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[Schule] frühere schul-disziplin

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Anarchnophobia
Alt 31.05.2007, 16:27   #1
Standard frühere schul-disziplin

guten tag verehrte Leser

feli hat mich grade an ein Thema erinnert was ich schon vor längerer zeit mal starten wollte.

"Früher" war es so das bei uns, ich glaube sogar noch in der Grundschule VOR unterrichtsbeginn in zweierreihen aufgestellt wurde und das Vater unser + die Nationalhyme (westen! bin kein ur-ossi) gesungen wurde. Nicht immer wohl, aber ich kann mich zumindest daran erinnern.

am gymnasium (auch westen!) in der 5ten +6ten klasse war es auch gang und gebe das wenn der lehrer kam es ruhig in der klasse war und alle aufgestanden sind und den lehrer begrüsst haben. Im englischunterricht hat mir das echt nen traume gegeben... "good morning boys and girls" - "good morning mister münzel" - "sit down please..."

im religionsunterricht mussten wir vor unterrichtsbegin aufstehen und erste Mose, die Schöpfungsgeschichte, auf Hebräisch runterleiern...

ich weiss nicht wie es heute ist. gibt es sowas überhaupt noch? Nationalhymne singen kommt mir vor wie im traum, das wäre heute vllt sogar noch eher möglich als "damals" wo wir kein nationalbewusstsein haben durften. Das aufstehen wenn der lehrer reinkommt finde ich eigentlich, für gewisse altergruppen, angemessen. ab der 7/8 klasse sollte dann damit allerdings gut sein (und war es bei uns dann auch). oder ist das auch heute noch so für die jüngeren?
 
 
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maaw
Alt 31.05.2007, 16:31   #2
Standard

Dieses obligatorische "Guuuten Mooorgen Frau/Herr XYZ" hatten wir nurnoch in der Grundschule. Ansonsten hatte sich eigentlich alles erledigt was du oben erwähnt hast.
Finde ich auch gut so. Dieses spiessige getue kann ich eh nicht leiden. Ich hätte mich da bestimmt gegen rebelliert.
 
 
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hackvresse
Alt 31.05.2007, 16:45   #3
Standard

biste sicher dass das mit der nationalhymne so stimmt? kann ich mir kaum vorstellen dass das vor 15-20 Jahren üblich war..
 
 
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reyals
Alt 31.05.2007, 17:14   #4
Standard

hm, bei uns in der grundschule wurden jeden morgen volkslieder gesungen oder auch die nationalhymne.
Natürlich immer dieses ganze aufgestehe und hingesetze, dass allmählich aufhört weils einfach nur noch nervt. ich fands ehrlich gesagt gut, sonst lernt man ja nie die nationalhymne
 
 
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Sivar
Alt 31.05.2007, 17:23   #5
Standard

Hmm, ich bin ja nun nicht viel jünger als Anarch, aber ich kann mich nicht dran erinnern, jemals für den Lehrer aufgestanden zu sein und bei Schul-/Unterrichtsbeginn was gesungen zu haben. Das einzige war, dass sich schnell alle auf ihren Platz verkrochen haben, wenn der Lehrer reinkam... so schnell, als müsste der letzte nachsitzen oder so .

Dieses kollektive "Guten Morgen, Herr/Frau xy" gabs aber natürlich auch, nur halt im Sitzen .
 
 
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Felicitas
Alt 31.05.2007, 17:29   #6
Standard

bei uns gabs dieses aufstehen - begrüßen - setzen glaub ich bis zur 7. klasse. ich sehe aber auch kein problem das bis zur oberstufe durchzuziehen.

ansonsten gabs bei uns in der grundschule in der ersten stunde immer so eine art stuhlkreis wo dann gesungen wurde, übers wocheende geredet und was auch immer. dann gab es unterrichtsfächer die die gemeinschaft gefördert haben wie das pflegen des schulgartens. jede klasse hatte eine ecke die gemeinschaftlich gepflegt wurde, wo irgendwas gepflanzt wurde und wenn dann etwas wuchs das geerntet werden konnte, wurde das zusammen als gruppe in irgendwas essbares verwandelt. darüber hinaus organisierte unsere klassenlehrerin außerschulische projekte wie die pflege eines waldstückes wo wir oft müll eingesammelt haben nach der schule. bei sportfesten standen manschaftssportarten im vordergrund.

auf meinem ersten gymnasium war es üblich dass zb in mathe auf jede hausaufgabe eine leistungskontrolle folgte, sprich fast jede unterrichtsstunde eine kontrolle, was dazu führte dass immer von jedem die hausaufgaben gemacht wurden und dass die schüler es auch "drauf hatten".

auf meinem 2. gymnasium gab es eine ganze zeit lang themenwochen/projektwochen. ich erinner mich dass sie das jahr bevor ich auf die schule kam die gestaltung des schulhauses in einer projektwoche als thema hatten. da hieß es dann bemalen der toiletten und wände. ein anderes mal war das thema musik und jahrgangsübergreifend (also 11. klässler mit 7.klässlern zB) haben dann allemöglichen projekte rund zum thema musik aufgestellt.

dann gab es eine kunstlehrerin die jedes jahr einen abend organisiert hat "liebeserklärung an die kunst". das wurde dann eine ausstellung gepaart mit einem veranstaltungsabend an dem theaterstücke, musik und vieles mehr vorgeführt wurden.

tja und irgendwann hat das alles aufgehört. was sehr schade ist.
 
 
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mizue
Alt 31.05.2007, 17:41   #7
Standard

ich versteh nun den zusammenhang nicht zw. "aufstehen, begrüßen" und disziplin... disziplin wäre für mich so etwas eher sinnloses, wie... "äh herr müller, reißen sie sich am riemen und setzen sie sich gerade hin, die finger auf den tisch, bitte." was mir unsympathisch ist, denn in einer unbequemen sitzhaltung fällt mir zuhören und konzentrieren recht schwer. das begrüßen will bei mir eher sinn ergeben. da wird die konzentration auf etwas schönes gelenkt, nämlich "sich begrüßen", den unterricht einleiten. das könnte man natürlich auch anders machen, so wie es dann später war und heute ist: man begrüßt sich frei und formlos, man weiß "aha der andere ist da, der bringt mir jetzt was bei." im studium ist das ganze natürlich etwas freier, als in der schule... wenn ich keinen bock auf die vorlesung hab oder etwas anders zu tun habe, dann besuche ich die vorlesung auch nicht.

die begrüßungsrituale gab's bei mir auf'm gymnasium (in der reihenfolge: aufstehen, "hallo herr pangratius", setzen, großes gemurmel) und teilweise dann auch noch auf der realschule (da hab ich die reihenfolge allerdings vergessen.) an der fos (sagen wir: oberstufe) gab's das dann überhaupt nicht mehr... da ist der lehrer reingekommen und man hat sich recht locker und lässig begrüßt (je nach lehrer halt, die einen waren locker, die anderen weniger.)
 
 
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asdf
Alt 01.06.2007, 00:42   #8
Standard

Wie das mit dem Begrüßungsdingens in der Grundschule war weiß ich nichmehr, is ja auch schon ne Weile her. Auf dem Gymnasium gabs sowas nicht.

Religionsunterricht hatte ich irgendwie bis zur 8. oder 9. Klasse oder sowas, da wurde nie so ein Mist gemacht, sonst wär ich da wohl noch früher ausgestiegen oder hätte es zumindest versucht.*g*

Nationalhymne singen? lol?
Niemals gehabt...seltsame Sitten gibts im Westerwald..
 
 
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El Sparko
Alt 01.06.2007, 16:58   #9
Standard

ok meine dorfschulerfahrung in etwa ein wenig derer die feli schildert. man nannte bei uns die grundschule volksschule.

jeden morgen natürlich ein aufstehen und begrüßen. bei englisch dann auch in englisch natürlich. und in religion wurde das vater unser gebetet oder das glaubensbekenntnis. wir waren ja bis auf ein paar zeugen jehovas und evangelen durchweg eine katholische gemeinde. manchmal hat man auch was gesungen aber das einzige was mir hängen geblieben ist, wäre heute ein ziemlich rassistisches lied. das hat man aber eher im unterricht mal gesungen, nicht so zur begrüssung.

was mir von den ersten schuljahren hängen geblieben ist, ist das viele in 2er-reihen gehen. das hat man am ersten tag schon gelerent. man ist nämlich in 2er-reihe zu kirche gelaufen. selbstverständlich bin ich mit meinem "partner" dann aus der reihe ausgebrochen weil wir woanders hin wollten und schon gabs anschiß von der lehrerin. das war mir dann peinlich.

weiter ist man eigentlich sogar bis in die 3. klasse hinein an einem monatg morgen immer in einem stuhlkreis gesessen und hat vom wochenende erzählt. vor weihnachten gabs gemeinsame frühstücke und nach weihnachten hat man ganz offiziell ausgetauscht wie man die ferien verbracht hatte.

ein wenig krasser fand ich, dass wir dazu erzogen wurden unseren eigenen dialekt abzulegen. heute weiß man dialekt kann förderlich sein, bei uns wars aber extrem verpöhnt. wir wurden zu stock steifem hochdeutsch erzogen. das konnte natürlich keiner 100% aber es ging viel davon verloren, was irgendwie die gemeinsame identität hätte ausmachen können.

zur disziplin: ich glaube sogar in der realschule gings bis 7.-8. klasse noch zumindest mit aufstehen und begrüßen weiter. auch wurde man ermahnt die lehrer schön förmlich zu grüßen wenn man sie denn aufm gang sieht. ansonsten waren wir teilweise sicher recht unddisziplliniert, so dass irgendwann der erlass erging, man müsse zu pausenzeiten die unterrichtsräume verlassen. da war dann natürlich ne bessere kontrolle möglich.

an gemeinsame projekte erinnere ich mich weniger. man hatte zwar diese ganzen kunstgeschichten und ich habe auch mal so ne art theaterunterricht besucht bzw. viele waren mit blockflötenunterricht am start wo man dann zu jeder schulfeier musik machte oder eben ein stück aufführte. groß was angebaut und bewirtschaftet oder allgemennützig tätig waren wir aber meiner meinung nach ned.

ich weiß nicht ob der punkt vielleicht heutzutage helfen könnte die teilweise arg renitenten und resignierten schüler wieder dahin zu bekommen etwas aus sich zu machen. vielleicht fehlen auch einfach echte ideale bzw. werden heute die falschen gesetzt.
 
 
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doomhammer
Alt 02.06.2007, 17:51   #10
Standard

@ asdf:

Das mit der Hymne hätte gut zum Wilhelm gepasst - unbestätigten Gerüchten zu Folge hat er sicham Anfang der Stunde auch Meldung über Truppenstärke machen lassen

Zum Thema:

Bis auf das "Good morning[..]" im Englischunterricht in de 5. Klasse hab ich in der Schule nie sowas erlebt
 
 
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Doro6
Alt 29.06.2007, 01:46   #11
Standard

also jetzt mal nicht in der schule aber im kindergarten mussten wir vor dem mittagessen gerade dasitzen-beide haende auf den tisch (NICHT die ellenbogen) und unsere beine unter bem tisch zusammenlassen (knie UND fuesse). als wir dann das essen bekamen mussten wir immernoch aufrecht sitzen und unsere beine zusammenlasssen wie oben beschrieben-die ganze zeit
In der schule musste auch immer ruhe sein (bis zur 8ten klasse mit aufstehen und so) und die antionalhymne ahben wir nur am tag der deutschen einheit gesungen-mit hand aufm herz....
 
 
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distressed
Alt 29.06.2007, 10:14   #12
Standard

Mein Relilehrer im Gymnasium (ich hatte ihn die ganze Zeit über) hat uns glaub ich bis zur 10. Klasse aufstehen lassen. Der Mann hatte einfach seinen Respekt. <- Wie ich gerade von meinem Bruder erfahren habe, ist es in den unteren Stufen immernoch so ^^

In der 5.+6.Klasse hat uns jeder Lehrer aufstehen lassen, mit dem von euch beschriebenen Procedere. Zweierreihen gabs auch immer ^^ besonders in der Grundschule.
Heute ist es aber auch nur noch bei den älteren Lehrern so. Eigentlich schade für den Lehrer, denn so bringt man schnell Ruhe in eine Klasse.

An die Nationalhymne kann ich mich garnicht erinnern, haben sie wohl auch nie gesungen - was aber auch dazu führte, dass ich sie immernoch nicht richtig kann.
 
 
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Squdus
Alt 29.06.2007, 10:41   #13
Standard

Ob wir das in der Grundschule gemacht haben weiss ich gar nicht mehr. Aber glaube eher kaum da wir eine recht junge Lehrerin hatten.
Auf der Hauptschule mussten wir es nur bei unserem Klassenlehrer machen, der war aber auch aus altem Schrot und Korn. Alle aufstehen, Gesicht zum Lehrer, "Guten morgen Herr Gohaut", alle Gesichter zum Kreuz und ein Vater unser oder Ave Maria auf das es ein guter und lehrreicher Tag wird, war aber auch ne katholische Schule. Ansonsten wurden die Lehrer im sitzen begrüsst. Auch die Nachfolgerin unseres Klassenlehrers als er in der 7ten oder 8ten, so genau weiss ich das auch nich mehr, in Pension ging.
Man mag mich ja jetzt für jeck halten. Aber dieses gemeinsame aufstehen und beten hat mir damals irgendwie gefallen. Mag aber auch daran liegen das der Mann ein spitzen Lehrer war und man ihm gerne diesen Gefallen tat, vorallem weil ihm soviel daran lag.

Und ich habe auch ne Englischphobie. "Good morning class/boys and girls" bah nee, ich kann sowas absolut nich mehr hören. Vorallem dieses "Oh Bäään, where's your Homework?" in so einem mitleidigen Ton, als wenn ich ihm das Herz gebrochen hätte, manchmal tat er mir richtig leid.
nee nee nee, wat bin ich froh dat ich sowat nich mehr hören muss.
 
 
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asdf
Alt 29.06.2007, 10:53   #14
Standard

Zitat von doomhammer
@ asdf:

Das mit der Hymne hätte gut zum Wilhelm gepasst - unbestätigten Gerüchten zu Folge hat er sicham Anfang der Stunde auch Meldung über Truppenstärke machen lassen
Und den hatte ich nie..
 
 
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OrionX
Alt 29.06.2007, 11:51   #15
Standard

na ich bin auch westerwälder und zu meiner zeit gabs das nicht mehr mit der nationalhymne.

ich erinnere mich, das in der grundschule das Aufstehen - Begrüßen - Hinsetzen- Prinzip immer noch praktiziert wurde, zum glück hatten wir nur eine Lehrerin und deswegen wars nur einmal am tag. Katholischer Religionsunterricht war immer recht cool, da wir in der Grundschule nur 6 Katholiken waren, rest evangelen. Ich erinnere mich sogar an den Schicksalhaften tag an dem die Evangelen vom Pfarrer (ja die hatten immer Pfarrer) verboten bekamen (bei strafe) "Oh mein Gott" zu sagen. Fanden wir bösen strengen Katholiken sehr lustig. Irgendwelche Bibelverse mussten wir auch nie lernen oder aufsagen, wir haben meistens in Religion Bibelszenen gemalt und geschichten vorgelesen bekommen.

Was aber krass war: Bei unser Grundschullehrerin hat sich niemand getraut die Hausaufgaben zu vergessen und im 4. Schuljahr hatts mal ein neuzugang in der Klasse geschafft das zu machen, worauf alle die Hand vor den Mund nahmen und in deckung gingen. Ab dem 5. Schuljahr, als man das durfte auf der Realschule (3 mal = 6), kam das häufiger vor

Katholisch sein hatte bei uns meistens sektencharakter, in meiner ersten Realschule waren wir noch viele katholiken, als ich dann auf die schule ging auf der anarch auch war, da warens wieder nur 2 oder 3 leute in einem jahrgang und wir Katholiken mussten immer bei die Evangelen in Religion oder wie im 8. als nur noch Ethik gegeben wurde. Aber ich durfte mir halt aussuchen ob ich in Religion eine Note bekam oder nicht. Fiel die gut aus, hab ich sie genommen.

Aufstehen war ab dem 7. Schuljahr kein thema mehr (ausser beim deutschlehrer) und beten hab ich in der Schule auch nie müssen, noch einen einzelnen bibelvers auswendig können. Irgendwie waren die Evangelen immer strenger als wir Katholiken. Witzigerweise waren die meisten Katholiken bei uns wirklich gläubig und die Evangelen zum größten teil überhaupt nicht.

Dafür hatten wir einen tag nach der Kommunion frei und die Evangelen einen tag nach der Konfirmation. Im Kommunionsunterricht (ausserschulisch) haben wir dann doch mal das Vater Unser gelernt und uns im 4. schuljahr über die Evangelen belacht, die doch so streng waren und das alle nicht konnten *g*
 
 
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PowerWapiti
Alt 29.06.2007, 19:46   #16
Standard

wir mussten das mit "GUUUTEN MOOORGEN..... FRAU XYZ / Goooood Moooorning.. Mrs XYZ" .. auch immer machen (Grund - & Realschule). Aber als wir die Englischlehrerin nach der 8. sowieso in die Klapse geschickt haben, war dann auch vorbei ^^.

Danach bekamen wir allerdings (zur Strafe?) die strengste Lehrerin der Schule. Das war eine wie ein Befehlsführer von der Bundeswehr .
Nur rumgeschriehen "HEY WAS IST DA HINTEN LOS?? AUFSTEHEN UND ALLES LIEGEN LASSEN!" oder Sie machte immer Kontrollgänge mit Hausaufgaben. Am 2..3.. Schultag hatte ich noch keine Schulhefte.. Sie dann "Was Herr PowerWapiti Sie haben WASSS NOCH NICHT???, morgen sind die Hefte da. ALLE!.. zur Strafe 2 Lektionen aus dem Buch abschreiben, ohne Fehler!!" und das immer voll laut geschriehen, große Augen bekommen und mit dem Finger gezeigt ^^
und wer eben die Hausaufgaben nicht dabei hatte, der musste aufstehen und die "betroffenen" ALPHABETISCH der Reihe nach die Namen aufsagen. Wenn es da jemand gab, der seinen Namen vorher gesagt hat, der wurde wieder angeschnauzt ob er denn noch ganz dicht sei und nochmal in die Grundschule zum ABC-Kurs müsse. ^^


Wenn es dann ab und zu Blätter gab, musste immer eine Tischreihe gleichzeitig aufstehen und nach der Reihe loslaufen und die Blätter abholen. Erst wenn eine Tischreihe fertig war, durften die anderen aufstehen und losziehen.

Oder wenn jemand zu spät kam.. sobald die Lehrerin durch die Tür ist, hat der Unterricht angefangen. Alle Leute die NACH ihr kamen, bekamen gleich 1-2 Stunden Arest, einen langen Text zum Übersetzen oder so voll die schweren Fragen *g*

Das ganze war im Jahre 2002/2003 , also noch gar nicht so lange her und die Lehrerin "ging" mit uns. hat also ihre letzten 2 Jahre mit uns gemacht und nochmal richtig draufgehauen ^^.

Sowas kann man sich jetzt in der Berufsschule gar nicht mehr vorstellen.. da ist doch alles "egal" ob man jetzt 5 Min zu spät kommt oder die Hausaufgaben dabei hat, geschweige den überhaupt ein Heft dabei hat zum mitschreiben
 
 
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Manni
Alt 01.07.2007, 11:54   #17
Standard

Zitat von Sivar
Hmm, ich bin ja nun nicht viel jünger als Anarch, aber ich kann mich nicht dran erinnern, jemals für den Lehrer aufgestanden zu sein und bei Schul-/Unterrichtsbeginn was gesungen zu haben. Das einzige war, dass sich schnell alle auf ihren Platz verkrochen haben, wenn der Lehrer reinkam... so schnell, als müsste der letzte nachsitzen oder so .
Dem kann ich mich nur anschließen.
Bin ja nur 2 Tage jünger als Sivar und zwischen Anarch und uns beiden liegen ja nur etwa 2 1/4 Jahre Unterschied.

Und ich bin mir hundert pro sicher, dass wir nie die Nationalhymne in der Schule singen mussten. Und beten schon gar nicht - wäre auch gegen meine Überzeugungen gewesen.

Und aufstehen, wenn der Lehrer reinkommt? Wenn überhaupt, dann in der Grundschule. Aber ich glaube nichtmal das.

Ich denke mal, dass es da Regionale Unterschiede gegeben hat.
Wahrscheinlich in der Richtung: Im Süden eher als im Norden; auf dem Land eher als in der Stadt.

Edit:
Zitat von reyals
hm, bei uns in der grundschule wurden jeden morgen volkslieder gesungen oder auch die nationalhymne.
Natürlich immer dieses ganze aufgestehe und hingesetze, dass allmählich aufhört weils einfach nur noch nervt.
Wo ich das gerade lese: Bist du in Hamburg zur Grundschule gegangen oder seid ihr erst später hier hergezogen? Staatliche oder private Schule?

Weil immerhin bist du ja n ganzes Stück jünger als ich und wie gesagt: Bei uns gab´s das nicht.

Geändert von Manni (01.07.2007 um 12:05 Uhr).
 
 
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El Sparko
Alt 01.07.2007, 14:36   #18
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die frage ist doch vielmehr: ist das, wie hier angedeutet, schlecht, hinterwäldlerisch, zurückgeblieben oder wärs nicht sogar mal ein wenig hilfreich auch in der schule wieder eine art disziplin einzuführen?
 
 
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short_cut_baby
Alt 01.07.2007, 14:43   #19
Standard

Hm... dieses Aufstehen und "Guten Morgen blah" gabs bei uns bei manchen Lehrern noch bis zur 9. Klasse. Mitlerweile sagt da jeder für sich da sein "morgen" "moin" Tach" what ever.

Ich finds gar nicht so schlimm, dass das alles ein bisschen lockerer geworden ist. Aber hier ist es noch so, dass bis zur 6./7. Klasse da der Lehrer reinkommt und alle wirklich ruhig sind und Lehrer das Wort hat.
Naja nach ner Zeit verschwindet vor ein paar Lehrer irgendwie der Respekt... Bzw ist nciht mehr so da, wie er es in der 5. Klasse oder so war...
 
 
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OrionX
Alt 01.07.2007, 15:20   #20
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joa, so ein bisschen mehr disziplin schadet niemandem find ich. ka, lehrer scheint nicht mehr so der angesehene beruf zu sein, der es früher mal war, sieht man auch daran das die allerwenigsten sich dafür entscheiden. ich hätte persönlich aber auch nicht viel bock mich in eine klasse mit den krassen checkern zu setzen und leuten versuchen was beizubringen worauf sie eh keine lust haben. nichtmal eltern haben großartigen respekt vor den meisten lehrern (gut manche habens auch nicht wirklich verdient).

das beste war halt das ältere autoritäre lehrer bei mir in meiner bisherigen laufbahn mehr respekt in der klasse hatten, als ein junger lehrer der noch grün hinter den ohren ist. oder der "lockere" lehrer. (wo man meist eh kaum was gelernt hat)
 
 
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El Sparko
Alt 01.07.2007, 16:46   #21
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ja die "lockeren" bringen nur was, wenn der schüler eh von selbst lernen möchte. das tut er aber in einem großen abschnitt seiner schulzeit mit sicherheit nicht. grundschüler möchten etwas lernen, leute in der oberstufe möchten teilweise selbst etwas lernen bzw. übrnehmen verantwortung für sich. dazwischen ist meistens die "ich hab ne 6 meine güte bin ich cool"-phase... und da hilft der lockere kumpel-lehrer garnix. da brauchts einfach mal leute die richtig durchgreifen und störende spastis einfach konsequent vom unterricht verweisen, damit ein gewisses lernklima erhalten bleibt. wenns auch nur der erste schritt ist zur begrüßung aufzustehen - ich sehe nichts negatives daran.
 
 
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OrionX
Alt 01.07.2007, 20:03   #22
Standard

ach ka, es gab halt immer so mischlehrer. Total strenge, bei denen du aber teilweise auch was zu lachen hattest und dann wirklich die lehrer die du in der pfeife rauchen konntest. wenn ein lehrer aber zu autoritär daher kommt und wirklich keine andere waffe mehr als irgendwelche maßnahmen hat, dann verliert man eher den respekt als wenn er auf eine schnippische bemerkung ebenso schnippisch reagiert. Kriegt halt nicht jeder hin. Vor allem muss meiner meinung nach ein lehrer menschlich und nicht so als übermensch daher kommen, dann steh ich auch gern mal auf und plärr mein "Guten Morgen". Zudem ists auch wichtig das er zeigt das er plan von dem hat was er da redet und die schüler nicht nur voll leiert sondern irgendwie auch mit einbringt in den unterricht und mal selber machen lässt. ein mathelehrer der dir die lösungen nach 15 mins an die tafel schreibt bringt dir ja auch nix.
 
 
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El Sparko
Alt 01.07.2007, 20:39   #23
Standard

naja ich hab im nachhinein oft gemerkt, dass der eigentlich strenge und verhasste lehrertypus der war, mit dem man danach völlig locker von mensch zu mensch reden konnte, während sich die kumpelhaften lari-fari-leute meist beim auftauchen eines problems irgendwo im lehrerzimmer verbunkern und alles aussitzen.

klar, der gute lehrer schafft es auch ohne förmliche disziplin "aufstehen bitte" eine respektsperson darzustellen. vielleicht muss es aber initial auch einfach mal gelernt werden wie respekt funktioniert. wie soll der junge schüler von heute völlig erwachsen mit einer autoritätsperson umgehen können, wenn dieser immer nur die antiautoritäre weichspülernummer erfahren hat? spätestens in der arbeit rennt der ach so coole schüler dann einfach gnadenlos vor die wand weil "wer zahlt schafft an" und ich würde niemanden beschäftigen der mir keinen respekt entgegen bringen kann.
 
 
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outfreyn
Alt 02.07.2007, 20:49   #24
Standard

so, is wohl das gute alte "respekt verdient man sich"

anyway:

zweier-reihen gibt's heut auch noch, is halt sicherer und leichter zu kontrollieren wenn so 'ne bande kleiner menschen durch die gegend rennt.

aufstehen / grüßen:
erinner mich verschwommen sowas bis zur 5./6. gemacht zu ham.

lieder singen:
kann ich mich net erinnern

dafür weiss ich noch das ich als ganz kleiner steppke in der grundschule noch zum fahnenappell antreten musste. und der war täglich. manchmal auf mit melodie der hymne. all hail propaganda!

reli unterricht:
nix mir gebeten, das einzige wat et gab war manchmal (selten) lieder singen, we shall overcome und sowat. afair hing da net mal nen kreuz und wir haben meistens karten gespielt. danke, gott, für evangelischen religionsunterricht =)

btw:
ich denke das kinder eher fremdbestimmt werden können, weil sich sowas wie reaktanz erst mit dem erwachsenwerden entwickelt bzw. festigt
 
 
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Klendathu
Alt 09.08.2007, 19:12   #25
Standard

Also ich kann mich da an ein paar begebenheiten während meiner schulzeit erinnern. zum einen war es üblich das wenn männliche lehrer den raum betraten verschiedene riten eingehalten werden mussten.
diese regeln bestanden natürlich ohne jemals ausgesprochen zu sein und wurden mit dem zuckerbrot und peitsche prinzip durchgesetzt.
herr böckelmeier betrat etwa den raum und die schülerschaft hatte auf jeden fall zu grinsen-dabei war es nicht relevant ob das grinsen gezwungen oder natürlich war-es musste gerinst werden.
wer nicht grinste wurde psychologisch bestraft.der lehrer schritt heran und tat so als hätte er etwas fallen gelassen und krabbelte auf dem boden solang scheinbar suchend umher bis er am rucksack des nichtlächlers angekrochen kam.dort fing er demonstrativ an zu schnüffeln und drückte mit komplexen gesten und mimik aus das er die vermutung hegte das sich wohl drogen im rucksack des schülers befinden mögen.
Die schmach des schülers wurde verstärkt in dem der nickende und dabei schelmisch grinsende lehrkörper den schüler mit den kühlen starrAugen fixierend wieder hinter den pult trat.
natürlich war der nichtgrinser gezeichnet und wochenlang gemieden.

Andere Regeln bestanden unter anderen im anwenden von komplizierten fingertricks zum betreten der sanitären räumlichkeiten und des weiteren in dem anbeten einer ominösen gottheit aus der karibik deren hintergrund ich nie ganz begriffen habe.
 
 
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