@hhai - ich bin zum einen von dem ausgegangen was ich an unserer uni sehe (direkter vergleich mein studiengang als mag und der gleiche studiengang als ba). trotz oberflächiger wahlmöglichkeiten läufts da auf einen festen vorgegebenen stundenplan hinaus. keine möglichkeit zusätzliche veranstaltungen zu belegen, weil die pflichtveranstaltungen den tag bereits ausfüllen. gleiches bzw. ähnliches habe ich aus meinem bekanntenkreis gehört die entweder selber ba studieren, oder gleiches an ihrer hochschule beobachten. darüber hinaus habe ich neulich einen artikel über diese "verschulung" gelesen, wenn ich dran denke dann reich ich mal die quelle und den artikel nach, hab jetzt leider nicht mehr im kopf woher der artikel kam.
und wenn ich mir die stundenpläne der ba's meiner anderen fächer ansehe, dann ist das in summe, würde ich das gleiche auf ba studieren, eine ~40 stunden woche zzgl. oder inkl. lernen zu hause und ohne jegliche wahlmöglichkeit. darüber hinaus noch mehr prüfungen in kürzerer zeit. alles in allem wie in der schule, nur noch ein bisschen straffer, aber keineswegs so selbstständigkeitsfördernd wie es ein dipl. oder gar mag studiengang ist.
der sinn einer deutschen universität mit dem deutschen diplom oder mag war niemals so schnell wie möglich leute auszubilden damit sie in den beruf können. humboldt würde sich im grab umdrehen wenn er die entwicklung sehen könnte. forschung und lehre zu vereinen, sowie unabhängigkeit zur wirtschaft ist als grundidee von humboldt mit dem ba system völlig im arsch. forschen heisst nicht ein praktikum zu machen. und wirtschaftliche unabhängigkeit sieht auch anders aus.
nicht falsch verstehen, mir ist durchaus bewusst dass man jetzt schlichtweg keine andere chance mehr hat als auf ba zu studieren und es zu verteufeln bringt von daher nicht viel. ändert nichts daran, dass ich für mich, heilfroh bin, noch einen mag studiengang erwischt zu haben. und es ändert auch nichts daran dass ich dieses grundprinzip sinnlos finde, von daher, dass ich der meinung bin, dass der abschluss zwar nach etwas "höherem" klingt als der normale berufsabschluss, facharbeiter aber wesentlich besser vorbereitet werden in gleicher zeit. von daher halten sich (für mich) die wertigkeiten der beiden abschlüsse genau die waage. ergo -> ba bringt nix wenn man schon eine ausbildung mit abschluss hat, wenn man da einen höheren abschluss anstrebt, bleibt einem jetzt nur noch der ma. und das führt umständlich über den ba und selbst da gibt es regelungen und ausschlussverfahren damit ja nicht jeder ba absolvent auch den ma danach machen kann*. wenn man natürlich nach dem abi gleich studiert ist es egal. solange niemals jmd behaupten wird der ba wäre dem dipl oder mag, egal ob uni oder fh, irgendwie gleichwertig.
^^^meine meinung. mehr nicht.
* unser bildungsystem ist nur am filtern. nach der grundschule wird festgelegt ob du auf die hauptschule, die realschule oder das gymnasium gehst. der wechsel gestaltet sich schon schwierig. die eventuelle fehlentscheidung von eltern und lehrern als man gerade 10 jahre alt war zu korrigieren und abschlusse nachzuholen oder die schulart zu wechseln, gestaltet sich auch als eher schwierig. es ist machbar, aber es ist natürlich mit steinen im weg verbunden und das wegen einer entscheidung die im alter von 10 jahren getroffen wurde. einigerorts wird in der oberstufe jetzt sogar festgelegt in welcher fachrichtung man sein abitur machen will/soll. dann hat man, sofern man abi auf dem 1. bildungsweg gemacht hat, die wahl zwischen ausbildung und studium. geht man studieren, dann wird 3 jahre später schon wieder gefiltert, weil man vllt nen abschluss von 2,6 statt 2,5 hatte und dann nicht master machen kann. besucht man eine fachoberschule, dann bestimmt die richtung des fachabis die auswahlmöglichkeiten an fachrichtungen an einer späteren fh. uni mit fachabitur? niemals. vllt ufert das jetzt alles n bissl aus, aber mei, der thread mit seinem eigentlichen thema ist eh gegessen, also kann man ja mal allumfassend meckern und diskutieren
