecht und
fördert Schubladendenken und Ausgrenzung. Da braucht man sich über sowas dann nicht wundern. Wer das dann mit Zäunen bekämpft, der behandelt Symptome, aber nicht die Ursachen. Der Zaun wird die Separatierung bei den bisher Unbeteiligten sogar noch weiter fördern. Es ist also kontraproduktiv.

Geändert von sailor (18.12.2006 um 00:21 Uhr).
 
 
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El Sparko
Alt 18.12.2006, 00:36   #9
Standard

ich muss mal wirklich sagen... armer chiller miller ich fühle mit dir. nur mittlere mittelschicht ist schon ein hartes brot im leben. und das obwohl du so schlau bist und sogar erkannt hast was lernen bedeutet. naja vielleicht kannst du dich ja hocharbeiten und einen ordentlichen handwerksberuf erlernen, es wird zwar nicht reichen deine familie zu versorgen aber von der mittleren mittelschicht zu unterschicht wirds ja nicht allzu weit sein.
 
 
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Cassandra
Alt 18.12.2006, 16:56   #10
Standard

Ich finde das ganze System sollte mal überdacht werden. Es sollte nur Gesamtschule geben, wie hier andere schon meinten. Da ist alles zusammengeschlossen und man hat nicht dieses ewige hin und her. Vorallem die leute aus den Hauptschule tun mir leid. Solche die da Aufsteige wollen, haben eigentlich gar keine Chance mehr. Auch wenn sie dort nur 1sen und 2er haben, werden sie warscheinlch auf einer Realschule nur 3/4 haben. Ist jetzt sehr allgemein gesagt, aber das niveau das dort unterrichtet wird, ist schon sehr niedrig.
 
 
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Wodar Hospur
Alt 18.12.2006, 17:13   #11
Standard

Ja gut, danach können sie noch andere Schule besuchen um Fachabitur oder Abitur nachzureichen. Wer in unserem System sich weiterbilden will, dem stehen die wege offen. Aber Gesamtschule sind auch Unsinn. Niemand ist gleich, jeder hat andere Begabungen und Talent, diese sollten dementsprechend auch gefordert werden. Das kann auf einer Gesamtschule eher schwer. Vorallem würden diese auch entsprechend groß und schwierig zuverwalten.
 
 
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El Sparko
Alt 18.12.2006, 18:38   #12
Standard

wodar sagts schon. ich hatte selbst auf der BOS ehemalige hauptschüler die genausowenig "saublöd" waren wie ihr sie hier charakterisiert... wer sich aufn arsch setzen will um was zu erreichen bekommt hier immer noch kostenlos die zweite oder sogar dritte chance. es stimmt nicht dass man nach der 4. klasse keine chance mehr auf ein abitur hätte...

das einzige problem besteht darin, dass sich die leute auf der hauptschule, so wie generell in schlechten klassen auch, gegenseitig runterziehen und damit menschen, die eigentlich was leisten könnten, garnicht erst motiviert werden. ob man das aber löst indem man alle sozialen härtefälle zusammenwirft weiß ich nicht so recht.

ich persönlich sehe ein problem in der von uns selbst geschaffenen leistungsspirale. schon zu meiner kindheit war die überwiegende meinung der eltern "mein kind MUSS auf das gymnasium sonst bekommt es keine arbeit!!!"... eine völlige und unsinnige hysterie, denn auch unsere Hauptschüler (und das waren nicht wenige) haben alle noch min. nen handwerklichen Beruf erlernen können. Man hat also Eltern die vollkommen hysterisch ihre Kinder durch eine Schule prügeln, die für sie garnicht gemacht ist.
Auf der anderen Seite haben wir die Arbeitgeber. Die bauen natürlich auch ne Leistungsspirale auf. Sie sehen wie viele mittelmässige Abiturienten sich jetzt bewerben und vergessen dadurch komplett dass es auch noch eine Realschule gibt, dass mittlere Reife immer noch ne höhere Bildung darstellt. Durch die so entstehende Leistungsspirale ist immer das was gestern gerade noch gut genug war, heute nicht mehr ausreichend. Wir drehen uns mit der "höher besser weiter" Einstellung in unbekannte höhen und bald ist den Leuten auch ein Abitur nicht mehr gut genug, da muss es ein einser-Abi sein, dann müssen noch ein paar Praktika hinzukommen, halbes Studium, etc... Diese gesamte Einstellung reichlich hirnverbrannt aber ein Grundzug unserer Leistungsgesellschaft. Menschen die glauben man könnte ein jährliches Wirtschaftswachstum bis ins Unendliche hinein von 2% in Gesetzen festschreiben, die glauben auch jedes Jahr noch höhere Kriterien an Arbeitskraft stellen zu müssen - und die Eltern arbeiten in voreilendem Gehorsam vorraus und verheizen Generation um Generation im Haschen um die maximierteste Leistung.

Geändert von El Sparko (18.12.2006 um 18:44 Uhr).
 
 
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Cassandra
Alt 18.12.2006, 20:44   #13
Standard

ob man das aber löst indem man alle sozialen härtefälle zusammenwirft weiß ich nicht so recht.
Ich finde du stellst dir das zu einfach vor. Ich war selber auf so einer Schule. War erst mal Gymnasium und dann runtergesackt wegen Privaten Problemen. Wie auch immer. Bei mir herrschte dort totale motivationslose Stimmung. Fast alle Lehrer waren dagegen das wir uns *weiterbilden*. Alle meinten direkt ausbildung und dann arbeiten. Und solche sozialen Härtefälle gab es da gar nicht. Unsere Schule war eigentlich ganz normal. Klar es gibt immer etwas Kranke, aber das ist auf jeder Schule so. Schule wie in Berlin Kreuzberg werden von den Medien so hochgeputsch bzw. ich weiß nicht wie es so weit kommen konnte. Aber sozialer Abschaum war bei mir dort keineswegs. Und währe meine Schule eine Gesamtschule gewesen, dann müsst ich zb nicht dieses ewige Hin und Her gehabt haben sondern einfach auf einer Schule mein Abi machen. Und solche wie mich gibt es viele denk ich. Deshalb währen Gesamtschulen in meinen Augen effektiver.
 
 
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El Sparko
Alt 18.12.2006, 22:31   #14
Standard

effektiver weil du dann ständig wechseln kannst, wie du gerde willst? und weil die deppen, die den sinn der schule noch nicht gerafft haben, dann trotzdem noch die "streber" verprügeln können um frust abzubauen? oh ja stimmt das klingt wie ein enormes erfolgsmodell... und am besten schule bis 16 uhr, damit die kinder nicht auf die idee kommen noch andere soziale kontakte wahrzunehmen.
 
 
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Cassandra
Alt 18.12.2006, 22:54   #15
Standard

Gibts das *streber* verprügeln nicht auch auf Gymnasien. Also ich erinnere mich noch genau, wie zu meiner Zeit auch Streber aus meinem Gymnasium *gedisst* wurden. Ausserdem du musst dir denken, das in höheren Stufen wie ab der 9 die ganzen kaputten Leute ehe weg sind.
Gut vielleicht ist das Beispiel, nur eine Schule zu haben nicht so prikelnt. Trotzdem finde ich das wir hier zuviele Schulformen haben irgendwie. Vielleicht könnte man sich auf eine Zusammenschließung von ein Paar Schulformen einigen.

Und wie gesagt, so viele kaputte Leute gibt es auf kaum einer Hauptschule. Zumindestens nicht so wie du dir das anscheinend vorstellst. Da leuft doch nicht jeder mit nem Messer rum und versucht leuten ihr Geld in der dunklen Ecke zu stehlen.

Ganz klar ist auch das es stark davon abhängt wer die Schule leitet, wieviel einfluss er auf die Schule hat und was es sonst noch für Lehrer dort gibt. Meine alte Schule war vor Jahren als die schlimmste Schule in Lev bekannt. Doch dann haben die das irgendwie umgedreht. Zu meiner Zeit war alles relativ friedlich.

Schule bis 16 uhr .... Ich meine die machen da hausaufgaben usw. und dann haben die normale Freizeit. Ist nicht so das ich unbedingt dafür bin, aber es würde bestimmt bewegen das deutsche Schüler im schnitt besser abschneiden. Obwohl das dann für andere wiederum ein zu großer Druck währe so viel und lange schule zu haben. Ist einfach ein ganz anderes Thema jetzt.
 
 
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OrionX
Alt 19.12.2006, 06:24   #16
Standard

das mit dem streber dissen hört in höheren klassenstufen fast auf. aber davon abgesehen gibts genauso aufm gymi deppen wie auf der realschule und auf der hauptschule, davor ist keine schule sicher.

die arbeitgeber vergessen häufig das man sich genauso durchs abi mogeln kann wie man sich einen Realschulabschluss ermogeln kann oder auch einen Hauptschulabschluss. Ich erinnere an den Kerl der nicht lesen und nicht schreiben konnte und seine mittlere reife gepackt hat. Oder guck mal in den Englischunterricht. da gibts ne menge leute die keinen stratz englisch können unds irgendwie doch weit gebracht haben, unds halt in der Oberstufe genauso dahinrotzen. Arbeitgeber sollten nich nur auf den Lebenslauf schauen, sondern sich am besten die Leute einladen und schauen was sie in der Praxis bringen (was teilweise auch praktiziert wird) und da sieht man was die können. Mein bester Freund ist Elektriker und hat den Hauptschulabschluss und war unter den besten der zwischenprüfung und wird die gesellenprüfung jetzt auch wahrscheinlich locker packen. Ihm gegenüber stehen die Realschüler die zum großen teil wesentlich schlechter sind als er. Er ist doch nur hauptschüler? warum ist er dann besser in Mathe und co. als die realschüler? Wie gesagt, es gibt leute die können es einfach und es gibt Leute die sich durchpfuschen. und durchpfuschen ist ein sehr verbreiteter usus.
 
 
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Cassandra
Alt 19.12.2006, 17:34   #17
Standard

Schön und gut ich habe auch noch Leute bei mir in der Stufe die irgendwie gar kein Englisch können, was sehr erschreckend ist. Aber wo hast du denn von dem Fall gehört das ein Typ nicht schreiben und nicht lesen konnte? Ist das nicht die Vorraussetzung fürs schummeln?
(Ein bischen Offtopic aber mich interessierts......)
 
 
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asdf
Alt 20.12.2006, 14:02   #18
Standard

Zitat von Wodar Hospur
Vielleicht sollten bis zur 8. eine einheitliche Schulform geben, danach könnte aufgeteilt werden in jene die sofort studieren möchten, jene die ein Handwerk erlernen wollen und solche die in die Dienstleistung wollen.
Öhm nach der 8. Klasse kann doch kein Mensch studieren?
Oder wenn du meintest, dass man sich dort dafür entscheiden solle, ob man studieren will? Da wäre das ganze ja jetzt noch weniger determiniert. Man kann doch immernoch, abgesehen davon, von einer Realschule irgendwie auf ein Gymnasium zu kommen, im Gymnasium nach der 10. Klasse aufhören und dann mit Realschullabschluss auf Ausbildungssuche gehn. Oder wurde da inzwischen grundsätzliches geändert? Hach die Schulzeit ist n Weilchen her..

Zitat von Chiller Miller
Und das stimmt... Die meisten SchülerInnen stammen doch aus Unterschicht bis untere Mittelschicht, vllt auch mittlere Mittelschicht..welche Chancen kriegen die geboten? Wenige bis keine finde ich. Im Grunde hast du keine Chance, wenn du nicht in eine gehobenere Schicht geboren wirst.
Ich will nun mal nicht anfangen Schichten oder soziale Milieus zu definieren..besser ist das, aber naja..
Es stimmt schon, dass in Deutschland die Bildung und der soziale Status der Eltern, statistisch gesehen eine große (zu große..) Bedeutung dafür hat, ob die Kinder einmal studieren werden oder nicht.
Aber dieses Gerede von "keine Chance" finde ich dennoch leicht unrealistisch.
So viel Geld müssen die Eltern für die Schule (bzw. Schulmaterial) nun wirklich nicht ausgeben.
Da mangelt es manchen wohl eher an Zeit und (hochgegriffen) Qualifizierung um die Kinder _angemessen_ zu fördern und eine gewisse Einstellung für die Nötigkeit des schulischen Erfolges zu schaffen. Da sind natürlich die Schulen gefordert. Aber zum Glück bin ich ja kein Pädagoge. ;>

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Ich denke irgendwie auch nicht, dass Gesamtschulen da so ein Allheilmittel sind. Vielleicht könnte die Entscheidung, auf welcher Schule bzw. auf welchem Niveau man sich zuerst versuchen will etwas hinausgezögert werden, aber danach kommt man wieder auf das gleiche Problem.
Und innerhalb einer Schule verschiedene Leistungsstufen zu schaffen, wird wohl am Grundproblem wenig ändern.

Ich kann schon nachvollziehen, dass man viele Hauptschüler schwer motivieren kann, bei der gesamten Situation und Stimmung, die sich gesellschaftlich vor ihnen aufbaut.
Andererseits gab es auf dem Gymnasium auch genug Leute, bei denen Motivation, Lerndisziplin und ähnliches so gut wie garnicht vorhanden waren und die trotzdem locker das Gymnasium gepackt haben, da spreche ich aus Erfahrung.


Ich weiß auch nicht, aber ich finde einfach es müsste wesentlich mehr Augenmerk auf Schule und Bildung gelegt werden in diesem Land. Man behauptet oft etwas für die Bildung zu tun und irgendwelche tollen Programme zu initialisieren, aber ob davon in den letzten 10 Jahren irgendwas "geholfen" hat oder es großartige Veränderungen gab? Ich denke nicht.
Ein Land, dessen einzige Chance es, so wie die Welt nunnmal aussieht, auf lange Sicht ist, sich durch einen hohen Bildungsstandard, eine exzellente Infrastruktur und auch durch Immigration und Integration in seiner gehobenen Position halten zu können, sollte m.E. anders an die Sache herangehen und versuchen das ganze nicht nur ausgehend von einer ökonomischen Momentaufnahme zu betrachten.

bla.
 
 
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Wodar Hospur
Alt 20.12.2006, 16:00   #19
Standard

Zitat von asdf
Öhm nach der 8. Klasse kann doch kein Mensch studieren?
Oder wenn du meintest, dass man sich dort dafür entscheiden solle, ob man studieren will? Da wäre das ganze ja jetzt noch weniger determiniert. Man kann doch immernoch, abgesehen davon, von einer Realschule irgendwie auf ein Gymnasium zu kommen, im Gymnasium nach der 10. Klasse aufhören und dann mit Realschullabschluss auf Ausbildungssuche gehn. Oder wurde da inzwischen grundsätzliches geändert? Hach die Schulzeit ist n Weilchen her..
Richtig ich meinte das danach die Entscheidung kommt. Zurzeit läuft es so das die Kinder die Grundschule machen und die Eltern möglichst versuchen ihr Kind auf das Gymnasium zusetzen. Egal ob es studieren will oder doch lieber Tischler werden will. Das du diese zwar auch zur 10 Beenden kannst hilft nicht viel. Außerdem sollten zweite Bildungswege offen bleiben, vielleicht sogar ausgebaut werden.

Anstatt das alt einhergebrachte Klassensystem könnte das ganze auch schon in der Zeit von 2 - 8 in Kursen untergebracht werden. Im 1 Jahr würde eine Beurteilung erfolgen, da es eigentlich zwei wirkliche Richtungen gibt (Naturwissenschaften,Sprachwissenschaften)
So hätten die Kinder auch mehr Chancen gemäß ihren Begabungen zulernen. Das der andere Unterricht auch stattfindet ist klar. Auch wäre vielleicht ein einfaches Wechseln in Kursen möglich. Wenn der Lehrer sieht, hey, der Schüler ist über/unterfordert, das er für dieses Fach in einen höheren/tieferen Kurs wechselt.

Vielleicht werden die Kinder auch offener, da die Strukturen offener sind, es gibt keine Klassenlehrer, bzw. Klassenkameraden, sondern nur Kurskameraden. Wenn man jedoch jedem Lehrer gleichzeitig mehrere Kinder zuordnet wäre immernoch eine Ansprechperson da, falls die Lehrer komplett ausfallen. Auch bestände im Nachmittagsunterricht die Möglichkeit Kontakte durch gleiche Hobbys oder Interessen zufinden. Ab der 4 oder 6 Klasse könnte vielleicht sogar noch freiwilliges Kursangebot hinzugezogen werden, wenn sich die Interessen des Kindes halt mehr ausgeprägt haben.

Ende der 8. Klasse sollte, wenn genügend Hilfe gegeben wird, es möglich sein für sich selber einen Beruf auszusuchen, auch vielleicht die Entscheidung zukommen ich will studieren. Jenach Entscheidung wird die Schulzeit dann verlängert und der Stoff halt härter. Die welche eine handwerkliche Ausbildung möchten können nur 1 Jahr dazu nehmen, die die studieren möchten nehmen halt noch 4 oder 5 Jahre dazu.

Hmm, da würde ich gerne zur Schule gehen....
Auch würden wohl die Unterschiede der Kinder zwar beachtet, aber keins benachteiligt.

Geändert von Wodar Hospur (20.12.2006 um 16:05 Uhr).
 
 
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Felicitas
Alt 20.12.2006, 16:43   #20
Standard

also ich weiß nicht. ich bezweifle stark das man in der 4. schon ernsthaft weiß was man später werden will. siehst ja in dem einen kneipenthread - was die leute als kind werden wollten und was sie später werden wollten und was sie jetzt werden wollen oder geworden sind.

bei deinem kursmodell sehe ich ein problem.

wenn man jetzt in klasse 4 oder 5 oder 6, was weiß ich, ein kind in einer kurs bringt, das seinen aktuellen neigungen entspricht (bei dir fehlen da noch die geisteswissenschaften), dann hat man vllt das problem das die neigungen falsch interpretiert wurden. eine ausprägung in andere richtung wird von vornherein unterbunden, irrtürmer sind qausi irreparabel.

im prinzip ists schon nicht dumm, das man bis zur 10. bzw 11. klasse alle fächer hat, ein paar wahlmöglichkeiten vllt, aber im großen und ganzen ein breites spektrum vermittelt bekommt. nur so können sich interessen entwickeln und neigungen hervorgebracht werden. und im krussystem später, werden dann halt so ne art "vertiefungsfächer" angeboten, die man dann seinen neigungen entsprechend wählen kann (mit 17 sollte man dann wohl doch langsam wissen was einen interessiert)

ich finde dieses gesamtschulenprinzip auch wirklich nicht ganz doof. alle machen erst realschulabschluss und es besteht im anschluss daran die möglichkeit abitur zu machen. aber die basis ist für alle die gleichen. lernunterschiede und persönliche defizite müssen nach dem regulären unterricht ausgemerzt werden.

mal als gedankenmodell: das was jetzt hauptschüler, realschüler und gymnasiast ist, gehen immer in die gleiche klasse. diese vorherige aussortierung wird gespart. es entsteht eine klasse mit schülern unterschiedlicher schichten, unterschiedlichen elternhäusern usw.

das kind zweier hartz4 empfänger, sieht also, das es die gleichen chancen hat wie die tochter zweier berufstätigen. er sieht er darf das gleiche lernen, er darf genauso seinen realschulabschluss machen und darf genauso auch abitur machen. sein weg ist nicht von vornherein festgeschrieben.

die anwesenheit "guter" schüler, zieht die schlechten schüler vielleicht mit. mobbing und soweiter mal ausgeklammert, das ist wieder ein erziehungsproblem und eines wie lehrer ausgebildet werden, meiner meinung nach.

schlechte schüler, werden nach dem regulären unterricht gefördert, besonders gute schüler werden ebenfalls ihren fähigkeiten nach dem unterricht gefördert. aber der unterricht ist für alle erst mal gleich. alle machen von mir aus erst den hauptschulabschluss, dann den realschulabschluss und dann das abitur.

aber warum darf man eigentlich abi machen, ohne vorher realschulabschluss gemacht zu haben? richtig, weil die eltern einen nach der 4. aufs gymnasium geschickt haben. auf der gesamtschule isses so nicht. da macht abitur, wer einen realschulabschluss mit einem durchschnitt x gemacht hat. vllt gibts da von gesamtschule, zu gesamtschule unterschiede, das ist das modell das ich kenne.

wenn ich nun mein abi mehrmals nicht gepackt hätte, dann hätte ich leere hände gehabt, da ich ja nie realschulabschluss gemacht habe. ich denke halt, 10 jahre schule müssten für jeden pflicht sein. mit 16 kann man dann wohl entscheiden ob man einen beruf erlernen will, oder studieren will. früher find ich unsinnig und unrealistisch, gerade bei den entwicklungen die der ausbildungsmarkt heutzutage annimmt. die tendenz geht doch jetzt schon dahin das lieber ältere schüler für einen ausbildungsberuf genommen werden, die ein paar jahre länger in der schule waren. die eben nicht nur den auspuff reparieren können, sondern vllt auch mal eine rechnung schreiben.

*fasel*


und gottverdammt, orion, wie kann man sich bitte durch ein abitur mogeln? ich vermute mal du meinst "man kann auch ein abitur haben, ohne groß zu lernen" oder irgendwie so? denke ich nicht. wer nicht lernen muss und trotzdem sein abi packt, der hat halt eine gewisse "intelligenz" (jaja, sorry...haut mich). und die zeigt das er einen gwissen verstand hat um dinge zu verstehen von denen er noch nichts gehört hat, oder das er einfach vom zuhören im unterricht lernt und sonst nichts machen braucht. aber durchmogeln, ich bitte dich, wie soll das aussehen? und jmd der sein abi ohne lernen bekommt, weil er es halt auch ohne lernen drauf hat, hat es genauso verdient wie jmd der 2-3 jahrelang darauf hinarbeitet und jeden tag büffelt.
 
 
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El Sparko
Alt 20.12.2006, 17:07   #21
Standard

nehmen wir an wir stecken alle kids jetzt wirklich in diese großartige gesamtschule wo jederzeit jede richtung offen wäre... was wird passieren fernab von der freiheitlichen romantik?

die kinder werden die kurse nehmen die ihre eltern ihnen vorschreiben, auch entgegen der pädagogischem empfehlung der lehrer, das selbe wie jetzt mitm gymnasium.

sind sie etwas älter und öfters auf maul gefallen dann nehmen sie die kurse in denen auch ihre freunde sein werden.

die schläger und dummbatzen nehmen den weg des geringsten widerstands und rotten sich zusammen in den ganz einfachen kursen.

die schlauen kinder werden gehemmt weil ihnen ihre "einzigartigkeit" immer vor augen geführt wird. wollen sie was erreichen dann müssen sie von freunden weg und sich zur zielscheibe für die schläger machen. auf einer abgetrennten schule gäbs das problem nur im kleinen rahmen, da kommt einfach schon garnicht mal jeder hin.

ich komme aus einem schulsystem bei dem man theoretisch in der 4. klasse wissen soll ob man studieren wird und in der 7. klasse realschule bereits wählt ob man kaufmännisch, technisch, sprachlich, sonstwas begabt ist. das ist nicht nur ne simple fächerwahl.... ich hab mich in meinem leben nur einmal falsch entschieden, da der kaufmännische zweig attraktivere zeiten für den informatikunterricht versprach. das was mir jetzt an mathematik und physik über realschule und BOS fehlt (weil ich einfach nie wieder wechseln konnte) reisst mir ein riesen loch im studium. ich bin in meinem alter garnicht mehr fähig das alles nachzuholen was ich an grundlagen haben müsste um informatik zu studieren.

jetzt frag ich euch, wollt ihr wirklich noch mehr wahl? noch mehr chancen für kinder irgendwas schwieriges einfach abzuwählen und sich so weg um weg immer wieder neu zu verbauen? ich wäre glücklich hätte es diese wahl in der 7. klasse nicht gegeben, hätte ich wie viele anderen auch weiterhin mehr mathe und physik gehabt anstatt buchführung zu lernen.

wenn es also eine wahl gibt muss es auch immer eine möglichkeit geben sowas zu revidieren. das hat man bei der wahl ob man abi machen möchte, denn da gibts nen zweiten bildungsweg. wenn einem aber ne 2. fremdsprache fehlt oder man eben nicht die tolle mathematische ausbildung hat dann gibts da nix nachzuholen. man kann auch auf fos/bos nicht die fahcrichtung einfach wechseln und ohne bereits angefangene 2. fremdsprache wird man zu fremdsprachenunterricht auch nicht zugelassen.
 
 
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Walli-Man
Alt 20.12.2006, 18:09   #22
Standard

Heute stand bei uns in der Zeitung, dass alle Hauptschulen in Bayern in Ganztagesschulen umgewandelt werden sollen. Auch sollen die Hauptschulen evtl. einen neuen Namen bekommen. Ob das ihrem Image hilft...?!
 
 
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asdf
Alt 20.12.2006, 19:00   #23
Standard

Zitat von felicitas
mal als gedankenmodell: das was jetzt hauptschüler, realschüler und gymnasiast ist, gehen immer in die gleiche klasse. diese vorherige aussortierung wird gespart. es entsteht eine klasse mit schülern unterschiedlicher schichten, unterschiedlichen elternhäusern usw.

schlechte schüler, werden nach dem regulären unterricht gefördert, besonders gute schüler werden ebenfalls ihren fähigkeiten nach dem unterricht gefördert. aber der unterricht ist für alle erst mal gleich. alle machen von mir aus erst den hauptschulabschluss, dann den realschulabschluss und dann das abitur.
Werden nach dem regulären Unterricht gefördert? Nachsitzen?
Nuja..

Wenn du die Leute, die jetzt in 3 verschiedenen Schulformen sind, alle in eine Schule packst, wo setzt man dann denn das Niveau an?

Wenn man da theoretisch am Ende der 9. Klasse den Hauptschulabschluss machen kann, wie sollte man dann in einem Jahr alles, das einem zum Realschulabschluss fehlt, und auf das ja in der Zeit zuvor auch nicht alles ausgelegt war, erreicht werden?
Ähnlich bei der Sache mit Realschulabschluss und Abitur. Wenn man zuvor auf den Realschulabschluss vorbereitet wird, wie soll es dann angestellt werden, dass man dann, wenn es nach so einigen geht am besten noch in 2 statt 3 Jahren, den ganzen Lehrstoff intus hat, den man sich sonst in 9 Jahren aufbaut?
Und wenn alles auf Realschulabschluss oder Abitur ausgerichtet wäre, würden die jeweils schlechteren Schüler erstrecht demotiviert etc.

Ich seh da doch einige Probleme.


das kind zweier hartz4 empfänger, sieht also, das es die gleichen chancen hat wie die tochter zweier berufstätigen. er sieht er darf das gleiche lernen, er darf genauso seinen realschulabschluss machen und darf genauso auch abitur machen. sein weg ist nicht von vornherein festgeschrieben.
Was genau spricht denn momentan dagegen, dass ein Kind zweier HartIV Empfänger auf die Realschule oder ein Gymnasium geht?
Das wirkt doch sehr übertrieben.
Chancengleichheit ist in gewissem Maße durchaus gegeben. Das bedeutet ja nur niemals, dass auch Gleichheit herrscht.

aber warum darf man eigentlich abi machen, ohne vorher realschulabschluss gemacht zu haben? richtig, weil die eltern einen nach der 4. aufs gymnasium geschickt haben. auf der gesamtschule isses so nicht. da macht abitur, wer einen realschulabschluss mit einem durchschnitt x gemacht hat. vllt gibts da von gesamtschule, zu gesamtschule unterschiede, das ist das modell das ich kenne.
Die Eltern können einen auch nicht so aufs Gymnasium schicken, wenn der Schüler bereits in der Grundschule kaum eine Leistung erbracht hat.
Theoretisch ging das doch irgnedwann mal bis zu einem Notendurchschnitt von 2,5. Ansonsten gab es noch ne Prüfung. Möglicherweise ist das ja immernoch so.
Und zudem erhöht das doch den Druck auf die Schüler ziemlich, oder?
Denn da muss man wirklich die ganze Zeit über gute Leistungen bringen, wenn man immer wieder Abschlüsse und Prüfungen machen muss um mal zum Abitur zu kommen.

Man kann doch alles auch andersherum sehn. *g*
 
 
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Wodar Hospur
Alt 20.12.2006, 19:12   #24
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Naja keine Entscheidung sollte wirklich unrevidierbar sein. Deshalb finde ich ein Kursangebot sogar besser als Leistungskurs und der Rest. Auch müssen die Schulen gestärkt werden bei solchen Entscheidungen, da die Eltern ja bei vielen als Erziehungsberechtigte wegfallen. Doch was sprich gegen ein Kurssystem, das die komplette 2 stufe mathe hat, aber wer gut ist, der lernt schneller in mahte und kommt deswegen in den 2a kurs, während der der weniger gut ist in den 2c kurs kommt. die schlechten schüler würden nicht von den guten demotiviert werden, die guten hingegen können sich aneinander messen und auch motivieren.
 
 
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El Sparko
Alt 20.12.2006, 20:01   #25
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und was ist wenn der schüler aus "null bock"-phase in der pubertät (das trifft 80% aller jugendlichen mal) einfach im normalen mathe kurs bleibt, später aber höheres mathe bräuchte um überhaupt was erreichen zu können? dann hatter pech gehabt oder wie?
 
 
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