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[Studium] Gastronomie studieren? /anschließende BA/MA Diskussion

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short_cut_baby
Alt 13.11.2007, 22:29   #1
Standard Gastronomie studieren? /anschließende BA/MA Diskussion

Hey ho PPler

Mir ist bezüglich meiner Zukunftspläne mal wieder ein genialer Plan eingefallen!
Wie wäre es denn gastronimoe zu studieren?

Studiert es hier irgendwer?
Wie lang geht das Studium?
Was für Voraussetzungen braucht man?

Dankeee
 
 
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asdf
Alt 13.11.2007, 23:49   #2
Standard

Man möge mich bitte, falls nötig, korrigieren oder erleuchten, aber was zum Teufel soll denn bitte ein Gastronomie Studium sein?

Da gibts wohl viele Möglichkeiten von Praktika, Ausbildungen, Lehrgängen, Weiterbildungen und so weiter. Es gibt auch Dinge wie Hotel- oder Tourismusmanagment an Fachhochschulen. Aber Gastronomie Studium im eigentlichen Sinne des Wortes, in Deutschland...mmh.

Geändert von asdf (14.11.2007 um 01:45 Uhr).
 
 
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Jumpy
Alt 14.11.2007, 08:42   #3
Standard

Gastronomie studieren, ist doch ähnlich wie Metallbranche studieren oder ?

Als Oberbegriff für die Fressbranche wüsste ich nicht das sowas geht
 
 
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Felicitas
Alt 14.11.2007, 09:14   #4
Standard

das hier: http://www.ba-rm.de/studium/studienangebot/index.jsp

ist das einzige was berufswahl.de ausspuckt. und die seite hat eigentlich alles was es so gibt. mach lieber ne ausbildung zum systemgastronom oder so, das ist wenigsten jmd ein begriff. gibt sicher auch irgendwelche suspekten privaten hochschulen für sowas, das ist dann aber mit hohen monatlichen beiträgen verbunden.

was ich ja gerade nicht ganz raffe: wieso informierst du dich nicht erst mal selber bevor du rumfragst?

edit: das was berufswahl.de ausgespuckt hat (link oben) kostet auch 300 euro im monat. also ein studium mit gastronomie scheint nicht wirklich anerkannt (oder brauchbar) zu sein. mach halt ne ausbildung.
 
 
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El Sparko
Alt 14.11.2007, 13:58   #5
Standard

ich stell mir das grad vor wie jemand mit anzug und kravatte in ne 3-sterne küche gspurtet kommt und schreit "stop alles liegen lassen ich bin bachelor of catering und ich weiß wie es richtig geht ihr gelernten köche ihr!"... (wollt eigentlich schreiben diplom gastronom aber die zeiten sind vorbei)
 
 
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short_cut_baby
Alt 14.11.2007, 14:24   #6
Standard

jaja oke ihr alten sarkastischen Disser

ja also ausbildung klingt dann plausibler, stimmt schon...
nja meine Mam hat mir so n Haufen Zeitschriften hingeknallt, da stand aber auch nich viel drin.
 
 
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El Sparko
Alt 14.11.2007, 14:42   #7
Standard

da hät ich ein paar fragen:

1. welchen schulabschluß strebst du an?
2. wann möchtest du beginnen zu arbeiten?
3. ist gastronomie die von dir favorisierte branche?
4. wie stellst du dir deinen berufsalltag vor / was willst du machen?

ich denk mal was dir fehlt sind ziele. zu allererst musst du ein ziel abstecken und dann kannst du entscheiden wie du darauf hinarbeitest. eltern sind dabei nur mässig hilfreich weil für die andere prioritäten als z.b. selbstverwirklichung zählen.
 
 
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short_cut_baby
Alt 14.11.2007, 21:26   #8
Standard

1. welchen schulabschluß strebst du an?
2. wann möchtest du beginnen zu arbeiten?
3. ist gastronomie die von dir favorisierte branche?
4. wie stellst du dir deinen berufsalltag vor / was willst du machen?
1. Auf jeden Fall Abitur, sind auch nur noch 1,5 Jahren.
2. Nach dem Abitur.
3. Konkurriert stark mit Design :S
4. Ich bin auf jeden Fall auf harte und viel Arbeit eingestellt. Früh raus, spät heim. Was ich machen will? Naja vor allem Dinge lernen über Servieren, Restaurant/Gaststättenmäßig zu führen, etc etc etc.

Ganz sicher ist es ie gesagt noch nicht. Ich schwebe so zwischen eben zwei verschiedenen Richtungen. Ich mein, ich hab bis zum Abi noch etwa 1,5 Jahre zeit, bis dahin kann ich mich ja entscheiden.
 
 
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Felicitas
Alt 14.11.2007, 23:30   #9
Standard

naja, du weißt schon dass arbeiten und studium sich größtenteils einander ausschließt oder? wenn du unbedingt arbeiten willst, dann mach eine ausbildung. da kommt wenigstens ein bisschen geld rein.
 
 
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Ænema
Alt 15.11.2007, 06:54   #10
Standard

Warum fühlt sich eigentlich ein Großteil der Leute zu "Design" hingezogen? Verstehe das wer will.

Na, wie Feli schon sagte, willst du wirklich "arbeiten" oder "studieren"? Das sollte vielleicht zuvor erstmal geklärt werden. Eher praxisorientiert oder blanke Theorie pauken? Was sagt dir denn persönlich mehr zu?

btw, fachmann/-frau für systemgastronomie
 
 
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short_cut_baby
Alt 15.11.2007, 13:31   #11
Standard

das ist eben die frage, im moment bin ich unentschieden. so langsam sollte ichs halt mal, sind zwar immerhin noch 1,5 jahre, aber so viel zeit ist das auch nicht.
ja also ich denke im beriech gastronimoe eine ausbilgung zu machen wärenicht schlecht. studieren kann man ja später immernoch, nur ausbildungsplätze werden ja nicht an jeden x-beliebigen alten knacker abgegeben.

obwohl ich füpr den bereiech design aber auch eine ausbildung in der textilbranche machen könnte. jaja berufswahl ist nicht einfach...

ja also ich wollte vor allem wissen, wer im bereich gastronomie erfahrungen hat?

@aenema: der link is gut, danke!
 
 
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Felicitas
Alt 15.11.2007, 13:54   #12
Standard

naja, ich arbeite seit nem dreiviertel jahr in der systemgastronomie, musst halt nur mal konkrete fragen stellen.

im übrigen gibts auch genug firmen die sehr dankbar "alte knacker" für eine ausbildung nehmen, weil die meistens viel leichter zu handhaben sind. sie sind reifer, selbstständiger, vertrauenswürdiger und darüber hinaus kann man sie zumeist schnell einarbeiten und dann sind sie ne billige arbeitskraft.

systemgastronom ist zumindest eine ausbildung bei der man momentan nen festen job danach "fast" sicher hat, weil da einfach oft franchise unternehmen dran hängen und die sind halt n bissl weitläufiger organisiert.

was du auch bedenken solltest ist, dass viele die erst mal 3 jahre gearbeitet haben und es gewohnt sind 3 jahre ein einkommen zu haben, dann nur schwer mit studieren anfangen, weil du einkommenstechnisch auf null zurückfällst. aber da ich da selbst ne ausnahme bin will ich nicht verallgemeinern.

mein subjektives empfinden ist allerdings a) dass studenten die vorher gearbeitet haben die "besseren" studenten sind. will heißen: sie wissen wie die reale welt aussieht. sie haben im hinterkopf wie die welt da draußen aussieht und gehen von daher oftmals mit einer ganz anderen einstellung ans studium heran. und b) glaube ich, oder hoffe ich, dass studenten, die vor dem studium schon eine ausbildung gemacht haben oder allgemein ein paar jahre gearbeitet haben, bessere chancen haben schnell einen job zu finden und sie haben vllt auch die größeren chancen nicht dieser akademikerausbeutung namens praktikum langfristig zum opfer zu fallen.

dann gibts aber noch die sache mit dem bachelor studium um dass du ja quasi nicht drumherum kommen wirst. mein subjektives empfinden sagt mir, dass der BA mit einer ausbildung gleichzusetzen ist. ich habe zumindest das gefühl, dass mir ein BA gar nichts bringen würde. das hieße zumindest für mich, wenn ich den BA studieren würde, dass ich zwangsläufig den master machen müsste um einen höheren abschluss zu erlangen, als den den ich durch die berufsausbildung habe. ich studiere allerdings (zum glück) nicht ba.
 
 
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HHai
Alt 19.11.2007, 19:33   #13
Standard

dass studenten die vorher gearbeitet haben die "besseren" studenten sind. will heißen: sie wissen wie die reale welt aussieht. sie haben im hinterkopf wie die welt da draußen aussieht und gehen von daher oftmals mit einer ganz anderen einstellung ans studium heran.
Für ein FH Studium sehe ich das auch so,
für ein technisches oder wirtschaftswissenschaftliches Studium an der Uni bin ich anderer Meinung.
Das Problem sehe ich in der Lernmotivation im Grundstudium.
Wer jünger und unerfahrener in ein Studium kommt,
ist auch bereit sich mit den grundlegenden (theoretischen) Basics intensiv auseinanderzusetzen.
Wer bereits (Berufs-)Erfahrung besitzt ist dazu weniger bereit,
entweder unter dem Argument "kann ich schon"
oder "ich weis wie es da draußen aussieht, und da brauch ich sowas garantiert nie"

Eine viel bessere Möglichkeit als eine Ausbildung vor dem Studium,
sehe ich die Aufteilung von Bachelor/Master zu nutzen.
Such dir einen allgemeinen Studiengang (z.B. BWL) , mach den Bachelor,
arbeite 1-2 Jahre in einem Unternehmen und mach dann den Master.
(evtl. in einer spezielleren Fachrichtung)

mein subjektives empfinden sagt mir, dass der BA mit einer ausbildung gleichzusetzen ist.
Die Gehaltsstudie sagt etwas anderes:
http://www.manager-magazin.de/koepfe...311327,00.html

Durch die Einführung des Bachelor hält auch das amerikanische System bei uns Einzug,
ein Bachelor (oder auch Master) Abschluss an sich ist (fast) nichts wert,
es kommt darauf welche Hochschule auf dem Zeugnis steht...
 
 
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Felicitas
Alt 20.11.2007, 12:19   #14
Standard

naja, ich hab ja öfter betont dass es meine subjektive meinung ist.

zu dem letzten punkt: ich glaube, dass in den köpfen der arbeitgeber noch fest das diplomsystem verankert ist. eine wirkliche veränderung des denkens auf dem arbeitsmarkt, so schätze ich, wird erst eintreten wenn die jetzige ba generation in führungsfunktionen, bzw. in personalerfunktionen tätig ist bzw. sich auf dem arbeitsmarkt bewährt hat. das wird aber sicherlich 10-20 jahre dauern bis sich das denken in "alten" köpfen umgestellt hat, bzw. bis die vom arbeitsmarkt weg sind.

woher bei der grafik nun die kenntnisse über das einkommen von ba und master sind, kann ich mir ehrlich gesagt nicht erklären. es gab zwar vereinzelt auch vor 2 jahren schon hochschulen die ein paar ba und masterstudiengänge angeboten haben, die große welle kam aber erst im ws06/07. und die da mit studieren angefangen haben sind zum einen noch nicht fertig und zum anderen glaube ich, ist die referenzgruppe der tatsächlich vorhandenen ba's/ma's noch zu klein um wirkliche aussagen treffen zu können.

wie auch immer, ich halte, rein subjektiv, vom ba nicht viel. internationale vergleichbarkeit schön und gut, dennoch ist das deutsche diplom durchaus angesehen gewesen im ausland und genoss den ruf einer sehr guten ausbildung. desweiteren finde ich es "scheiße" (ums mal auf deutsch zu sagen), dass der ba so verschult ist. wo bleibt da die forschung? wo bleibt die neuen unistrukturen die einen menschen zu einem selbstständigen menschen erziehen sollte? der ba ist im grunde wie 3 jahre extra schule, nur mit mehr klausuren (wie eine ausbildung eben, nur dass die wirklich mit arbeiten in einer firma verbunden ist und nicht nur so pseudo-wirtschaftsnähe verkörpert). zum forschen bleibt keine zeit und dafür ist er auch nicht gemacht. wo wird die nächste generation doktoren und professoren herkommen? wenn in dem system irgendetwas (wieder meiner meinung nach) taugt, dann ist es der master.

wie auch immer, die threaderstellerin meldet sich scheinbar eh nicht, die idee gastronomie zu studieren scheint verflogen zu sein. also können wir den thread gern für unsere pro/kontra ba/ma diskussion nutzen . da muss ich nicht mal mit back to topic uns zwei ermahnen *g*

im übrigen halte ich die idee, erst ba zu machen, dann 2 jahre zu arbeiten und dann ma zu machen für gar nicht so übel. kommt aber im großen und ganzem dem gleich (wenn man den zeitlichen faktor außer acht lässt), erst ne ausbildung zu machen und dann auf dipl. mag. bzw. ma. zu studieren. wobei dipl. und mag. ja bald gar nicht mehr möglich sein wird.

"ich weis wie es da draußen aussieht, und da brauch ich sowas garantiert nie"
ich will nicht abstreiten dass es solche auch gibt, aber wenn ich von mir ausgehe, bzw. von bekannten von mir, dann ist es eher so, dass allein schon die entscheidung doch noch mal studieren zu gehen einen gewissen ehrgeiz und zielstrebigkeit mit sich bringt die sich dann auch in der motivation ausdrückt. ich mein hey, ich könnte jetzt auch in nem frankfurter büro sitzen und meine 1800 euro jeden monat nach hause tragen. stattdessen hab ich mich für ein leben am existenzminimum entschieden. und allein aus finanziellen gründen wärs mir echt zu schade die 5 jahre durch so ne larifari einstellung zu vergeuden.

Geändert von Felicitas (20.11.2007 um 12:41 Uhr).
 
 
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HHai
Alt 20.11.2007, 18:20   #15
Standard

woher nimmst die die Information,
dass durch den Bachelor alles so verschult ist ?
Das kann jede Hochschule handhaben wie sie will...

Ich kann jetzt nur von meinem Studiengang berichten:
Ich studiere Informationswirtschaft ( http://www.informationswirtschaft.de/ ) auf Bachelor an der Uni Karlsruhe im nun 5. Semester,
am Grundstudium hat sich gegenüber dem Diplom wenig geändert,
weder vom Vorlesungsinhalt her, noch von der Organisation der Veranstaltungen.
Lediglich ein 6-wöchiges Pflichtpraktikum kam hinzu.

Laut Studienplan soll dann in 2 Semestern das Vertiefungsstudium absolviert werden,
was die gleiche Wahlfreiheit an Vorlesungen wie im Hauptdiplom ermöglicht,
und auch 3 Seminare (normaler Umfang wie im Diplom) und die Bachelorarbeit beinhaltet.
Das diese Zeit sehr knapp bemessen ist dürfte klar sein.

Der Master beinhaltet dann 3 Semester + 1 Semester Masterarbeit.
Auch die Veranstaltungen im Master sind gleich geblieben,
lediglich ein zusätzliches Interdisziplinäres Seminar ist dazugekommen.

Alles in allem hat sich (bei uns) also relativ wenig geändert,
die Regelstudienzeit hat sich von 9 auf 10 Semester verlängert,
und man hat eben nach 6 Semestern (wenn es gut läuft) bereits einen Abschluss.
 
 
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short_cut_baby
Alt 20.11.2007, 21:01   #16
Standard

naja auf jeden fall danke für die infos, aber was ich genau mache weiß ich immernoch nicht genau^^ vllt mach ich nach dem Abitur auch erstmal ein freiwilliges soziales jahr und entscheide mich dann was ich mache.
 
 
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Ænema
Alt 20.11.2007, 21:09   #17
Standard

Zitat von short_cut_baby
naja auf jeden fall danke für die infos, aber was ich genau mache weiß ich immernoch nicht genau^^ vllt mach ich nach dem Abitur auch erstmal ein freiwilliges soziales jahr und entscheide mich dann was ich mache.
Na, Gedanken darf man sich ja ruhig schonmal machen. Die Zeit bis die Schule wirklich hinter einem liegt, geht schneller rum als man denkt und dann steht man immernoch auf der großen Fragen - "Was tue ich als nächstes?"

Lieber früh genug damit anfangen, als so eine wichtige Entscheidung irgendwie auf die lange Bank zu schieben. Na, versteh das nur nicht falsch. :>
 
 
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Felicitas
Alt 20.11.2007, 21:26   #18
Standard

@hhai - ich bin zum einen von dem ausgegangen was ich an unserer uni sehe (direkter vergleich mein studiengang als mag und der gleiche studiengang als ba). trotz oberflächiger wahlmöglichkeiten läufts da auf einen festen vorgegebenen stundenplan hinaus. keine möglichkeit zusätzliche veranstaltungen zu belegen, weil die pflichtveranstaltungen den tag bereits ausfüllen. gleiches bzw. ähnliches habe ich aus meinem bekanntenkreis gehört die entweder selber ba studieren, oder gleiches an ihrer hochschule beobachten. darüber hinaus habe ich neulich einen artikel über diese "verschulung" gelesen, wenn ich dran denke dann reich ich mal die quelle und den artikel nach, hab jetzt leider nicht mehr im kopf woher der artikel kam.

und wenn ich mir die stundenpläne der ba's meiner anderen fächer ansehe, dann ist das in summe, würde ich das gleiche auf ba studieren, eine ~40 stunden woche zzgl. oder inkl. lernen zu hause und ohne jegliche wahlmöglichkeit. darüber hinaus noch mehr prüfungen in kürzerer zeit. alles in allem wie in der schule, nur noch ein bisschen straffer, aber keineswegs so selbstständigkeitsfördernd wie es ein dipl. oder gar mag studiengang ist.

der sinn einer deutschen universität mit dem deutschen diplom oder mag war niemals so schnell wie möglich leute auszubilden damit sie in den beruf können. humboldt würde sich im grab umdrehen wenn er die entwicklung sehen könnte. forschung und lehre zu vereinen, sowie unabhängigkeit zur wirtschaft ist als grundidee von humboldt mit dem ba system völlig im arsch. forschen heisst nicht ein praktikum zu machen. und wirtschaftliche unabhängigkeit sieht auch anders aus.

nicht falsch verstehen, mir ist durchaus bewusst dass man jetzt schlichtweg keine andere chance mehr hat als auf ba zu studieren und es zu verteufeln bringt von daher nicht viel. ändert nichts daran, dass ich für mich, heilfroh bin, noch einen mag studiengang erwischt zu haben. und es ändert auch nichts daran dass ich dieses grundprinzip sinnlos finde, von daher, dass ich der meinung bin, dass der abschluss zwar nach etwas "höherem" klingt als der normale berufsabschluss, facharbeiter aber wesentlich besser vorbereitet werden in gleicher zeit. von daher halten sich (für mich) die wertigkeiten der beiden abschlüsse genau die waage. ergo -> ba bringt nix wenn man schon eine ausbildung mit abschluss hat, wenn man da einen höheren abschluss anstrebt, bleibt einem jetzt nur noch der ma. und das führt umständlich über den ba und selbst da gibt es regelungen und ausschlussverfahren damit ja nicht jeder ba absolvent auch den ma danach machen kann*. wenn man natürlich nach dem abi gleich studiert ist es egal. solange niemals jmd behaupten wird der ba wäre dem dipl oder mag, egal ob uni oder fh, irgendwie gleichwertig.

^^^meine meinung. mehr nicht.


* unser bildungsystem ist nur am filtern. nach der grundschule wird festgelegt ob du auf die hauptschule, die realschule oder das gymnasium gehst. der wechsel gestaltet sich schon schwierig. die eventuelle fehlentscheidung von eltern und lehrern als man gerade 10 jahre alt war zu korrigieren und abschlusse nachzuholen oder die schulart zu wechseln, gestaltet sich auch als eher schwierig. es ist machbar, aber es ist natürlich mit steinen im weg verbunden und das wegen einer entscheidung die im alter von 10 jahren getroffen wurde. einigerorts wird in der oberstufe jetzt sogar festgelegt in welcher fachrichtung man sein abitur machen will/soll. dann hat man, sofern man abi auf dem 1. bildungsweg gemacht hat, die wahl zwischen ausbildung und studium. geht man studieren, dann wird 3 jahre später schon wieder gefiltert, weil man vllt nen abschluss von 2,6 statt 2,5 hatte und dann nicht master machen kann. besucht man eine fachoberschule, dann bestimmt die richtung des fachabis die auswahlmöglichkeiten an fachrichtungen an einer späteren fh. uni mit fachabitur? niemals. vllt ufert das jetzt alles n bissl aus, aber mei, der thread mit seinem eigentlichen thema ist eh gegessen, also kann man ja mal allumfassend meckern und diskutieren

Geändert von Felicitas (20.11.2007 um 21:50 Uhr).
 
 
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El Sparko
Alt 20.11.2007, 23:42   #19
Standard

vielleicht geb ich demnächst noch ein umfassendes statement ab. meine erfahrungen decken sich im grunde mit denen von feli. ich studiere zwar noch diplom (letzter studiengang), dies aber (aufgrund der angesprochenen fehlentscheidungen) auf einer FH. das heist mein alltag ist jetzt bereits so, wie es für den großteil der bacheloren auch jetzt oder bald an der uni sein wird. es gibt hier eine gewisse maximalanzahl an wochenstunden die erreicht werden kann und die wird auch erreicht. das bricht sich runter auf 35-50 wochenstunden echter arbeitszeit.

früher musste man sich von den unistudenten verlachen lassen, weil die wahlmöglichkeiten an studiengestaltung doch recht eingeschränkt waren. diese vielfalt gibt es nun nicht mehr. soweit ich informiert bin wurden unrentable studiengänge an der ein oder andern uni sogar abgeschafft.

warum das alles? die wirtschaft hat große macht im land und für die ist es wichtig arbeitskräfte jung, dumm und beeinflussbar zu bekommen. die viel angesprochene überalterung der studenten ist genauso wie der angebliche fachkräftemangel einfach nur herbeigeredet um die löhne zu drücken. mir ist klar früher oder später wird sich ein "ihr studiert doch nur planlos unser steuergeld weg"-hardliner melden aber solange wir unter uns sind spar ich mir mal ne neiddiskussion.

über eins bin ich bei der ganzen bologna sache froh. ich kann als dipl. meinen master in gut 2 semestern machen (auch an einer uni) und werte somit meinen traditionellen abschluß auf. ausserdem gibts keine neid-trennung mehr von abschlüßen bei fh und uni.

allerdings haben sich die leute schon ne art abgegrenzung ausgedacht. ich weiß nicht mehr wo genau ich meine informationen her hatte aber es sieht ungefähr so aus wenn man die wertigkeit betrachten möchte:

Unterste Stufe: Bachelor(FH) = Diplom(FH)
Mittlere Stufe: Diplom
Obere Stufe: Master
was es nicht gibt: with honors (in anderen ländern sozusagen nochmal ne extra aufwertung auf B oder MA drauf)

Magister kann ich garnicht beurteilen... Ich denk da stehen auch andere Schwerpunkte im Zentrum des Studiums, da gehts nicht in erster Linie darum ne funktionierende Arbeitskraft für Fachgebiet xyz zu werden.

Aus der Wirtschaft habe ich 2 Aussagen die sich im laufe der Zeit evtl. eh ändern werden:
-"Wir stellen keine Bachelor ein, nur Leute mit Diplom"
-"Bei uns erhält jeder der von der FH kommt (oder Bachelor) einen 0,4 Aufschlag auf die Durchschnittsnote zum Vergleich"

Was den Punkt höherer Motivation beim Kommen aus der Arbeitswelt angeht muss ich Felis Post komplett unterschreiben. Man muss das einfach sehen. Niemand macht ein (gutes) Abi aufm zweiten Bildungsweg nur weil er arbeitslos ist. Man entscheidet sich für so etwas aktiv und weil man etwas erreichen will. Wenn man weiß welche Unterschiede einzelne Zeugnisse machen können, und wenn man sieht wie weit man kommen kann durch eigene arbeit, dann Partystudiert man mit sicherheit nicht so vor sich hin.

Ich sags mal so, bei uns gibts von vielen Leuten mit direkt schulischem Hintergrund den netten Spruch "4 gewinnt". Klar denn man besteht jedes Fach mit einer 4, hat den geringsten Aufwand geleistet und sich irgendwo durchgeschlängelt. Ein Diplom erreicht man so und dumm muss man auch nicht sein deswegen... Aber ist das ein Anspruch? Da fehlt mir die nötige Ernsthaftigkeit. Ich sage nicht jeder jüngere Student wäre auch ein schlechter Student aber rein zahlentechnisch denke ich würde mir die Statistik recht geben.
Das ist auch ganz einfach. Leute die aus der Wirtschaft kommen und wieder zur Schule gehen befinden sich ja bereits in ihrer letzten Chance. Da geht man nicht nach nem Bachelor wieder arbeiten um dann nochmal neu loszustudieren mit nem Master. Da macht man jetzt sprichwörtlich den Sack zu oder lässts bleiben. Ist einfach nur eine Frage des Anspruchs. Was möchte man erreichen im Leben oder kann man sich damit zufrieden geben diesen einen Abschluß (diese Karrierelimitation) so zu akzeptieren. Auch denk ich ältere Studenten werden niemals in einem trainee oder Praktikantenausbeutungsprogramm landen. Da macht sich die Firma lächerlich, denn Verhandlungen führt so jemand nur noch auf gleicher Augenhöhe. Man kann niemandem mit Berufserfahrung plausibel verkaufen warum er noch ein Jahr ohne Bezahlung arbeiten sollte.

Ich hab persönlich durch mein eines Jahr auf der BOS vorm Studium einen enormen vergleich. Auf der BOS waren fast durchgängig Menschen mit Berufserfahrung. Auf der FH ist das die Minderheit. Meiner Meinung nach ist es allein fürs Klima untereinander nötig, dass Leute nach ihrem ganzen Abizeug auch mal arbeiten gegangen sind.
 
 
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Saman
Alt 23.11.2007, 11:52   #20
Standard

Zitat von El Sparko
ich stell mir das grad vor wie jemand mit anzug und kravatte in ne 3-sterne küche gspurtet kommt und schreit "stop alles liegen lassen ich bin bachelor of catering und ich weiß wie es richtig geht ihr gelernten köche ihr!"... (wollt eigentlich schreiben diplom gastronom aber die zeiten sind vorbei)
Herrlich! Sparko you made my Day
 
 
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michaelg
Alt 23.11.2007, 12:44   #21
Standard

Das gefällt mir, dass das Missfallen an den neuen Abschlüssen so breit geteilt wird, von mir ebenfalls. Ich finde das ganze irgendwo auch einfach nur schade. Das grundsätzliche Ziel von Bologna ist eine Sache, wo man darüber reden kann und das auch für sehr sinnvoll erachten kann, und wenn ich mir die europäische Integration anschaue ist es auch nur logisch.

Aber tatsächliche Notwendigkeit ? - war meines Erachtens nicht da. Es wurde schon gesagt, jede Hochschule hat da ihr eigenes Umsetzungskonzept und die traditionellen Abschlüsse "liefen einfach", salopp gesagt.
Und jetzt, Anspruch und Wirklichkeit? Die Mobilität wird nicht größer, wenn es überall anders aussieht und ebensowenig werden die Abschlüsse vergleichbarer.
Der Niedergang der Humboldtschen Universität wurde auch angesprochen, das ist grausam. Im Grunde alles den Bach und so weiter..
Dabei denke ich an die grundsätzlichen Anforderungen der Arbeitswelt, es heißt doch meist: Selbst- und Eigenständigkeit/Initiative, Flexibilität im Denken, also rasches Einarbeiten in neue Materialien/Überschreiten eigener Wissensgrenzen - Na da sind spezialiserten und verschulten Bachelor Abschlüsse genau das richtige :>

Letztes Jahr habe ich hier glücklicherweise auch noch den letzten Magister Jahrgang erwischt, das ist das wunderbarste was es gibt, zeitliche Freiheit, da habe ich mir locker schon ein Jahr gespart, und im Hauptstudium dann auch inhaltliche Freiheit, da kann ich alles was nur halbwegs mit dem Hauptfach zu tun hat anerkennen lassen.
Der BA Pläne sind bei uns in der Regel zu zwei Dritteln inhaltlich und zeitlich (auf Semesteranzahl) gebunden und dann hats eben noch paar Ergänzungsmodule. Für mich wäre das nichts, zu wissen, da sind etliche wunderbare Veranstaltungen und ich kann und darf sie auch besuchen aber hab davon für mein Studium nichts, weil inhaltsgleiche Veranstaltung nochmal extra ausschließlich für BA in demunddem Semester sein soll.

Und dann haben sie zwecks Modularisierung "Zeitleisten" eingeführt, sprich Fachbereiche bekommen Veranstaltungszeiten fest zugewiesen, die etlichen Überschneidungen führten natürlich dazu, dass gewisse Fächerkombinationen nicht studiert werden konnten. ...Naja gut, das ist jetzt Organisationsmist von der Uni und nicht direkt vom BA, deswegen fang ich mit dem katastrophalen Akkreditierungskram gar nicht erst an.

Mein persönlicher Frust als Nichtbetroffener hält sich natürlich in Grenzen, aber ganz grundsätzlich finde ich das, was dabei bisher herausgekommen ist mehr als beschämend.
 
 
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