Zitat von Wodar Hospur Vielleicht sollten bis zur 8. eine einheitliche Schulform geben, danach könnte aufgeteilt werden in jene die sofort studieren möchten, jene die ein Handwerk erlernen wollen und solche die in die Dienstleistung wollen.
Öhm nach der 8. Klasse kann doch kein Mensch studieren?
Oder wenn du meintest, dass man sich dort dafür entscheiden solle, ob man studieren will? Da wäre das ganze ja jetzt noch weniger determiniert. Man kann doch immernoch, abgesehen davon, von einer Realschule irgendwie auf ein Gymnasium zu kommen, im Gymnasium nach der 10. Klasse aufhören und dann mit Realschullabschluss auf Ausbildungssuche gehn. Oder wurde da inzwischen grundsätzliches geändert? Hach die Schulzeit ist n Weilchen her..
Zitat von Chiller Miller Und das stimmt... Die meisten SchülerInnen stammen doch aus Unterschicht bis untere Mittelschicht, vllt auch mittlere Mittelschicht..welche Chancen kriegen die geboten? Wenige bis keine finde ich. Im Grunde hast du keine Chance, wenn du nicht in eine gehobenere Schicht geboren wirst.
Ich will nun mal nicht anfangen Schichten oder soziale Milieus zu definieren..besser ist das, aber naja..
Es stimmt schon, dass in Deutschland die Bildung und der soziale Status der Eltern, statistisch gesehen eine große (zu große..) Bedeutung dafür hat, ob die Kinder einmal studieren werden oder nicht.
Aber dieses Gerede von "keine Chance" finde ich dennoch leicht unrealistisch.
So viel Geld müssen die Eltern für die Schule (bzw. Schulmaterial) nun wirklich nicht ausgeben.
Da mangelt es manchen wohl eher an Zeit und (hochgegriffen) Qualifizierung um die Kinder _angemessen_ zu fördern und eine gewisse Einstellung für die Nötigkeit des schulischen Erfolges zu schaffen. Da sind natürlich die Schulen gefordert. Aber zum Glück bin ich ja kein Pädagoge. ;>
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Ich denke irgendwie auch nicht, dass Gesamtschulen da so ein Allheilmittel sind. Vielleicht könnte die Entscheidung, auf welcher Schule bzw. auf welchem Niveau man sich zuerst versuchen will etwas hinausgezögert werden, aber danach kommt man wieder auf das gleiche Problem.
Und innerhalb einer Schule verschiedene Leistungsstufen zu schaffen, wird wohl am Grundproblem wenig ändern.
Ich kann schon nachvollziehen, dass man viele Hauptschüler schwer motivieren kann, bei der gesamten Situation und Stimmung, die sich gesellschaftlich vor ihnen aufbaut.
Andererseits gab es auf dem Gymnasium auch genug Leute, bei denen Motivation, Lerndisziplin und ähnliches so gut wie garnicht vorhanden waren und die trotzdem locker das Gymnasium gepackt haben, da spreche ich aus Erfahrung.
Ich weiß auch nicht, aber ich finde einfach es müsste wesentlich mehr Augenmerk auf Schule und Bildung gelegt werden in diesem Land. Man behauptet oft etwas für die Bildung zu tun und irgendwelche tollen Programme zu initialisieren, aber ob davon in den letzten 10 Jahren irgendwas "geholfen" hat oder es großartige Veränderungen gab? Ich denke nicht.
Ein Land, dessen einzige Chance es, so wie die Welt nunnmal aussieht, auf lange Sicht ist, sich durch einen hohen Bildungsstandard, eine exzellente Infrastruktur und auch durch Immigration und Integration in seiner gehobenen Position halten zu können, sollte m.E. anders an die Sache herangehen und versuchen das ganze nicht nur ausgehend von einer ökonomischen Momentaufnahme zu betrachten.
bla.